Bestatterwitz: Zehen und Finger

Das Finanzamt schickte einen Steuerprüfer in ein Bestattungshaus.
Während der Steuerinspektor die Ausgaben prüfte, wandte er sich dem Bestatter zu und fragte: „Ich sehe hier das Sie eine Menge Stoff zum Ausschlagen der Särge einkaufen, was tun Sie eigentlich mit den Resten, die zu klein sind um sie zu verwenden?“

„Gute Frage“ antwortete der Bestatter. “ Wir sammeln diese Reste und schicken sie an den Hersteller, und von Zeit zu Zeit schickt uns dieser dafür eine ganze Rolle mit kostenlosem Stoff.“

„Oh“ entgegnete der Inspektor, ein bisschen enttäuscht darüber, auf diese ungewöhnliche Frage eine Antwort zu erhalten. Er machte jedoch weiter in seiner penetranten Art. “ Was ist mit diesem Band, auf das sie die Schleifen für die Trauerkränze drucken. Was machen Sie mit den Überbleibseln, diesen kurzen Endstücken?“

„Ah ja“ erwiderte der Bestatter, der begriff das der Inspektor ihn mit einer nicht zu beantwortenden Frage auf Glatteis führen wollte. „Wir sammeln die Reste und schicken sie zurück an den Schleifenbandhersteller, und von Zeit zu Zeit erhalten wir dafür einen kostenlosen Karton mit Schleifenbändern.“

„Aha“ sagte der Prüfer und dachte angestrengt darüber nach, wie er den „ich weiss alles“-Bestatter doch noch kriegen konnte und er fuhr fort “ Aber da bleiben doch bei Unfall-Leichen manchmal kleine Teile über, zum Beispiel mal ein Finger, mal ein Ohr oder ein Fuß… Was machen Sie denn damit?“

„Nun, auch hier verschwenden wir nichts, “ antwortete der Bestatter. “ Wir heben alle diese kleinen Haut- und Fleischreste, Organteile und Gliedmaßen auf und senden sie ans Finanzamt, und einmal im Jahr schicken sie uns einen kompletten Idioten zurück.

adaptiert aus einer Spaßmail vom Tage

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  • Veröffentlicht am: 24. April 2010
  • 18 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Fundstücke

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

18 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Die nächste Variation. Aber auch gut erzählt. :D

    Kenne den auch mit einem Chirurgen, wo es zuerst um Verbandsmaterialien geht…

  2. :-D
    @1 – Joe Nevermind: Vor „Beamtenbeleidigung“ musst TOM sich da aber nicht fürchten, den Straftatbestand gibt es so nicht… ;)

  3. „Manni, schau mal in der Restekiste nach ob noch Hirn für den Herrn vom Finanzamt übrig ist!“
    B. A.

  4. Von dem Witz scheint es mannigfaltige Versionen zu geben, aber diese ist wirklich gut.

    Es gibt nur den Straftatbestand der Beleidigung, eine gesonderte Beamtenbeleidigung existiert nicht, genauso wenig wie Polizistenmord, es bleibt Mord, egal wer dran glauben musste.

    Apropos Finanzamt:
    „Der Feuerwehrchef schlendert in den Aufenthaltsraum der Wache, nimmt sich einen Kaffee, schaut in die Runde und sagt:
    Männer, macht euch mal langsam fertig, aber lasst euch Zeit, das Finanzamt brennt…“

  5. Der Bekannteste dürfte wohl der mit dem Anwalt und dem Hirn im Glas sein…

    cu +quakemaster+

  6. Immer wieder schön !!! – aber bei dem Verein gibt es wirklich ne Menge …. – hätte wieder Beamtenbeleidigung sein können

  7. Eine Holzhandlung sucht einen Mitarbeiter fürs Büro. Meldet sich ein junger Mann, wird vom Chef interviewt. Der Chef ist ganz zufrieden, aber ein letzter Test muß sein. „Also junger Mann, sieht ja ganz gut aus, eigentlich können wir Sie gebrauchen. Ich muß mal kurz weg, können Sie solange das Telefon bedienen? Aber kein blahblah, die Interessen der Firma müssen vertreten werden. Wenn das klappt sind Sie eingestellt.“ – „OK, mach ich.“ Der Chef verschwindet und ruft unerkannt an. „Hier Holzhandlung Sägemüller. Was kann ich für Sie tun?“ – „Haben sie Astlöcher?“ – „Astlöcher? Klar haben wir die. Leider momentan alle ausverkauft.“ – „Ausverkauft?“ – „Ja, Export nach Amerika.“ – „Was machen die damit?“ – „Arschlöcher für Schaukelpferde.“

  8. absoluter Brüller :-D

    @undertaker112: Der Tatbestand der Beamtenbeleidigung gibt es nicht. Ein Beamter kann dich lediglich wegen Beleidigung (wie jeder andere Bürger auch) anzeigen. Schließlich sind seit Orwell alle Tiere gleich ;)!

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