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Haschisch-Kuchen berauscht Trauergemeinde in Rostock

Von

Leserin Karla und mein lieber Sylvio machen mich auf eine dramatisch-lustige Geschichte aus dem hohen Norden aufmerksam:

Eine ca. 30 Personen große Trauergemeinde traf sich zu einer Beisetzung im Ruheforst Wiethagen. Anschließend wurde zum Leichenschmaus auf dem „Köhlerhof“ geladen. Der Wirt tischte drei bis vier Kuchensorten auf. Diese Kuchen werden meist von den Servierkräften daheim gebacken und mitgebracht. Diesmal war die 18-jährige Tochter einer Angestellten die Bäckerin.

Die junge Frau bereitete einen „Brownie-Kuchen“ zu und buk gleich auch noch einen ähnlichen Kuchen mit Marihuana für sich selbst.

Als die Mutter den Brownie-Kuchen mit zum „Köhlerhof“ nahm, kam es zu einer folgenschweren Verwechslung.
So kam es, dass die Trauergäste in den zweifelhaften Genuss des Rauschgiftkuchens kamen.
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Friedhof zu teuer? Denk drüber nach

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Bestattungen im Wald, Seebestattungen, Verstreuung der Asche auf einer Almwiese oder im Gebirgsbach, Asche auf dem Kaminsims, mittlerweile tun sich für Angehörige ganz viele Möglichkeiten auf, wie sie mit einem Verstorbenen umgehen. Der klassische Friedhof kommt in den Überlegungen der Menschen zunehmend weniger vor.

Die Gründe hierfür sind mannigfaltig:

  • Betonung einer besonderen Lebensweise / Anschauung
  • Finanzielle Aspekte: Geld sparen
  • Wegfall der Grabpflege aus Bequemlichkeit
  • Entfall der Grabpflege aus finanziellen Erwägungen

Fallen Dir noch mehr Gründe ein? Dann schreib mir/uns das in die Kommentare.
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Angebrannt

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Es war Ende Oktober und in meinem Bestattungshaus hielt das jährliche Getuschel Einzug. Jeder kennt doch das Gefühl, wenn auf einmal alle anderen ein geheimnisvolles Band verbindet. Gespräche verstummen, wenn man den Raum betritt, irgendetwas Geheimnisvolles liegt in der Luft.
Wenn ich zufällig in Frau Büsers Büro kam und dort auch die anderen Damen anwesend waren, wurde es schlagartig leise, das sonst dort beheimatete Geschnatter verstummte und alle schauten ganz geschäftig auf ihre Unterlagen. Ich kam mir vor, als habe ich versehentlich die Damentoilette eines Restaurant betreten.

Musste ich mir Sorgen machen? Schmiedeten die Mädels ein Komplott gegen mich? (Ich mag übrigens Apfelkomplott!)
Nein.
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AMAZON reagiert: Derzeit keine Kindersexpuppen mehr auf Amazon.de

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Vielen Dank für Eure Unterstützung. Der Plan ist aufgegangen. Auf Amazon.de wurden bis vor 2 Tagen realistische Sexpuppen angeboten, die Kindern nachempfunden sind.

Als ich darauf aufmerksam wurde, habe ich das hier und in meinem Dreibeinblog.de angeprangert und öffentlich gemacht. Euch bat ich darum, diese Information zu teilen. Mein Plan: Wenn darüber weit verbreitet berichtet wird, wird Amazon rasch reagieren. Nichts fürchtet die Handelsplattform mehr als negative Publicity, die mit Kinderpornographie in Zusammenhang steht.

Stand heute (26.10.2019 10 Uhr) sind keine Kindersexpuppen mehr auf Amazon.de zu finden.
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Tattoos von Verstorbenen an der Wand

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In den letzten Tagen geisterte folgende Meldung durch die Medien:

Bestatter machen es möglich: Tattoos vom Körper des geliebten Verstorbenen aufbewahren

Das Bestattungsunternehmen von Michael und Kyle Sherwood aus dem US-amerikanischen Cleveland bietet einen besonderen Service an.
Sie schneiden die Tattoos aus den Körpern der Verstorbenen und übergeben sie den Hinterbliebenen.

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Eine Million mit Zahngold ergaunert

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Einen Bärendienst haben sie der ganzen Branche erwiesen: Ein Krematoriumsbetreiber, ein Bestatter und dessen Betriebswirt haben 1 Million Euro mit der verbotenen Entnahme und dem Verkauf von Zahngold „verdient“. Hierfür wurden sie jetzt verurteilt:

Solche Geschichten gab es schon immer und gibt es auch immer wieder. Edelmetalle, allen voran Gold, wecken Begehrlichkeiten. Die Täter glauben, unentdeckt zu bleiben und meinen wahrscheinlich, dass das Gold bei ihnen besser aufgehoben sei, als in der Urne.

Zu den unausrottbaren urbanen Legenden gehört, dass Bestatter den ihnen anvertrauten Verstorbenen immer die Zähne herausbrechen.
Das ist aber Quatsch. Tausende von Bestattern und Krematoriumsmitarbeitern werden sich hüten, das zu tun. Zuviel steht auf dem Spiel.

Übrigens: Bei einer Kremierung müssen keine Zähne herausgebrochen werden, um an das Zahngold zu kommen, sondern dieses fällt als verklumpte Masse in der Asche an, und müsste nur einfach weggenommen werden.

Lange Zeit wurde Zahngold und auch andere Metalle aus der Asche entfernt und gesammelt. Das Metall wurde dann einer Scheidefirma übergeben, die den Erlös auszahlte. Je nach Betreiber wanderte der Erlös in den Haushalt des Krematorium oder wurde wohltätigen Zwecken zugeführt.

„Im Urteil berücksichtigt wurden allerdings nur die Fälle ab Juli 2015. Grund ist ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) von 2015, nach dem alle Überreste eines Toten, darunter auch Metalle, als Teil der Totenasche gewertet werden. Demzufolge ist die unbefugte Entnahme von Überresten wie Zahngold strafbar.“

Ich persönlich erinnere mich gut an ein kommunales Krematorium, in dem in den 1990er Jahren auch ein solcher Goldraub aufgeflogen ist.
Uns war schon immer aufgefallen, welchen Wohlstand die dort beschäftigten Männer durch die stets neuen und hubraumstarken, vor dem Krematorium geparkten Autos demonstrierten. Die Herren erzählten auch gerne von ihren Urlauben in der Karibik, in Thailand oder Wohnmobiltouren durch Kanada.
Scherzeshalber haben wir Bestatter immer schon gemunkelt, der Reichtum stamme vom Zahngold.

Irgendwann flog die Sache auf. Einer der Männer hatte regelmäßig Touren ins nicht weit entfernte Holland unternommen, um dort Zahngold zu verkaufen.
Was passierte dann? Zwei, drei Tage führte die Polizei Ermittlungen durch, die niemandem verborgen blieben. Seitens des Friedhofsamtes herrschte betretendes Schweigen. Wir lasen die Tageszeitung und warteten auf den enthüllenden Bericht. Aber nichts geschah. Nichts.
Als einzige spürbare Maßnahme erhielten die Bestatter ein Schreiben, in dem sie darauf hingewiesen wurden, den Schmuck, der an den Verstorbenen verbleibt, genau zu dokumentieren.
So ein bißchen kam uns das vor, als habe man den Schwarzen Peter nun in Richtung der Bestatter weitergeschoben. Aber seitdem hat man von den Vorkommnissen nie mehr etwas gehört. Es arbeiteten noch viele Jahre die selben Männer im Krematorium. Allmählich verblasste die Geschichte. Von etwas, von dem wir wussten, dass es passiert war, blieb nichts weiter übrig, als der Hauch eines Gerüchts. „Da war mal was, aber ob das stimmt?“

Bild von StockSnap auf Pixabay

Würdevolle Urnenbeisetzung

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Lieber Peter Wilhelm;

Was mich zunehmend mehr irritiert, ist, dass die meisten Urnenträger vor dem Hinablassen der Urne in das Grab das Blumengesteck oben an der Urne abmachen. Es soll nicht mit in das Grab, sondern hinterher oben drauf gelegt werden. Leuchtet mir ein. Die Blumen waren teuer und man kann sie sich ja in den Tagen nach der Trauerfeier noch ein paar mal angucken, bevor sie verwelken.

Was mich aber stört, ist, dass sie die grünen Plastikpöpsel, mit denen das Gesteck befestigt waren, einfach an der Urne lassen. Und dann liegt also die Urne von Opa Hans zwanzig Jahre lang in der Erde mit den häßlichen Plastikpöpseln oben drauf in der Erde. Man sieht sie nicht, aber man weiß, dass sie da sind. Mich stört das sehr. Vor allem, weil man ja ahnt, dass nach ein paar Jahren die Urne sich auflöst und die Asche vom Regen in die Erde gespült wird und alles zurückkehrt in den großen Kreislauf von Werden und Vergehen.

Nach zwanzig Jahren ist dann nur noch eins im Grab: drei bis vier alte grüne Plastikpöpsel zur Erinnerung an Opa Hans. Plastikmüll for Future. Muss dass sein?

Liebe Urnenträger und Bestatter, die Ihr das hier lest: Bitte macht diese Plastikdinger ab, bevor ihr die Urne ins Grab senkt! Es dauert nur ein paar Sekunden und stört viel weniger als der Gedanke an den Plastikmüll im Grab, der mich durch Jahrzehnte nervt.

Wenn ich könnte, würde ich das in mein Testament und in meine Patientenverfügung schreiben: Begrabt mein Herz an der Biegung des Flusses und den Rest, wo immer ihr wollt – aber macht die Blumenpöpsel vorher ab! Bitte!

Ich kann dem nur zustimmen. Gleiches gilt übrigens für Särge.
Es ist doch durchaus eine clevere Idee, dem Bestatter und den Friedhofsmitarbeitern zu sagen, dass der teure und aufwendige Blumenschmuck nicht mit ins Grab soll. Unter der Erde nutzt er niemandem was. Auf dem zugeschaufelten Grab kann er aber noch eine ganze Weile als Schmuck dienen.

Urnen- und Sargdeckel-Gestecke müssen aber irgendwie auf der Urne bzw. dem Sarg befestigt werden. Oft geschieht das bei Särgen einfach, indem das Sarggesteck auf einem Stück Vierkantholz aufgebaut wird, das dann schlicht und ergreifend auf den Sargdeckel geschraubt wird.
Bei Gestecken, die abgenommen werden sollen, geht das natürlich nicht. Hier wird oft mit eine klebrigen Knetmasse gearbeitet.

Egal wie, der Blick auf die Urne oder den Sarg in der Erde ist der letzte Blick, den Angehörige auf ihren Verstorbenen werfen können. Dieses Bild bleibt in Erinnerung. Deshalb sollten alle Beteiligten alles dafür tun, dass dieser Eindruck nicht durch Schrauben, Drähte, Knetmasse oder doppelseitiges Klebeband gestört wird.