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Zahlen Sie im VORRAUS in Comic Sans

Von

Da schickt mir eine Dame eine Bestatterrechnung zur Prüfung, so wie es 20-30 Menschen jeden Monat tun.
In den meisten Fällen kann ich den Menschen erklären, dass die Rechnung in Ordnung ist. Fragen und Beanstandungen ergeben sich fast immer aus Missverständnissen oder Unwissen bezüglich der Bestatterarbeit.

Oft schmunzele ich auch über die Bestatterkollegen und bin fasziniert von der phantasievollen Gestaltung der Rechnung.
Manchmal ist es auch fremdschämend lustig, wie einige sich ausdrücken oder verrechnen oder einfach sinnlosen Quatsch auf die Rechnung schreiben.

Spaßig fand ich die 10% Mehrwertsteuer, auf einer Rechnung von Ende 2017. Der Bestatter meinte am Telefon: „Läßt sich doch viel einfacher rechnen als 19%.“

Auch diese Formulierungen sind köstlich:
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Bestatter möchte uns das Bild nicht zeigen

Von

Mein Vater ist nach langer qualvoller Krankheit gestorben.
Wir haben ihn die ganze Zeit begleitet.
Der Bestatter hat uns den Vorschlag gemacht: „Wenn Sie ihn nicht mehr sehen wollen, wir machen ihn fertig, machen ein Foto (machen die sowieso immer) und werden Ihnen das Foto dann zeigen.“ Daraufhin haben wir zugestimmt.

Jedenfalls habe ich dann nach einen paar Tagen einen Anruf vom Bestatterinstitut bekommen, dass sie mir das Foto nicht zeigen. Ich frage, weshalb nicht? Es war doch ausgemacht. Da bekam ich die Antwort: „Glauben Sie mir, dass wollen sie nicht sehen, überall kam Flüßigkeit raus, Ihr Vater war auch sehr angeschwollen.“ Dann habe ich gefragt: „Und was haben Sie dann gemacht?“ Und er meinte: „Wir haben ihn sauber gemacht, so gut es geht und gekleidet.“

Und das bedrückt mich. Ich habe so ein Gefühl: Mein Vater war immer für mich da, ist jeden Weg mit mit gegangen, und ich habe es für ihn nicht gemacht.

Du hast Erfahrung, meinst du wirklich dass er so auf dem Bild ausgesehen hat? Oder soll ich noch hinfahren und mir das Bild zeigen lassen.

Ich meine ich habe ein Wort von dem Bestattungsinstitut bekommen, sollte man sein Wort nicht halten? Das hat so einen Beigeschmack, vielleicht waren sie auch in ihrer anderen Arbeit nicht so zuverlässig… ich weiß es nicht, aber das macht mir sehr zu schaffen :(

Vielen Dank für Deine ausführliche Mail.

Aus meiner Sicht ist seitens des Bestatters nichts Schlimmes passiert. Er war vielleicht nicht so einfühlsam, wie man sich das wünschen würde, aber ansonsten hat er seine Arbeit doch gemacht.
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Danke 1

Von

Erstmal möchte ich mich ganz herzlich bedanken! Vor einigen Jahren bin ich auf dein Blog gestossen, damals hast du noch unter „Tom“ der Unbekannte dein Blog geführt :)

Oh, du hast mir soviel Angst genommen, ich hatte immer so Angst vor dem Sterben, vor Toten, vor der Bestattung, vor allem was damit zu tun. Bei mir in der Familie waren eigentlich alle ängstlich, dass mit den Fingernägel oder Haaren, dass sie weiter wachsen usw. daran kann ich mich noch erinnern, dass hat mir u.a. auch Angst gemacht.

So habe ich jeden Tag auf deinem Blog gelesen, und habe vieles verstanden… dann ist meine Oma verstorben, und ich auf der Beerdigung und bin sogar hingegangen um sie anzusehen.

Das hätte ich davor mich niemals getraut.

Die Stell-Dich-nicht-so-an-Krankheit

Von

Ich hatte Rücken.
Bei uns im Ruhrgebiet hat man bekanntlich keine Rückenschmerzen, sondern man hat schlicht und ergreifend Rücken.
Der Rücken wuchs sich zu einer echten Ischias-Geschichte aus, mit Spritzen und Trallala.


Wenn ich stöhnte oder ächzte waren mir interessierte Gesichter sicher und ich musste nur sagen: „Ich hab‘ Rücken“.
Schon war mir das Mitgefühl aller Umstehenden sicher.
Deutsche zeigen ihre Anteilnahme an der Krankheit eines anderen ja immer gerne dadurch, dass sie gleich repetieren, wann sie das auch schon mal hatten, oder wer gerade eine noch viel schlimmere Krankheit hat.

Am besten ist ja Matze. Egal was Du hast, er hat immer so eine ähnliche Antwort parat: „Meine Tante Luzie ist an Fußpilz gestorben. Ganz furchtbar! Ganz eklig! Der ganze Körper war am Ende total verfault!“

Immerhin, die Leute nehmen Anteil an Deiner Erkrankung, sei es Rücken, Hals oder Knie.

Es gibt aber eine Erkrankung, die sieht keiner, weil man weder humpelt, noch niest, noch schlecht aussieht. Man muß nicht stöhnen und nicht ächzen, denn es tut einem nichts weh.
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Das Grab ist weg

Von

Ich lese Ihren Blog nun schon jahrelang immer mal wieder und habe auch ab und an kommentiert.
Heute ist mir nun etwas passiert, was mich ziemlich sprachlos macht und ich hoffe, dass Sie vielleicht einen Rat haben.

In unserer Familie gibt es ein Grab, um das sich überwiegend meine Tante gekümmert hat.
Der Kontakt zu ihr war allerdings schon ewig aufgrund von Familienzwistigkeiten gestört.
Wir haben das Grab trotzdem mit gepflanzt und gewässert, weil die Tante sich kaum gekümmert hat.
Letztes Jahr sah ich die Tante mal beim Arzt, da wollte sie 400 EUR von uns fürs Grab weg machen. Da habe ich gesagt, dass ich das nicht will und ich eventuell eine Verlängerung auf meine Kosten will. Meine Tante hat sich dann nicht mehr gemeldet.

Hinzu kommt, dass meine Mutter fest davon überzeugt war, die Hoheit über das Grab zu haben.

So, und heute komme ich nach drei Wochen Urlaub wieder auf diesen Friedhof und will das Grab besuchen, und …

… WEG!

Nur noch festgeklopfte Erde war da…

Ich bin total sprachlos und geschockt…

Bisher war ich der Meinung, dass so ein Grab nicht unbedingt so wichtig ist und ich habe auch immer noch hin und her überlegt, ob so eine Verlängerung wirklich Sinn macht. Aber nun bin ich total aufgebracht. Ich habe am Grab doch immer irgendwie mit den drei dort Beerdigten Zwiesprache gehalten.
Nun bin ich dieses Ortes irgendwie beraubt.

Und einfach so? Und das Friedhofsamt hat nicht bei uns nachgefragt?

Ehrlich gesagt, bin ich so durcheinander, dass ich nicht wirklich weiß, ob und wie Sie mir da helfen können.

Das Grab ist ja jetzt weg, das geht nicht zu ändern, das ist klar.
Ich will da auch gar nicht groß mit der Tante kommunizieren, aber ich wüsste gern wo der Stein abgeblieben ist. (Meine Eltern meinen den hat sie sicher wieder verkauft.)
Mich würde ihre Meinung zu diesem Vorgehen interessieren.
Hätten Sie außerdem vielleicht ein Idee für eine andere Art der Gedenkstätte?

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Schweiz: Streit um das Zahngold

Von

Haben Angehörige ein Anrecht auf das Gold von kremierten Verwandten oder darf das Krematorium die Edelmetalle einfach so verkaufen?

Darf ein Krematorium das Gold von Toten einfach so verkaufen? Oder haben Angehörige ein Anrecht darauf? Die Krematorien stellen sich auf den Standpunkt, dass Edelmetalle nach der Verbrennung «herrenlose Güter» sind und darum dem Staat gehören (BLICK berichtete). Sie lehnen sich dabei an das Recht der Bundesrepublik Deutschland – dort mussten sich Gerichte anders als in der Schweiz mit dieser Frage schon auseinandersetzen.

gefunden von Marcel im BLICK/CH. Mehr dazu dort

Überstehen Prionen die Hitze im Krematorium?

Von

Mich belastet ein Thema seit anderthalb Jahren sehr und bisher konnte ich keine Antwort finden.

Mein Vater starb an der Creutzfeld Jakob Krankheit und wurde eingeäschert, sein Gehirn wurde nicht entnommen, obwohl die Ärzte es haben wollten, er wurde also mit seinem Gehirn verbrannt.

Er hat eine biologisch abbaubare Urne, die in der Erde begraben wurde.
Ich habe gelesen, dass die Prionen, die die Krankheit auslösen extrem widerstandsfähig sind und noch bis zu drei Jahren im Erdreich gefunden werden konnten (bei Sargbestattung?)
Müssen wir uns bei der Grabpflege schützen? Weil die Urne ja zerfällt? Mir kann niemand diese Frage beantworten, ob die Erreger bei der Verbrennung zerstört wurden (die Prionen halten extrem hohe Hitze aus) und wann sich Asche ins Erdreich gelangt wenn die Urne zerfällt und uns beim Anfassen der Erde (Blumen setzen etc.) noch infizieren kann.

Ich hoffe, Sie haben eine Antwort für mich.

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Eine kleine Bitte zu Mediatheken

Von

Ich bedanke mich für die vielen Zuschriften, in denen mir Links zu interessanten Meldungen eingesandt werden.
Bitte achtet aber darauf, ob der Inhalt auch verfügbar beibt. Ehrlich gesagt, kann ich mit Hinweisen auf Mediatheken, in denen Inhalte nur 2-3 Tage verfügbar sind, nichts anfangen.

Wenn das was Besonderes ist, dann schreibt mir doch in 2-3 Sätzen, um was es geht, dann kann ich vielleicht daraus was machen.

Lieben Dank

Peter