Nachdem uns die Ärzte über fast drei Wochen dunkle Gedanken in die Köpfe gepflanzt haben, gibt es nun einen Sonnenstrahl, der unsere Herzen erleuchtet.
Die heftigste Aussage war wohl die einer Ärztin, die meine Frage, wann ich die Allerliebste wieder nach Hause holen kann, sinngemäß so beantwortete: „Sie können froh sein, wenn Sie Ihre Frau überhaupt noch mal nach Hause holen können.“
Einmal abgesehen davon, dass hier Fingerspitzengefühl wohl mit Faustschlagtaktik verwechselt wurde, versetzt einem das psychisch einen unglaublichen Hieb.
Ich weiß ja nur, wie es mir damit gegangen ist. In die Allerliebste hineinschauen, das kann auch ich nach über 20 Jahren Ehe und 50 Jahren des gegenseitigen Kennens nicht.
Schwerwiegende Herzprobleme haben zu intensiven Untersuchungen geführt, und dabei kam dann etwas zutage, was ein Arzt uns so vermittelte: „Wir haben da was gefunden.“
Auf einmal war das Herz nicht mehr wichtig. Irgendwie wurde mir der Eindruck vermittelt, es sei jetzt an der Zeit, einen Sarg zu zimmern…
Und dann habe ich hier im Bestatterweblog darüber geschrieben und Euch um Eure Gebete und gute Gedanken gebeten.
Nennt es, wie ihr wollt:
Am Donnerstag kam die vorerst erlösende Nachricht, dass das „was man gefunden hat“, nun gar nicht so schlimm sei, wie befürchtet.
Schon am Freitag konnte die dringend erforderliche Herz-OP minimalinvasiv durchgeführt werden.
Noch trägt die Allerliebste eine LiveVest, einen umschnallbaren Defibrillator, der ihr bei plötzlichem Herzversagen Stromstöße versetzen soll.
Aber sie hat schon wieder rote Bäckchen.
Danke!

















Freut mich zu lesen… warum ist ja auch egal, das Ergebnis zählt. Ich gehör ja auch zu der wenig gläubigen Fraktion… gebetet wird nur wenn es eng wird. Aber es gibt so Momente…