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Botanische Frage

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Nach dem „weiterlesen“-Link gibt es ein Foto.
Es zeigt eine Pflanze, die an unserem Haus hinten hochgewachsen ist und nun in über 4 Metern Höhe auf unserer Dachterrasse angekommen ist.
Die Nachbarin sagt, das sei ein Unkraut.
Nun liegt es ja sowieso im Auge des Betrachters, was Unkraut und Kraut ist, aber mir gefällt die Pflanze sehr gut. Sie „rankt“ sich an der Fassade hoch, ohne -wie z.B. Efeu- sich am Putz festzukrallen und sie blüht so wunderschön und sehr lange.

Hat jemand eine Ahnung, was das für eine Pflanze ist?

Würde mich sehr freuen, wenn ich das herausfinden könnte.
Sie ist anspruchslos, man muß sie weder gießen, noch düngen und im Herbst verliert sie alle Blätter, kümmert etwas ein und im Frühjahr treibt sie am „alten Holz“ wieder aus.

Peter Wilhelm 17. Juni 2012


28 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich würde zu Campsis grandiflora tendieren – Rote Klettertrompete. Google ergibt sehr viele Beispielbilder. Vergleich einfach mal 🙂

      • Die hat unser Gärtner extra am Mülltonnenhäuschen gepflanzt, damit das schöner aussieht! 🙂
        Und jetzt weiß ich auch endlich, wie das Pflänzchen heißt 😀

      • Bitte, gern geschehen 🙂
        Ich kenne das hübsche Gewächs nur aus dem Mittelmeerraum, wo es ganz gern als Begrünung von Mauern gepflanzt wird – bei uns hier oben in SH würde das gute Pflänzchen wohl nicht überwintern…

  2. Hübsch. Und wenn im Herbst alle Blätter abfallen hat man das auch unter Kontrolle was das Grünzeug so anrichtet. Von Efeu kann ich zum (abschreckenden) Beispiel nur abraten.

    • Also die hier macht nix kaputt. Efeu krallt sich ja fest, Knöterich wickelt sich überall rum.
      Doch die Pflanze hier steht in sich selbst, wenn man das so sagen kann.
      Ich lasse sie mal und ziehe sie etwas an der Brüstung entlang, dann spare ich mir die Blumenkästen, die ich immer vernachlässige.

  3. Sieht toll aus, dieses knallrote Trompetenunkraut. Hast du das an einer der zahlreichen Kletterklippen ausgegraben, an denen du deine armen Leser hängen lässt, Tom?

    Bei mir auf’m Bakenbalkon winden sich zahlreiche Trichter. Wenn das mit meinem Unkraut so rasant weitergeht, erreiche ich die Bestuhlung demnächst nur noch unter Zurhilfenahme scharfer Buschmesser.

      • Ah, verstehe. Das ist genauso wie mit den kleinen Babies. Die sind auch einfach da eines Tages. Erst ganz klein usw.

        Und auf einmal ist das Unkraut 2,05 m hoch, 24 Jahre alt und sein Schandmaul (keine Ahnung, von wem der Junge das hat) ist fast so groß wie sein Appetit.

        Meinst du das mit „Wachsen“, Big Al?

        • Zum Schandmaul kann ich jetzt so direkt nichts sagen, aber dass die lieben „Kleinen“ immer größer werden hängt direkt mit der Eigenschrumpfung der Erzeuger zusammen. „Gebeugt unter der Last der Jahre“ (ok, bei mir auch „runtergezogen von der Last der Wampe“, ich gebe es ja zu) wird man halt immer kleiner. Glaube ich. Und immer die lieben „Kleinen“ auf Diät und Magerkost halten geht leider nicht. Die finden irgendwann Mittel (Mikrowelle und Papas Geheimvorrat an Dosenravioli) und Wege, zum Beispiel den Weg zum Kühlschrank. 🙂

        • Hihihi, da hilft nur eins, das hat meine Mutter bei mir mit 21 erfolgreich praktiziert: in eine eigene Wohnung verfrachten und ans arbeiten kriegen.

  4. mein Schwager (seines Zeichens Biologe, jedoch in Grenzgebieten tätig) würde – leicht genervt – sagen: „große hellrote Blümchen“ –
    Hatten wir auch schon an unserer Gartenlaube, aber ich bin Ignorant und meine Holde hatte was gegen diese Pflanze.
    Sorry, aber den vorher genannten Erklärungen kann ich leider auch nichts hinzufügen.
    Ich finde die Blüten sehr schön – und so einige Insekten ebenso 😀

  5. um ganz sicher zu gehen, gehe bei http://www.google.de auf die bildansicht und zieh das bild von oben in die suchfläche rein. wenn dann „bild hier ablegen“ erscheint lässt du die maustaste und google sucht ähnliche bis dieselben bilder.
    aber ich denke, die anderen argumente und vorschläge sind ziemlich fest das, was du da hast 🙂

  6. ach so: also eine Engelstrompete, wie Oliver vermutet (mein‘ ich jedenfalls), ist es absolut nicht, die kenne ich nämlich
    .. nein, nicht weil diese Pflanze unlautere Eigenschaften hat, aber sie gehört zu den Lieblingspflanzen meiner Holden (nein, auch sie steht nicht auf derartige „anregende Wirkungen“) und so weiß ich, wovon ich schreibe 😉

  7. Hallo ,
    ich kenne diese Blume als Trompetenblume aus Italien. Schön, dass sie sich bei euch so schön entwickelt hat und dem deutschen Wintern trotzt. Oder habt ihr ein besonders mildes Klima bei euch in der Gegend?

    LG, lio

    • Bei uns wächst sie auch – und höher gelegene Teile Frankens gehören eher nicht zu den bekannt mild-klimatisierten Gegenden. Scheint also trotz ihrer Herkunft hart im Nehmen zu sein – selbst die -20° dieses Winters und der Meter Schnee die vorherigen Jahre haben ihr nichts anhaben können.

      Ihr einziger Feind ist bei uns der Gärtner, der sie immer rabiat zurückschneidet, damit sie nur dort wuchert, wo sie soll….

  8. trompetenblume stimmt. die pflanze wird sehr alt (ich kenne welche in wien und umgebung, die sind sicherlich weit über 100 jahre), der stamm hat dann deutlich über 20 cm durchmesser. auf dauer sind rankhilfen aber schon zu empfehlen, weil die pflanze sich irgendwo anklammern will und durch ihre hängenden zweige und ihr eigengewicht dann bei starkem wind schon gerne einmal ein stück verputz von der wand reisst. ansonsten ist sie harmlos, und wird auch selten von schädlingen befallen. persönlich finde ich auch, dass sie zu den schönsten der wandbegrünungspflanzen gehört, und sie macht im grunde weniger schäden als alle anderen, wenn man sie ein wenig unterstützt. und die blüten – hach!

  9. Guten Morgen,
    die Pflanze ist wunderschön, als „Unkraut“ würde ich das nicht bezeichnen.
    Bei uns wächst *leider* auf der einen Seite des Hauses Efeu die Wände hoch, ganz schlimm 🙁
    LG Mona

  10. Noch was zum Begriff „Unkraut“ – das liegt immer im Auge des Betrachters. „Unkraut“ ist in der Regel die Pflanze, die am besten mit den am Ort gegebenen Wachstumsbedingungen zurecht kommt (Boden, Sonneneinstrahlung, Feuchtigkeit etc. pp.) und sich deshalb gegen die anderen Pflanzen durchsetzt. Zum Unkraut wird sie erst dadurch, dass der Mensch an dieser Stelle nicht sie, sondern andere Pflanzen haben will.

  11. Und das nette daran ist, das Ding führt nicht nur die Trompete der Form wegen im Namen, man kann auf den Blüten tatsächlich „trompeten“. Geht aber mehr in die Richtung Klarinette.

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