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Hausberatung

Zum Thema Beratung:

Muß das denn alles gleich in der selben Nacht abgehandelt werden? Kann man mit den Formalitäten nicht bis zum nächsten Tag warten?

Machst Du immer Hausberatungen? Können die Leute auch zu Dir kommen?

Nein, selbstverständlich muß das Beratungsgespräch nicht immer sofort stattfinden, aber manche Familien wünschen das so.
Die Gründe dafür können mannigfaltig sein, in den meisten Fällen ist es Unkenntnis und man denkt es müsse immer so sein.
Manchmal liegt der Verstorbene noch nebenan im Bett und im angrenzenden Wohnzimmer führen wir die Beratung durch.

Ob wir zu den Leuten hinfahren oder die Leute zu uns kommen, ist immer eine Entscheidung der Angehörigen. Wir bieten auch an, die Leute mit der Limousine abzuholen.

Im Grunde sind mir beide Verfahren gleich lieb, alles hat seine Vor- und Nachteile.
Der größte Vorteil bei der Hausberatung liegt darin, daß alle Unterlagen, wie Stammbücher, Rentenbescheide usw. greifbar sind und die Menschen in häuslicher Atmosphäre beraten werden können, außerdem -und das ist heutzutage nicht mehr ganz unerheblich- sehe ich die Wohnumstände und kann mir besser ein Bild von der finanziellen Situation machen.

Die Beratung bei uns im Büro hat natürlich auch ihre Vorzüge und wahrscheinlich überwiegen diese sogar. Man muß nicht weg, kann den Termin besser bestimmen, die angebotenen Waren können direkt angeschaut werden und man hat die gesamte Bürologistik im Nacken. Außerdem ist man nicht Gast bei Fremden, sondern kann die Kunden durch Gastfreundlichkeit und das Ambiente beeindrucken.

Wenngleich aus unserer Sicht die Beratung bei uns im Haus viele Vorteile hat, fahre ich trotzdem auch gerne mal zu den Leuten hin, dann kommt man mal raus.

Ich würde es so einschätzen, daß etwa 70% der Kunden von sich aus zu uns ins Büro kommen. 15% etwa beeinflussen wir in der von uns gewünschten Weise und 15% bestehen von sich aus auf einem Hausbesuch.

Hausbesuche finden zu 65% außerhalb der normalen Dienstzeiten und oft am Wochenende statt.

Etwas verfälscht würde das Ergebnis und deshalb floss das auch nicht in die Betrachtungen mit ein, wenn man berücksichtigt, daß in einer Stadt in der Nähe, in der wir recht viel zugange sind, es sich seit ewigen Zeiten eingebürgert hat, daß der Bestatter ins Haus kommt. Diese Leute würden es als Zumutung empfinden, bestellte man sie ins Büro. Dort hat die Pietät Eichenlaub einen schweren Stand, denn Pietät Eichenlaub macht so gut wie keine Hausbesuche.

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Peter Wilhelm 28. Mai 2012


12 Kommentare von 141185.

  1. Dann fährt Sandy zu den Leuten und liefert die bei Tom im Büro ab. So versteh ich das. Nette Sache, mir fällt kein Bestatter hier ein, der sowas macht.

  2. Genau. Wenn wir anbieten, die Leute zur Beratung zu uns zu holen, kommt immer die Bitte: „Aber ich möchte nicht im Leichenwagen abgeholt werden.“

    Mir liegt dann immer auf der Zunge: „Noch nicht!“
    Ich sage stattdessen aber immer: „nein, es kommt ein ganz neutraler Personenwagen.“

  3. Das hätte was: Ne alte Lincoln-Limo zum Überführungsfahrzeug umbauen. Ansätze für eine räumliche Trennung sind gegeben, lang genug isse auch. Nur das Einladen im Kofferraum wird schwierig – gibt vllt auch Modelle als „Kombi“

  4. Freunde von mir haben sich einen alten Leichenwagen gekauft und fahren damit immer auf Festivals.
    Das ist total bequem da hinten drin zu liegen, nur ist das Teil luftdich und somit muß zum Schlafen immer die Klappe hinten nen Stück auf bleiben.

    Aber das nur mal am Rande erwähnt, weils mit Leichenwagen zu tun hat…

  5. Naja, bei ’ner Lincoln-Limo als Leichenwagen würde ich mir wohl ’ne Hebemechanik für die Seitenwände einsetzen lassen. Nix mit „durch den Kofferraum“. Ausserdem hätten so die Gaffer auf der anderen Straßenseite nix zu sehen… ;-)

  6. Gott, man kann ja in so einem Leichenwagen schon mal probeliegen, wenn man zur Beratung gebracht wird. Wo ist da das Problem?

  7. Eine Frage, die hoffentlich nicht zu weit Off-Topic ist: Muss der Arzt zur Feststellung des Todes sofort informiert werden, z. B. wenn der Tod in der Nacht eintritt? Ist das in der Regel der Hausarzt (wenn es nicht gerade ein Unfall oder im Krankenhaus war)? Mann, müsste der dunkle Augenringe haben :-)

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