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Was passiert dem Gehirn beim Sterben?

Die Menschen, die am Rande von Leben und Tod waren, erzählen immer ungefähr dasselbe: Man gleitet durch den dunklen Tunnel zu einem hellen Licht.
Man wird vom Gefühl der absoluten Ruhe und Glück erfüllt, man hört angenehme Musik, weiches Licht umhüllt einen von allen Seiten.

Oft beschreiben sie den Weg aus ihrem Körper: Die Betroffenen sahen sich selbst von außen und meinten zu schweben.

Diejenigen, die eine Nahtoderfahrung hatten, glauben aufrichtig an die Realität ihrer Erfahrungen und nutzen sie als Beweis für die Existenz einer Seele und möglicherweise einem Leben nach dem Tod.

Neurowissenschaftler gehen jedoch davon aus, dass all diese Effekte auf die Arbeit des sterbenden Gehirns zurückzuführen sind.

Was passiert mit dem Gehirn nach dem Herzstillstand?

Durch die Verwendung von Elektroden, die in das Gehirn von Patienten eingesetzt wurden, fanden Neurologen heraus, dass selbst nach dem Aussetzen des Herzschlags die Nervenzellen des Gehirns weiter funktionieren.

Der Gehirntod wird durch die letzte messbare Welle der elektrischen Aktivität des Gehirns festgestellt. Diese Welle beginnt 2-5 Minuten, nachdem das Gehirn kein sauerstoffreiches Blut mehr bekommt.
Diese messbare Welle zeigt die Schwelle zu gefährlichen neuronalen Veränderungen an, die zu irreversiblen Schäden führen.

Ein kurzer Anstieg der Aktivität wurde auch in einer früheren Studie gefunden. Wissenschaftler führten bei sterbenden Menschen eine Elektroenzephalographie (EEG) durch und fanden heraus, dass der vorübergehende Höhepunkt der Aktivität immer nach dem Erliegen des Kreislaufs folgte.

Wissenschaftler vermuten, dass es mit der Depolarisierung von Neuronen aufgrund von Hypoxie verbunden ist (Mangel an Sauerstoff).
Allerdings können ganz ähnliche Zustände auch ohne eine Lebensbedrohung herbeigeführt werden.

Die Effekte einer Nahtoderfahrung erleben

Eine aktuelle Studie fand heraus, dass diese Nahtoderfahrungen durch die Gabe von Psychedelika zumindest nachgestellt werden können.

Das Experiment wurde in zwei Gruppen durchgeführt:

In einer Gruppe nahmen die Teilnehmer Dimethyltryptamin (DMT) und in einer anderen Placebo.
Es stellte sich heraus, dass die von den Studienteilnehmern nach der Einnahme von DMT rund rund 90% die gleichen Wahrnehmungen wie die Menschen am Rande des Todes hatten: Gefühl der Auflösung, ein mystisches Erlebnis der Einheit mit der Umwelt usw.
In der anderen Gruppe, die nur Placebos erhalten hatte, erleben nur 51,7% der Patienten die erwähnte Erfahrung am Rande des Todes.

Ausgewertet wurden die Ergebnisse mit Tablet-Computern ausgewertet, sodass die Ergebnisse via mSpy den auswertenden Wissenschaftlern zügig zur Verfügung standen.

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Peter Wilhelm30. Mai 2019

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