Verhütung

Ich schaue eine Sterbefallakte durch und mein Blick fällt auf das Feld in dem der Beruf des Verstorbenen notiert ist.
Dort hat Sandy aufgeschrieben: „Verhütungsingenieur“.

Was bitte macht ein Verhütungsingenieur? Entwickelt der Kondome? Latexmaschinen?

Ein paar Stunden später ist die Witwe da und bringt den guten Anzug ihres Mannes. Er soll was Eigenes anziehen.
„Ich hätte da noch eine Frage zum Beruf Ihres Gatten“, beginne ich vorsichtig und sie sagt sogleich: „Ja, der war ja viel Im Ausland, der hat Hochöfen gebaut. Der war Verhüttungsingenieur.“

Was so ein simples T doch ausmachen kann, oder?

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  • Veröffentlicht am: 1. Dezember 2009
  • 30 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Menschen

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

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    • @Dandy: Bin ich jetzt der Spielverderber weil ich aus dem Dandy die Sandy gemacht habe?

      Ich habe ernsthaft überlegt, diesen Vertipper als Ironie des Lebens stehen zu lassen…

  1. *gröhl*

    Mein Chef hat mir heute eine Bewerbung gezeigt. Der Bewerber hatte sich nicht nur in der Firma geirrt und den falschen Laden angeschrieben, sondern gab von sich an, Deutsch „perfekt in Wort und Schrift“ zu beherrschen und hatte dabei allein im Anschreiben (nur Seite 1!) um die 20 Schreibfehler.

  2. als Ministrant hatte ich mal die Situation, dass der Pfarrer kurz vor dem Gottesdienst die Angehörigen nochmal sicherheitslhalber gefragt hatte, was der Beruf des Verstorbenen war. Nur nochmal sicherheitshalber. Die Angehörigen sagten: Kondukteur (Zugbegleiter) Da erbleichte der Pfarrer. Er hatte beim Gespräch Konditor verstanden und seine Rede auf „Sahnehäubchen im Leben etc.“ aufgebaut.

    Also immer rechtzeitig nachfragen…

  3. Verhütungsplätze sind bei den hiesigen Archäologen auch ein Running Gag.
    beste Grüße,
    M.

  4. Hübsch: Google fragt bei der Eingabe der korrekten Berufsbezeichnung: „Meinten Sie: Verhütungs Ingenieur?“

  5. Meine alte Version von MS Word markiert bei der Rechtschreibprüpfung das Wort „Beamtenkrankenkasse“ als falsch und schlägt als Korrektur „Besamtenkrankenkasse“ vor.

  6. Da habe ich auch noch einen.meine Mutter hat mal für das Militär gearbeitet und war damals noch Sekretärin sie hat einen kompletten Bericht über Übungsschei(ie)ßen getippt…Im stehen ,im knien mit beweglichem ziel und so weiter…Den kompletten Bericht lang die Buchstaben vertauscht…zum Glück hatte das außer einem wahnsinns Lachgegröle bei den Vorgesetzten keine Konsequenzen für sie…Meine mutter allerdings hat sich deswegen noch jahrelang geschämt….

    ’s scho lustig manchmal

    LG anouk

  7. Als Legastheniker kann mir soetwas auch heute noch passieren. Ich sehe die Unterschiede im Wort nicht, bzw. höre sie auch oft nicht.

    Kann ganz schön peinlich sein.

    DasÜbungsscheißen ist allerdings mit Abstand das beste.

  8. Ja, ein Buchstabe kann viel ausmachen. Eine Bekannte arbeitet in einer Firma, die Schweißgeräte herstellt. In einem Schreiben an einen Kunden kam ihr das „W“ abhanden. Ihr Chef nahms locker und meinte nur, dass die Qualität ihrer Geräte so schlecht nun auch wieder nicht sei. ;o)
    Eine andere Bekannte hatte lange Zeit „Ing. im Schreibdienst“ (statt Ang.) auf dem Lohnzettel stehen. Leider ist der Lohn deshalb auch nicht höher ausgefallen.

  9. Bei uns hat jemand mal im engl. Diktat getippt „UK and your ass “ (statt US)

    Außerdem hatten wir „your make-up was great“ statt mark-up (Datei mit Änderungsmod. überarbeitet)

  10. Sowatt passiert mir leider öfters auch beim sprechen… Aber wir tragens schon lange mit Fassung und Humor. :)

  11. Eine Bedienung hat auch mal pikiert geguckt, als ich einen Deckel von 5,60 auf volle Euro aufrunden wollte: „Machen wir sechs!“ Dabei hab ich es doch nur gut gemeint.

  12. ja oder wenn ein Patient ein Massage Rezept benötigt und man ihm dann sagt das man sechs Massagen aufschreibt und er Sex Massage versteht :-) und erst mal ganz belämmert (oder erfreut?) aus der Wäsche schaut…

    …jaja die Mißverständnisse die unser Leben so schön machen…

  13. In der Zeitung meines Heimatdorfes erschien vor vielen Jahren eine Anzeige in der eine Raumpflegerin ihre Dienste anbot. In der Beschreibung stand undter anderem ….bisherige Tätlichkeiten….:-)

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