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7 Fettnäpfchen bei einer Beerdigung (mit Video)

Mancher war noch nie auf einer Beerdigung und weiß nicht, wie er sich verhalten soll.

Werde ich eingeladen?
Was ziehe ich an?
Wann geht man dahin?
Wie verhält man sich in der Trauerhalle?
Wie benimmt man sich?
Was, wenn das Handy klingelt?

Es gibt viele Fragen, die die Leute sich stellen.

Die Seite „Kirche und Leben“ hat ein Video dazu gemacht. In diesem durchaus aufwendig gemachten Video spielen Schauspieler die Themen nach und leiten den Zuschauer zu richtigem Verhalten an.
Das Video gibt es hier zu sehen:

Man sieht, dass die durchaus sympathische Darstellerin nicht dumm oder dreist an die Sache herangeht. Sie hat einfach keine Erfahrungen und nimmt alles zu locker. Damit könnte sie aber die Gefühle der Angehörigen verletzen. Die Abläufe der Zeremonie haben sich über Jahrhunderte entwickelt und gefestigt. Sie sind nicht willkürlich gewählt, sondern das Ergebnis einer Entwicklung.
Solche rituellen Abläufe geben uns Menschen Halt in schwierigen Situationen.

Auch wenn der Einzelne vielleicht der Meinung ist, er könne damit nichts anfangen, und sich möglicherweise für seine eigene Beerdigung einen ganz anderen Ablauf wünscht, so sind es gerade die althergebrachten Abläufe, die die Sache letztendlich einfacher machen.
Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, daß eine Bestattung kleine Abweichungen und Modernisierungen sehr gut verträgt.
Hat man also eine gute Idee, sollte man diese auch umsetzen.

Wer aber den gesamten Ablauf auf den Kopf stellt und völlig andere Verhaltensweisen an den Tag legt, der könnte den anderen Besuchern der Trauerfeier quasi den Boden unter den Füßen wegziehen.

Etwas anderes ist es, wenn man schon im Vorfeld alle erwarteten Personen in die ungewöhnlichen Abläufe mit einbindet. Tut man das, sollte man aber das Friedhofspersonal, den Bestatter und auch den Pfarrer/Redner nicht vergessen. Ich habe schon einen Pastor kopflos aus der Kapelle rennen sehen, als alle Anwesenden zum Abschluß rosafarbene Kondome aufpusteten und fliegen ließen.

Quelle: https://www.kirche-und-leben.de/artikel/7-fettnaepfchen-bei-einer-beerdigung/

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Peter Wilhelm15. Januar 2018

4 Kommentare von 140087.

  1. Ich lese ja jeden Tag in der Tageszeitung nach wer sich so alles dauerhaft umgemeldet hat und am Besten finde ich den Satz“Von Trauerkleidung bitten wir abzusehen“,da weiss man wenigstens das man nicht in Schwarz auftauchen muss.
    Es fehlte in dem Film aber noch der Hinweis das man gerade auf Trauerfeiern im dörflichen Bereich als Schwangere nichts zu suchen hat,meine Frau hat Anno Tobak für ein kleines Erdbeben gesorgt als sie auf der Beerdigung ihrer Oma im schwangeren Zustand auftauchte.

    • @Georg: Also ich glaube, dass man das mit der Schwangerschaft so allgemein nicht sagen kann. Es mag sein, dass es ein paar Regionen und abgelegene Winkel gibt, wo dieser Aberglaube (Der Tote zieht das Kind mit ins Grab usw..) gelebt wird – mir persönlich ist das noch nie untergekommen. Die beiden Schwangerschaften meiner Frau sind jeweils mit einer „Sterbewelle“ in der Verwandschaft zusammengefallen und wir waren auf diversen Beerdigungen. Ich hab noch ein Bild vor Augen wie meine Frau sich mit dicken Bauch an einen Grabstein stützt und ein paar Übungswehen verpresst. Das war im tiefsten Bayern (nahe Prien), wo die Leute traditionsbewusst und erzkatholisch sind. Ich hatte nicht den Eindruck, dass da irgend jemand Anstoß dran nimmt. Im Gegenteil – es wurde als große „Ehre“ empfunden, dass meine Frau in ihrem Zustand diese Strapatzen auf sich nimmt und angemerkt, dass XYZ sich darüber bestimmt gefreut hätte. Ich glaube für viele Alte war es schön zu sehen, dass dass die Großfamilie weiterwächst und es bald wieder einen Grund zur Freude gibt. Eine andere Sache wäre es vielleicht gewesen, wenn ich da mit „irgendeiner“ Freundin aufgetaucht wäre die nicht zur Familie gehört und ich traue es meinen älteren Verwandten zu, dass Sie eine ein uneheliches Kind als amnstößig empfunden hätten. Aber ein Babybauch ansich war kein Problem.

      Dennoch ist das ein interessantes Thema und es würde mich interesieren was andere Leser hier für Erfahrungen gemacht haben. Evtl. gibt ja regionale Unterschiede.

  2. Ich würde gern erfahren, wie man als Bestatter ein Beratungsgespräch bei einem Hausbesuch am besten beginnt.
    Statt eines „Guten Tag“ spricht man natürlich zuerst sein Beileid aus.

    Sobald aber dann alle an einem Tisch sitzen und die Leute sich gegenseitig anstarren, wie beginnt man da?

    Erstmal belanglos über das Wetter (wenn es schlecht oder besonders gut ist), über die gute (oder staureiche) Anfahrt, über den Verstorbenen oder kommt man gleich zur Sache, beginnt mit den Formalitäten, der Frage nach den Familienpapieren.

    Selbstverständlich kommt auch alles auf die jeweilige Situation und das Gegenüber an, aber eine Art roter Faden an den sich der Bestatter hält, sollte doch irgendwie vorhanden sein.

  3. Und genau wegen dieser ganzen Unsicherheit erwies ich meiner lieben verstorbenen Freundin 2016 auch einen Tag später die letzte Ehre. Ja, ich war eingeladen zur Beisetzungsfeier, fragte mich dann aber:
    – würde man mich für gefühllos halten, wenn ich nicht sehr doll weinen kann? Genau das vermutete ich, weil ich mit dem Thema Tod etwas anders umgehe als viele Menschen, ich kann offen drüber reden, was viele leider nicht schaffen. Meine tote Freundin hatte da mit mir dieses gemeinsam, fast bis zu ihren letzten Lebensmonaten. Wir gingen freundschaftlich miteinander um,sprachen auch über das sensible Thema Tod und Sterben.
    Ich fühlte mich etwas unwohl, als ich eben nicht hin ging, kam mir alles zu unwirklich vor: passiert bei mir zu Anfang immer, wenn jemand gestorben ist, den ich sehr mochte.
    Und so (auch wenn das jetzt weniger hierhin gehört?) habe ich gegenüber meiner lieben verstorbenen Freundin was gut gemacht: ich besuchte ihr Grab sehr oft. Als sie nämlich gestorben war, konnte ich ja das leider auch nicht mehr rückgängig machen, wünsche ich mir manchmal…Ich werde dunkle Kleidung bevorzugen, wenn ein Angehöriger meines festen Freundes sterben sollte, mein Beileid ausdrücken, die Hand drücken, evtl.auch nichts sagen. Kommt ganz drauf an, was andere so tun…Ich orientiere mich da gern, eben, weil ich unsicher bin!

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