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Aquamation

Was übrig bleibt sind ein hervorragender Flüssigdünger und die Knochen. Ausprobiert habe man das mit Schweineleichen und dabei herausgefunden, daß es bei 93° C am besten funktioniert.
Um was es geht? Um die „Aquamation“. Das ist ein vierstündiger Kochprozess bei dem Verstorbene in Wasser und Kaliumcarbonat gekocht werden.

John Humphries, der Leiter von „Aquamation Industries“ in Gold Coast, Queensland, Australien, der das Verfahren entwickelt hat, weiß noch einiges über sein neues Verfahren zu erzählen.

Hier und hier kann man mehr nachlesen.

gefunden von Stefan u.a.

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Peter Wilhelm19. Juni 2012

27 Kommentare von 140271.

  1. OK…. So kann man natürlich auch in den Garten seiner Liebsten zur Beerdigung kommen.

    „Ulrike, nimm doch mal den Opa und gieß‘ die Rosen, die sehen wieder so mickerig aus…“

  2. Klingt für mich vor allem preiswert.
    Ein ganzer Haufen von Nebenkosten für das Krematorium entfallen.
    Keine Luftfilteranlage (samt Wartung), keine Ofensteine die ersetzt werden müssen, keine jährliche emissionsrechtliche Überprüfung.
    Ein Edelstahlbottich, ein paar Rohre, und ein Wärmetauscher betrieben von einer normalen Gasheizung.

    Suche hiermit Investoren! :)

  3. Naja, die sehen ja auch keine Bestattungspflicht für Blut usw.
    Der Bestatter wird das Zeug das aus Unfallopfern tropft ja auch nicht auffangen und im Beutel beilegen.
    Ich vermute dass man die „Suppe“ als vergangene Restbestandteile sehen kann und entsprechend entsorgen.

  4. Wieso muss ich unvermittelt an die Fremen aus Dune denken? Klingt ziemlich ähnlich. Diese nutzen ja das Wasser ihrer Toten auch weiter…

  5. Oh, neeeeeeee! Ich glaub, ich muss speien… *würg*

    Was für eine eklige Vorstellung, wie das wohl aussieht, wenn sich ein Mensch in heißem Wasser auflöst…

  6. @ waaaaaahsabi, 7:

    Potassium carbonate is being used as the electrolyte in many cold fusion experiments.

    Was besseres bietet sich an als Tarnung als das Bestattungsgewerbe… wenn man alle Erdölkonzerne und AKW-Betreiber aus dem Geschäft werfen will?

    Auftrag an die CIA: Töte ihn. Entsorge ihn. Ohne Spuren.

  7. Hauptsache öko(nomisch).
    Bäh. Demnächst soll sich der zukünftig Tote wohl noch zum geplanten Zeitpunkt seines Ablebens zu Fuß (öko) auf den Friedhof begeben, energiesparend halt.
    Wenn sich die Wissenschaftler in ihren Wolkenkuckucksheimen mit wichtigeren Problemen befassen müssten würden uns solche abstrusen Ergüsse erspart bleiben.
    Und ja, ich habe gerade schlechte Laune und bin unausgeschlafen.
    B. A.

  8. Big Al… es geht ja noch viel ökonomischer und ökologischer.
    Die Leiche irgendwo in einem Wald liegenlassen. Die Bestatter der Unterwelt und Zwielichtigen tun das schon immer.
    Aber immer funkt die Kripo dazwischen.
    Deshalb verstehe ich nicht, warum man überhaupt streitet, ob Verbrennung oder Verbuddelung umweltfreundlicher ist. Und warum man überhaupt an Schocktiefgefrieren und dergleichen herumforscht.

  9. Die Knochen kann man auch noch zu Knochenmehl mahlen, dann hat mans gleich komplett fertig.

    Das Problem werden nur die Menschen sein (also: die lebenden) – die werden Terz machen, wenn man den entstandenen Flüssigdünger irgendwo ausbringt, wo der Ertrag wiederum zu Nachrungsmitteln verarbeitet wird.

  10. @ turtle of doom.
    Hm, der Naturpark (Naturschutzgebiet) Bayrischer Wald bietet sich doch geradezu an.
    Wegen bio, öko und so.
    Bio-Friedwald sozusagen. ;-)
    B. A.

  11. @ Big Al:

    Ob ich mich im hohen Alter oder frisch vom Unfallgeschehen her wankend überhaupt die Kraft habe, mich dorthinzuschleppen, ist offen.
    Dann geht man schon lieber bei Zeiten dahin und wendet die Christopher „Supertramp“ McCandless-Technik an.

  12. Hm – ob ich zerkochte Leichen als Flüssigdünger so toll finden soll? Spontan eher nicht… Ich denke, das ist dann eher pietätlos.
    Und dass ausgerechnet die Australier mit Platzmangel für Beerdigungen argumentieren, will mir nicht einleuchten.

  13. @Big al:
    Gute Einsicht, dann solltest du vielleicht nicht schreiben. Die Methode hat nichts mit „den Wissenschaftlern in Wolkenkuckucksheim“ zu tun. Und was an der Methode ein „abstruser Erguss“ sein soll, verstehe ich auch nicht.

  14. Die Leute, die das eklig finden, sollten sich mal überlegen, was die Alternativen wären: Entweder lässt man sich verbuddeln und über Jahre hinweg von Mikroorganismen zersetzen oder man wandert ins Feuer. Beides keine appetitliche Vorstellung ;) Je nach Kulturkreis kämen noch andere Wege in Frage, z.B. sich von Geiern auffressen zu lassen.

    Nichtsdestotrotz halte ich von der Aquamation nichts. Die Vorstellung, nachher als Dünger verspritzt zu werden, will mir beim besten Willen nicht gefallen. Mir ist das zu pietätlos.

    Nee, dann doch lieber die langsame Variante und ohne gekocht zu werden.

  15. Also das mit dem Dünger ist halb so wild Sensenmann, okay einige strengere Vegetarier hätten wahrscheinlich damit ein Problem (ist ein menschengedüngter Salat noch vegetarisch? Ich meine ja, genau so sehr, wie der mit Schweinekacke gedüngte) aber das ist philosophisch zumindest interessant.

    Als Bestattungsform finde ich es irgendwie ekelhaft und auch pietätlos. Menschen kochen hat schon fast was voN Lampenschirmen aus Menschenhaut, der Mann mit den doofen Bärtchen lässt grüßen… Mag ja nur meine Meinung sein, aber da fand ich die „Gefriertrocknung und danach Zerrüttelung des Leichnams“ (wie hieß das nochmal? Das war so ein komisches Kunstwort)über die Tom vor einiger Zeit geschrieben hat netter.

  16. @ 20 Sensenmann: Die üblichen Methoden sind sicher auch nicht eben lecker, wobei die normale Verwesung „Natur pur“ ist – die Natur hat auch unangenehme Seiten. Aber die Vorstellung, eine Leiche zu zerkochen, weckt in unserem Kulturkreis Assoziationen mit Kannibalismus, der ein großes Tabu ist, was alleine die Vorstellung abstoßend werden läßt.
    Die „Nachnutzung“ von Leichen, in welcher Form auch immer, ist für viele Menschen abstoßend. Wenn überhaupt, dann für einen „guten Zweck“ wie Organspende oder allgemein „für die Wissenschaft“, aber nicht kommerziell – was ja auch die vehemente Diskussion um den Plastinator zeigt. (Diese Freakshow würde ich mir übrigens auch nicht ansehen wollen).

  17. Ich finde, dass der Aquamationsprozess auch nicht gruseliger ist als ganz langsam von Mikroorganismen zersetzt zu werden (wo man in der Tiefe meist eh als Wasserleiche endet) oder im Krema verkohlt zu werden. Unser Problem liegt vielmehr an dem Ungewohnten und Neuem; daher die vorangegange Abneigung.

    Da würde mich doch auch noch interessieren, was anschließend mit den Knochen geschieht. Zudem ist das übrigbleibende Wasser, der sog. Flüssigdünger, ja auch ein Teil des Toten. Im Rahmen der ganzheitlichen Bestattung gehört meiner Meinung nach das Wasser mit den Knochen zusammen irgendwie noch bestattet. Mich stört an der Aquamation eher die Trennung von Gewebe und Knochen als der Prozess an sich. Bei der Kremation kommen ja auch die wenigen Rückstände des menschlichen Gewebes und die gemahlenen Knochenfragmente samt Sargasche in die Urne.

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