Es gibt da ein Unternehmen, ich nenne es mal ABCDEFGH-GmbH, mit dem ich regelmäßig kommuniziere. Verschiedene Leute aus dieser Firma schreiben mir und ich schreibe auch denen, per Mail. Gestern schreibt mich das Unternehmen an:
bitte bestätigen Sie, dass wir Ihnen unter peter@europa-host.de eine Mail senden dürfen.
Mit freundlichen Grüßen
Marilu Bonselmann
ABCDEFGH-GmbH
Sie schreiben mir ja bereits eine Mail an diese Adresse und haben es in der Vergangenheit doch auch schon mehrfach getan.
Ich habe nichts dagegen.
Liebe Grüße
Peter Wilhelm
bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Sie mir das bestätigen müssen.
Ist peter@europa-host.de Ihre E-Mail-Adresse?
Mit freundlichen Grüßen
Marilu Bonselmann
ABCDEFGH-GmbH
ja, das ist meine Mail-Adresse
Peter Wilhelm
wegen des Datenschutzes müssen Sie es ausdrücklich bestätigen, sonst kann ich Ihnen keine Mail senden.
Mit freundlichen Grüßen
Marilu Bonselmann
ABCDEFGH-GmbH
ich bestätige Ihnen das doch die ganze Zeit.
Sie schreiben mir doch auch an diese Adresse, die ganze Zeit.
Um was für eine wichtige Mail geht es denn?
Liebe Grüße
Peter Wilhelm
wegen des Datenschutzes bin ich beauftragt, bei allen unseren Mail-Kontakten eine Bestätigung einzuholen, dass man ihnen an ihre Mail-Adresse Mails schicken darf.
Wie alle Betroffenen, müssen Sie ausdrücklich bestätigen, dass Ihre Mailadresse für die Zusendung von Mails zugelassen ist.
Mit freundlichen Grüßen
Marilu Bonselmann
ABCDEFGH-GmbH
ja, geht in Ordnung
soll ich Sie dann aus dem Mailverteiler herausnehmen? Wir können Ihnen dann keine Mails mehr schreiben.
Bitte bestätigen Sie, dass wir Ihre Mailadresse peter@europa-host.de definitiv löschen sollen.
Mit freundlichen Grüßen
Marilu Bonselmann
ABCDEFGH-GmbH
Frage: Was soll ich der Frau antworten?
Bildquellen:
- mailverkehr_800x500: Peter Wilhelm ki

















„Ja, meine Adresse ist peter@europa-host.de und Sie dürfen mich über diese Adresse anschreiben.“
Sie braucht das vermutlich in einem ganzen Satz, der die eMail-Adresse enthält. Könnte sie dann auch so schreiben – spätestens nach der zweiten Mail 🙂 Allerdings seltsam, eine Geschäftsbeziehung betreffende Mails dürfen sie an sich immer schreiben, bei werblichen Mails ist eine Erlaubnis nötig (je nachdem). Vielleicht versuchen Sie, Dich auf einen Newsletter zu kriegen 🙂
Leute, die nicht lesen können, was man ihnen schreibt (oder bei denen die Schleife zuhören – verstehen – antworten ohne den mittleren Schritt läuft), treiben mich zum Wahnsinn.
Gut, manchmal braucht man tatsächlich eine bestimmte Formulierung, um Rechtssicherheit zu erhalten. Aber erst mal müsste jemand (hier quasi Du) sich beschweren und wenn es dann darum geht, ob eine gültige Zustimmung vorlag, interpretiert das ggf. immer noch ein Richter. Als Laie würde ich jetzt mal sagen, dass Dein Wille und die Bestätigung, auch weiter (! 🙂 ) mails an diese Adresse schreiben zu dürfen, durchaus erkennbar sind.
Die schöne Variante, um auf die Frage am Ende zu kommen, wäre die Kombination:
Ich bestätige, dass Sie emails an meine Adresse peter@etcpp schicken dürfen.
Du könntest sie natürlich auch fragen, ob sie af der Brodsubbn dahergschwumma is (für nicht-Franken – auf der Gaußkurve des IQ in der linken Hälfte befindlich, tendenziell jenseits der Standardabweichung) oder sich die lange Leitung antrainiert hat, aber das wäre vielleicht etwas unhöflich und auch nicht sehr zielgerichtet.
„Bitte leiten Sie diese gesamte Kommunikation an Ihren Vorgesetzten weiter. (Vorausgesetzt, er hat zugestimmt, dass Sie ihm EMails schreiben dürfen.)“
Manche Leute ey.
Das ist bestimmt eine Behörde, oder die DSB kam aus einer solchen, und kann nicht denken von der Wand bis zur Tapete.
Allein diese Anfrage hätte sie dann postalisch machen müssen, da sie ja eben schon an die Mail-Adresse schreibt…
„Mit Öffnen der Verpackung erkennen Sie die innenliegenden AGB an.“
Da schreibt ein Bot, deshalb versteht „er“ auch die Einwilligung nicht!
Nein, da hat kein Bot geschrieben.
Fr „Bonselmanns“ Antworten, müssten ja sonst mehr Sinn ergeben, tun sie aber nicht und die Zustimmung, hat „sie“ nicht erkannt.
Ich denke daher nicht, dass wirklich ein lebender, atmender Mensch dort unter dem Namen schreibt.
Außer Du hast die Sache mit der wirklichen Person telefonisch geklärt, und sie hat noch Probleme mit den neuen Email Textbausteinen?
Glaub mir, das kann durchaus ein Mensch sein. Ich arbeite auch im Kundenkontakt, und manche meiner Kollegen haben mindestens gelegentlich ähnliche Aussetzer …
Manche sind nicht die Hellsten, manche haben keinen Bock auf die Arbeit, manche Arbeitsanweisungen und Sprachregelungen sind schlecht geschrieben, mal wird den Kunden nicht richtig zugehört / gelesen … und gerade wenn mehreres davon zusammenkommt, kommt manchmal ganz schöner Murks raus. Macht immer besonders Spaß, sowas wieder gerade zu biegen 🙁
Im Nachhinein würde ich das so interpretieren, als wenn jemand der Frau B. eine Aufgabe gegeben hat, zu der sie keine Lust hatte und mit der sie etwas überfordert war.
Neulich hatte ich einen Behördenkontakt. Ich bekomme eine Behördenrechnung. Ich schreibe der Behörde, dass ich der falsche Empfänger bin, und teile mit, an wen der Bescheid korrekterweise zu richten ist.
Es folgen an die 20 Mails hin und her, weil die Mitarbeiterin einfach darauf beharrt, dass es so ist, wie sie glaubt. Ich habe im Grunde genommen mindestens 15 mal dasselbe geschrieben, und immer wieder kamen andere Einwände, nur um Recht zu behalten.
Dann auf einmal wurde es so gemacht, wie ich es in meiner ersten Mail angeregt hatte. Zu Dummheit, Unkenntnis und Unlust als Ursache, kann also als weiterer oder zusätzlicher Grund noch Sturheit angeführt werden.
Ich kenne Frau Bonselmann und das Unternehmen seit vielen Jahren. Wir telefonieren auch immer mal wieder.
Wenn ich schreibe, dass das eine echte Person ist, dann kannst Du mir das ruhig glauben.
Ich schätze Deine Kommentare. Aber gehe mal berechtigterweise davon aus, dass meine Texte durchdacht und fundiert sind.
Ich wollte Frau B. nicht so eine starke „Ladehemmung“ unterstellen! Das sie eine einfache Zustimmung nicht versteht.
Und email Bots sind in diversen Unternehmen schon Usus, die schreiben unter den Namen von echten Sachbearbeitern. Schon erlebt, beim Unternehmen angerufen und betreffende Person gefragt was das Problem ist. Sachbearbeiter „meine Mails“ schreibt unser Bot, aber Briefe und Faxe beantworte ich noch selbst. Gibts halt.
Bei dem Absender kann man bestimmt den Passierschein A38 bekommen?!
Vielleicht musst Du ebenso förmlich Antworten:
„Hiermit erteile ich Ihnen AUSDRÜCKLICH die Zustimmung mir eMails zu schicken.“
So ein larifari, „Ja.. is okay“ trifft ja nicht den Kern der Sache 😉
Ja, Du hast ganz sicher Recht. Ich nehme auch an, dass die genau auf diese Formulierung gewartet hat.