Jens Oestreich macht mich auf die neue Kohleurne aufmerksam. Gefertigt aus Holzkohle, ökologisch unbedenklich und ohne zusätzliche Aschekapsel nutzbar.
„Hiermit möchten wir Ihnen kurz und knapp unsere Weltneuheit für die Bestattungsbranche vorstellen! Vielleicht wäre dies ja etwas für Ihren Blog…
Wir haben in Deutschland eine Urne entwickelt, die in punkto Ökologie neue Maßstäbe setzt – und so den gesellschaftlich steigenden Ansprüchen an Nachhaltigkeit voll gerecht wird.
Unsere Kohleurne ist das Ergebnis von mehr als sieben Jahren Materialforschung und kombiniert ein hochwertiges Erscheinungsbild mit den hervorragenden Eigenschaften von Holzkohle. Auf Grund der enormen Adsorptionseigenschaften bindet und immobilisiert die Kohle neben polyaromatischen, giftigen Kohlenwasserstoffen auch weitere Schadstoffe aus der Humanasche.“
„Die zur Herstellung der Urne verwendete Holzkohle wird aus Buche gewonnen und ohne jeden künstlichen Zusatz in Form gegossen. Das Material ist rein organisch und somit vollständig biologisch abbaubar. Made in Germany.
Die Kohleurne vereint außerdem die sonst übliche Aschekapsel mit der Schmuckurne in einem integrierten Aufbau. Sie liegt bei allen teilnehmenden Krematorien auf Lager und kann dort auf Wunsch direkt befüllt werden. Dadurch wird nicht nur die Logistik vereinfacht, sondern eine zusätzliche Nachhaltigkeit geschaffen.
Nachdem die „Friedhofskultur“ und die „BestattungsWelt“ je einen Beitrag über uns veröffentlicht haben, laden wir Sie herzlich ein, sich unter
weiter zu informieren. Dort stellen wir Ihnen nicht nur unsere Urne im Detail vor (Kombination aus Aschekapsel und Schmuckurne in einem), sondern auch die nahezu unendliche Vielfalt der Gestaltungsmöglichkeiten.“
- kohleurne-klein-titel: kohleurne.de
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Gute Idee,erspart die unschöne Blechdose,fragt sich nur ob diverse Krematorien u Ämter bereit sind, die Urne zu akzeptieren! Was bringt die ökologischste Urne, wenn zB ein Krematorium aus XY Gründen, weiterhin lieber die Weißblechdosen nutzen will.
Flexibilit u Neuerungen, sind in Dt generell keine Stärke!
Das mit der Adsorption ist doch Werbe-Mumpitz. Wenn das Ding sich im Boden langsam von einer Urne in ein Häufchen Kohle verwandelt, werden etwaige Schadstoffe auch genauso wieder ausgewaschen oder anderweitig abgegeben?
Ansonsten finde ich die Idee nicht schlecht, die Urne nicht hässlich, und wenn jetzt noch jemand prüft, dass das auch wirklich einen Umweltvorteil bringt, wäre das schon eine Alternative.
Was Du meinst, ist Passiv-Kohle! Aktivkohle hat Moleküle, die quasi unter ADHS leiden und so viel herumrennen, dass sie sogar Schadstoffe verstoffwechseln. 😉
Meines Wissens adsorbiert Aktivkohle (Schad)stoffe nur und wandelt sie nicht um. Sie wird später bei großer Hitze regeneriert, dann verbrennen die gespeicherten Stoffe und die reine Kohle bleibt übrig.
Einfaches Auswaschen reicht wohl nicht.
Die Angst vor Schadstoffen aus dem menschlichen Körper scheint mir typisch deutsch zu sein, ein vorgeschobenes Argument, um den Beamten weiterhin die Kontrolle zu ermöglichen. Aus Ländern, wo Asche verstreut werden darf, habe ich noch nie Klagen gehört (okay, ich schau mich da auch nicht extra um).
Komplexe Moleküle werden beim Verbrennen zerstört, bleiben also eventuelle Schwermetalle. Ob das gefährliche Mengen sind? Dann wäre doch zu überlegen, ob man sie aus der Asche zurückgewinnen kann.
Falls das mal angeboten wird, sage ich jetzt schon: mich darf man gerne recyceln.
Ich meinte, dass die Schadstoffe irgendwann in den Boden ausgewaschen werden, durch den Regen. Einfache Holzkohle adsorbiert ja nur durch die Struktur, und die vergeht irgendwann durch Bodendruck, Feuchtigkeit, etc. Ansonsten halte ich das mit den Giftstoffen ebenfalls für sehr überbewertet. Zumindest bei der Mehrzahl der nicht vom KGB/FSB/ABC vergifteten Toten…
Aber wenn die Kohlemoleküle Stoffwechsel haben, dann gibt das doch CO2 und dann ist das ja eine Klimakillerurne?! Gift weg, aber Eisbären tot? Hmmmm.
Wenn da kein Sauerstoff in der Nähe ist, „stoffwechselt“ die Kohle auch nicht. Deswegen buddelt man die tief in den Boden ein. Genauso wie einst die Dinosaurier und Schachtelhalme.
Und wenn man die Kohle der Urne aus dem CO2 der Luft gewinnt, hat man sogar etwas etwas für die Umwelt getan. (https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/forscher-wandeln-kohlendioxid-wieder-in-kohle-um-a-1255348.html)
Das bezog sich allein auf Peters ADHS-Ulk.
Tatsächlich ist Holzkohle hier natürlich erstmal energieäufwändig, aber potentiell besser als beispielsweise Metall. Das ist natürlich kein Argument dafür, es noch besser zu machen, wenn möglich.
Ich möchte mich zwar nicht kremieren lassen, finde aber die abgebildete Urne sehr ästhetisch!
Die Frage die mich quält, was soll sie denn kosten… finde sie ja echt hübsch… und das ich nicht auf ewig in nem blecheimer Ruhe gefällt mir auch… aber hab ja noch hoffentlich 60Jahre vor mir…
Der Einkaufspreis liegt im Rahmen des Üblichen. Was die Urne letztlich im Verkauf kostet, legen die jeweiligen Bestatter in ihrer Kalkulation fest. Je nach Urnendekor würde ich einen Preis von 150 bis 220 Euro sehen.