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Experte Peter Wilhelm überprüft Bestatterrechnungen

Seit 1979 habe ich mit Unterbrechungen immer mal wieder in der Bestattungsbranche gearbeitet. Als kaufmännischer Angestellter, als Bestatter und viele Jahre lang mit einem eigenen Bestattungsinstitut mit mehreren Filialen. Danach konzentrierte ich mich auf meine publizistische Tätigkeit und schrieb mein über Jahrzehnte erworbenes Fachwissen hier im Blog und in etlichen Büchern auf. In unterhaltender Art und Weise führte ich die Menschen an die für die meisten recht dunklen und etwas abstoßend wirkenden Themen Tod, Trauer und Bestattung heran.

Aus dieser Tätigkeit, sich mit der Thematik aufklärend, wohlwollend und unterhaltend auseinanderzusetzen, erwuchs auch die Tätigkeit als Sprecher und Experte für Fragen rund um Tod und Bestattung. In vielen Radio- und Fernsehsendungen durfte ich schon zu Gast sein. Ich bilde mir nichts darauf ein und sehe das eher alles mit Demut. Ich komme herum, ich darf dann in schönen Hotels wohnen und werde etwas gebauchpinselt. Das ist doch ganz schön, und ich habe es dem Bestatterweblog und Euch, liebe Freundinnen und Freunde, zu verdanken.

Seit nunmehr 12 Jahren wenden sich täglich Menschen an mich, die Fragen zu den genannten Themen haben.
Viele rufen an, die meisten aber scheuen den direkten Kontakt am Telefon und schreiben mir. Letzteres ist mir auch lieber, da ich so intensiver auf die Angelegenheit eingehen kann, als in einem schnellen Telefonat.

Die Bandbreite der Fragen und Probleme ist unglaublich. Das reicht von simplen Fragen wie „Was ziehe ich zur Beerdigung an?“ bis hin zu hochkomplizierten Sachverhalten, die auch meinerseits Stunden an Recherche erfordern, um eine sinnvolle Antwort geben zu können. Ich tue das trotzdem immer gerne und kostenlos. Einen Ausflug über eine Bezahlnummer, bei der man 49 Cent hätte bezahlen müssen, habe ich schnell wieder eingestellt. Offenbar ist das Finanzielle eine Hürde, die man nicht so gerne überwindet.
Immerhin wirft ab und zu mal jemand was in den Spendentopf. Dafür ganz herzlichen Dank.

Am häufigsten erreichen mich Mails, in denen ich gebeten werde, Bestatter- und Ärzterechnungen zu überprüfen.
Zu den Ärzterechnungen muss ich hier nicht viel sagen. Das Thema „Abrechnung von Leichenschauen“ habe ich schon zur Genügte behandelt.
Deshalb nur kurz: Die gesetzlich vorgeschriebenen Gebühren, die Ärzte für eine Leichenschau berechnen können, sind seit über 10 Jahren nicht angepasst worden.
In den entsprechenden Gremien werden für ärztliche Dienstleistungen durchweg sehr niedrige Gebühren angesetzt, weil sich die ärztliche Tätigkeit immer aus vielen dieser kleinen Komponenten zusammensetzt und so der Arzt unterm Strich zu einer erträglichen Honorarsumme kommt.
Bei den Leichenschauen ist das anders. Hier wird erwartet, dass der Arzt auch nachts und zur Unzeit in die Wohnung eines Verstorbenen fährt, dort mit den Angehörigen spricht, den Verstorbenen eingehend untersucht und dann die Todespapiere ausstellt. Dafür kann er maximal knapp 80 Euro berechnen.

Dass das als Salär für einen hochspezialisierten Akademiker zu wenig ist, weiß jeder, der schon mal einen Klempner oder Schlüsseldienst benötigt hat.
So wehren sich aber die Ärzte insgeheim dadurch gegen diese zu niedrige Vergütung, indem sie recht kreativ viele andere Positionen aus dem Gebührenkatalog mit auf die Rechnung für die Angehörigen schreiben. Im Schnitt scheinen sie so zwischen 150 und 200+ Euro haben zu wollen.
Das ist nicht okay, kann angefochten werden, führt aber meistens zu nix. Denn regelmäßig stellen die Staatsanwaltschaften sogar Verfahren gegen so vorgehende Ärzte wieder ein.

Die zweite noch größere Menge der Rechnungen, die ich zu Gesicht bekomme sind die Bestatterrechnungen.

Völlig aufgebracht wenden sich viele an mich. Die meisten fühlen sich betrogen, abgezockt und dem Wucher ausgesetzt.
Die häufigste Klage: „Die Endabrechnung ist viel höher, als vorher gesagt wurde.“

Sind also Bestatter Halsabschneider?

Lassen wir es an die 2.000 Bestatterrechnungen gewesen sein, die hier gelandet sind.
Ich muss also einen guten Überblick über die Branche und ihr Abrechnungsgebahren haben.

Mehr im nächsten Teil

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Peter Wilhelm 31. Januar 2019


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