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Friedhof in Prag, nicht DIN-genormt

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© Heinz Albers, mit freundl. Genehmigung

© Heinz Albers, mit freundl. Genehmigung, Alter jüdischer Friedhof

gefunden von Chris


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Hier veröffentlicht der Publizist Peter Wilhelm Informationen und Geschichten rund um den Bestatterberuf.
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Peter Wilhelm 4. Oktober 2012

27 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. ??? Ist das ein Friedhof für ausgediente Grabsteine oder ein echter Friedhof.

    Wie tief haben die denn dann gegraben, oder sind im laufe der Jahre immer neue Leichen eingetütet worden und die alten Steine geblieben. Was für ein Gedränge.

  2. Wie bloeder_hund schon schreibt, ist das der alte jüdische Friedhof in der Altstadt von Prag, mitten im ehem. jüdischen Viertel. Er ist in der Tat Jahrhunderte alt, und als Platzgründen liegen die Gräber dort so dicht. Man kann dort bei einzelnen Gräbern immer noch beobachten, dass als Zeichen des Gedenkens an den Toten kleine Steine auf das Grab gelegt werden, insbesondere auf das Grab des sagenumwobenen Rabbi Löw, der gleich nebenan in der Altneusynagoge den Golem geschaffen haben soll. Im Judentum sind die Gräber auf „ewig“ angelegt. Soweit ich weiss, ist gemäß jüdischem Glauben die Auferstehung wörtlich zu verstehen, deswegen ist der Erhalt der Gräber so wichtig. Ich müsste von dem Friedhof auch noch Fotos haben.
    Wer nach Prag fährt, sollte sich das jüdische Viertel ansehen – und dabei bitte daran denken, dass man auf Friedhöfen und in Synagogen den Kopf bedeckt hat. Das sollte zwar selbstverständlich sein, ist es aber leider nicht, wie ich dort beobachten konnte.
    (Auch wer für Religion nichts übrig hat, sollte den Glauben anderer Menschen respektieren.)

    • Ich kann´s mir nicht verkneifen, aber genau das sollte jeder auch respektieren: ich stülpe mir da nichts über oder auf den Kopf, ich werde auch nie Burka und Co tragen, sondern so bleiben, wie ich bin. Ich verlange auch von niemandem sich zu verkleiden, wenn er zu mir kommt.

      • Hallo Smilla,

        es ist Dein gutes Recht Dich so zu verhalten, nur solltest Du Dich dann von solchen Orten fern halten.

        Gruß

        Willi

        • Naja, was sind „solche Orte“? Bei einem Gotteshaus, egal ob Kirche, Synagoge, Moschee oder Tempel, da sollte klar sein, dass man sich dort aus Respekt vor dem Glauben, der dort praktiziert wird, auch an die Passenden Regeln hält. Bikini in der Klosterkirche, Wanderstiefel in der Moschee, nee, das passt nicht. Aber ein Friedhof? Dort sollte man sich (unabhängig vom Glauben der dort Begrabenen) natürlich allgemein pietätvoll verhalten, aber warum gelten dort darüber hinaus gehende Bekleidungsvorschriften?

          Eine Erklärung wäre hier sinnvoller als ein unbegründeter Ratschlag, der von persönlich Unbekannten immer etwas oberlehrerhaft wirkt, finde ich.

          • Ein jüdischer Friedhof gilt wie auch eine Synagoge als ein heiliger Ort, auf dem man als Zeichen der Demut vor Gott sein Haupt bedeckt halten soll. Tante Wiki weiß unter dem Stichwort Jüdischer Friedhof zu berichten, dass das Tragen einer Kopfbedeckung auch für nichtjüdische Männer Pflicht sei.

            Genauer weiß ich es auch nicht, aber für mich reicht es aus, dass es dort geboten ist. Ich bin dort zu Gast und respektiere meinen Gastgeber. Wenn ich irgendwo anders zu Gast bin und der Hausherr bittet mich, die Schuhe auszuziehen, tue ich das ja auch. Und wenn mir das nicht passt, bleibe ich da halt weg.

            • Also wie ihn besichtigt habe,war das tragen eines Hutes nicht Pflicht,allerdings ist er auch Teil eines Museums.
              Allerdings ist ein ruhiges Benehmen an solchen Orten auch selbstverständlich.

            • bloeder_hund: Ich bin mir ziemlich sicher, dass dort einfache Kippas aus Pappe leihweise angeboten wurden. Möglicherweise wurde nicht explizit drauf hingewiesen, vielleicht sind die Regeln dort auch entspannter.
              Jedenfalls wurde ich, als ich das erste Mal auf einen jüdischen Friedhof hier in Deutschland ging, vom Verwalter explizit darauf hingewiesen, doch bitte nächstes Mal eine Kopfbedeckung zu tragen.

            • @anderer Stefan,
              kommt vielleicht wirklich auf den Friedhof an,
              aber ich kann mich nicht daran erinnern.
              (gut,ist auch schon ein paar jahre her)
              In Innsbruck ist der jüdische Friedhof ein Teil des nornalen Friedhofes,dort besteht auch keine Kopfbedeckungspflicht.
              Allerdings bin ich auch der Meinung,wenn ich ein sakrales Gebäude oder Gelände betrete,halte ich mich an die örtlichen Gebräuche und Sitten.

            • Ich habe den Eindruck gewonnen, daß die deutschen Juden strenger als beispielsweise die französischen Juden auf diese Regeln achten. (Das ist dann nicht „eingewanderte Minderheit“, sondern eher der Einfluß der deutschen bzw. französischen Kultur… obwohl man da bei Elsässern eh immer mit beiden Beinen im Fettnapf steht.) Denn bei Synagogenbesuchen in Frankreich wurde mir mehrfach gesagt, „Kopfbedeckung nicht nötig, es ist ja kein Gottesdienst im Gange“. Die Präsenz Gottes, vor dem der Mann nicht barhäuptig erscheinen soll, hängt dann also nicht am Ort, sondern an der Kulthandlung. Oder man nimmt es pragmatisch.

              Smilla, bei mir ist es üblich, daß zu Tisch gebetet wird, da erwarte ich von Gästen zumindest Respekt für. Es ist auch üblich, daß man sich nach dem Klo und vor dem Essen die Hände wäscht; wer das nicht tut, muß mit einer Bemerkung meinerseits rechnen – und wird ggfs. eben nicht mehr eingeladen. Wer sich an eine religiöse Stätte begibt, und das kann eben auch ein Friedhof sein, hat schlicht und einfach die dort üblichen „guten Sitten“ zu beachten.
              Übrigens: Vor 50 Jahren hättest du nicht mal eine Kirche betreten können, ohne dir was auf den Kopf zu setzen. In vielen Ländern auch Europas gilt das immer noch. Was sagst du dazu?

            • @Wolfram

              Ich schreibe das mal hier hin, ich kann nicht direkt auf das Post antworten.

              Ich habe das Gefühl, Du bist strenger als von mir bislang angenommen. Jeder nach seiner Façon, so halte ich es. Auch beim Händewaschen, wobei ich mir die Frage stelle, wie man das bei seinen Besuchern kontrollieren kann? So behandle ich hier nicht mal die Kinder. Die ganz Kleinen schicke ich vor dem Essen ins Bad, um die Hände zu waschen, aber kontrollieren tue ich es nicht. Meist sieht das Bad dann so aus, dass man davon ausgehen kann, dass sie es gemacht haben….

              Abgesehen davon, dass ich mit meist mit Besteck esse, esse ich mit _meinen_ Fingern. Und ob sich der Besuch während des Essen in die Nase bohrt oder an den Eiern kratzt, ist mir herzlich egal. Wenn jemand beten möchte, soll er das tun, man wird ihn lassen.

              Wenn ich bei Dir zu Besuch wäre, würde ich vermutlich mitbeten, hier machen das die Evangelen und Katholen schon lange gemeinsam. Aber bei anderen Religionen würde ich mich einfach still und unauffällig verhalten- aber nicht mitbeten.

              Ich scheine etwas mißverstanden worden zu sein. Ich habe niemals geschrieben, dass ich keine Manieren besitze oder die guten Sitten vernachlässige. Ich laufe fast täglich über den jüdischen Friedhof, weil ich neben einem wohne, aber ich habe dort noch niemanden getroffen, der sich über meine fehlende Kappe oder Auftreten beschwert hat. Es ist ein alter Friedhof, auf dem jetzt auch noch gebaut wird, da laufen die derzeit ganz anders herum. Weil der so groß und schön ist, zudem uralt, soll er zu einem Park umgestaltet werden.

              Am Wochenende werden wir Taufzeugen bei einer evangelischen Taufe sein, da werden wir uns natürlich auch anpassen. Da hätte ich mir mehr Informationen gewünscht, wie man sich verhalten soll etc. Ich habe nun u.a. eine schöne große Tischkerze gekauft aus meinem Domladen, ob das aber alles so in Ordnung ist, weiß ich nicht. Kreuzsymbol, Fische und ein Regenbogen sind dort auf der Kerze neben den persönlichen Daten abgebildet. Aber ich weiß, dass die Eltern das nicht schlimm finden werden, falls ich etwas nicht richtig gemacht haben sollte, weil sie mich kennen und wissen, dass ich sie und die Religion respektiere. Abgesehen davon wissen sie, dass ich eigentlich katholisch bin. Ein Elternteil ist russisch-orthodox, wird vermutlich ebenso wie ich nicht alles wissen…

              Da sie aber sehr ernsthafte Menschen sind und sehr überlegt handeln und mich seit Jahren sehr gut kennen, werden sie wissen, was sie entschieden haben. Ich gebe zu, mich da etwas unbehaglich zu fühlen, weil es unbekanntes Terrain ist- was sie auch wissen.

              Wenn der Pfarrer ausflippen sollte, weil z.B. Fische auf der Kerze abgebildet sind oder ich sonst etwas falsch mache, werde ich mit ihm reden und es ihm erklären und um Verständnis bitten. Das ich mich dann besser anpassen würde und es nicht noch einmal vorkommen würde, stände in dem Fall ausser Frage. Es geht da ja ums Kind.

              Aber ich würde mich und meinen Glauben nicht ändern.

              Jeder nach seiner Façon sollte Dir doch nicht unbekannt sein. Ich dachte in Frankreich werden diese Werte hochgehalten? Die Franzosen, die ich hier kennengelernt habe, wundern sich über die laschen Handhabungen der Kirche mit den Daten. In Frankreich werde Kirche und Staat strikter getrennt, die Taufpapiere und die Religionszugehörigkeit gehen nur der eigenen Kirche und sonst niemandem etwas an. Hier müßte man es bei jeder Bewerbung oder Schulantrag angeben.

              Ich könnte noch viel schreiben, aber ich sollte aufhören, weil ich hier immer die Gefahr sehe, falsch verstanden zu werden. Für mich ist Religion eine persönliche Sache, die jeder ungestört ausüben sollte, ohne anderen dabei etwas abzuverlangen.

            • wichtiger Nachtrag!

              Das hier nebenan ist der katholisch-evangelische Friedhof, der wird zu einem Park umgebaut, der jüdische Friedhof ist ein kleinerer Teil weiter vorne, der aber stehen bleibt.

              Sorry!!!!!!

            • Ich fang mal vorn an.
              Die Franzosen essen wesentlich mehr mit den Fingern als die Deutschen, und wird eben auch mit den Fingern aus dem Brotkorb, der Zuckerdose… etc… bedient. Wie schon Klein Ernas Tante wußte, da ist doch eine Zuckerzange wichtig. (Und Klein Erna legte die Zuckerzange aufs Klo.)
              Außerdem ist – nicht in der jetzigen Behausung, aber in dem Pfarrhaus, in dem ich vorher wohnte – kein Waschbecken auf dem Klo, sondern im Schrank im Flur. Da weiß man, wer sich die Hände wäscht oder nicht nach dem Klogang, je nachdem ob er direkt vom Klo wieder ins Zimmer kommt oder den Umweg übers Waschbecken nimmt.
              Mitbeten muß keiner, den Moment des Gebets aber respektieren – durch Schweigen und Abwarten. So würde ich das in einem islamischen Haushalt auch halten (mit Juden könnte ich wohl mitbeten, wenn sie es nicht gerade auf hebräisch tun).

              An jüdischen Kultstätten wird von Männern erwartet, den Kopf zu bedecken, von Frauen nicht. Du bist doch eine Frau, oder? 😉 Ob ein Friedhof eine Kultstätte ist, mag außerdem Ansichtssache sein.

              Kreuz und Fisch sind auch bei (deutschen) Evangelen übliche Symbole, der Fisch (bzw. seine heutige Verbreitung als Erkennungszeichen) kommt sogar aus der evangelischen Welt. Der Regenbogen steht für den Noah-Bund. Also kein Problem. (Außer einem Marienbild gibt es da zumindest in Deutschland auch nicht viel falsch zu machen.) Ausflippende Pfarrer… äh, ja. Wie mal ein Kollege sagte, der Unterschied zwischen einem D-Zug und einem Pfarrer ist: der D-Zug wird langsamer, wenn er entgleist.

              Zu der Geschichte mit den Daten – die Franzosen haben ja noch nicht mal Einwohnermeldeämter. Dafür aber muß man ständig seine Strom- oder Gas- oder Telefonrechnung vorlegen oder einen Steuerbescheid, um den Wohnsitz nachzuweisen. Sogar zur Zulassung eines Autos. Electricité de France weiß also besser als der Staat, wer wo wohnt…
              und mein österreichischer Kollege hat gerade gestern dazu was gesprochen: http://pfarrer.herzblut.fm/index.php?id=1914
              Und aus einer Reihe von Jahren, die ich in Frankreich lebe, kann ich dir sagen: „jeder nach seiner Façon“ ist keine französische Maxime. Hier meint jeder „alle nach meiner Façon“, weil was für mich gut ist, ja für alle anderen auch gut sein muß…

              Übrigens brauchst du in Deutschland bei keiner Bewerbung deine Religionsangehörigkeit anzugeben – außer du bewirbst dich bei einer Religionsgemeinschaft. Auch die Schule fragt nur danach, an welchem Religionsunterricht der Schüler teilnehmen wird. Das Einwohnermeldeamt registriert Religionszugehörigkeiten, weil sie ggfs. auf der Steuerkarte eingetragen werden; das beruht auf einem Staatsvertrag mit den jeweiligen Religionsgemeinschaften. Andere als öffentlich-rechtliche Religionsgemeinschaften werden auch da nicht registriert.

              Ich verlange von jedem, daß er die Religion des anderen respektiert und ihre Ausübung nicht stört. Dazu gehört, daß ich beispielsweise den Chorraum einer orthodoxen Kirche nicht betrete, weil er orthodoxen Christen gleich heilig (unberührbar für profane Leute) ist wie weiland das Allerheiligste im Tempel von Jerusalem. Da hineinstiefeln wäre ein Sakrileg. Festungshaft dafür finde ich zwar auch übertrieben, aber… es ist grobe Mißachtung der orthodoxen Christen.

            • Ja ja…., ich bin weiblich. 🙂

              Ich habe viel dazugelernt. Ich denke manchmal viel zu kurz und zu simpel und viele Umstände dort sind mir völlig unbekannt. So macht es mit dem Händewaschen natürlich Sinn, auch dass man es mitbekommt, wer sich nicht wäscht..

              Da würde ich vermutlich genauso handeln, jetzt wird es nachvollziehbar. Hier hat man ja ausserdem für alles eine Gabel oder Löffel…wobei ich das manchmal etwas übertrieben finde.

              Bei dem Vergleich mit dem D-Zug mußte ich schmunzeln, ich hatte unseren Pfarrer förmlich vor Augen. 🙂 Jedes Mal besonders zu Weihnachten, wenn die Kirche rappellvoll ist, redet er sich in einen Lauf und meint „Weil sie alle mal hier sind! Das muss ich noch sagen!“ Und legt los. Jemand erbarmt sich aber immer und holt ihn vom Mikrofon weg. 🙂

              Keine Einwohnermeldeämter- da habe ich meine gesamte letzte Freizeit verbracht, unvorstellbar, dass es sie nicht geben würde. 🙂

              Danke für die Info bezüglich der Kerze, da bin ich ja schon beruhigter. Der Pfarrer soll sehr streng sein und es soll ja ein schöner Tag werden. Ein wenig Bammel habe ich doch noch, aber es wird schon werden.

              Gibt es eigentlich noch Hugenotten in Frankreich? Ich habe mal ein Hugenottenkreuz von einer Niederländerin geschenkt bekommen, näheres zu dem Kreuz oder den Hugenotten konnte man mir nicht sagen. Ich trage es allerdings auch nicht, weil ich nicht weiß, was es bedeutet.
              Wenn Du da einen link hättest, oder was wüßtest..

              Jetzt lese ich erstmal den anderen link. 🙂

            • Hugenotten – oi wej. Ja, es gibt sie noch. Als solche bezeichnen sich eigentlich aber nur noch die Leute, die ihre der Religion wegen verurteilten Galeerensträflinge von Vorfahren samt und sonders beim Vor- und Kosenamen kennen. Man solls nicht glauben, die Religionskriege sind gerade erst vorbei, mancher scheint sie noch erlebt zu haben.
              Das Hugenottenkreuz ist gewissermaßen das Erkennungszeichen der französischen Evangelischen. Ich habe mittlerweile auch eines, trage es aber äußerst selten – meine Vorfahren waren ja nicht verfolgt. Mein lateinisches Kreuz wurde mir aber auch schon als „Verrat an den Blutzeugen“ angelastet, dabei sehe ich das genau umgekehrt. Zur Bedeutung gibt es sogar ein paar Zeilen in der deutschsprachigen Wikipedia („Hugenottenkreuz“); was dort fehlt, aber im französischsprachigen Artikel erwähnt ist, ist die verblüffende Ähnlichkeit zum Abzeichen des Ordre du Saint Esprit (eine Bildersuche empfiehlt sich, oder auch der wikipedia-Artikel „Orden vom Heiligen Geist“). Ich will Toms Geduld hier nicht überstrapazieren, deshalb nur der kurze Verweis.

        • Was ist denn das für ein Mist. Sämtliche xyz kommen als „Minderheiten“ in unser Land und wollen uns ihren Dreck aufs Auge drücken, ist es das was Du möchtest? Unsere Freiheit aufgeben und überall „Buckeln“ und „Duckmausen“?

          • Es ist ja schon richtig, dass man sich an sich informieren sollte, wie man sich an bestimmten Tempeln oä verhält, dass man nirgends mit einem Bikini reinläuft, steht wohl ausser Frage.

            Scheinbar scheine ich mit dem Käppi als Frau aussen vor zu sein. Trotzdem würde ich mir auch als Mann keins aufsetzen, nur um „brav“ zu sein- ohne zu Wissen, was das überhaupt bedeutet! Das ist ja nicht nur ein Käppi, dass wird ja einen tieferen symabolischen Charakter haben. Da hat das Aufsetzen nichts mit Respekt vor der jeweiligen Religion zu tun, wenn man nicht weiß wozu!

            In meiner Kultur ist das so, dass ein aufgesetzter Hut beim Gruße gelupft wird, als Zeichen des Grußes. Hüte nimmt man bei uns in der Kirche ab, als Zeichen der Demut. Obwohl der Papst auch so ein Käppi hat und der Bischof auch, aber die „normalos“ müssen oben blank ziehen.

            Ich bleibe da lieber authentisch und wandle pietätvoll, aber unverkleidet über die Friedhöfe. Mich hat auch noch nie jemand angesprochen und wenn, dann würden wir ein Gespräch führen.

            Vielleicht eine kleine Anekdote: ich hatte hier viele Umzugshelfer, verschiedene Kulturen, viele Nationen. Wie in meinem Freundeskreis auch. Teilweise weiß ich überhaupt nicht, wo das Land oder die Provinz liegt, manchmal nennen sie es ja auch absichtlich anders. Egal, hier gibt es dann alles zu essen, Schwein, Kuh, vegetarisch, Fisch, etc. Ich habe vorher gesagt, was was ist und habe sie machen lassen. Sie waren alle glücklich.

            Minime war mal bei indischen Freunden und kam mal mit einem Punkt auf der Stirn nach Hause. Solange sie das erklären kann und gut findet, warum nicht. Aber einfach was machen, damit man sich anpaßt, ohne Hintergrundwissen, ist Moppelkotze.

            Es sind dafür mittlerweile zu viele zu unterschiedliche Nationen, als dass man sich jeweils einlesen könnte. Ich bin bis jetzt immer prima klargekommen und werde das auch so beibehalten.

  3. Irgendwie hatte ich hier neulich auch einen zweiten Kommentar geschrieben, der ist aber mittlerweile verschwunden. Da gings darum, dass nicht jeder barhäuptige Touri auf dem jüdischen Friedhof automatisch ein pöhser Barbar sein muss, sondern vielleicht einfach nur unwissend ist – ich hätte vor dem Lesen diesen Threads auch nicht gewusst, dass eine Kopfbedeckung dort möglicherweise Pflicht ist. Jetz weiß ich’s und würde mich natürlich zukünftig entsprechend verhalten.

    Habe ich damit irgendwem auf die Zehen getreten oder mich sonstwie daneben benommen? Der Kommentar war sicherlich nicht weltbewegend wichtig, aber ich würd’s gerne verstehen… (???)

    • Äh, in der Datenbank gibt es keinen zweiten Kommentar von Dir.
      Selbst wenn einer gelöscht wäre, hätte ich ihn noch quasi als Kopie, auch da ist keiner.
      Tut mir leid. Mir ist auch nicht bekannt, daß in diesem Thread irgendwas entfernt wurde.

      Allerdings hatten wir in den letzten Tagen eine massive Spam-Attacke und der Kommentarhausmeister hat viele Louis Vitton Mails rausgeworfen. Möglicherweise ist dadurch was schief gegangen.
      Aber dann hätte ich ja die Kopie… Merkwürdig.
      Sorry, ich kann nix machen.

      • Danke für die Antwort!
        Dass der Kommentar weg ist, ist kein besonderer Verlust, ich hatte mich nur gewundert. Na, wenn ich niemandem auf den Schlips getreten bin, dann ist ja alles gut…

          • Ich glaub’s ja, ehrlich 😉
            Sollte ich am Ende selbst das falsche Knöppsche gedrückt haben?! Das wär‘ mir dann jetzt etwas peinlich, soviel Aufwand wollte ich gar nicht hervorrufen…

            • Kein Ding, kein Problem, kein Thema.
              🙂

              Nee, ehrlich, selbst wenn der Kommentarhausmeister da mal was rauswirft, hätte ich noch die Kopie im Mailordner. Wahrscheinlich hast Du wirklich den falschen Knopf gedrückt oder das System hatte gerade Schluckauf. Egal, war auf jeden Fall nichts was gegen Dich gerichtet ist.
              Deine Kommentare sind willkommen.

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