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Hätte ja nicht sein müssen – Schraubensammler und Fahrerflucht

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Eigentlich wollte ich die Ganzjahresreifen an meinem Dicken noch bis April fahren, jetzt sind dann doch neue Pneus vorzeitig fällig geworden:

Ich fahre ja, bei bekannten Mankos, Ganzjahresreifen, da ich die zweimal jährliche Wechselei leid bin. Außerdem haben wir hier am Oberrhein ja meist eher mildes Wetter und so gut wie nie fett Schnee und Eis.
Die Vorderen sind schon ziemlich runter, ich weiß, aber ich hätte die Ausgabe für die 255/55er gerne noch etwas geschoben. Dank der dicken Schraube habe ich jetzt einen Flicken im Reifen und die Bestellung der neuen Gummis vorgezogen.

Noch mehr ärgert mich das hier:

Da hat doch jemand den Wagen der Allerliebsten gedatscht und sich dann klammheimlich vom Acker gemacht.
Morgen werde ich Anzeige erstatten. Ob das was bringt?

Ist das bei Euch auch so? Der Ärger hört irgendwie nie auf – nie!
Wenn Du denkst, Du hast alles soweit in trockenen Tüchern, dann scheißt Dir der Teufel mit was ganz Neuem in die Zuckerdose.
Zum Kotzen eigentlich – aber ich glaube, das ist einfach das Leben.

Ich kann mich gar nicht dran erinnern, dass das jemals anders war in meinem Leben. Ein Ding folgt dem anderen und es gibt kaum Pausen dazwischen. Haste eine Krankheit überstanden, sagt der Arzt beim nächsten Termin: „Das müssen wir aber im Auge behalten“ und so…
Glaubst Du das alle Rechnungen endlich bezahlt sind, flattert von irgendwoher ein gelber Umschlag ins Haus; Scheiße, da war ja noch was.
Denkst Du, mit den Kindern ist alles in Ordnung, dann steht abends um 23 Uhr heulend eins vor der Tür und braucht Liebe.
Sind alle Maschinen im Haus auf dem neuesten und besten Stand? Dann kracht und quietscht es und die Allerliebste sagt nur: „Oh!“

Und wenn Du dann abends gemütlich vor dem Fernseher sitzt, und wenn dann schon so langsam das Sandmännchen kommt und Du nur an Dein Bett denkst, ja dann kriegt der Hund Durchfall und scheißt drei Etagen voll…

Wie ist das denn bei Euch?

BILDQUELLEN

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Peter Wilhelm 11. Februar 2021


15 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ah, ein Leidensgenosse.
    Auch ich bin ein Prügelknabe von Murphy’s Law.
    Da freut man sich, endlich mal eine handvoll Taler aufs Sparbuch zu targen, da streckt die Waschmaschine rauchend alle Viere von sich.
    Freies Wochenende, schon sind 2 Kollegen krank.
    Oder der TÜV-Prüfer will schon die Plakette kleben als ihm plötzlich doch noch etwas auffällt.
    etc. usw. …

  2. Ich habe meine gesamte Einstellung geändert und der Erfolg: „Wenn man die Dinge von der positiven Seite sieht, dann ist es irgendwie anders.“

    Ein Beispiel: Ich habe einen Termin und früher habe ich immer versucht, wenn die Zeit knapp wurde schneller zu fahren. Aber mir kam es dann so vor, als hätten sich alle Ampeln gegen mich verschworen. Rot auf der gesamten Strecke.

    Dann habe ich mir gesagt, Ingrid, mach dir nichts draus, fahr einfach so weiter und wenn du zu spät kommst, dann ist es so und komischerweise waren dann alle Ampeln, bis auf kleine Ausnahmen, grün und ich kam pünktlich an.

    Ich nehme alles weitaus entspannter und seitdem merke ich, wie gelassen ich alles hinnehme und mich über nichts mehr aufrege.

    Ärger macht krank, dann halte ich mich davon fern und bleibe gesund. 🙂

    In diesem Sinne Euch allen ein wundervolles Wochenende und macht Euch das Leben zum Freund.

    • Mit diesen Banalitäten aus dem Bereich der Küchenpsychologie kann ich nichts anfangen.
      Sicher ist es gut eine positive Einstellung zum Leben zu haben, und die habe ich auch. Du kennst mich nicht und kannst das deshalb natürlich nicht beurteilen.

      Was ich hier beschreibe, ist doch etwas ganz anderes. Es geht um die Häufung von mehr oder weniger wichtigen Unannehmlichkeiten. Und ich kann einem Schaden von rund 2.000 Euro, verursacht durch einen Fahrerflüchtigen, auch dann nichts Positives abgewinnen, wenn ich von grünen Ampeln träume.
      Das hat jemand anders fahrlässig verursacht und den Schaden hätte seine Versicherung ersetzt. Er/Sie hat es aber vorgezogen, einfach abzuhauen und ich bleibe vermutlich auf den Kosten sitzen. Wo bitte soll das ein entspanntes Gefühl herkommen?

      • Moin,

        Man kann das schon „entspannter“ sehen, indem man sich sagt, zum Glück war ich nicht gerade beim Wagen gestanden als der Idiot dagegenfuhr. Sonst hätte es einen selbst erwischen können.

        Natürlich ärgert das einen trotzdem. Ich hatte auch schon mehrmals „Fahrerflüchtende“, die uns Dellen und abgefahrene Spiegel beschert haben. Aber ich sage mir immer: Materielles kann man (fast) immer ersetzen, Gesundheit und Leben nicht.

        Aber ich kann nachvollziehen, wie sich das anfühlt, wenn „ein Ding nach dem anderen einschlägt.“ Gibt manchmal solche Zeiten.

    • hallo ingrid,
      das stimmt, ärger macht krank.
      ist aber nicht einfach den kopf umzustellen.
      wenn wir unter der weissen decke liegen, lachen wir über sowas.

      • Hallo Udo,

        wir könnten jetzt mal draußen probeliegen, ganz große weiße Decke. 🙂

        Ja, es stimmt, das mit der Umstellung muss wirklich gewollt sein.
        Egal was man erreichen möchte, es geht nur mit dem Kopf.

      • Shit Happens. Ob du dich nun ärgerst oder nicht, das ändert nunmal nichts. Klarer Fall für das Gelassenheitsgebet:

        Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
        den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
        und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

        Ich weiß das es schwer fällt… Ärger mich selbst oft über Banalitäten. Aber sieh es vielleicht so, du wirst es vermutlich finanziell irgendwie verschmerzen, nichts was dich Obdachlos macht und in die Suppenküche treibt. Letztlich ist es dann doch nur Geld… und wie du so schön sagst, das letzte Hemd hat eh keine Taschen 😉

        P.s. an die Menschen die bewusst Fahrerflucht begehen: Arschlöcher, euch soll der Blitz beim scheissen treffen.

  3. Das mit den Dellen im Auto kenne ich auch. Im Laufe der Jahre sind verschiedene Autos von mir, die alle geparkt waren, 5 x angefahren worden und 1 x der Außenspiegel an der Beifahrerseite abgetreten worden (es waren ca 5 Autos in der Straße so betroffen). Gemeldet haben sich 3 Unfallverursacher.

    Mit dem anderen geht es mir auch so. Sobald ich denke, dass es jetzt in die angenehmere Richtung geht, kommt wieder irgendwo eine hohe Rechnung her.

  4. Bei der Schraube würde ich mich zwar auch ärgern, aber auch froh sein, dass die nicht bei 160km/h auf der Autobahn plötzlich zum Reifenversagen geführt hat…
    Wegen der Unfallflucht würde ich bei dem schönen Wetter mal einen Spaziergang durchs schöne Edingen machen und mal schauen, wer so alles ein fettes komisch gelbes Auto/Van/LKW fährt … neuerdings mit Kratzern an einer Stoßstange. Außerdem mal schauen, ob eine Baustelle in der Nähe ist, von wegen LKWs? Vielleicht auch mal die Augen offen halten, was in nächster Zeit an gelben Fahrzeugen so wieder die Staße langfährt… DHL-Gelb scheint es nicht zu sein, oder?
    Ansonsten ist die Kummulation der Ärgernisse nur die übliche Fortsetzung des Trippels bei der Kaffeemaschine… Life is and stays a challenge 😀

  5. Eine Fahrerflucht ist keine Bagatelle, sondern fällt unter den Straftatbestand, die mit Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu 3 Jahren geahndet werden kann. Das zur rechtlichen Seite.
    Weitaus ärgerlicher ist die Tatsache, das ein Fremder mein Eigentum beschädigt und ich für Behebung des Schadens dann noch selbst bezahlen darf.
    Das hat nichts mit alle Ampeln sind rot“ oder ähnlichem zu tun, sondern ist in der heutigen Gesellschaft leider Gang und Gäbe. Nur wenige haben noch genug Ar…h in der Hose, für den Mist gerade zu stehen, den sie verursachen.
    Auch dadurch wird Murphy öfter beansprucht!

  6. Murphy ist ein guter Bekannter. Mittlerweile rechne ich schon damit, dass etwas gewaltiges auf mich zukommt, wenn ich mich über positives freue. Gehaltserhöhung bekommen – Murphy sagt: Nebenkostenabrechnung folgt natürlich inklusive Mieterhöhung

    Ich wurde letztens Zeuge eines mittleren Einparkunfalls, nicht so heftig, wie auf deinem Bild. Die Fahrerin hat kurz gezögert, gewendet und wollte wegfahren. Hab sie angehalten und auf den Unfall angesprochen. Die einzige Reaktion war schulterzucken „ist doch gar nichts passiert“ und weg. Die Polizei hat sich gefreut über die Aussage gefreut und der Geschädigte auch.

    Es wird leider immer schlimmer mit der Zivilcourage. Ich hab den Eindruck, dass wir in einer Zeit leben, in der zu oft nur an sich gedacht wird, weniger an die anderen. Ständiger gesellschaftlicher Druck hinterlässt tiefe Spuren. Umso mehr freue ich mich, wenn Einzelne sich Zeit für ihre Mitmenschen nehmen (können).

  7. Oh man, das Gefühl kenne ich! Es kommt einem vor, als hätte sich das ganze Universum (Schicksal ?) gegen einen verschworen. „Gott kackt immer auf den größten Haufen!“ Wenn man dann aber mal mit anderen (Freunden, Bekannten, Geschäftskollegen) darüber redet, erkennt man, dass auch anderen echt viel Scheiße passiert und ständig „irgendwas ist“. Man hat nämlich das Gefühl, dass es immer nur einen selbst trifft. Ist aber nicht so! 😉

    Ich hoffe, ihr findet den Parkrempler (die asoziale S**)!

    Alles Liebe und schöne Grüße aus Karlsruh‘
    Frau Katze

  8. Hallo, mit Autos hab ich auch immer Pech, hab zwar keine Angst jedwedes Auto zu fahren, aber wenn einmal etwas kaputt ist folgt gleich danach das nächste, ständig auf dem großen Mitarbeiterparkplatz oder beim Einkaufen Macken ins Auto bekommen, da meldet sich niemand! Dann hab ich mir ein günstiges Auto mit Hagelschaden ( sieht eher aus als hätte jemand auf das Auto geschossen) gekauft, da stören mich Macken nicht, aber jetzt gerade durch den Tüv, neue Reifen bestellt, mich durch den Schnee gequält und in der Einfahrt ist mein Auto verreckt…

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