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Herr Meisel, bitte zum Vorsingen!

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Zum Thema „Musik auf Trauerfeiern“ fällt mir noch folgende Begebenheit ein:

Pfarrer Meier, mittlerweile selbst längst verstorben, war einer jener Pfarrer, die ihren festen Platz am Stammtisch der Eckkneipe hatten. Er galt gemeinhin als sehr lieber und geselliger Mensch.
Nichtsdestotrotz war Pfarrer Meier etwas weltfremd und schob alles was mit Jugend und Publikum zu tun hatte, gerne auf seinen Kaplan ab.

Als eines Tages auf einer Trauerfeier ein Titel von George Michael gespielt werden sollte, kündigte er -vom Zettel ablesend- laut und langsam an: „Und nun hören wir auf ausdrücklichen Wunsch der Familie ein Lied von Ge-org Mi-cha-el.“

Aus der Trauerhalle raunte ihm jemand zu „Dschordsche! Dschordsche Meikel.“

Pfarrer Meier räusperte sich kurz und berichtigte sich dann: „Also, von Schorsch Meisel.“

Es war das einzige Mal, das diese Schorsch Meisel „Careless Whisper“ gesungen hat, glaube ich.

Peter Wilhelm 29. Juni 2012


15 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. *lach*
    Gut, dass dem guten Geistlichen keiner die sexuelle Ausrichtung von Herrn Meisel mitgeteilt hat, wer weiß, was dann passiert wäre…

  2. Das erinnert mich an einen „Keit“, den ich mal an der Uni getroffen habe: Keit schrieb sich eigentlich Keith (benannt nach Keith Richards). Aber scheinbar hatte es zwar die Musik der Stones bis zu seinen Eltern in die DDR geschafft, nicht aber die Aussprache seines Namens.

  3. UNd wer kennt ihn nicht, den „Üffes“ (rheinische Variante vom Yves)… Der wohnt übrigens gern im Hüatt (Hotel direkt gegenüber vom Dom auf der anderen Rheinseite…) 😉

  4. was denn, Tom, Du kennst den Meisel Schorsch nicht? Tztztz, dann googel doch mal
    .. an erster Stelle ein Link zum
    bestatterweblog 😀 !!!

  5. Meine Mutter sah sich früher im Fernsehen immer „Knickt Ritter“ und „Eierwolf“ an. 🙂

  6. Da fällt mir ein: was wurde eigentlich auf der Trauerfeier von „Goldfisch“ gesungen?
    >Holzzaunlatte wieder eingepackt<

  7. hihi das erinnert mich an den „Agathe Bauer“ song. Im Radio hat sich eine Frau mal das „Agathe Bauer“-Lied gewünscht. Im refrain heissts da „I got the power“ was – schnell ausgesprochen durchaus Ähnlichkeit aufweist. Inzwischen wurde der begriff „Agathe Bauer song“ zum Synonym für missverstandene Songtexte. Einfach mal auf Juhtjub suchen 😉 Sind teils wirklich lustige Sachen dabei, da kann man sich echt kugeln manchmal!

  8. @14, Maschka: Viel schöner (weil immer wieder aus dem Regal nehm- und anfassbar) finde ich das Buch „Der weiße Neger Wumbaba“.

    Meiner Oma verdanke ich so schöne Wortschöpfungen wie „Ta-Ke-Tatt“ (Take That) und „Schtaf-heiter“ (Starfighter, die (militärischen?) Düsenflieger die ab und an mal im Tiefflug über den Himmel donnern). Letzteres habe ich bis heute nicht aus meinem Wortschatz löschen können.

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