Home Kontakt Impressum/Datenschutz Service-Portal Shop

Lebendig begraben – Pietätlose Mutprobe auf Hitradio N1

Mutproben können spannend und lustig zugleich sein. Als Kinder haben wir auch immer mal wieder Mutproben gemacht.
Ich erinnere mich an den doofen Klaus, der aber die dicksten Arme hatte und schon als Kind ein kleiner Schläger war.
Er konnte am besten auf die höchsten Bäume klettern und die von ihm aufgestellten Mutproben bestanden immer im Erklettern von verholzten Gewächsen.


Um ihn auf die Probe zu stellen, hatte seine Schwester Bärbel das Angelköder-Eimerchen von Herrn Nagler stibitzt.
Klaus sollte, um mal was anderes als Klettern mutzuproben, einen der dicken fetten Regenwürmer essen.
So ganz verstanden hatte er das aber nicht, denn er griff beherzt zu und schob sich eine Handvoll erdiger Würmer nach der anderen in den Mund und aß den Eimer leer.

Immerhin könnte er mit Verweis auf diese enorme Leistung heute locker ins Dschungelcamp einziehen. Dem steht allein im Wege, dass aus ihm dann doch was geworden ist. Ihm gebricht es also an anhaltender Erfolglosigkeit, was seinem Einzug ins australische Z-Promi-Camp dann doch entgegenstehen dürfte.

Vielleicht muss man als Radiosender auch Angst vor anhaltender Erfolglosigkeit haben, um auf eine ganz andere Art von Mutprobe zu kommen.
Der Radiosender Hitradio N1 veranstaltet nämlich eine Mutproben-Challenge, bei der ein junger Mann lebendig begraben wurde.

Dazu schreibt „Bild.de“:

Dabei überschritt er (der Sender) nach Meinung vieler jetzt eine Grenze. Um ein Auto gewinnen zu können, wurde Fachinformatiker Tobias (22) lebendig begraben!
Tobias musste 15 Minuten in einem Sarg unter der Erde verbringen. Die Kommentare auf der N1-Seite waren eindeutig. „Das ist ein absolutes No go und pietätlos“, schrieb Jul C We.

Und Marion P. schimpfte: „Das ist keine Mutprobe, das ist absolut ekelhaft und geschmacklos. Ich stand in letzter Zeit öfter auf dem Friedhof als mir lieb war, habe das meinen drei Kindern erklären müssen und was macht ihr?“

Link: Shitstorm auf Facebook gegen den Nürnberger Sender Hitradio N1. Grund: Der Sender macht derzeit eine Mutproben-Challenge.

gefunden von Oliver

PDF erzeugen
Peter Wilhelm9. Februar 2018

6 Kommentare von 140267.

  1. So eine dumme Idee. Da unten drin geht doch gar kein Radio! obwohl – bei dem Sender ist das vielleicht sogar wieder positiv… :D

  2. Ich verstehe den Aufriss ehrlich gesagt nicht. Der Jüngling hat sich schließlich freiwillig da unten einsperren lassen. ;) Man kann also Radiosender noch so bescheuerte Challenges austragen – es gibt immer ein paar Deppen, die mitmachen. ;)

  3. Solche Aktionen haben nur einen Grund: Momentan läuft wieder die Media-Analyse, die „Quotenmessung“ im Radiobereich, bei der dann Leute angerufen und befragt werden. Darauf basieren dann wieder die Preise für die Werbung. Deswegen gibt es momentan wieder viele Aktion wie „Das geheime Wort“ oder auch sowas hier…Hauptsache, der Sender wird bekannt, egal mit was…

  4. Lebendig begraben lassen – da fällt mir fast sofort ein Teil meiner Lieblingsserie aus USA ein:“Criminal Intent“: der traurige „Witz“ war in dem Film: der Typ, der sich lebendig hat begraben lassen, tauchte tot auf in der Kiste eines Zauberkollegen. Nur Film, aber was tun Kinder und leider auch zuviele Erwachsene: sie gucken sich das aus dem TV ab.Wie solche Angewohnheiten:die Päckchen,wo flüssiges Waschmittel drin ist, im Mund zerplatzen lassen! Wieviel Dummheit steckt noch so in Menschen, oder: wie gelangweilt kann man noch sein?! Friedhöfe sind in der Regel nix Schlechtes, aber man möchte nicht regelmäßig dahin gehen „müssen“.(wobei ich mal offen lasse, ob ein Dabeisein in der Trauergesellschaft sein muß oder nicht. Man kann sich raus reden (später):“war an dem Tag krank“..TV Sender betteln auch um Aufmerksamkeit, ebenso widerwärtig und man fühlt sich nur gelangweilt!

  5. Solange das Ganze freiwillig geschah, sehe ich darin kein Problem.Pietätlos kann meines Erachtens nur ein respektloser Umgang mit einem Leichnam sein. Der junge Herr war ja noch am Leben, also trifft das nicht zu.
    Ich weiß, dass es im englischsprachigen Raum sogar als Touristenattraktion eine Bestattung auf Probe in einem echten Sarg mit Videoüberwachung und Frischluftzfuhr gibt. Dieser Sarg wiederum steht in einem großen Betonkasten in der Erde versenkt, über welchem eine große Betonplatte mit einem Kran gelegt wird. Man bekommt ein Diplom mit Verzeichnung der jeweiligen Verweildauer im Sarg.
    In Japan kann man im Wege eines Selbsterfahrungsspiels durch eine illuminierte Kremationsofenattrappe fahren, um dann an dessen Ende herausgekommen „reinkartniert“ zu werden.
    Bitte, wer es mag, der soll doch.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Nutzungsbedingungen | Trollhilfe | Kommentar fehlt? | So gehen Abstände! | Smileys