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Leiche ohne Kopf freigegeben und den Angehörigen gezeigt

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In Bremen ist es zu einem Vorfall gekommen, der in diesem Artikel hier beschrieben wird. Und in diesem Artikel hier.
Wenn ich das richtig gelesen habe, ist einem Mordopfer während der Obduktion der Kopf entfernt worden und der Leichnam dann ohne diesen Kopf zur Bestattung freigegeben worden.
So wurde der Leichnam dann vom Bestatter den Angehörigen gezeigt…

Merkwürdige Geschichte.

Peter Wilhelm 10. Dezember 2014


30 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wenn der Bestatter geschlampt hat ist es sein Problem und man kann es als Schweinerei bezeichnen.

    Wenn der Bestatter den Angehörigen gesagt hat das die Leiche nichtmehr ansehbar ist und die Familie trotzdem darauf bestand ist es deren Pech.

    Solange das nicht geklärt ist braucht die Presse sich nicht das Maul zerreißen.

  2. Dass eine Familie, die scheinbar in Detmold lebt, einen Bestatter aus Bremen beauftragt, eine Verstorbene aus der Rechtsmedizin in Lübeck abzuholen, die zuvor in Großensee aufgefunden wurde, und dass die Familie dazu noch von einem Bielefelder Anwalt vertreten wird, das verwirrt mich einfach.

    Gibt es hier in Bremen etwa überregional arbeitende Billigbestatter, die für den Kulturkreis passende Bestattungen anbieten?

  3. Der Anwalt, der sich aufregt, verteidigt den Bruder, der wohl verdächtigt wird mit anderen Geschwistern die Tote verschleppt zu haben?

    Sagt doch eigentlich alles. Der Staatsanwalt freut sich sicher schon auf den Fall.

    Und andere Kulturkreise können ja ruhig ihre Kreise ziehen, aber Mord und Totschlag muss trotzdem geahndet werden und dazu gehören auch gerichtsmedizinische Untersuchungen. So ein bißchen Rechtsstaat haben wir ja noch. 😉

  4. Nachtrag:

    Diese Untersuchungen und Ermittlungen sind im Sinne der Getöteten und verhindert weitere Tötungsdelikte. Sonst hätten wir hier bald Sodom und Gomorra.

  5. Zitat Michael
    „Solange das nicht geklärt ist braucht die Presse sich nicht das Maul zerreißen.“

    Genau, jeder der „Jounalisten“ weiß wieder mal ein bisschen was aber nichts richtig belastbares, und dann wird eben mal grad ein Artikel gestrickt, weil „Leiche ohne Kopf“ ja immer eine nette Story verspricht.

    Wie Smilla richtig bemerkt, ging es um ein _Gewaltverbrechen_ vermutlich einen „Ehrenmord“, bei dem die Familie evtl. (evtl. weil sie ja zunächst mal noch als unschuldig zu gelten haben) nicht ganz unbeteiligt war.

    Das sieht für mich jetzt eher nach einem Schachzug des Anwalts aus, der vermutlich im Strafprozess auch der Verteidiger sein wird, um hier ein bisschen Stimmung für die Verdächtigen zu machen.

  6. Eigentlich solte der Anwalt doch wissen, dass die Beweissicherung Vorrang hat vor den Bestattungsriten verschiedener Kulturkreise. Die Staatsanwaltschaft ist definitiv nicht der Buhmann hier. Entweder hat der Bestatter vergessen, die Angehörigen vorzuwarnen, dann hat er etweder selber die Leiche noch gar nicht gesehen oder muss SEHR unsensibel sein, oder die Angehörigen haben trotz Warnung darauf bestanden, dann sollen sie hinterher aber auch nicht so zimperlich sein.

  7. „Man muss doch wissen, dass die letzte Leichenschau in manchen Kulturkreisen elementarer Bestandteil der Bestattung ist.“

    Soll der Anwalt gesagt haben. Sie hätten die Leichen so ansehen _müssen_, da ohne Kopf geliefert. Darum geht es.

    Es wird wohl nicht die erste Leiche in dem Kulturkreis gewesen sein, die eigentlich nicht offen gezeigt werden sollte. Der Verteidiger macht hier eindeutig Stimmung für seine Mandanten, was ja auch funktioniert…. die Staatsanwaltschaft muss sich erklären uns steht als Übeltäter da. Der Bestatter hat damit auch nichts zu tun.

  8. Ich bin definitiv der Meinung, der Bestatter hätte die Angehörigen darauf hinweisen „müssen“, dass bei der Leiche der Kopf fehlt. Darum geht es doch, oder habe ich etwas falsch verstanden?
    LG, Mona

  9. Kennt jemand von Euch den Begriff „fiese Matenten“? Das sagte meine Oma immer. Das sind fiese Matenten.“ Aber ich habe keine Ahnung, ob das normaler Sprachgebrauch ist oder wieder so eine plattdeutsche Sache…habt ihr eine Idee?

  10. Den Begriff fiese Matenten kenne ich auch noch von Oma und Uroma, ich denke, das ist ein „typischer“ Hamburger- Nordeutscher „Begriff“.
    LG Mona

  11. Das ist kein norddeutscher Begriff 🙂 Den Ausdruck kenne ich auch aus meiner Familie und die haben tschechisch – ungarische Wurzeln und waren nie in Norddeutschland noch hatten sie Kontakte zu Norddeutschen.

    Fisimatenten habe ich sowohl in Wien als auch in München schon von allen möglichen Leuten gehört.

  12. Fisimatenten gibt’s fast überall im deutschcprachigen Raum.

    Ich kenne es aus meiner Kindheit in Nordhessen genauso wie aus dem Rheinland, aus dem Ruhrgebiet und auch aus Norddeutschland.

  13. @15
    die scheinen aber gut gewesen zu sein, im Gästebuch stand folgendes:

    „Hallöchen,

    ich finde Eure Seite super und ich finde Euch super. Ist der Christian eigentlich noch single? Wenn ja …… grrrrrr……heißes Teil. Er kann sich gerne mal melden und mir ein paar Klaveristunden geben. Vergiss Deine Freundin, komm zu mir. Du haust in die Tasten und ich blase das Horn.“

    Jetzt frage ich mich ja schon wieder…. 😀 aber das meinte sie sicher nicht. 😎

  14. Ups, ja dann ist der Begriff ja doch üblich und sogar sehr verbreitet! Hätte ich jetzt nicht gedacht.

    Die richtige Schreibweise Fisimatenten finde ich aber seltsam, weil meine Oma schon das „fies“ meinte und Fisimatenten sich ja komplett anders anhört. Ich frag´jetzt mal ihre Schwester, der alte Dino lebt ja noch, vielleicht habe ich mich ja verhört…Tante Oktavia ist ein wandelndes Geschichtsbuch auf 2 Beinen, ein künstlich aber egal, ein zähes Weib. 🙂

  15. Oh, wieder was gelernt :-).
    Ich dachte wirklich, der Ausdruck „Fisimatenten“ wäre wirklich nord-deutsch bzw. plattdeutsch….
    LG Mona

  16. Ich dachte, der Ausdruck sei echt „Kölsch“, aber nix da. Das Wort Fisimatenten steht so im Duden und scheint allgemein üblich im Deutschen. Auch noch sehr nett die Erklärung „visite ma tente“. Ich glaub‘ da kenne ich es her. Schließlich hockten die Franzosen um 1800 lange genug in Köln, um hier ihre Spuren zu hinterlassen.

    http://www.korrekturen.de/beliebte_fehler/fiesematenten.shtml

  17. @Smilla
    Ich komme gebürtig aus Oldenburg i/O
    und kenne diese Redensart auch von meiner Oma.
    Fiese Matenten = fiese Machenschaften.
    Eindeutig.

  18. Naja, auch Omas sind nicht davor gefeit, ein Wort falsch zu verstehen oder falsch zu benutzen. Vielleicht war sie wirklich überzeugt, dass es „fiese Matenten“ gibt.

  19. @sakasiru
    War dein Kommentar auf meine Oma gemünzt?
    Und wenn ja , dann verstehe ich dich nicht so genau,
    denn du siehst doch am den anderen Kommentaren das
    meine Oma nicht alleine mit ihrer Meinung zu „Fiese Matenten“ da steht.
    Und, ob es sie gibt, (die fiesen Matenten)?
    Natürlich.

  20. Es würde mich dann nur interessieren, wie das dann aussieht:
    Am Hals zugenäht, grosses Pflaster, Verband ?

  21. @23 sakasiru und die anderen

    Die sind jetzt noch alles überzeugt, dass es „fiese Matenten“ heißt, das waren gestern noch ziemliche viele, die ich gefragt habe. Da ich nicht mehr Schüler bin und ohnehin heute kein Diktat mehr schreiben muss, bleibe ich dabei. Für alle Schüler und Auszubildene muss es in der Arbeit wohl „Fisimatenten“ heißen.

    @26 Manfred
    Das ist eine interessante Frage. Suppen wird es wohl nicht mehr, oder? Ich wäre für tackern und dann ein Tuch drüber. Die Docs tackern doch schon, wenn die Leute noch atmen, geht ja auch schneller, hm, aber da bin ich jetzt auch neugierig!

  22. Ich tippe mal drauf, dass die den Bestatter so unter Druck gesetzt haben, bis er den Kasten aufgemacht hat.
    Ey Du, machst Du voll krass auf jetzt, sonst ess ich Deine Mutter, Du. 😉

  23. Vielleicht hat auch einfach nur der Bestatter darauf vertraut, daß sein Tantopraktiker ‚_das_ schon unauffällig wieder hinbekommen würde‘.. 😉

  24. Ich gehe auch davon aus das da Druck seitens der Angehörigen, gegenüber dem Bestatter gemacht wurde.

    Ich denke das ist tatsächlich eine kulturspezifische Sache, kein normaler Mensch möchte eine/n Verstorbene/n sehen wennn:
    – er/sie ermordert wurde
    – die Leiche wochenlang in einem See lag, sprich wahrscheinlich recht verwest ist
    – und man weiß das auch noch obduziert wurde (also im besten Fall, alles da, aber sichtbar vernäht)

    Ein Schelm wer Böses dabei denkt, wenn genau diese Angehörigen auch noch als Verdächtige gelten.

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