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Mein erstes Geld

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Wie wird der Mund einer Leiche verschlossen?

Im Tagesspiegel erzählt heute Rainer M. Jacobus, Vorstandsmitglied der Ideal-Gruppe, zu der auch der Bestattungskonzern Ahorn-Grieneisen gehört, wie er sein erstes Geld verdient hat und was er sich davon gekauft hat.

Wie war das denn bei Euch mit dem ersten richtig verdienten Geld?

Ich habe als Kind für den Küster der nahegelegenen Kirche den Kirchplatz und die Wege rund um die Kirche gefegt. Dafür gab es eine Mark. Den Job wollte kein anderes Kind machen, denn man mußte das samstags machen, wenn in der Kirche geheiratet wurde. Und da versammelten sich die Kinder vor der Kirche, sperrten den Ausgang mit einer Schnur ab und gaben ihn erst frei, wenn der Bräutigam kräftig Kleingeld geworfen hatte.

Ich konnte da dann natürlich nicht mitmachen und fast schon bedauerten mich die anderen Kinder. Ich habe aber ehrlich gesagt nicht besonders gelitten, denn ich wußte, daß es am Fuß der Stufen der Kirche einen Lichtschacht mit Gitter gab, in den immer ein erklecklicher Teil des Geldes hineinfiel. War die Schau dann herum und die anderen Kinder schon längst wieder zu Hause, habe ich, was ja zu meinen Arbeiten gehörte, immer auch schön den Lichtschacht ausgeräumt. Da hatte ich dann oft mehr als die anderen zusammen und bekam noch obendrein die Mark vom Küster.


Peter Wilhelm 28. Mai 2012

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