Das TikTok-Video von CelinaT ist viral gegangen. Übersetzt bedeutet das: Ein hochkant aufgenommenes Handy-Video, das von einer jungen Frau auf eine chinesische Videoplattform für Ahnungslose und kognitive Hütchenspieler hochgeladen wurde, hat weltweite Verbreitung gefunden.
Ich gebe zu: Der Satz „Das TikTok-Video ist viral gegangen“ ist viel kürzer, vermutlich genauso kurz wie die Denkreichweite aller Betroffenen. In diesem Video filmt sich eine junge Frau in winterlicher Kleidung am Steuer ihres Kleinwagens, mit dem sie in der Ausfahrt einer privaten Tiefgarage in der arktischen Hochburg Düsseldorf stehengeblieben ist. Ihre Verzweiflung ist groß, sie heult wie ein Schlosshund und es fallen Sätze wie:
Leute, ich weiß nicht, was ich machen soll.
Ich stehe seit 20 Minuten in meiner Tiefgaragenausfahrt, weil es hier einfach so am Schneien ist und ich hier nicht wegkomme.
Leute, guckt Euch das an, ich hab einfach so Angst, auszusteigen.
Die junge Frau filmt aus dem Auto heraus den Boden neben ihrem Fahrzeug. Man sieht etwas Schnee und viel trockenen Untergrund.
Oh Gott, ich hab einfach Angst, dass das Auto rollt.
Dann kam ein Mann mit einem Laubbläser und pustete den gefährlichen Schnee einfach weg. Die junge Frau war nach rund 50 Minuten endlich gerettet1.

Ausschnitte aus dem Video habe ich Euch verlinkt. Der Link stammt aus der Schweiz, weil ich nicht zu TikTok verlinken wollte. Die Häme der Schweizer kann man ein bisschen verstehen, wenn man daran denkt, mit welchen Straßen- und Wetterverhältnissen man dort zurechtkommen muss.
Ich will die arme Celina gar nicht mehr vorführen, als sie es selbst schon getan hat.
Als Mensch mit Kopf frage ich mich allerdings, weshalb man Momente des Denkscheiterns und Alltagsversagens auch noch unbedingt ins Netz stellen muss.
„Refuel Anxiety“-Phänomen

Eine englische Umfrage unter rund 2.000 Autofahrern2 ergab, dass viele der 18- bis 24-Jährigen Angst vor dem Tanken haben.
62 % der 18- bis 24-Jährigen empfinden das Betanken ihres Autos als stressig.
Wovor genau haben sie Angst? Es sind Faktoren wie die Sorge, den falschen Kraftstoff zu wählen, nicht nah genug an der Zapfsäule zu stehen und Unsicherheit im Umgang mit der Zapfpistole.
Entscheidend war aber nicht allein die Angst vor dem Versagen angesichts dieses hochkomplizierten Vorgangs, sondern vor allem, dass andere die Fehler bemerken und öffentlich machen.
Einige sagten sogar, dass sie oft den Tank fast leerfahren, um den für sie kaum zu bewältigenden Akt des Tankens hinauszuzögern, oder dass sie andere (z. B. Partner, Eltern oder Freunde) darum bitten, das Tanken für sie zu übernehmen. 
Socket Anxiety – Kontaktangst an der Steckdose

Dazu passt, was mir Berthold G., Inhaber eines Beerdigungsinstituts aus Franken schreibt:
Wir haben seit 8 Wochen einen Praktikanten, B. (19), der sich auf eine Ausbildung vorbereitet. Mir ist aufgefallen, dass B. schon ein paarmal einen älteren Mitarbeiter, J. (61) aus der Werkstatt geholt hat und gebeten hat, ihm zu helfen. Das ist nichts Ungewöhnliches, denn manche Arbeiten an den Särgen sind erklärungsbedürftig, mitunter gefährlich (Maschinen, Elektrowerkzeuge, Kompressor) oder körperlich schwer.
Neulich kam mir das aber komisch vor und ich habe J. gefragt, wobei er denn B. immer wieder helfen muss.
Die Antwort hat mich dann doch überrascht:
„Herr G., damals hat der Elektriker einige unserer Steckdosen um 90 Grad gedreht eingebaut, also mit den Löchern übereinander statt nebeneinander. Das soll praktischer sein, damit sich bei nebeneinanderliegenden Steckdosen diese Steckernetzteile nicht immer im Weg sind. Und davor hat der B. immer Angst. Ich hab‘ den beobachtet, wie der 20 Minuten lang versucht hat, einen Stecker in die Steckdose zu stecken. Er war völlig überfordert und hat angefangen zu weinen. Ich mein‘, ein junger Mann, Chef, der wegen sowas anfängt zu weinen. Ganz ehrlich, Chef, früher als die alle noch zur Bundeswehr gemusst haben, hat es sowas nicht gegeben. Dann hat er die Aktion abgebrochen und gesagt: ‚J., das passt nicht, das muss ein ausländischer Spezialstecker sein.‘ Seitdem holt er mich immer, wenn er was eingestöpselt haben will.“
Tür Enigma

Die Allerliebste kommt von der Arbeit nach Hause. Sie schüttelt minutenlang mit dem Kopf.
Meine Frau arbeitet bei einer Behörde. Die Eingangstür zum Gebäude liegt im Sichtbereich ihres Büros.
Normalerweise schwingt die Tür automatisch auf, wenn sich Personen nähern. Das ist für Behinderte, Ältere und, wie wir sehen werden, auch für manche junge Leute sehr hilfreich.
Wie zuvor erwähnt, es ist keine automatische Schiebetür, wie bei Supermärkten, sondern eine ganz normale Tür, die aufschwingt und nach kurzer Zeit langsam wieder zufällt.
Nun war es ja die letzten Tage etwas kalt, es gab ein bißchen Schnee, und ob dieser widrigen Umstände neigen nicht nur manche Leute zum Versagen, sondern auch so manche Technik. In diesem Fall wollte die Automatik der Tür nicht mehr mitspielen. Man musste also nach guter alter Sitte, so wie es die Leute ja auch zu Hause und sonstwo machen müssen, die Tür von Hand aufmachen. Also Klinke drücken, an der Tür ziehen, einen genügend großen Spalt herstellen und durch diesen ins Gebäude eintreten.
Ich mache das hier bei mir zu Hause jeden Tag mehrmals und muss nicht darüber nachdenken. Solche Abläufe sind mir seit Kindestagen so vertraut, dass ich sie, ohne mein Gehirn anstrengen zu müssen, automatisch durchführe. Leute, es geht ums Tür auf- und zumachen…
An dieser, hier in Rede stehenden, Tür muss man noch nicht einmal eine Klinke betätigen, man muss nur am Griff ziehen.
Die Allerliebste berichtet, dass sich schon frühmorgens eine Schlange von etwa 13 Personen vor der Tür gebildet hat. Sie ging nicht, wie gewohnt, automatisch auf und so blieben die ratsuchenden Bürger und Antragsteller vorsichtshalber erst einmal in der Kälte stehen.
Das hat dann eine mitleidige Mitarbeiterin der Behörde dazu veranlasst, einen Aufsteller mit einem A1-großen Plakat neben die Tür zu stellen: Automatik defekt. Bitte Tür von Hand aufmachen und eintreten.
Aber, wer glaubt, damit sei das Problem nun gelöst, der irrt. Vielen Leuten war das natürlich tatsächlich eine Hilfe. Aber eine große Zahl von Menschen scheiterte an der Aufgabe, die auf der Tür angebrachte Anweisung ZIEHEN zu verstehen. Eine Frau läuft auf die Tür zu, und was macht sie? Sie drückt. Obwohl da Ziehen steht. Und statt es dann mal mit Ziehen zu probieren, bleibt sie ratlos vor der Tür stehen. Sie schaut auf die Tafel mit den Öffnungszeiten, schaut auf die Uhr, scheint sich darüber zu wundern, dass noch nicht geöffnet ist.
Es kommt ein junger Herr dazu. Er probiert erst gar nicht, sondern erfährt von der Frau, dass noch „zu“ ist. Beide stehen da und werden einige Minuten später von einer weiteren jungen Frau verstärkt, die sich zu ihnen stellt.
Dann kommt ein Opa mit Stock. Er schaut nur verwundert auf die wartende Gruppe, geht auf die Tür zu, zieht am Griff, öffnet die Tür und geht rein. Hinter ihm geht die Tür wieder zu.
Frage: Was passiert jetzt?
Antwort: Die zuletzt hinzugekommene Frau läuft auf die Tür zu, und drückt, statt zu ziehen. „Scheiß Technik, hier funktioniert ja gar nichts, ich werde mich beschweren!“, ruft sie so laut, dass man es im Gebäude hören kann.
Jemand von den Beamten geht raus und lässt die Leute rein. Das heißt, ein Mensch, der Besseres zu tun hätte, muss seine Arbeit unterbrechen und Leuten dabei helfen, zu verstehen, wie man eine Tür aufmacht.
So ging das bis zur Mittagszeit am laufenden Band. Zwei Drittel der Menschen waren klug genug, schätzt die Allerliebste. Aber doch ein starkes Drittel mündiger Bürger scheiterte den ganzen Vormittag über am einfachen Öffnen einer ganz normalen Tür.
Das Tresorproblem

Ich möchte einen kleinen Tresor anschaffen. In unserem Ortsblättchen bietet ein junger Mann einen solchen gebraucht und günstig an. Ich rufe ihn an und frage, wie groß der den ist.
Der junge Mann, der in Heidelberg studiert, sagt, er würde das ausmessen und mich dann zurückrufen.
Am Abend ruft er an: „Sie, ich kann das leider nicht ausmessen. Erst nach dem Wochenende, wenn ich bei meinen Eltern war. Dann bringe ich diesen aufklappbaren Messstock mit. Ich hab hier nämlich nur ein Lineal, aber das ist mit 20 cm zu kurz, da kann ich den Tresor nicht mit ausmessen, der ist länger.“
Nochmal Bezintank

Ich will wegfahren, fahre aus der Garage heraus und bleibe kurz stehen, um zu sehen, dass sich das Garagentor auch schließt. Dabei fällt mein Blick auf eine junge Frau gegenüber. Sie steht mit einem brennenden Feuerzeug an der geöffneten Tankklappe ihres Autos…
„Was machen Sie denn da? Das sieht ziemlich gefährlich aus.“
„Ich war an der Tankstelle und hab den Tankdeckel nicht aufgeschlossen gekriegt, der ist eingefroren.“
„Tun Sie mal das Feuerzeug weg, bitte, das ist echt gefährlich!“
„Ja, aber ich habe bei Google nachgeschaut und im Frageforum heißt es, man soll den Tankschlüssel warm machen.“
„Aber doch nicht, wenn er im Schloss steckt. Schon gar nicht, wenn es das Schloss vom Tankdeckel ist.“
„Da wissen Sie aber nicht richtig Bescheid. Ich meine, das steht schließlich im Netz.“
„Schon mal was davon gehört, dass Benzindämpfe explodieren können?“
Sie zuckt zurück: „Ach, echt jetzt? Stimmt ja! Scheiße!“
„Sehen Sie.“
„Und was mach ich jetzt?“
„Eimer heißes Wasser langsam über den Tankdeckel schütten? Enteisungsspray?“
„Enteisungsspray hab ich.“
„Und warum nehmen Sie das dann nicht?“
„Das kann ich nich‘ nehmen, das is‘ nicht für Tankschlösser, weil da draufsteht, das wär für Türschlösser.“
Die Ringdosen

Neulich erst hörte ich, wie sich zwei etwa zwanzigjährige junge Männer im Supermarkt unterhielten.
„Lass die stehen! Das sind Scheißdosen. Das sind Ravioli von Maggi!“
„Die sind doch voll lecker!“
„Ja, aber ohne Ring! Wie soll man die aufmachen? Die haben oben nicht son Ring zum Deckelöffnen. Die sind nur für alte Leute, die wissen, wie son altmodisches Teil geht.“
„Was’n für’n Teil?“
„Wie heißen die, die komischen Dinger da; Dosenöffner oder so.“
„Ich hab einen Dosenöffner. Hab ich zum Einzug von meiner Patentante gekriegt.“
„Ja, dann können wir die Dose doch nehmen.“
„Nee, biste blöd oder was? Ich hab schon probiert, ich kann das mit dem Öffner nicht. Das ist voll was für alte Leute. Ich kauf‘ auch nur mit Ring.“
Das Bärchenproblem

Ich hab‘ noch nie Bärchenwurst gegessen. Lange dachte ich, es sei doch schade um die Bären. Außerdem besteht doch die Kunst des Metzgers in erster Linie darin, uns zu ersparen, den getöteten Massenhaltungsviechern ins Gesicht schauen zu müssen. Aber gekauft habe ich Bärchenwurst natürlich schonmal. Meine Kinder fanden die lustig.
In der Metzgerei stehen etliche Frauen vor mir in der Schlange. Die vor mir kauft eben diese Bärchenwurst und sagt: „Sonst will Jonas die nicht essen.“
Damit hatte ich nicht gerechnet. Normalerweise bin ich eher Leute gewöhnt, die alles daran setzen, dass ihre Kinder keine Wurst essen, sondern irgendsoein vegantisches Sojageprömpel.
‚Tolle Mutter, die weiß, was gesund ist‘, denke ich und ändere meine Meinung aber sofort wieder, denn sie sagt: „Und noch so eine kleine grobe Leberwurst. Aber machen Sie die bitte aus der Pelle raus in so ein Plastiktöpfchen. Ich weiß immer nicht, wie man die Metallplomben am Ende der Wurst abkriegt. Hab schon alles versucht, Zange und so…“ Sie lacht und schaut sich beifallheischend um.
Der Ausstecher

Der Ausstecher ist kein Serienmörder, der seinen Opfern die Augen aussticht. Mit Ausstecher meine ich einen ganz normalen Plätzchenausstecher. Das kennst Du, das sind so schön geformte Rähmchen aus Metall oder Plastik, mit denen man aus ausgerolltem Teig Plätzchen ausstechen kann. Es gibt solche Plätzchenausstecher in allen möglichen Formen, wie Tannenbäume, Sternchen und, wie ich neuerdings sah, sogar auch in Penisform.
Leider finde ich das YouTube-Video nicht mehr. Ich habe es gesehen, als ich mich vor zwei, drei Jahren sehr mit 3D-Druckern beschäftigt habe. In diesem Video erklärt ein sehr netter junger amerikanischer Mann mit roten Bäckchen, dass er viele ganz tolle Sachen mit seinem 3D-Drucker gedruckt hat. Ein Schäufelchen für Salz und Zucker, einen Trichter für Essig oder Öl und auch einige Plätzchenausstecher.
So weit, so gut.
Nur kommt der Junge bei der Bewertung der Alltagstauglichkeit der neu hergestellten Sachen ausgerechnet bei den Plätzchenausstechern zu einem ganz schlechten Ergebnis.
Die taugen nichts, die funktionieren nicht, die sind nutzlos, sagt er.
Und dann dürfen wir ihm dabei zuschauen, wie er fertiggebackene, gekaufte Kekse aus einer Dose nimmt, und versucht, aus dem Trockengebäck mit seinen Plätzchenausstechern Formen auszustechen.
Berliner Polizei stoppt Lineale

Die Berliner Polizei hat die Verteilung von Werbe-Linealen für Schulkinder gestoppt. Grund: Ein Schüler hatte nachgemessen und festgestellt, dass das als „15-Zentimeter-Lineal“ verteilte Exemplar in seinem Fall ganze drei Millimeter zu lang war. Daraufhin ging im Dezember ein Hinweis bei der Polizei ein. Seitdem wird geprüft.
Besonders idiotisch finde ich die offizielle Einordnung: Die Lineale seien „nicht für mathematisch genaue Tätigkeiten“ gedacht gewesen. Sie dienten der Präsenz an Schulen, der Imagepflege und der Verkehrsprävention. Kurz: als Symbol, nicht als Werkzeug.
Kostenpunkt der Aktion: rund 3.500 Euro. Ergebnis: gestoppte Lineale, beschäftigte Beamten, laufende Prüfungen und nicht zuletzt noch eine Berliner Blamage – ausgelöst durch einen Schüler, der ein Lineal wie ein Lineal benutzte.
Fazit:
Ich stehe auch manchmal vor Problemen, die mir auf den ersten Blick kompliziert oder sogar unlösbar erscheinen. Und natürlich schaue auch ich im Netz nach. Die Zeiten, in denen man in Büchern nachgesehen hat, sind vorbei. Aber es gehört wohl in den Bereich Internetkompetenz, dort unter den möglichen Lösungsvorschlägen die Spreu vom Weizen trennen zu können.
Oft komme ich auch durch bloßes Nachdenken auf die Lösung. Einfach mal zurücklehnen, nachdenken, abwägen und überlegen. Funktioniert erstaunlich gut und bringt einen auch ohne Google & Co. der Lösung näher.
Aber, es gibt Probleme, die ich nicht lösen kann; wo ich auf einen Fachmann angewiesen bin.
Das Leben ist voll von komplizierten Sachen.
Angst macht mir, dass ich zunehmend beobachte, wie Leute an ganz kleinen Dingen, an ganz normalen Alltagsherausforderungen und an selbstverständlich von jedermann zu erwartenden Fertigkeiten scheitern.
Hat es nicht etwas mit Allgemeinbildung zu tun, gehört es nicht irgendwie zum Bildungsauftrag von Kindergärten und Schulen, jungen Menschen auch bestimmte Alltagsfertigkeiten zu vermitteln?
Ich meine, wer nicht weiß, dass man Wurstzipfel auch abschneiden kann, wer nicht in der Lage ist, einen Stecker umzudrehen, und wer nicht weiß, dass Benzin und Feuer keine gute Kombination sind, der darf doch nicht auf die Menschheit losgelassen werden.
Ein asiatisches Sprichwort sagt: „Die Mutter der Idioten ist immer schwanger.“
Es gibt eine Sendung, ich glaube vom mdr, die heißt „Das war dann mal weg“. In nostalgisch verklärter Form wird über Alltagsgegenstände, Moden und Sitten berichtet, die heute als veraltet gelten, und von denen moderne Menschen oft gar keine Ahnung mehr haben. Kassettenrecorder, Klickklack-Bälle, Badehauben, Erbsenpistolen und allerlei andere Dinge, die unsereins noch kennt, vor denen Jüngere aber wie vor einem Buch mit sieben Siegeln stehen.
Zum Format der Sendung gehört es, neben der romantischen Erinnerung diverser TV-Prominenter, dass man Kindern diese Gegenstände hinlegt und die raten lässt, was das wohl sein könnte und was man früher wohl damit gemacht hat.
Erstaunlicherweise, oder sagen wir: So wie ich es hoffe und erwarte, kommen die Kinder durch Gucken, Ausprobieren und im Dialog fast immer auf genau die richtige Lösung und können dann erklären, was das ist und wie es geht.
Was will ich damit sagen? Allein an der Generation kann es nicht liegen. Doch dann schließt sich die Frage an, wo die Verdummung beginnt. Was führt dazu, dass, wie ein Leser schreibt: „IDIOCRACY kein Film ist, sondern eine durch ein Zeitloch gefallene Dokumentation“?
Ein Kommentator meint, es könne auch zum Teil daran liegen, dass heute mehr über so etwas berichtet wird. Mag sein. Aber ich habe hier bewusst nicht nach lustigen Geschichten, Fails und Pranks gesucht, sondern berichtet, was mir in der letzten Zeit tatsächlich in echt, live und in Farbe passiert bzw. untergekommen ist.
Es ist, so finde ich, nicht nur so, dass immer mehr Menschen sich blöd benehmen, sie protzen teilweise auch noch mit ihrer Idiotie, schieben die Schuld auf andere oder die Umstände und suhlen sich in ihrem Totalversagen. Es sind nicht mehr diejenigen die Idioten, die sich idiotisch verhalten, sondern diejenigen, denen das auffällt und die das anprangern, werden ausgelacht, verleumdet und neuerdings als Hater, Nazis oder Boomer beschimpft. Heutzutage hören einem die Menschen nicht mehr zu, um etwas zu verstehen oder zu lernen, sondern um möglichst schnell eine Antwort darauf zu geben.
Wenn einer mit dem Fahrrad fährt, ist das nichts Besonderes. Fährt er aber damit rückwärts ohne Lenker und mit einer brennenden Bratwurst im Arsch eine Rolltreppe runter, fliegt auf die Schnauze und berichtet anschließend mit vier fehlenden Zähnen aus der Notaufnahme live von seinem Abflug, dann bringt das Klicks, dann bringt das Likes und im besten Fall verdient er 18 Cent daran.
Wir hören doch alle jeden Tag, dass in der Pflege zigtausend Kräfte fehlen, dass wir 100.000 mehr Lehrerinnen und Lehrer bräuchten und dass unser Land im Falle eines Falles von einer Truppe schlecht ausgerüsteter Hansels nicht verteidigt werden könnte. Wir hören doch tagtäglich, dass die Zahl der Abiturienten stetig steigt, dass man auch im Blumenbinden einen Bachelor machen kann, und dass wir in der PISA-Studie irgendwo hinter Kamerun oder knapp hinter der Insel mit zwei Bergen rangieren.
Das Herunterwirtschaften der Hauptschule, das Massenproduzieren von Smoothie-Trinkerinnen und Mate-Tee-Trinkern, das Nicht-mehr-Fördern von Lesekompetenz und das übersteigerte Ansehen von Leuten, die gar nichts können, außer im Fernsehen auf einer Love-Insel zu furzen oder in Video-Clips Schmink- und Klamottentipps zu geben, das sind die Probleme.
Wenn mir die junge Lehrerin erzählt, sie habe immer wieder Ärger mit einer Mutter, die darauf beharrt, im Herbst und im Winter morgens den Stuhl ihres Sohnes im Klassenzimmer mit dem Hintern vorzuwärmen, dann denke ich: Die sollte sich lieber hinsetzen und mit dem Sohn mal Onkel Toms Hütte oder irgendwas anderes Vernünftiges lesen.
Solche Leute haben/kriegen Kinder, die dürfen Autofahren, die dürfen wählen!
Es kann doch als Daseinsgrundlage nicht ausreichen, Videos von sich selbst in hilflosen Situationen zu machen?
Bin ich jetzt blöd, oder sind die es?
Bildquellen:
- polizei-lineal_800x500: Peter Wilhelm KI
- to-bake-2881971_1280_800x500: Benedikt Geyer PIXABAY
- schneechaos_800x500: Peter Wilhelm KI
- schloss_800x500: Peter Wilhelm KI
- Bildschirmfoto-2026-01-17-um-05.27.13_800x500: TikTok CelinaT ©/Blick CH Screenshot
- sausage_800x500: Hans / Pixabay
- ravioliii_800x500: Peter Wilhelm KI
- flamme_800x500: Peter Wilhelm KI
- tresor: Peter Wilhelm: OpenClipArt/Pixabay
- satadeck_800x500: Peter Wilhelm crop/setgap
- tanke2_800x500: Peter Wilhelm KI
Fußnoten:
- https://www.blick.ch/video/aktuell/wenige-zentimeter-schnee-deutsche-verzweifelt-in-der-tiefgaragen-ausfahrt-id21586972.html (zurück)
- Quellen: The Independent und Auto Motor und Sport (zurück)

















Anekdote:1992 habe ich mir mit meinem ersten Langzeitfreund eine Wohnung angesehen, er sieht an der Zimmerdecke eine Lüsterklemme und rastet voll aus, was das doch für eine gefährliche Wohnung ist, in welcher Elektrodrähte Einfach so von der Decke hängen….
Ich habe Damals die Wohnung genommen und ihn ziehen lassen.
Freundin steigt in mein neues Auto ein und will ihr Handy aufladen. Ich sage sie soll den Adapter von mir in den Zigarettenanzünder stecken.
Sagt sie: „Du Sandra, Du weisst, dass ich nicht rauche“.
Die sind es. Und das Schlimme ist – Unwissen kann man heilen. Aber gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen. Oder auch – DBDDHKP. Ich hätte echt gerne gefragt, ob das alles ernst gemeint war, aber solche Fragen habe ich aufgegeben.
Im Ernst, wohl jeder hat mal einen Moment, wo er sich hinterher an den Kopf fast und sich fragt, was er da gedacht hat (Englisch hat da das schöne Wort ‚brainfart‘). Aber da haben wir das Problem – bei solchen Leuten ist das Nicht-Denken der Normalfall.
Von Tag zu Tag steigt bei mir die Überzeugung, dass Idiocracy kein Film ist, sondern eine durch ein Zeitloch gefallene Dokumentation.
DBDDHKP kenne ich von meiner Mutter. Sie sagte das immer leise und mit einem leichten Kopfschütteln, wenn sie einem Alltagsidioten begegnete.
Wenn jemand anders DBDDHKP in ihrem Beisein über jemanden sagte, fügte sie immer hinzu: UKKU für „und keine kalten Umschläge“.
Daß sich Menschen vor eine angeblich verschlossenen Tür geradezu stauen, bedeutet aber nicht, daß alle zu doof sind. Man verlässt sich halt drauf, daß der oder die erste es sinnvoll versucht hat… Es trotzdem, ohne vorherige Kommunikation, selbst zuversuchen, wirkt schon etwas unhöflich.
Ich stand selbst mal in einer Schlange vor einer Toilette auf einer Skihütte – da muß man ja meistens etwas länger warten. Jeder dachte dann halt, drin bräuchte jemand länger, der Frontmann hat dann sogar noch einmal geruckelt, nichts.
Dann kam ein Kundiger und wusste, daß diese Tür klemmt und man richtig mit Kraft drücken muß.
Die anderen Beispiele sind natürlich erschreckend.
Die Frage ist halt, ob die Verdummung zunimmt oder ob die Dummheit heute halt öfter bekannt gemacht wird.
Ich tippe auf eine Kombination.
Kenn ich! Im ICE stehen sechs Leute und warten vor dem Klo. Keiner kommt auf die Idee nach zu sehen, ob wirklich besetzt ist. Alle verlassen sich auf den Typen, der als Erster dort gestanden und gewartet hat.
Nach 5 Minuten fragt dann doch einer diesen Typen. Der sagt aber, er steht da nur, weil er da besseren Handyempfang hat. Das Klo war frei!!!
Aber wenn wie oben geschrieben ein Opa mit Stock an allen vorbeimarschiert und es denen zeigt, dann müssten die anderen doch auf die Idee kommen, dass die Tür offen ist.
Daß da jemand einfach rumsteht – das ist nochmal eine eigene Kategorie. Dürfte aber tatsächlich fast nur in Zügen passieren. Eng, wenig Ausweichmöglichkeiten.
Irritierend aber: Züge bewegen sich, Mobilfunklücken sind doch ehe stabil. Oder haben die ICE Relaisverstärker im Zug?
Da wäre dann interessant, wie die „Mobilfink-Designer“ das geshafft haben, vor den Klos bessere Verbindungen zu arrangieren als an den Sitzplätzen.
Ja. Es sind/waren aber nicht alle Wagen versorgt. https://de.wikipedia.org/wiki/Intrain-Repeater#Situation_in_Deutschland
Deswegen hab ich mir angewöhnt bei Schlangen oft zu Fragen, ob das wirklich das Ende für XY ist. Leider stehen ja doch immer wieder Leute auch einfach nur ohne Grund wo rum – nicht nur im Zug! Und auch den Anlass dafür kann man dabei kurz ansprechen, wie mit der im Artikel erwähnten Tür. Das löst so manche Schlange auf oder beschleunigt sie.
Ich gehe zu einem Arzt, der einen nicht beim Namen aufruft, sondern noch klassisch „Der Nächste bitte“ sagt. Das wird über eine Sprechanlage ins Wartezimmer gespielt. Wie oft steht dann keiner auf, weil da viele einfach so herumsitzen, um auf ein Rezept, ihre Frau oder besseres Wetter zu warten. Jeder denkt aber, die seien alle vor ihm dran. Früher hat man gefragt: „Wer war der Letzte“ und dann zeigte einer auf. Dann wusste man, dass man nach dem dran ist, egal wer sonst noch alles herumsitzt.
Das kenn ich von meinem sogar leider bei der Warteschlange vor dem Empfang. Weil seit Corona manche nicht direkt neben anderen sitzen wollen, stehen die dann doof vor dem Wartezimmer rum, wo früher nur die waren, die sich noch nicht angemeldet hatten. Seit ich da mal drauf reingefallen bin, frag ich auch da, ob die anstehen oder auf was anderes warten …
Aber ja, zu viele reden nicht mehr und wundern sich dann, wenn was nicht funktioniert.
Der fehlende Ring bei Konserven kann tatsächlich auch für Ältere zum Problem werden!!
Wenn man zum Campen Konserven OHNE Ring mitnimmt und dann noch den Dosenöffner vergisst…..
Lässt sich aber ohne Google regeln, man fragt einfach einen Nachbar nach einem Dosenöffner und macht dann die Dose ohne jegliche Gebrauchsanweisung auf.
Mit dem Unterschied, dass die einen Dosenöffner hier haben und nicht wissen wie der geht.
Wir haben noch gelernt, wie man so eine Dose auch mit Schraubenzieher oder Küchenmesser aufkriegen kann.
Es geht ja nicht um das Nichtkennen oder Nichtwissen, sondern dass die nicht mehr durch Denken auf Lösungen kommen.
Schlimm!
Ja, seh ich auch so. Nur daß man heute ja Probleme hat, in den Urlaub ein Messer mitzunehmen, selbst ein Taschenmesser, jedenfalls mit Bahn und Bus.
Da ist man nach Meinung von unseren Politiker:innen ja per se ein terrorisischer Straftäter.
Interessant, wenn auch etwas off topic, finde ich ja, daß in all den Meldungen über Messerangriffe nie erwähnt wurde, um was für eine Art von Messern es ging. Ich tippe, daß es nie Taschenmesser waren.
Und das ist so typisch für unsere Obrigkeit.
Man glaubt, dass man Messerstechern das Handwerk legt, indem man den friedfertigen Bürgern ein kleines Taschenmesserchen verbietet. Man glaubt, dass man dem massenhaften Schmuggel von Waffen aus Tschechien etwas entgegensetzt, indem man Luftpistolen und Kinderspielzeug verbietet.
Wenn irgendetwas passiert, dann wird nicht nur der Täter bestraft, sondern das Volk immer noch durch Verbote und Probleme gleich mit.
Das gehört für mich absolut mit zur Idiocracy, wenn man glaubt, Waffenverbotszonen von 16:00 bis 00.30 Uhr könnten irgendetwas bewirken.
Was soll dieser Quatsch überhaupt? Entweder ist es verboten, dass Bürger sich bewaffnen, oder es ist erlaubt. Nein, bei uns ist das verboten. Dann ist es doch aber Quark, auch noch Waffenverbotszonen einzuführen. Theoretisch dürfte ja sowieso niemand etwas besitzen bzw. mitführen.
(Nehmen wir die paar Hanseln mit kleinem Waffenschein mal aus. Das hat ja auch rapide abgenommen.)
Der Witz ist doch, dass in der Diskussion um das Renteneintrittsalter immer der berühmte Dachdecker als Maßstab hergenommen wird. Angesichts der begrenzten Zahl der Dachdecker und der vielmals größeren Zahl an Beamten ist das eine Witzdiskussion.
Das lässt sich auch auf die Waffenfrage übertragen: Auf einmal ist Deutschland ein Land von Apfelschälern geworden. Wirklich jeder reklamiert für sich, dass ihn ein Messerverbot deshalb stark einschränken würde, weil er sonst nicht weiß, wie er seinen Apfel schälen soll. Absoluter Nonsens! Ich habe in den letzten 50 Jahren ehrlich gesagt niemanden gesehen, der unterwegs mit einem Taschenmesser einen Apfel geschält hat.
Ich will damit nur die Absurdität des Ganzen beschreiben. Denn ich bin der Auffassung, dass es jedem erlaubt sein sollte, Taschenmesser, Pfeffersprays und meinetwegen auch Gaspistolen mitzuführen. Man muss gar keine Stadtbilddiskussion führen, sondern nur abends mal Straßenbahn fahren oder jemanden vom Bahnhof abholen müssen…
Ein Bestatterkollege aus dem Ruhrgebiet und seine Frau haben sich beide den sogenannten kleinen Waffenschein besorgt und fahren ohne ihre Gaspistolen im Schulterhalfter gar nicht erst zum Standesamt in der Innenstadt.
Das sind friedfertige Leute, die sich anders aber nicht mehr dorthin trauen. (Und ja, ich kenne die gesamte Diskussion um den Sinn von solchen Waffen.)
Es geht ja auch meiner Meinung nach nicht um diese Verbote, sondern um Kontrolle. Alles und jeder soll kontrolliert werden. Als Alibi halten die selbst reingeholten Fremden, Terroristen usw. her. Wenn alles noch schlimmer wird schreinen die Menschen nach Sicherheit und diese wird dann durch absolute Kontrolle geleistet. Siehe damalige DDR und andere Staaten. Es wiederholt sich alles früher, oder später.
Auch mal großen Dank für diesen tollen Text!
Schön, wie Sie das zusammengestellt haben und sich die Mühe gemacht haben, auch noch lustige Bilder zu machen.
Ich selbst hier wohne in einem Hochhaus. Alles Eigentuhmswohnungen. Wir müssen jeden Monat eine Eigentühmerversammlung machen. Sie können sich nicht vorstellen, was sich da versammelt und was da für ein Scheiss auf den Tisch kommt.
Beim vorletzten Mal haben einige der Eigentühmer geschlagene anderthalb Stunden meiner Lebenszeit vergeudet, weil sie sich darüber gestritten haben, dass das Reinigungsmittel für die Aufzüge schlecht riecht.
Nochwas! Hier am Haus wurde auf unser aller Kosten ein Spielplatz für 35000EURO angelegt. Musste unbedingt sein.
Was ist heute? Kein einziges Kind spielt da. Mittags sitzen da drei vier Mamas mit Kinderwägen und quatschen. Die Kiddies sind noch viel zu klein zum Spielen und liegen nur in den Wägen.
Abends dann Jugendliche mit Musik und Alkosoft. Ich könnte mir einen Cannabisrausch holen, wenn ich auf den Balkon gehe und den Dampf von da unten durch die Nase zieh.
Aber alle haben Handies in den Händen, die Mütter mittags, die Jugend abends.
Lieber Peter Wilhelm,
wenn ich nicht 100%ig wüsste, dass du uns hier nicht verar…. willst mit den angeführten Beispielen, würde ich gleich und sofort das Land wechseln, wo die Kinder noch vernünftige Dinge in der Schule lernen. – Es ist einfach unfassbar, dass Menschen – gleich welchen Alters – an solchen „Problemen“ scheitern können.
Wir hatten in der Schule noch Werken oder „Unterrichtstag in der Produktion“ oder Handarbeit – offensichtlich war das nicht ganz nutzlos.
Danke für den Spaß
Jetzt muss ich erst mal die Verneinungen sortieren…
Okay, Du weißt, dass ich Euch mit den Beispielen nicht verarsche.
Das ist auch gut so, denn es sind tatsächliche Begebenheiten aus dem Alltag. Für den Bericht des Bestatterkollegen kann ich meine Hand nicht ins Feuer legen, da war ich nicht dabei.
Aber ich habe etliche Auszubildende gehabt und noch mehr Praktikanten. Aus dieser Erfahrung heraus kann ich sagen, dass der Kollege noch eine milde Form des Versagens geschildert hat.
Ich schwanke nur noch etwas bei der Frage, ob diese Form der Idiotie zunimmt, wie ich das meine, oder ob es, wie ein Kommentator meint, nur daran liegt, dass heutzutage mehr darüber berichtet wird.
Ich glaube auch nicht, dass das zunimmt – aber die Leute, die denen früher „Halt‘ die Fresse!“ gesagt hätten, sind jetzt vorsichtiger. Und durch dieses fehlende korrigierende Element kokettieren mehr Leute mit ihrer eigenen Blödheit. Sehr lange gibt es das schon mit fehlendem Mathematikverständnis „Ich kann halt nicht rechnen!“, das wurde m. E. schon viel länger akzeptiert (vmtl. weil sich bereits damals mehr Leute damit identifizieren konnten) als die sich jetzt medial durchsetzende allgemeine Blödheit.
Ich glaube, es könnte von allem ein bisschen sein.
Die Idiotie nimmt zu.
Die Leute stehen einfach vorlauter auch zu idiotischem Verhalten.
Um Follower und Klicks zu generieren, wird jede Blödheit auch noch veröffentlicht.
Wer früher aus Scham geschwiegen hat, reißt heute seine Klappe auf.
Die weniger Doofen trauen sich kaum noch, Contra zu geben.
In den Medien werden Idioten mehr gefeiert als Genies.
Hab neulich nen netten Witz gelesen:
„Unsere Kinder wollten unbedingt mal son Exit-Game spielen. Ich hab sie in ihre Zimmer gesperrt, mit einem Wählscheibentelefon, einem Kassettenrecorder und ein paar handgeschriebenen Tipps von Hand in Schreibschrift geschrieben. Drei Stunden sind bis jetzt schon rum.“
Ich bin gestern auf Pinterest auf viele sehr detaillierte KI-generierte Baupläne von Bunkern gestoßen.
Da haben sich weltweit Leute Gedanken darüber gemacht, wie ihr Bunker aussehen soll, in dem sie Atomkrieg, Zombieapokalypse oder Klimawandel überleben möchten.
Wunderhübsch! Ehrlich, ich war begeistert, wie toll die KI diese Ideen der Leute umgesetzt hat.
Nur eins ist mir bei den ganzen Entwürfen aufgefallen. Es gab zwar riesige Fernsehzimmer und Fitnessräume, aber kein Einziger hatte ein Klo in seinem Apokalypsebunker.
Eine Geschichte aus München:
Ich bin bei der Feuerwehr. Wir wurden zu einer Rauchentwicklung in ein Sechsfamilienhaus gerufen.
Als wir ankamen hatte die betroffene Mieterin das Feuer schon selbständig gelöscht.
Verbucht wurde das Ganze unter einem Standardsatz: „Essen auf Herd“.
Das ist nämlich einer der Hauptgründe für Alarmierungen.
Das Besondere hier: Die Frau von 23 Jahren hatte von ihrer Mutter den Tipp bekommen, wegen der heißen Topfgriffe doch Topflappen zu verwenden, damit sie sich nicht die Finger verbrennt.
Das hat die Frau auch gemacht. Allerdings hat sie die neugekauften Topflappen zwischen Herdplatte und Topf gelegt und gehofft, das Essen würde so kochen, ohne dass die Henkel heiß werden.
Das… nein… Aua!
Ich habe auch den Eindruck, daß sich das allgemeine Intelligenz-Niveau immer weiter absenkt…
Mein Sohn bekam ein Buch „Kochen für Teenies“ geschenkt.
Darin (unter anderem) Rezepte für einen Frischkäse-Bagle; also „Bagle aufschneiden, Frischkäse draufschmieren, ein paar Scheiben Avocado drauf.“
Dafür braucht man doch kein „Rezept“?
Wenn denn wenigstens Tipps dabei stünden, wie man so ne reife Avocado im Laden erkennt, wie man die sinnvoll aufschneidet, aber davon geht man wohl aus, daß man das kann – aber nicht, daß man auf ein Brot Frischkäse schmiert.
Ja, ich bin auch manchmal verpeilt, oder denke zu kompliziert, aber ich scheitere nicht an Türen, deren Automatik vergnaddelt ist, und auch mein Sohn ist nicht SO doof…
Kochen für Teenager? Das aktuelle Buch zu dem Thema heißt ernsthaft „Koch Dein Ding“. Wundert mich, daß das noch keine Schadensersatzklagen mit sich gebracht hat :-O
Im Mannheimer Morgen wurde neulich geschrieben: Ravioli schmecken besonders gut, wenn man den Inhalt der Dose erwärmt.
Wie haben wir ohne solche wichtigen Hinweise überleben können?
Na ja, wie einer mit seinem Feuerzeug in den Tank seines Mopeds leuchtet um den Füllstand zu sehen, habe ich schon vor fast 60 Jahren erlebt. Es machte ziemlich laut krawumm, eine Stichflamme ward geboren und der Kollege konnte diesen Monat den Friseur sparen und Augenbrauen zupfen war auch überflüssig. Immerhin war er so „schlau“ später zu behaupten, das hatte er absichtlich gemacht, denn nach dem Wumms waren tatsächlich die Dellen des letzten Sturzes aus dem Tank verschwunden, was die Wucht auch irgendwie beschreibt. Der hatte noch andere lustige Ideen. Eine ulkige Frage war auch bevor er das Moped hatte, welchen Zahn er am Mofa absägen muss, damit es schneller fährt. Er hatte gehört, wenn man einen, oder mehrere Zähne weniger am Kettenrad hat, fährt das Mofa schneller. 😉
It is better to remain silent
and be thought a fool
than to speak up
and remove all doubt 😀 😀 😀