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Urnen selbst designen

Frage:

Kann ich mir schon zu Lebzeiten für mich eine Urne holen und diese selbst gestalten?

Darf man eine Urne für seinen verstorbenen Verwandten selbst bemalen?

Ich bin Designerin und würde Dir gerne außergewöhnliche Urnen anbieten.

Die erste und zweite Frage kann ich in einem beantworten:

Aus meiner Sicht steht dem nichts entgegen. Wir haben so etwas auch schon häufiger gemacht. Ich würde raten, zu einem Bestatter in Deiner Nähe zu gehen und den Wunsch vorzutragen. Eigentlich spricht nichts dagegen, daß er Dir eine Urne verkauft. Da Du die Urne ja noch gestalten willst, würde vermutlich eine ganz schlichte ausreichen und die dürfte auch nicht sonderlich teuer sein.
Von großartigen Anbauten würde ich absehen, aber eine Bemalung beispielsweise ist durchaus nichts Ungewöhnliches.

Zur dritten Frage:

Urnen sind heutzutage ein Massenprodukt und der unterste Preisrahmen beginnt bei unter 20-30 Euro. Mir wurden in der Vergangenheit schon häufiger Urnen und auch Särge von Designern angeboten. Jedes Mal war ich baff erstaunt, welche Preisvorstellungen die hatten. Ich würde mal sagen, wenn die Urne im Einkauf für den Bestatter wesentlich teurer wird als 50-60 Euro, wird die Angelegenheit eher uninteressant.

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Peter Wilhelm28. Mai 2012

11 Kommentare von 140167.

  1. Da bin ich aber bass erstaunt, das gehört nicht zu meinem Wortschatz. Aber man lernt nie aus! Bist mir aber nicht böse, wenn ich weiter "baff" sage :-)

    Bass, woher kommt das denn? Ehrlich, nie gehört….

  2. "Bass erstaunt" heisst "zutiefst erstaunt", wie in der Tonart Bass. Baff heisst verblüfft und sollte eigentlich für sich allein stehen. Baff erstaunt wäre demnach "verblüfft erstaunt" und damit irgendwie doppelt gemoppelt ;)

  3. @Andreas:

    Argh, hättest Du nicht noch eine Zeile schreiben können? Den roten Link am Ende der Kommentare habe ich vollkommen übersehen…

  4. Mit einer "Designer-Urne" sollte man sich eher an die Erben/zukünftig verstorbenen wenden, als an einen Bestatter.

    Oder geht das nicht? Kann ich meine eigene Urne/eigenen Sarg mitbringen?

    Ist das erlaubt, macht da ein Bestatter mit?

  5. Bass ist auch ein veraltes Synonym von "gut". Wir haben es heute noch im Sprachgebrauch in seinen Steigerungsformen "gut" zu -> "besser", "am besten".

  6. @Chris: Möglich ist das. Aber was würde ein Restaurantbesitzer sagen, wenn Du Deine eigenen Lebensmittel mitbringen würdest?

    Natürlich haben wir solche Fälle schon gehabt, aber richtig gerngesehen ist das nicht.

  7. Ich erinnere mich letztens im Fernsehen einen Bericht gesehen zu haben, in dem eine Frau vorkahm die ihr Geld durch Urnen Designen verdient.

    Sie kauft beim Hersteller direkt ganz simple Urnen im "Sonderangebot", bemalt diese Zuhause, teilweise verwendet sie auch noch Blattgold, und anschliesend bietet sie diese Bestattern aus der Umgebung für 50-70€ das Stück an.

    Anscheinend kann sie davon einigermasen gut leben, und plant nun sogar einen Onlineshop für ihre Urnen zu eröffnen.

  8. Was ist eigentlich teuerer? Die Einäscherung oder die Bestattung mit einem Sarg?

    Ich möchte nach meinem Tod eine möglichst schlichte Bestattung haben, es sei denn, meine Nachkommen haben ihre eigenen Vorstellungen. Mir ist's völlig egal, was mit meiner Leiche nachher gemacht wird.

    Ich habe nur zwei Wünsche:

    1. Alle meine Organe sollen, falls sie genutzt werden können, für die Transplantation frei gegeben werden (vgl. auch http://www.swisstransplant.org/)

    2. Alle meine übrigen Organe sollen der Forschung frei gegeben werden.

    Und da sind wir bereits bei der zweiten Frage:

    Was passiert in solchen Fällen wie den meinigen? Was, wenn zuerst Organe entnommen werden müssen? Was muss ich machen, damit meine Organe auch der Forschung zu gute kommen?

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