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Wie finde ich das Grab eines Angehörigen?

Wie finde ich das Grab eines Angehörigen?

Hallo Herr Wilhelm,
ich will heute mal eine Frage an den Bestatter loswerden.
Der Vater meiner Frau wurde via Kostenübernahme vom Sozialamt vor 14 Jahren unter die Erde gebracht.
Wo kann man erfahren, wo das Grab zu finden ist?

Ich würde sagen, dass Sie da schlechte Karten haben.
14 Jahre ist ein langer Zeitraum. Sie müssten herausfinden welches Sozialamt die Kosten übernommen hat. Dort müssten Sie erfragen, welcher Bestatter damals zuständig war, oder ob das Amt Aufzeichnungen über den Namen des Friedhofs hat.
Falls man herausfindet, welcher Friedhof es ist, könnte man bei der Friedhofsverwaltung die Grablage erfragen.
Wenn es allerdings ein anonymes Grab war, hat man kaum Chancen.

Grundsätzlich verfügt jeder Friedhof über einen Grablageplan und entsprechende Verzeichnisse. Man kann also beim zuständigen Friedhofsverwalter erfragen, wo welche Person bestattet wurde.
Das setzt aber natürlich voraus, dass man weiss, auf welchem Friedhof die Bestattung stattgefunden hat.

Ist das unbekannt, kann einem der Bestatter, der die Bestattung durchführte, sicher weiterhelfen. Leider berufen sich manche, völlig unnötigerweise auf das Datenschutzgesetz und rücken nur sehr zögerlich oder gar nicht mit den Informationen heraus. Allerdings müssen Bestatter ihre Unterlagen auch nur solange aufbewahren, wie es die Steuergesetze usw. vorschreiben.

Ein bundesweites Verzeichnis aller Sterbefälle und Beisetzungsorte gibt es nicht.
In der heutigen Zeit müsste man meinen, dass jeder von der Geburt bis zum Tode im System erfasst ist. Das ist aber nicht der Fall.
Wer heute von A nach B umzieht und sich nicht beim Einwohnermeldeamt ab- und wieder anmeldet, ist schlicht und ergreifend weg. Lebt derjenige künftig ohne Bankkonto, Behördenkontakte und anderen sozialen Kassen, ist er sozusagen untergetaucht. Deshalb weiß auch niemand, wieviele Einwohner eine Stadt, ein Land oder gar die Bundesrepublik wirklich hat.

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Peter Wilhelm 13. Januar 2020


5 Kommentare von 140978.

  1. Wenn der Tote in Ostfriesland begraben wurde gibt es Hilfe.
    Die Ostfriesische Landschaft ( https://de.wikipedia.org/wiki/Ostfriesische_Landschaft ) bzw. die Upstaltsboom Gesellschaft haben auf den ostfriesischen Friedhoefen 60000 Grabsteine fotografiert und die Daten/Inschriften in einer oeffentlich zugaenglichen Datenbank gespeichert.
    Unter https://www.grabsteine-ostfriesland.de/ lassen sich die Fotos der Grabsteine unter Eingabe des Namens des Toten oder des Ortes finden.

    • Da das Sozialamt keine Kosten für Grabsteine übernimmt (da wo sie nicht von der Friedhofsordnung vorgeschrieben sind) wird dieser Hinweis leider nicht viel helfen.

      • Das gilt vor allem, wenn die Bestattung anonym durchgeführt wurde, was bei Sozialbestattungen auch häufig vorkommt.

  2. Warum interessiert einen das nach 14 Jahren? Nicht böse gemeint, ist mir nur als Erstes dazu eingefallen.

    • Frau Katze:
      Stimmt 14 Jahre sind lange….
      Es gibt Dinge die einen immer (mal) wieder beschäftigen – manche Dinge sind einem im Laufe der Zeit dann auch egal….und manches trotz vieler Jahre halt auch nicht.
      Und ich denke, dass es in diesem Fall auch so ist.

      Vielleicht gelingt es dem Fragesteller ja noch die Antwort auf die alte Frage rauszubekommen. Dann könnte die Familie ein Häkchen dahinter machen.

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