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Hi Tom,

ich habe bei Medizynicus gerade einen Artikel gelesen und dachte, das ist bestimmt auch für die Bestatterweblogleser interessant:

http://medizynicus.wordpress.com/2010/10/24/leichen-zu-verkaufen/

Es geht darum, dass Gunther von Hagens einen Onlineshop eröffnet, in dem seine Plastinate zu beziehen sein werden.

*brrrr*

viele Grüße!
Kathrin


Veröffentlicht von

Hier veröffentlicht der Publizist Peter Wilhelm Informationen und Geschichten rund um den Bestatterberuf.
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Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Texte rein zur Unterhaltung. Keine Rechts-, Steuer- oder Medizinberatung!


    



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Peter Wilhelm 15. Juni 2012

13 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Oh, danke für den Link!
    Ja, dieser G.v.H. ist schon eine sehr kontroverse Persönlichkeit… einerseits muss man ihm zugute halten, dass er es geschafft hat, ein tabubesetztes Thema in die Öffentlichkeit zu bringen, andererseits ist seine Geschäftstüchtigkeit mindestens genauso einzigartig…

  2. Handel mit Leichenteilen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass das (in D) erlaubt ist, außer für die medizinische Lehre. Diese Plastinate sind ja idR auch so erstellt, dass sie eher einen Show-Effekt vermitteln als dass sie als Anschauungsobjekt dienen.

  3. Soweit ich weiß, soll sicher Verkauf nur an wissenschaftliche Einrichtungen richten, nicht an Privatmenschen

  4. Zitat von der Körperwelten-Seite:
    Der geplante qualifizierte Verkauf von Plastinaten auf hohem ethischen Niveau erwies sich bei näherer Prüfung schwieriger als zunächst gedacht. So stieß die Ankündigung, Plastinate nicht an Laien abzugeben, bei einigen Körperspendern auf Unverständnis, weil Verkaufsbeschränkungen wissenschaftsfeindlich seien. Es gebe ja auch Privatgelehrte und Wissenschaftler im Ruhestand. Ich möge Menschen nicht in Gruppen einteilen, sondern mich an der Qualifikation der Anwender orientieren. Durch diese Überlegungen kam ich kurzfristig zu der Meinung, dass beim Verkauf menschlicher Plastinate nicht zwischen Laien und Fachleuten unterschieden werden sollte, sondern dass Plastinate statt dessen an qualifizierte Nutzer abgegeben werden sollten, zu denen auch Laien gehören können.
    Nach intensiven Diskussionen mit Mitarbeitern, Köperspendern und engagierten Journalisten musste ich jedoch erkennen, dass eine solche Entscheidung mehr Fragen aufwirft als sie löst. Beispielsweise wird es dann schwierig, die Merkmale eines qualifizierten Nutzers eindeutig zu bestimmen und zu entscheiden, inwieweit wissenschaftliche Interessen als Privatperson berücksichtigt werden dürfen.
    Als Ergebnis der Diskussionen komme ich zu dem Entschluss, dass eine Abgabe menschlicher Plastinate nur an etablierte, öffentlich anerkannte Lehr- und Forschungsinstitutionen in Frage kommen kann. Dazu gehören auch nicht, und das ist neu, individuelle Fachleute.

  5. [quote]einerseits muss man ihm zugute halten, dass er es geschafft hat, ein tabubesetztes Thema in die Öffentlichkeit zu bringen, andererseits ist seine Geschäftstüchtigkeit mindestens genauso einzigartig…[/quote]Die gleichen Ziele haben die meisten Bestatter auch: Dem Tod sein Tabu zu nehmen und seine Brötchen damit zu verdienen.

  6. @8 (Anonym) Und das Tabubrechen schafft ein gewisser Bestatter, dessen berühmtes Blog wir alle gerne lesen, besser als GvH.

  7. Warum „brrrr“?
    Wir waren gerade in der Körperwelten-Ausstellung und begeistert und empfanden die Exponate schon als „medizinische Anschauungsobjekte“.
    Irgendwie wirken sie durch die Plastinierung aber auch gar nicht echt, sondern eben künstlich, weil doch aus Kunststoff bestehend.

  8. ich hatte das *brrr* eher auf die Geldmacherei bezogen, nicht auf die Plastinate an sich.
    Ich finde das hat alles einen etwas schalen Beigeschmack, aber gut, vielleicht ist es in 5 Jahren ganz normal, n Hirn aufm Sideboard stehen zu haben.

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