Friedhofsmobil

Auf den weitläufigen Friedhöfen amerikanischer Städte ist es durchaus nicht unüblich, daß Wege bis zum Gräberfeld führen, auf denen man mit dem Bestattungswagen fast bis ans Grab fahren kann. So gehört es zum allgemeinen Angebot nahezu jedes amerikanischen Bestatters, auch einen Limousinenservice anzubieten. Auch die Angehörigen fahren dann mit entsprechenden Fahrzeugen zum Friedhof.

In Deutschland sind die Verhältnisse anders, die Friedhöfe zumeist enger und verwinkelt. An ein Befahren mit herkömmlichen Fahrzeugen ist gar nicht zu denken, was auch der Grund dafür ist, daß Gärtner, Steinmetze und Friedhofsarbeiter oft auf kleinwüchsige Spezialfahrzeuge zurückgreifen müssen.

Die Badische Zeitung berichtet jetzt, daß auch in Freiburg nun ein Friedhofsmobil zur Verfügung steht. Auf Initiative der Gemeinschaft der Friedhofsgärtner steht dort nun ein viersitziges Elektrofahrzeug bereit, das von Friedhofsbesuchern gebucht werden kann, um sich zum Grab eines Angehörigen fahren zu lassen.

gefunden von Sven

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  • Veröffentlicht am: 16. Juli 2008
  • 8 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

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Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
Mehr über den in der Halloweennacht geborenen Autor findet man u.a. hier und hier. Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Angaben nach bestem Wissen, keine Rechts- Steuer- oder Medizinberatung! Fragen Sie einen Fachmann!

Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

8 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. seit April vergangenen Jahres gibt es auf dem Frankfurter Hauptfriedhof (auf dem man sich auch schon mal einen Wolf laufen kann ;-) ) ein kostenloses Friedhofstaxt, das von der Genossenschaft der Friedhofsgärtner gesponsert wird. Eine gute Einrichtung, die m.W. auch recht gut angenommen wird.
    Bilder hier: http://www.hauptfriedhof-frankfurt.de/ (unter Anreise – Ein- und Ausgänge ist ein recht kleines Info-Symbol zu finden, von dem aus man auf die „Taxiseite“ kommt (leider zeigt mein Explorer keinen Pfad an).

  2. Find ich schön, sonst müßten viele Gehbehinderte mit einem organisierten Rollstuhl geschoben werden, was so manchen peinlich ist, der noch nicht darauf angewiesen ist.

  3. Mac Kaber, warum denn alles miess machen? Wissen Sie eigentlich, was es für einen älteren Menschen bedeutet, sich noch auf beiden Beinen bewegen zu können? Einen Rollstuhl zu benutzen bedeutet für ihn einen ersten Schritt in die Unselbstständigkeit. Da ist eine Einrichtung wie das Friedhofstaxi doch wesentlich „unverfänglicher“, oder?
    Ausserdem können mehrere Menschen gleichzeitig transportiert werden, was auch einen personellen Vorteil darstellt.
    Wenn Sie jetzt mit dem Kostenvergleich (2-3 Rollstühle gegen 1 Taxi) kommen, müssen Sie auch die Kosten für zusätzlich 1-2 Betreuer einkalkulieren (was zugegebenermassen derzeit nicht all zu sehr ins Gewicht fällt, da für diese Aufgaben 1-€-Jobber „Verwendung“ finden).
    Aber ist das nicht ein Anfang: Verbesserungen sind doch immer und überall möglich.

  4. Wie bitte??? Wo hab ich was mies gemacht? Wer liest da was zwischen den Zeilen, das da nicht mal andeutungsweise steht? ICH HABS DOCH GELOBT!!! Wenn mir der Weg zu beschwerlich ist und ich die Wahl hätte zwischen Rolli und E-Mobil, so würde ich das E-Mobil vorziehen.

  5. sorry Mac Kaber, ich glaub‘ ich hab auf dem falschen Fuss gestanden. :-(
    jetzt sitz ich ;-D
    Gruss Hajo

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