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10 Fehler beim Bestatter – So wirst Du garantiert viel Geld los

10 Fehler beim Bestatter

10 Fehler beim Bestatter. Schnell passiert, und am Ende ziemlich teuer. Ein Mensch ist gestorben. Jetzt muss sich jemand um ihn kümmern. Das können am besten die Bestatter. Doch welchen nimmt man? Welcher ist der beste? Welcher der Günstigste?

In diesem Ratgeber stelle ich die 10 Fehler beim Bestatter zusammen, die Menschen begehen, wenn sie blind und ohne Orientierung durch einen Trauerfall hindurchstolpern. Anschließend erkläre ich Dir Punkt für Punkt, wie man es richtig und besser macht.

Das sind die 10 Fehler beim Bestatter. So macht man es garantiert falsch

  1. Rufe den erstbesten Bestatter an
    Du hast irgendwann einmal den Namen eines Bestatters gehört. Mehr musst Du über ihn nicht wissen. Also: anrufen!
    Am Ende sind sie doch alle gleich, und es gibt ja noch ein Beratungsgespräch, in dem sich alles klären lässt.
    Dass es erhebliche Preis- und Leistungsunterschiede gibt, ist natürlich ein Mythos. Wer Zeit mit Vergleichen verschwendet, hat offenbar nichts Besseres zu tun.
  2. Ein teurer Bestatter macht es dann auch gut
    Du weißt, dass ein bestimmter Bestatter sehr teuer ist. Das hat man schon oft gehört. Also muss er auch besonders gut sein. Der Preis kommt schließlich nicht von ungefähr.
    Teuer ist gleich Qualität – so einfach ist das. Dass hier auch Image, Lage oder Kalkulation eine Rolle spielen könnten, wird großzügig ausgeblendet.
  3. Rufe den Bestatter an, der die größten Anzeigen hat
    Im Telefonbuch oder in der Zeitung hat ein Bestatter besonders große Anzeigen. Das muss ein großes und bekanntes Unternehmen sein. Und groß bedeutet ja automatisch erfahren und gut.
    Wer viel Werbung macht, muss schließlich auch viel können. Dass Du diese Werbung am Ende mitbezahlst, ist dabei natürlich reiner Zufall.
  4. Lass den Bestatter am besten mitten in der Nacht kommen
    Menschen arbeiten bekanntlich am liebsten nachts. Und natürlich verlangt niemand extra Geld, nur weil er zu ungewöhnlichen Zeiten kommen muss.
    Dringlichkeit entsteht schließlich nicht durch den Todesfall, sondern durch Dein eigenes Gefühl, sofort handeln zu müssen – egal zu welcher Uhrzeit.
  5. Verlange ausdrücklich, dass die mit dem schönen Mercedes kommen
    Wenn schon, denn schon. Den Mercedes-Leichenwagen hast Du schon oft gesehen, also soll genau der auch kommen.
    Dass es dunkel ist, dass niemand den Wagen wirklich wahrnimmt und dass es dem Verstorbenen völlig gleichgültig ist, spielt keine Rolle.
    Hauptsache, es macht Eindruck – koste es, was es wolle.
  6. Verlange die Abholung in einem schönen Holzsarg
    Auf keinen Fall soll Opa auf einer einfachen Trage oder in einem Bergungstuch durch das Haus getragen werden. Das wäre ja unerquicklich.
    Ein richtiger Holzsarg muss es sein – das wirkt ordentlich.
    Dass dieser Sarg später oft gar nicht verwendet wird und zusätzliche Kosten verursacht, ist dabei völlig nebensächlich.
  7. Lass Dich nicht hetzen, gehe erst Tage später zum Bestatter
    Man soll sich schließlich nicht unter Druck setzen lassen. Also nimm Dir Zeit und gehe erst nach drei oder vier Tagen zum Bestatter.
    Nur keine Eile!
    Dass es Fristen, organisatorische Abläufe und hygienische Notwendigkeiten gibt, wird sich schon irgendwie regeln.
  8. Der Tote verdient was Anständiges
    Mit einem günstigen Angebot macht man sich doch nur lächerlich. Eiche muss es sein. Und alles, was der Bestatter empfiehlt, wird schon seinen Sinn haben.
    Dekoration, besondere Kleidung, Zusatzleistungen – nimm alles.
    Spare bloß nicht. Vor allem nicht dann, wenn Du gar nicht genau weißt, wofür Du eigentlich bezahlst.
  9. Frage nicht nach Preisen, das ist pietätlos
    Lass Dir alles empfehlen. Der Bestatter kennt sich aus. Nach Preisen zu fragen wäre geschmacklos.
    Ein seriöser Unternehmer wird Dich schon nicht über den Tisch ziehen.
    Und überhaupt: Über Geld spricht man in solchen Situationen nicht.
  10. Vertraue dem Bestatter
    Du brauchst nichts Schriftliches mitzunehmen. Der Bestatter hat ja alles notiert.
    Belege, Angebote oder Durchschläge sind überflüssig.
    Geh einfach nach Hause. Es wird schon alles stimmen. Und wenn nicht, ist es sowieso zu spät.

Das sind, etwas provokant formuliert, die 10 Fehler beim Bestatter, die mir immer wieder berichtet werden. Dabei müssen diese 10 Fehler beim Bestatter gar nicht sein. Es ist im Grund so einfach:

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So vermeidest Du die 10 Fehler beim Bestatter. So sollte man es wirklich machen

10 Fehler beim Bestatter
10 Fehler beim Bestatter
  • Wähle den Bestatter bewusst aus
    Der erstbeste Bestatter ist selten die beste Wahl.
    Ein Trauerfall ist emotional belastend – und gleichzeitig mit erheblichen Kosten verbunden. Deshalb solltest Du Dir genau überlegen, wem Du den Auftrag erteilst.
    Frage im Familien- oder Bekanntenkreis nach Erfahrungen.
    Vergleiche mehrere Bestatter. Auch im Trauerfall ist ein Preisvergleich sinnvoll und legitim.
  • Beurteile nicht nach dem Preis
    Ein hoher Preis ist kein Qualitätsmerkmal.
    Für identische Leistungen kannst Du bei einem Bestatter deutlich weniger bezahlen als bei einem anderen.
    Hole Dir immer ein schriftliches Angebot. Nur so kannst Du Leistungen und Preise wirklich vergleichen.
  • Lass Dich nicht von Werbung beeindrucken
    Große Anzeigen bedeuten vor allem hohe Werbekosten – und die zahlst Du mit.
    Die Größe der Anzeige sagt nichts über die Qualität aus.
    Unterschreibe nichts sofort. Nimm Unterlagen mit und prüfe sie in Ruhe.
  • Handle überlegt – nicht überstürzt
    Ein Bestatter muss nicht zwingend mitten in der Nacht kommen.
    Nächtliche Einsätze können zusätzliche Kosten verursachen.
    In vielen Fällen ist es völlig in Ordnung, bis zum nächsten Morgen zu warten und in Ruhe Abschied zu nehmen.
  • Konzentriere Dich auf das Wesentliche – nicht auf das Fahrzeug
    Das Fahrzeug ist zweitrangig.
    Wichtig ist ein würdevoller und professioneller Umgang.
    Ein bestimmtes Fahrzeug verursacht oft nur zusätzliche Kosten.
    Achte auf Seriosität, Einfühlungsvermögen und Zuverlässigkeit – nicht auf die Marke des Autos.
  • Wähle die Abholung bewusst und sinnvoll
    Die Abholung erfolgt immer würdevoll – auch ohne zusätzlichen Sarg.
    Tragen oder Bergungstuch sind üblich und keineswegs respektlos.
    Ein zusätzlicher Sarg verursacht oft unnötige Mehrkosten.
    Entscheide bewusst und hole Dir Unterstützung.
  • Verständige den Bestatter zeitnah, aber bleibe ruhig
    Zu langes Zögern ist ebenso problematisch wie überstürztes Handeln.
    Es gibt Fristen und Abläufe, die eingehalten werden müssen.
    Vermeide spontane Entscheidungen aus Emotionen heraus.
  • Entscheide bewusst, was wirklich notwendig ist
    Es gibt Pflichtleistungen – und es gibt Zusatzangebote.
    Nicht alles ist erforderlich.
    Viele Dinge dienen nur der Optik und verursachen Kosten.
    Frage konkret nach allen Kosten.
  • Sprich offen über Geld
    Nach Preisen zu fragen, ist nicht pietätlos, sondern notwendig.
    Nur so kannst Du Entscheidungen treffen.
    Beauftrage keine unnötigen Zusatzleistungen.
  • Bestehe auf vollständiger Transparenz
    Lass Dir alle Kosten schriftlich geben – vollständig und nachvollziehbar.
    Frage nach allen Zusatzkosten und möglichen weiteren Rechnungen.
    Achte auf Transparenz. Ein seriöser Bestatter erklärt alles klar und verständlich.

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Fazit: 10 Fehler beim Bestatter

Am Ende geht es bei einer Bestattung nicht um glänzende Autos, große Anzeigen oder eindrucksvoll ausgestattete Geschäftsräume. All das mag auf den ersten Blick Eindruck machen – doch es sagt erstaunlich wenig darüber aus, wie gut ein Bestatter wirklich arbeitet.

Viel entscheidender ist etwas anderes: Dein persönliches Gefühl.

Fühlst Du Dich ernst genommen? Werden Deine Fragen verständlich beantwortet? Hast Du den Eindruck, dass man Dir zuhört – oder dass man Dir etwas verkaufen will?

Ein Bestatter, bei dem Du Dich gut aufgehoben fühlst, ist mehr wert als jeder Mercedes-Leichenwagen und jede noch so pompöse Einrichtung.

Denn Würde entsteht nicht durch äußeren Glanz, sondern durch den respektvollen Umgang mit den Menschen – den Lebenden wie den Verstorbenen.

Oder anders gesagt: Vertraue weniger dem Schein – und mehr Deinem Bauchgefühl.

Jeder sollte eine Sterbegeldversicherung haben:

Solidar Sterbegeldversicherung
Bochumer Versicherungsverein

Bildquellen:

  • 10-fehler-bestattung_800x500: Peter Wilhelm ki
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