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Berlin, ich komme -IV-

Nein, Professor Takanita bringt mich nicht mit einem Schwert um, er bringt mich überhaupt nicht um, er tut etwas viel Schlimmeres!
Er beugt sich zu mir herüber, deutet auf meine Krawattenklammer, auf der ganz dezent ein Zeppelin abgebildet ist und sagt: „Säppelihn, ja ja, tokamuri!“ und freut sich ein Loch in den Bauch, wie man so sagt. Dann, ganz unvermittelt greift er nach der Klammer, will sie sich näher anschauen und…

…bedenkt nicht, daß diese Klammer auf irgendeine Weise sowohl mit meiner Krawatte, als auch mit meinem Hemd verbunden ist. Ein kurzer, unvermittelter Ruck und er hat die Klammer in seinen Besitz gebracht. Er strahlt über das ganze Gesicht, meine Krawatte ist auf 1,20 Meter ausgezogen, würgt mir den Hals, und mein Hemd ist direkt über dem Bauch auf 15 Zentimeter Länge aufgerissen…

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Der Riss befindet sich direkt neben der Knopfleiste; immerhin ein Beweis dafür, daß die Knöpfe an diesem sündhaft teuren Hemd gut angenäht sind. Er ist senkrecht und -wie gesagt- etwa 15 Zentimeter lang.
Professor Takanita interessiert der Riss aber gar nicht, er macht, laut lachend und vor Freude juchzend, Flugbewegungen mit dem kleinen Zeppelin und ruft: „Hindenburg, ja ja, Tkamaratana Hindenburg!“

Ich könnte ihn töten, diesen blöden Alten! Ich muss nachher ins Fernsehen und der macht mir mein Hemd kaputt!

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(©si)