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Corona ist kein Witz

Ich habe schon viel über die vielen spaßigen Anmerkungen zur Corona-Krise gelacht. Lachen ist die beste Medizin. Es tut gut, sich angesichts der drohenden Gefahr den Humor zu bewahren. Viele der Bildchen, Sprüche und witzigen Ideen sind wirklich gut gemacht.

Aber Corona ist kein Witz!

Ich selbst habe mich vorsorglich zurückgezogen. Ich gehe nicht raus und bleibe brav daheim. Mir ist als Risikopatient die Gefahr viel zu groß, diese Krankheit zu bekommen.

Seltsamerweise trifft diese Gefährdung aber scheinbar auf andere nicht zu. Anders ist es nicht zu erklären, dass sich hier am Abend am Ende der Straße so an die zwölf Jugendliche treffen und fröhlich feiern. Ich verstehe es auch nicht, dass Müttern und Väter die Absperrbänder am Spielplatz wegmachen, damit sich ihre Kinder mal wieder richtig austoben können.
Und ich kapiere nicht, weshalb jetzt alle glauben, sie müssten dringend in Kohorten einkaufen gehen.

Selbst im unaufgeklärten Mittelalter haben die Menschen angesichts der Pest oft instinktiv das Richtige getan. Dieser Instinkt ist heutzutage vor lauter Egomanie vollkommen erstorben.

Nach einer kurzen Agonie am Wochenanfang sind die Straßen wieder voll mit Menschen. Man umarmt sich, man steht in Gruppen zusammen und viele genießen noch an eng gestellten Tischchen einen frühlingshaften Eisgenuss…

Ich komme ja aus dem Ruhrgebiet und kenne die alte Sitte vom „im Fenster liegen“ noch sehr gut. Die Leute packten sich ein bequemes Kissen auf die Fensterbank und quatschten stundenlang mit den Leuten auf der Straße.

So mache ich das auch mitunter vom ersten Stock aus in der Hoffnung, dass Corona kurze Beine hat und nicht nach oben kommt.
Da sagt mir eine Rentnerin: „Ach, wenn ich nicht mit nassen Haaren raus gehe, wird mir nichts passieren.“
Und eine andere ältere Frau meint: „Man wird ja verrückt so einsam zu Hause. Meine Freundinnen und ich kennen uns ja, wir sind alle saubere Menschen und bekommen sowas nicht.“

Ich verstehe das nicht.

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Peter Wilhelm 19. März 2020


14 Kommentare von 141148.

  1. Lieber Peter, auf der Pyramide des Unas,V.Dynastie, altes Reich, Ägypten, steht zu lesen:
    „Schaust du hin, so ist die Menschheit blöde“!
    Daran hat sich bis heute nix geändert!
    LG von Cornelia

  2. Immer mal wieder seh ich 2 Menschen mit 2 Smartphonen die nix miteinander reden sondern mit Nummer 3 und 4 chaten.
    Die könnten doch gleich daheim bleiben und sich mit denen unterhalten die nicht dabei sind.
    Dazu wäre JETZT Zeit!!

    Schon 4klässler Zocken stundenlange am PC.

    Warum nicht jetzt?

    Wieviel Zeit wird normal vor der Glotze rumgegammelt?

    Warum nicht jetzt?

    Wir sind gerade viel alleine im Garten und in der Natur und genießen die Zeit ohne jegliche Termine.

    • Ja, volle Zustimmung. Aber bevor hier nur auf die Jugend geschimpft wird: Seit Tagen kann ich von meinem Fenster aus sehen, wie sich im Cafe gegenüber rudelweise ausschließlich Rentner in der Sonne aalen!
      Und ich sitze zu Hause mit zwei kleinen Kindern, halte mich an alle Regeln, gehe nicht vor die Tür und steuere auf unbezahlten Urlaub zu.

      Und dieses ignorante Verhalten derjenigen, für die wir die ganzen Einschränkungen hauptsachlich erdulden macht mich unglaublich wütend!

  3. Ich bin heilfroh, dass ich fürs Gitarrespielen drinbleiben kann. Ich habe zwar keine Angst, selbst an Corona einzugehen, aber es gibt ein paar Menschen, die Risikogruppe sind und die ich nicht verlieren möchte…

  4. Meine beiden Nachbarn sind über achtzig, und wirklich jeden Tag rücken sie gespornt und gestiefelt aus. Zum Einkaufen, in den Gartenmarkt, „unter die Leute“. Bösartig wäre wahrscheinlich, ihnen zu unterstellen, sie könnten’s vielleicht einfach nicht mehr erwarten. Es wird jedoch eher der Drang sein, alles so laufen zu lassen wie es immer gelaufen ist. Gewohnheit eben.

    Ich selbst hocke wie Tom in vorsorglicher, freiwilliger Quarantäne, aber inzwischen neige auch ich zum Fensterliegen – früher habe ich das gehasst.
    Wenigstens kann ich dabei den Klimawandel genießen, der zur Zeit ja ganz besonders schlimm ist – an Bäumen und Büschen erscheinen neuerdings sogar Blumen, und stündlich werden es mehr! Dagegen ist das bisschen Corona doch gar nix!

  5. Nicht jeder kann zu Hause bleiben, wegen Arbeit. Man kann sich auch nicht von jedem alten Menschen fernhalten, wenn er auf Einkäufe und bestimmte Pflege und Hilfe im Haushalt angewiesen ist.
    Man muss auch mal raus und um den Block gehen oder kurz in den Wald.
    Man muss allerdings derzeit wirklich nicht in der Eisdiele oder im Cafe oder Restaurant sitzen, sich mit Freunden treffen oder Parties im Park feiern.

  6. Toll, ich bleibe auch zu Hause, weil ich zur Risikogruppe gehöre. Nur was nutzt mir das, wenn die Stiefkinder raus gehen und meine Frau im Krankenhaus arbeitet. Hier habe ich nur die Hoffnung, das sie mir nichts mitbringen, was ich gar nicht gebrauchen kann, wie Viren z. B. Da bleibt nur, was mich nicht umhaut, macht mich nur noch härter. Aber ich bin ja das „dem Teufel von der Schippe hopsen“ gewohnt. Trotzdem ist das nicht mein Lieblingshobby. Bislang hat der liebe Gott immer auf mich aufgepasst und ich hoffe und bete, dass er das auch diesmal macht. Ich wünsche allen die hier mitlesen und deren Familien gutes Überstehen der aktuellen Krise. Anderen Menschen selbstverständlcih auch. ;-)

  7. An „normalen“Tagen herrscht in unserem Wohngebiet ein fürchterlicher Kinderlärm bis gegen 23:00 Uhr aber nun scheinen die ignoranten Eltern etwas Angst bekommen zu haben denn es ist kein Kind zu hören und zu sehen und so leidet wohl nicht nur unser 10 jähriger unter dem Lagerkoller……………..

  8. Generation Greta hockt bei uns in Gruppen draußen herum und daddelt am Handy. Geht sie ja nichts an. Schulfrei ist cool. Lange Ferien halt.

    Die Alten müssen zwingen einkaufen oder in den Baumarkt. Es gibt sonst nichts mehr. Ob sie wissen, dass ich mit zwei großen Hunden auf den schönen Frühlingshimmel verzichte um sie zu schützen?

    Beim notwendigen wohnungsnahen Spaziergang mit dem Hund kommt eine Joggerin entgegen. Sie hustet lauthals in die Luft vor sich, in die Richtung meiner Verlobten. Ein Anpfiff entlockt ihr nur „Ich bekomme seit ein paar Tagen so schlecht Luft!“ (sic!)

  9. Ich würde gerne wie vor Corona nur jeden zehnten Tag einkaufen gehen. Jetzt muss ich, dank Hamsterverbot, jeden zweiten Tag losziehen und muss durch vier Geschäfte, um alles zu bekommen was ich brauche. Jetzt lächelt (da ohne Maske) mich auch noch vor jedem Geschäft ein Security Mitarbeiter an. Fazit: Im gleichen Zeitraum 40 Kontakte statt einem!

    • Ernsthaft? In sämtlichen Läden die ich kenne gibt es Limitierungen ausschließlich auf Klopapier und Nudeln. Ich kaufe für 4 Leute regelmäßig für 14 Tage ein…

      • Der Supermarkt den ich immer zum einkaufen aufsuche hat die Milch auch auf 3 Liter Pro Kunde limitiert

  10. Toilettenpapier ??? WAS IST DAS???? Ach so, das sind so weiße schmale Papierrollen. Die habe ich schon (gefühlt) seit Jahren nicht mehr gesehen.
    Spaß beiseite. Vorräte sind schon und gut. Aber was da im Moment abgeht, ist nicht mehr normal. Was machen die mit dem vielen Klopapier.
    Aber es ist wirklich gespenstisch. Wo früher z.B. bei ALDI am Abend beim Einkaufen die Hölle los war, jetzt nur noch tote Hose. Ein Vorteil hat das Ganze: Man ist schneller fertig. Ich gehöre zwar in gewisser Weise auch zur Risikogruppe, aber zum Arbeiten muß ich manchmal trotzdem raus, auch wenn ich das meiste im Homeoffice machen kann.

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