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Dann geh doch zu NETTO

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Eine Leserin rechnet in ihren Kommentaren zum wiederholten Male vor, dass man dieses oder jenes bei Bestattungen günstiger oder anders machen könnte. Es wird immer wieder der Eindruck erweckt, als handelten Bestatter, die nicht nach ihrer günstigen Preisschiene verfahren, unredlich oder betrieben Wucher. Darauf habe ich folgendes als Antwort:

Es wird abermals vollkommen ignoriert, dass Bestattungsunternehmen gewerbsmäßige Wirtschaftsbetriebe und keine caritativen Einrichtungen sind.

Kein Mensch zwingt irgendeinen, bei einem teuren oder einem bestimmten Bestatter seine Angehörigen bestatten zu lassen. Es ist auch nicht ersichtlich, weshalb Bestatter keine Gewinne machen sollen.

Ich bin oft bei Bestattern zu Gast, die atemberaubende Anwesen, die besten Fahrzeuge und eine große Mannschaft haben. Warum denn nicht?

Sie haben das ja, weil sie es benötigen, weil sie es ihren Kunden anbieten und weil die Kunden das letztendlich bezahlen.

Viele dieser Unternehmer arbeiten seit 50 Jahren in der Branche und haben mit einem Bestattungsanhänger und einer Garage angefangen. Sie wären ja nicht zum heutigen Stand der Dinge gelangt, wenn die Kunden nicht zufrieden wären und zu ihnen gingen.

Andere Unternehmen werden in der x-ten Generation betrieben. Jeder in der Branche kennt den Spruch über die drei aufeinanderfolgenden Bestattergenerationen:

  • die Ersten tot
  • die Zweiten Not
  • die Dritten Brot.

Es steckt sehr viel Fleiß, Durchhaltevermögen und kaufmännisches Geschick dahinter, um in der Branche über Jahrzehnte erfolgreich zu sein. Hier immer zu unterstellen, das sei alles unredlich, weil man dieses oder jenes günstiger machen könnte, ist doch absoluter Blödsinn.

Ich fühle mich dann oft genötigt, zu sagen:

Dann geh doch zu NETTO.

BILDQUELLEN

  • kutsche: Wikimedia
Peter Wilhelm 25. Januar 2021


33 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo lieber Herr Wilhelm,

    ich habe gar nichts gegen die Preise von Bestattern die evtl. recht hoch sind.

    Es ist richtig, dass ein Bestatter Geld verdienen muss und soll. Er macht eine schwere Arbeit, die mancher gar nicht machen würde.

    Mich stört lediglich, dass es bei ganz vielen Angehörigen so ist, dass sie – was auch eigene Dummheit ist – erst zum Bestatter gehen, wenn der Sensenmann zugeschlagen hat.

    Ich habe es selbst erlebt und erlebe es immer wieder, wie Bestatter am Telefon agieren. Man soll zu ihnen kommen um ein Angebot zu bekommen.
    Fast jeder Bestatter ist freundlich und hilfsbereit, da es um einen Auftrag geht, den er ja bekommen möchte.

    Sitzt der Angehörige bei ihm, dann wird er sicherlich gut beraten und aufgeklärt. Jedoch, da er sich in einer Ausnahmesituation befindet, kann man diese Menschen, leider Gottes, auch leicht beeinflussen.

    Es gibt nur wenige, die sich trauen zu sagen: „Danke für Ihre Beratung, aber ich möchte mir noch andere Angebote einholen.“

    Komisch ist doch, dass es dann passiert, dass später die Menschen sich über die Rechnung wundern. Woran mag das nur liegen?

    Es ist und bleibt ein Unterschied, ob ich einen neuen Fernseher kaufen möchte oder einen Sterbefall habe.

    Auch Bestatter die günstig arbeiten verdienen Geld!
    Eben oft nicht so viel wie teure aber letztlich machen diese Bestatter ihre Arbeit auch korrekt und haben sehr viele zufriedene Angehörige.

    Klar ist: Jeder hat als Angehöriger das Recht sich Angebote einzuholen und am Besten macht er das frühzeitig mit klarem Verstand. Nur dann ist er nämlich in der Lage, die Spreu vom Weizen zu trennen.

  2. Bestatter wollen und müssen Geld verdienen..soweit ganz normal. Was, bei uns in der Verwandtschaft anscheinend immer zu Horrorgeschichten geführt hat…bezüglich des Preises..war, dass man immer zum besonders katholischen und teuren Bestatter ging.
    Früher.
    Als mein Schwiegervater starb gingen mein Mann und ich zum Bestatter der Stadt,die sind mittelpreisig und arbeiten anständig. Und für eine ordentliche Erdbestattung inkl. Grabgebühren der Stadt und freiem Trauerredner kostete das etwas über 3000 €, die wir auf Nachfrage über 10 Monate verteilt zahlen konnten.

    • Für die Leistung auch okay.

      Wennn ich aber sehe, dass bei vielen Bestattern die Feuerbestattung – ohne Krematorium – was ich bei dem Wort Feuerbestattung schon recht merkwürdig finde, und natürlich auch ohne Friedhofskosten und Feierlichkeit, dann schon bei ca. 2.000 € liege, dann denke ich mir meinen Teil.

      Bei NETTO wären es dann inkl. Krematorium und der dazugehörenden 2. Leichenschau sowie allen Dingen die wirklich zur Feuerbestattung gehören max. 1.300 €.

      Hinzu kommt immer der Grabplatz.
      Hier sind die Preise sehr unterschiedlich, sowie auch die Möglichkeiten.

      Für den kleinen Geldbeutel geht es ca. bei 300 € los und nach oben ist die Richterskala offen. 🙂

      Bei diesen kleinen Summen, habe ich auch viele Bestatter, die dann eine Ratenzahlung gewähren. Man muss den Bestatter ansprechen und im Regelfall sind alle bereit die Summe zumindest in 3 Raten zu bekommen.

  3. Vielleicht arbeitet die Dame ja selbst ohne dafür Lohn zu bekommen und meint, dass es andere Menschen genauso machen müssten. Einen eigenen Betrieb wird sie nicht haben, sonst würde sie nicht so schreiben. Drüber stehen.

    • Ich bin in Deutschland keine Bestatterin und ja, ich arbeite für Menschen die eine Beratung haben möchten und nach einem guten Bestatter suchen, der auch ein offenes Ohr für „Urne zu Hause“ hat, IMMER KOSTENLOS.

      Ich freue mich wenn man sich bei mir bedankt und dann bekomme ich, wenn ich gut war auch Spenden für meine Arbeit.

      Ich hatte einen eigenen Betrieb. Allerdings ganz andere Branche.
      Glauben dürfen Sie mir auch, das ich in der Lage bin eine korrekte Kalkulation für eine Bestattung zu machen.

  4. Danke Herr Wilhelm für Ihren Beitrag,der vollkommen auf den Punkt geschrieben ist. Angekommen ist die Botschaft jedoch nicht, wenn ich mir die Kommentare anschaue…

  5. Herr Wilhelm hat es mal wieder auf den Punkt gebracht. Wir hatten im vorigen Jahr 2 Sterbefälle naher Angehöriger. Wenn man mit der Abwicklung zufrieden ist, dann sind die Kosten für eine Bestattung gegenstandslos. Als Angehöriger möchte man, dass Mutter/Vater in einem angemessenen Ramen „unter die Erde gebracht werden“. Danach sich über Kosten zu mokieren, ob nicht der eine oder andere Euro hätte eingespart werden können, ist gegenüber den eigenen Angehörigen pietätlos. Wir haben den jeweiligen Bestattern einen Auftrag erteilt, so wie wir uns das vorgestellt haben – und es war gut so wie es war.
    Ich verstehe nicht, warum das Bestattungsgewerbe immer wieder in die Kritik gerät. Jedem steht es frei, „zu Netto zu gehen“. Ob dann aber die Trauerfeier/Bestattung den eigenen Vorstellungen entspricht, ist eine andere Sache.

  6. Auch ich danke Ihnen für Ihren Beitrag lieber Herr Wilhelm!
    Wenn ich privat am Wochenende bspw. einen Wasser-Rohrbruch habe;
    wie sieht dann wohl die Rechnung des gerufenen Handwerkers aus?
    Ich als Bestatterin mache keine Wochenendzuschläge – aber es geht um den Gedanken..; zumal Bestatter nach wie vor Mitglied bei der Handwerkskammer sind (sein müssen)!
    Und es geht vielleicht auch darum, wenn man aus dem reinen“Familien-Unternehmen“
    irgendwann heraus wächst – weil es einfach nicht mehr zu bewältigen ist , seine Mitarbeiter auch fair zu bezahlen. Und das sind einfach Kosten.
    Komisch ist nur: wenn das schicke Autohaus ein neues tolles Gebäude hinstellt, stellt das irgendwie Niemand in Frage…
    Meine größte Frage an Frau Hoerner ist nun:
    Warum machen Sie nicht einfach ein eigenes Bestattungsinstitut auf? Dann können Sie die für Sie angemessenen Preise doch einfach selbst gestalten!
    In dem „Business“ sind Sie ja bereits! Müsste dann ja nicht so schwer sein!

    • Wie Sie wissen, agiere ich hier im Interesse der Menschen die die Totenasche zu Hause haben möchten.
      Das ist aber, wenn ich in Deutschland ein Bestattungsunternehmen eröffnen würde für mich nicht mehr realisierbar.
      Dazu kommt: Ich habe 3 Bandscheibenvorfälle und die kommen nicht von meinem Ursprungsberuf als Schriftsetzerin sondern weil ich einige Jahre im Bestattungsberuf gearbeitet habe. Auch da nicht nur am Schreibtisch, sondern auch Versorgung von Verstorbenen. Damals, mit ca. 55 kg, war das für mich scheinbar körperlich keine so gute Idee.

      Dazu kommt, dass Sie scheinbar nicht wissen, wie alt ich bin.
      Eigentlich würde ich mich lieber irgendwo in die Sonne begeben und meinen Ruhestand genießen, wenn man mich hier nicht ständig brauchen würde.

      Ich kann bei dem was ich jetzt mache, den Menschen in Deutschland sehr gut zur Seite stehen und das ist okay für mich.

      • Nein in der Tat, weiß ich nicht wie alt Sie sind!
        Was mich jedoch mehr als verwundert und auch ärgert ist Ihre Aussage:

        „Für den kleinen Geldbeutel geht es ca. bei 300 € los und nach oben ist die Richterskala offen. Bei diesen kleinen Summen, habe ich auch viele Bestatter, die dann eine Ratenzahlung gewähren. Man muss den Bestatter ansprechen und im Regelfall sind alle bereit die Summe zumindest in 3 Raten zu bekommen.“

        Also wir sprechen hier über einen einfachen Einäscherungssarg, Abholung, Überführung zum Krematorium im Überführungsfahrzeug, Formalitäten Standesamt?!?!?

        Für 300 Euro?!? In Raten?!?
        Bei diesem Preis hätte ich nicht mal eine Rente – wovon soll ich diese auch einbezahlen.
        Geschweige denn überhaupt noch eine Bandscheibe – weil auch nur ein Teilzeit-Mitarbeiter lediglich zur Abholung (wir sind in der Regel „gern“ zu zweit…) wäre damit nicht zu bezahlen!

        Beklagt hat sich noch Niemand bei mir über meine Rechnung – im Gegenteil bekomme ich immer wieder gesagt, sehr fair zu sein.
        Aber bei diesen von Ihnen suggerierten Preisen ist ja nun jedwedes wirtschaftliches Arbeiten nicht möglich!
        Es gibt nach wie vor „schwarze Schafe“ in der Branche – aber Ihre Pauschalisierung nervt mich ehrlich gesagt ein Wenig….

        Und übrigens „Urne Zuhause“ ist sooo eine alte Geschichte, da gab – und gibt es schon ziemlich lange die Möglichkeit. Dazu brauche ich sicher keine externe Dienstleisterin.
        Und wenn ich schon dabei bin – dann doch bitte keine „Schmuckurnen“ verkaufen!
        „Bestatter’s Lieblingsprodukt“ – geringer Lageraufwand – größte Gewinn-Margen! Sondern so ehrlich sein, dass bei jedem Krematorium im Preis eine Aschekapsel inbegriffen ist! Und man eine „Extra-Urne“ nicht benötigt!

        • Ich werde aus den manchmal etwas holprigen Schlußfolgerungen der Dame auch nicht mehr schlau. Jede Woche treffen hier bis zu 20 Bestatterrechnungen zur Prüfung ein. Da kann sich jeder ausrechnen, wie viele Rechnungen ich mir pro Jahr anschaue, und wie gut mein Einblick in die Branche deshalb sein muss.

          Die Beanstandungsquote liegt bei grob 3%, ist also verschwindend gering, wenn man auch noch weiß, dass die meisten Beanstandungen sich auf Läßlichkeiten und Kleinigkeiten beziehen.

          Wenn jemand eine Nebendienstleistung, wie „Urne daheim“ anbietet, dann soll er das meinetwegen tun. Jeder Bestatter kann das genauso gut erbringen, wie Du zu Recht schreibst. Das ist echt ein alter Hut. Ich glaube, ich habe hier vor 14 Jahren schon darüber geschrieben und die Wege offengelegt.

          Dass aber so ein Nebendienstleister nun auch noch den Bestattern ihre Preise vorschreiben will, halte ich für überzogen. Da überschätzt jemand seine Marktstellung.

          Der Bestatterdienst ist eine klassische Notfalldienstleistung, die meist zur Unzeit und auch an Wochenenden, in der Nacht und an allen Feiertagen in Anspruch genommen wird. Der Dienst wird 24/7/365 angeboten. Allein das rechtfertigt einen gewissen Grundpreis.

          Überdies hat jeder die Möglichkeit, sich jederzeit unverbindlich und umfassend zu informieren und auch schon zu Lebzeiten bei klarem Verstand alle Verfügungen zu treffen und das zu Preisen, die er selbst kontrollieren kann. Wer absolut unvorbereitet ist, und das Angebot für eine kostenlose Bestattungsvorsorge nicht in Anspruch nimmt, muss tatsächlich eines Tages damit leben, kopflos und von Trauer übermannt in wichtige Vertragsverhandlungen zu treten, die er dann nicht überblicken kann.

          Die Bestatter tun alles, damit ihnen anschließend nichts am Zeug geflickt werden kann. Aber während der Abwicklung eines Sterbefalls bekommen die Angehörigen oft neue Ideen, weichen vom vorher Besprochenen ab und bedenken oft auch nicht, dass jede dazubestellte Kleinigkeit, den Braten noch fetter machen wird. Da ist dann nach meinen Beobachtungen das Gejammer immer groß, wenn es hinterher dann doch mehr kostet.

          Ich lege sofort meinen salzigen Finger in die Wunde, wenn ich sehe, dass Bestatter über die Stränge schlagen. Insofern darf kein Schwarzes Schaf darauf hoffen, dass ich milde gestimmt sein werde.
          Aber es ist nunmal so, dass ich in 97% der Fälle feststellen muss, dass der Bestatter alles richtig gemacht hat.

          • Hallo lieber Peter,

            ich habe noch nie einem Bestatter einen Preis vorgeschrieben. Auf diese Idee komme ich gar nicht.

            Ich biete seit 2002 die Möglichkeit der „Urne zu Hause“ an und es gab nur eine Person vor mir, die das schon in 1999 publik gemacht hat. Das ist Herr Bruns und er hat inzwischen seine Seite an einen Bestatter abgegeben, da er jetzt auch in einem Alter ist, in dem er sich nicht mehr mit der Seite auseinandersetzen möchte oder kann.

            Damals war das Internet so, dass es ja kaum einen Bestatter gab der eine Webseite hatte.

            Nachahmer kamen dann dazu, nachdem sie merkten, dass man damit auch Geld verdienen kann.

            Allerdings: Wer als Bestatter diese Dienstleistung ganz offen anbietet, also im Paketpreis, der kann froh sein, wenn er noch keine Abmahnung bekommen hat, denn das unterliegt dann dem Wettbewerbsrecht und kann teuer werden.

            Genau wie Sie, sehe ich auch Rechnungen von Angehörigen.
            Diese kommen aber, wie Sie sich sicher vorstellen, immer dann zu mir, wenn sie vorher auf die Nase gefallen sind.

            Die Menschen, die ich berate, die bestätigen mir immer wieder, dass sie froh sind, mich an der Hand zu haben. Von diesen Personen hat sich auch noch nie jemand über eine Rechnung, der von mir vermittelten Bestatter, beschwert.

            Und wenn ich dazu in der Lage bin, diesen Personen gute und günstige Bestatter an die Hand zu geben, wobei ich auch die an die Hand gebe die gut und teuer sind, dann suchen sich die Angehörigen ihren Bestatter aus.
            Mir ist es egal wer genommen wird.

            Logisch ist aber, dass eben in vielen Fällen, wenn man eine Auswahl zwischen 850 € und 3.500 € hat, dann eben schnell mal den güstigen nimmt, da die Leistungen 1 : 1 die gleichen sind.

            • Seit 1996 haben wir diesen Dienst angeboten und noch nie irgendeine Schwierigkeit deswegen gehabt. In dieses Jahr fällt auch die Veröffentlichung meiner ersten Webseite. Obwohl damals noch niemand wusste, wohin die Reise mit dem damals noch weitgehend unbekannten Internet überhaupt gehen würde.

            • > Logisch ist aber, dass eben in vielen Fällen,
              > wenn man eine Auswahl zwischen 850 € und 3.500 € hat,
              > dann eben schnell mal den güstigen nimmt, da die
              > Leistungen 1 : 1 die gleichen sind.

              Bei dem Preisunterschied bezweifle ich, daß die Qualität der Leistungen, auf wenn sie auf dem Papier gleich sind, wirklich gleich sind, außer man ist natürlich an einen Abzocker geraten.

              Abgesehen davon gibt es auch viele Leute, die nicht nur nach dem Preis schauen, sondern auch den Umgang des „Verkäufers“ mit seinen Kunden. Von daher ist es eher dem zeitgeistigen „Geiz ist geil“ geschuldet, wenn man immer zum billigen statt zum preiswerten greift.

              • Ich kann alles anzweifeln.

                Ich kann als Angehöriger auch im Regelfall nicht sehen, was der Bestatter macht, der seine Leistung im höheren Preissegment angesiedelt hat.

                Mal ein Beispiel dazu:
                Eine reine Abholung von einem Bestatter bei dem der Auftraggeber mit dem Preis nicht zufrieden war und dann einen anderen Bestatter beauftragt hat, kostete dann für folgende Leistung:
                Hinfahrt zum Bestatter, Sarg einladen, Fahrt zum Krematorium, ausladen und Rückfahrt, inkl. Kremakosten von 400 €.
                1.000,00 € für 80 km und einen Zeitaufwand von max. 2 Stunden.
                Hierbei wurde mir dann noch erklärt, dass man da nach Geld drauflegt.

                700,00 € hätte der Bestatter dafür genommen, den ich empfohlen hätte.
                Er sagte, das ist leicht verdientes Geld.

                So unterschiedlich können die Aussagen von Bestattern sein.

        • Liebe Bestatterin vom Bodensee,

          ich denke, da haben Sie etwas falsch interpretiert.

          Die Aussage bzgl. der 300 € betrifft einen GRABPLATZ und nicht die Bestatterleistung.

          Die Ratenzahlung allerdings, wenn es um die 1.300 € oder 1.500 € sind, da kann man bei vielen Bestattern in 3 bis 4 Raten bezahlen.

          Ich hoffe, das damit das Missverständnis aus der Welt geschafft wurde.
          Lag aber sicher nicht an mir, sondern eigentlich daran, dass Sie nicht richtig gelesen haben.

  7. Ich stimme Hans-Georg zu. Wenn der Bestatter alles nach meinen Wünschen und zu meiner Zufriedenheit ausgerichtet hat, dann kümmert es mich nicht mehr, ob ich die gleiche Leistung bei einem anderen Bestatter hätte vielleicht günstiger bekommen können.

  8. Das ist doch vollkommen okay.

    Wenn man alles bekommt, und auch vorher über die Preise informiert ist, diesen akzeptiert hat, dann muss auch niemand über einen anderen Bestatter reden.

    Gerade aber wieder einen Fall.
    3.460,70 € – Kostenvoranschlag
    3.551,20 € – Rechnung

    Im Kostenvoranschlag war ein Bestattungplatz mit 840 € inkludiert und in der Rechnung ist er nicht mehr drin.

    Jetzt kommt die Rechnung vom Friedhof mit 990 € vom Friedhof.

    Ja, das sind dann die Bestatter, bei denen sich die Angehörigen überlegen ob sie einen Anwalt einschalten.

    Sind ja nur über 1.000 € mehr als der Kostenvoranschlag.

    • Bestatter geben keine Kostenvoranschläge heraus. Sie übergeben den Kunden Kostenaufstellungen nach einem ersten Beratungsgespräch. Zu diesem Zeitpunkt stehen viele Unwägbarkeiten im Raum, deren Ausmaß und Kosten sich erst im weiteren Verlauf ergeben werden. Schon allein deshalb wird kein Bestatter einen Kostenvoranschlag erstellen.

      Und selbst wenn: Das wissen nämlich viele nicht, Kostenvoranschläge sind unverbindlich.

      Verbraucher glauben oft, dass sie sich auf Kostenvoranschläge verlassen können. Wer aber schon einmal mit Handwerkern zu tun hatte, der weiß, dass das Utopie ist.

      Bei sehr überschaubaren, einfachen Arbeiten, deren Umfang und Schwierigkeit sich von Auftragsvergabe bis zur Rechnungsstellung nicht geändert haben, billigen Gerichte später oft nur einen kleinen Rahmen zu.
      Gerade aber bei umfangreicheren Dienstvergaben und Warenkäufen, wie der Organisation einer großen Familienfeierlichkeit, sind Unterschiede in weit größerem Umfang möglich und müssen auch toleriert werden.

      Der Kunde hat die Möglichkeit, sich jederzeit tagesaktuell über die bis dato entstandenen Kosten informieren zu lassen; er kann einen Höchstpreis festlegen; er kann einen Festpreis vereinbaren; er kann vieles tun, um die Kostenkontrolle in den Händen zu behalten. Das ist umso ratsamer, je weniger der Kunde von der Materie versteht.
      Und kann er das aus Gründen der Trauer nicht selbst erledigen, muss er tunlichst eine dritte, nicht von Trauer übermannte Person beauftragen, für ihn aufzupassen.

      Der Bestatter kann jedenfalls zum Zeitpunkt der ersten Kostenübersicht nur das aufschreiben, was er auch schon „sehen“ kann, nicht das, was sich im Laufe des Auftrags -aus welchen Gründen auch immer- noch ergibt.

      • Ich habe von vielen Bestattern genaue Kostenaufstellungen.

        Und wenn ich mir bei Anfragen per Telefon immer und immer wieder den Spruch anhören muss: „Den Preis kann man nicht so einfach sagen“, dann dreht sich mir der Magen um.

        Wenn ich nach der preisgünstigsten Variante einer Feuerbestattung frage und noch aufzähle, was drin enthalten sein soll, wo liegt denn dann das Problem.

        Können Bestatter nicht 1 + 1 zusammenzählen?

        Jeder Bestatter kennt den Preis für seinen günstigsten Verbrenner und er weiß was das Krematorium inkl. 2 Leichenschau kostet.

        Er weiß auch was er für seine Leistungen, Decke, Kissen, Sterbehemd, Einsargen, Formalitäten, Überführung, … nimmt.

        Da muss ich mir dann anhören: „Ach so einen Fall hatte ich im letzten Monat, da muss ich mal schauen, was ich da berechnet habe.“

        Ich habe das, bevor ich mit dem Tod in 2002 konfrontiert wurde, meinen niederl. Bestatter, den ich im Krematorium in den Niederlanden kennenlernen durfte, genau so gefragt.

        Was kostet das denn, wenn Sie das übernehmen?

        Seine Antwort: „Wenn wir die einfachste Kiste nehmen und eine technische Einäscherung gemacht wird, dann kostet es komplett 1.700 €.“

        Komisch, er musst nicht darüber nachdenken, wobei ich bei dem Wort Kiste schon schluckte und auch nicht wusste, was eine „technische Einäscherung“ ist.

        Darüber wurde ich aber gleich aufgeklärt, da es selbst dem Bestatter damals aufgefallen ist, das ich bei dem Wort „Kiste“ wohl komisch geschaut haben muss.

        Vorher hatte ich bei Anrufen bei Bestattern in Köln schon alles erlebt, was mir heute auch immer wieder begegnet.

        • „Darüber wurde ich aber gleich aufgeklärt, da es selbst dem Bestatter damals aufgefallen ist, das ich bei dem Wort „Kiste“ wohl komisch geschaut haben muss.“

          Nun, das heißt auf Niederländisch halt einfach so.

          • Ja, Peter, aber wenn man das eben nicht weiß, dann schaut man doch erst einmal komisch.

            Die Niederländer nennen das Kind beim Namen.

            Mir passiert es heute auch hin und wieder, wenn ich Personen berate, dass ich dann statt Sarg Kiste sage.

        • Also etwas vor 2002 hat das „Komplett-Paket“ beim niederländischen Kollegen 1700.- Euro gekostet?!? Oder habe ich da wieder etwas falsch interpretiert?
          Also vor ungefähr 20 Jahren?!?!
          Und heute im Jahre 2021 sind Preise um die 2000.- Euro zu teuer?

          Werde mich morgen gleich beim Bäcker meines Vertrauens beschweren, ob er von allen guten Geistern verlassen ist, sein Brezel für 90 Cent anzubieten. 2002 hatte die nämlich nur 50 Cent gekostet!!!!! Aber vielleicht kaufe ich ja auch bei einem extrem teuren Bäcker….
          Und nicht die TK- Brezel bei Netto ;-))

          • Geld bezahlen? Ehrenamtlich und maximal gegen Spende das Brot! Natürlich mit Ratenzahlung.

            • Man munkelt, dass es Menschen geben soll, die für ihren Brot-Erwerb (was für eine passende Metapher) Geld verdienen müssen….

              Welchem ich nun auch wieder ein wenig nachgehen muss; und mich hiermit zumindest aus dieser Diskussion verabschiede!

            • Sorry, den Kommentar verstehe ich leider nicht? *grübel – grübel*

              Also: Ein Bestatter bekommt Geld für seine Arbeit.

              Ich als Beraterin für den Weg „Urne zu Hause“ bzw. wenn ich Bestatter an Angehörige gebe, im Regelfall ca. 3 bis 6, dann mache ich das kostenlos und freue mich über Spenden.

              Wenn mir ein Bestatter für eine Vermittlung etwas gibt, dann freue ich mich auch aber es gibt keinen Zwang.

          • Ich habe damals 0 Ahnung gehabt was eine Bestattung kostet.
            Weder in Köln, wo ich mit 5 oder 6 Bestattern gesprochen habe und keine Info am Telefon bekam und ebenso wusste ich nicht ob die 1.700 € teuer sind.
            In dem Preis war natürlich die Einäscherung und alles enthalten.

            Da ich aber immer über Feuerbestattung rede, gehe ich heute – habe ja im Laufe der Zeit viel lernen dürfen – davon aus, dass ich, wenn ich über Feuerbestattung rede auch das Krematorium drin sein sollte.

            Feuerbestattung ohne Krematorium geht wirklich schlecht.

            Immerhin musste der Bestatter, der noch nie für einen Deutschen gearbeitet hatte, dann auch bis Köln fahren. Waren 1 Strecke über 100 km.

            Ich habe ihm damals angeboten, ohne eine Ahnung von dem was ich tun musste, die Formalitäten zu erledigen. War ein Kripofall.

            Da hieß es gleich: Frau Hoerner, wenn sie das erledigen, dann ist es 200 € billiger.

            Aber die Story wird in meinem Buch erzählt werden und dann kann man es ganz genau nachlesen.

            Übrigens: In den Niederlanden sind Bestattungen im Regelfall, das habe ich inzwischen erfahren, generell teurer. Niederländer haben auch fast alle eine Vorsorge für diese Fälle und deshalb scheint das dort nicht ganz so wichtig zu sein, wie in Deutschland.

            Seitdem es in Deutschland kein Geld mehr von der Krankenkasse gibt, hat sich viel geändert. Da waren es eben mal 1.250 €urönchen, die man generell hatte und da konnten die Bestatter früher locker mal 1.000 € draufschlagen und dann waren die Angehörigen sicher sehr zufrieden und es war ihnen nicht klar, dass es eigentlich 2.250 € auch schon vor 20 Jahren waren.

            • Ach, Sie wollen nur den nächsten öden Schinken hier bewerben. Dann gibt es ja endlich ein Motiv für das penetrante Geschwurbel in der Kommentarspalte. Viel Erfolg und schönes Leben noch!

              • Ich habe es absolut nicht nötig hier etwas zu bewerben.

                Ich habe Arbeit ohne Ende und schaffe es trotzdem, dank meiner schnellen Fingerlein, hier auch noch etwas zu schreiben.

                Wenn meine Kommentare Sie stören, dann lesen sie diese doch einfach nicht.

  9. Beratungsresistente Coronalangeweile einschließlich versuchter, aber für mich fehlgeschlagener Werbung in eigener Sache!
    Einfach nur peinlich.
    Mehr lese ich da nicht raus.
    Ist den ganzen Aufwand nicht wert.

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