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Die vom Reklame-Layer abgedeckte Rettungskarte des ADAC

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Ich wollte ja erst auf diese Seite gar nicht verlinken. Mich kotzen Seiten an, bei denen sich irgendein Reklame-Layer über den Inhalt legt und mir die Sicht auf das eigentlich Interessante rauben. Am schlimmsten finde ich die bescheuerten Dinger, die man dann mit „close“ vermeintlich zumacht und die dann im Hintergrund drei Pokerseiten aufmachen…

Aber der ADAC ist ja als Deutschlands größtes Outlet für Behindertenfahrstühle und Rentnerkrempel bekannt, zumindest sieht die ADAC-Motorwelt danach aus, und da ist man etwas aufdringliche Werbung ja gewohnt.

Auf dieser Seite hier, die von Leser Garfield empfohlen wurde, wird über eine Rettungskarte empfohlen. Diese Karte soll oben an der Sonnenblende angebracht werden und den Rettern Aufschluss darüber geben, wo an diesem speziellen Fahrzeug am besten die hydraulischen Scheren und Spreitzer angesetzt werden können.

Ob das der richtige Weg ist? Ich bin mir nicht sicher. So eine Karte ist vielleicht ein Schritt in die richtige Richtung, besser wären aber Aufkleber an verschiedenen, gut zu erreichenden Stellen oder noch besser: einheitliche Punkte zum Aufschneiden und Spreitzen an allen Autos. Mein Feuerwehrmann hier sagt mir, daß sie so etwas nicht brauchen. „Bevor wir da einen Zettel suchen, der vielleicht durch den Aufprall irgendwo mit dem übrigen Zeug irgendwo im Auto rumfliegt, haben wir schon das Dach ab.“

Peter Wilhelm 10. Dezember 2014


40 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ich finde, dass die Idee (sie würde ja Rettern die Arbeit prinzipiell erleichtern und sicherer machen) ist wie bei vielen anderen „Erfindungen“ im Bereich der Personenrettung gut ist und der Ansatz nicht schlecht gewählt ist: wenn man eben die Hersteller nicht auf eine Linie bringen kann, dann vereinheitlicht man für Retter die Infos.
    Aber wie auch bei der Idee von „ICE“ (In Case of Emergency) gibt es immer wieder Probleme mit dem Handling für die Rettungskräfte in der konkreten Situation. Schade.

    Ich kann Tom aber nur zustimmen, dass einheitliche Spreiz-/Schneidstellen deutlich sinnvoller wären.

  2. „dass einheitliche Spreiz-/Schneidstellen deutlich sinnvoller wären“

    Warum? Das ist eine Frage der Karosseriebauweise und des Know-How der Autohersteller denke ich mal. Wenn man das vereinheitlichen würde, müssten viele Hersteller ihr gesamtes Konzept neu entwerfen. Und ob dann das „sicherste“ Konzept als Standard gewählt würde? Was wenn sich herausstellt, dass eine neue Bauweise noch sicherer ist?
    Im Zweifelsfall hab ich es lieber, wenn mich die Feuerwehr erst eine Minute später lebendig rausschneidet, als wenn sie schnell die Leiche bergen kann.

  3. Die Stützpunktfeuerwehren haben meines Wissens eh einen elektronischen Katalog mit dem sie jeden Auto-Typ abrufen können. Gerade bei Hybrid/Elektro/Wasserstoff-Autos sehr nützlich.

  4. @LeserIn:
    Feuerwehr ist ländersache. „Stützpunktfeuerwehren“ gibt es in meinem Bundesland um Beispiel nicht. Wenn bei euch elektronische Kataloge mit Autodaten üblich sind, ist das ziemloich gut. Ich habe im Rahmen meiner Ausbildung schon so manche Feuerwehr gesehen und mit noch mehr Feuerwehrleuten geredet. So ein Katalog ist mir noch nicht untergekommen. Was ich kenne, sind Herstellerspezifische Kataloge (Mercedes gibt so einen raus).

    Grüße

    Matthias

  5. Es gibt da derzeit verschiedene Lösungen. Mercedes bringt bei einigen Modellen eben solche Schneid-Markierungen an der Karosserie und an den Scheiben an, blöd wenn die Scheiben dann beim Unfall fehlen und die Karosserie zerknautscht ist.

    Jeder Hersteller bietet Rettungsleitfäden mit teilweise mehreren hundert Seiten Umfang an. Im Einsatzfall den passenden Fahrzeugtyp herauszufinden und aus der Papiersammlung rauszuziehen ist auch nicht wirklich sinnig.

    Die Rettungskarte ist ein guter Anfang, bringt allerdings auch nichts wenn die Sonnenblende ggf. abgerissen oder eingedrückt ist.

    Es gibt auch den angesprochenen elektronischen Katalog von der Firma Moditech. Problem ist bislang noch das selbe wie bei der Papierversion: den richtigen Fahrzeugtyp rauszusuchen.

    Aktuell ist eine Gesetzesänderung vorgesehen die den Feuerwehren erlaubt über eine Kennzeichenabfrage den Fahrzeugtyp und die notwendigen Infos abzurufen. Das System gibts in den Niederlanden seit Jahren und funktioniert dort auch gut.

    Im Zweifel bleibts aber bei der bisherigen Vorgehensweise: Innenverkleidung abnehmen um die Airbags erkennen zu können, Schnittstellen markieren und schneiden/spreizen. Dauert im ungünstigsten Fall dann eben etwas länger.

  6. Hallo zusammen,

    diese Sache ist mitlerweile tatsächlich ein großes Thema bei Feuerwehren und dazu will ich ein paar Anmerkungen los werden.

    – der Feuerwehrmann, der dir das mit dem „Dach ab“ erzählt hat, lebt scheinbar noch in einer vergangenen Zeit. Denn so einfach ist das leider sehr häufig nicht mehr. Drauf los schneiden ist bei den heutigen Fahrzeugen kontruktionsbedingt weder möglich noch sinnvoll. Die Zeit für die Airbagsuche, usw. sowie die Patientenversorgung muss man sich unbedingt nehmen. Das kann sonst böse ins Auge gehen.

    – Elektronische Datenbanken mit den Informationen gibt es tatsächlich, die sind aber in der Fläche kaum verbreitet. (auch bei den Stützpunktfeuerwehren, die es in einigen BL gibt wird man sowas selten finden)
    Mir persönlich sind nur einige wenige Berufsfeuerwehren bekannt, die das ernsthaft nutzen. Und die Masse dieser Einsätze wird eher im sehr ländlichen Bereich stattfinden.

    Unterm Strich kann man sagen, das hierbei in Zukunft einige geschehen muss. Die Entwicklung in diesem Bereich geht schnell vorran und es ist für die Masse der Feuerwehren sehr schwierig, damit Schritt zu halten. Das sieht man schon daran, dass die hydraulischen Rettungsgeräte im Grunde alle paar Jahre ersetzt werden müssen, weil sie technisch an die Grenzen gelangen. Die Zeiten, wo man Schere und Spreizer 20 Jahre nutzen konnte, sind vorbei.

  7. [qoute]Dauert im ungünstigsten Fall dann eben etwas länger.[/quote]
    Dieses „etwas länger“ könnte im ungünstigsten Fall mehr als 15 Minuten sein. Das kann für einen vor sich hin blutenden zu lang sein.

  8. @hamburger
    Es gibt den „inneren Retter“, der je nach Lage in das verunfallte Fahrzeug geht und Erstversorgung macht.

    Der Notarzt bestimmt, wie der Patient zu retten ist: schonend und vorsichtig – oder crash = raus egal wie.

    „Feuerwehr kommt und nimmt das Dach ab“ gibt’s schon lange nicht mehr.

  9. [quote]Dieses „etwas länger“ könnte im ungünstigsten Fall mehr als 15 Minuten sein.[/quote]

    Dann ist das eben so. Wenn die Unfallsituation ungünstig ist, dann sind 15 Minuten nicht mal viel.

    [quote]Das kann für den Blutenden zu lang sein[/quote]

    In der Tat. Das kann aber eben passieren. Wenn diese 15 Minuten entscheidend sind, dann sind die Chancen ohnehin sehr gering.

    Meine Erfahrung nach mehr als 10 Jahren Feuerwehr und 9 Jahren Rettungsdienst ist ganz klar, dass die Überlebenswahrscheinlichkeit bei einer Crash-Rettung im niedrigen einstelligen Prozentbereich liegt.

  10. Besteht im Notfall überhaupt die Zeit einen solchen Plan zu suchen? Da muss es doch schnell gehen. Es gibt ja auch Patientenkarten, die man mitsich tragen kann. Wg Blutgruppe, Unverträglichkeit, keine Bluttransfussion erwünscht usw. Ich persönlich glaube nicht, dass ein Notartz erstmal alle Taschen durchsucht, ob ein Patient sowas dabei hat. Erst Leben retten, dann suchen. Denk ich mal so.

  11. [quote]
    Besteht im Notfall überhaupt die Zeit einen solchen Plan zu suchen?[/quote]

    Grundsätzlich ja. Wie ich bereits arbeitet niemand hektisch drauf los und wenn die Zeit nicht da ist, dann sind die Chancen des Patienten extrem gering. So oder so.

    [quote]
    Da muss es doch schnell gehen.[/quote]

    Es muss sicher und zügig gehen. Aber nicht hektisch. Diese Karten dienen ja auch zum Schutz der Helfer. (Stichwort Hybrid, Batterie, Airbag)

    [quote]
    Es gibt ja auch Patientenkarten, die man mitsich tragen kann. Wg Blutgruppe, Unverträglichkeit, keine Bluttransfussion erwünscht usw. Ich persönlich glaube nicht, dass ein Notartz erstmal alle Taschen durchsucht, ob ein Patient sowas dabei hat. Erst Leben retten, dann suchen. Denk ich mal so.[/quote]

    Es ist sicherlich nicht das erste, das man macht. Aber wenn möglich, dann wird parallel zu den Rettungsarbeiten sowas gemacht. In der Regel übergeben wir persönliche Gegenstände der Polizei zur Sicherstellung. Personalien und ggfs. solche INformationen werden von uns natürlich dokumentiert.

    Grundsätzlich gilt: Auch in zeitkritischen Situationen muss einfach die Zeit und Ruhe für ein strukturiertes und sicheres Handeln da sein. Mit Hektik und „Drauf los!“ ist niemandem geholfen.

  12. > Es muss sicher und zügig gehen. Aber nicht hektisch

    Schön zu beobachten, wenn die Feuerwehr kommt: Erst mit großem Trara, Autos kommen so wie es die Verkehrslage eben erlaubt angebraust, gebremst wird mit quietschenden Reifen… aber danach wird erst mal Lage sondiert, abgestimmt.

    Was steht auf den Erste-Hilfe-Infotafeln immer als erster Punkt? Eigene Sicherheit beachten!

  13. Das müssen die Spezialisten entscheiden ob so eine Karte oder eine Markierung an den Schneid/Spreizstellen sinnvoll ist. Wenn ja, natürlich auch über die Art und Weise.
    Einheitliche Schneid/Spreizstellen halte ich für schwer realisierbar. Bis sich da alle Hersteller auf ein „System“ geeinigt haben.

  14. [quote]Das müssen die Spezialisten entscheiden ob so eine Karte oder eine Markierung an den Schneid/Spreizstellen sinnvoll ist. Wenn ja, natürlich auch über die Art und Weise.
    Einheitliche Schneid/Spreizstellen halte ich für schwer realisierbar. Bis sich da alle Hersteller auf ein „System“ geeinigt haben[/quote]

    Ich glaube nicht, dass man sich da jemals einigen wird. Das würde nämlich bedingen, dass die Fahrzeuge alle ähnlich kontruiert sind. Das ist weder so einfach möglich noch gewollt.

    Ich finde die Idee mit den Karten eigentlich ziemlich gut. Es muss dann allerdings mehrere Stellen geben, wo man die finden kann. (z.B. Sonnenblende, Kofferraum, B-Holm)
    Das stellt dann sicher, auch bei großer Deformierung noch dran zu kommen.

  15. Ich finde die Diskussuion teilweise etwas akademisch. Ich frage mich gerade, ob sich die Disskutanden diese Informationen bereits überhaupt angdchaut haben.

    Ob eine solche Informationen, wie sie hier beworben werden, sinnvoll sind oder nicht, und ob sie sie im Falle, dass sie so etwas vorfinden, benutzen wollen, müssen die am Rettungswesen Beteiligten entscheiden.

    Mir als Rettungslaie erscheinen die Informationene, die ich für MEIN Fahrzeug (Focus Turnier) finden konnte und gerade runtergeladen habe, einigermaßen sinnvoll, informativ und auf den ersten Blick auch vollständig dabei knapp genug, um schnell einen Überblick zu verschaffen.

    Was passiert, wenn die Sonnenblende abgerissen ist? Na dann findet man die Infos eben nicht, wenn sie nicht vorhanden gewesen wären, hätte man sie ja auch nicht gehabt. Wenn jemand aus dem Rettungswesen eine besseren Platz weiß, bitte Bescheid geben, ich werde sie gern auch dort anbringen.

    Ich werde sie einfach mal ausdrucken und anbringen. Ob sie irgendwann nützlich sein werden, weiß ich nicht, schaden werden sie vermutlich weder meinem Fahrzeug noch meiner Überlebenchance im Unfallfall. Das zusätzliche Gewicht von ca. 10 Gramm wird den Benzinverbrauch auch nicht in ungahnte Höhen treiben 😉 Also warum nicht?

  16. Meinen Kommentar bitte nicht falsch verstehen. Es spricht absolut nichts dagegen diese Karte auszudrucken und im Fahrzeug zu platzieren.

    Allerdings darf man auch nicht meinen, dass die Karte immer und grundsätzlich für eine schnellere Rettung sorgt. Darum gings mir.

  17. Ich habe dazu ja bereits was geschrieben:

    [quote]
    Ob eine solche Informationen, wie sie hier beworben werden, sinnvoll sind oder nicht, und ob sie sie im Falle, dass sie so etwas vorfinden, benutzen wollen, müssen die am Rettungswesen Beteiligten entscheiden.[/quote]

    Darüber wurde in Fachkreisen ausführlich Diskutiert und man ist sich zumindest einig, dass sowas in Zukunft unabdingbar ist. Die Frage ist nur, wie die Umsetzung ablaufen wird. (Zentral oder Dezentral)

    [quote]
    Was passiert, wenn die Sonnenblende abgerissen ist? Na dann findet man die Infos eben nicht, wenn sie nicht vorhanden gewesen wären, hätte man sie ja auch nicht gehabt. Wenn jemand aus dem Rettungswesen eine besseren Platz weiß, bitte Bescheid geben, ich werde sie gern auch dort anbringen.[/quote]

    Wir ich bereits schrieb, würde ich drei Ort dafür vorsehen, sofern man ein dezentrales System will. Sonnenblende, B-Holm, Kofferraum.

  18. Brauchts imho nicht. Der Feuerwehrmann hat recht. Wenn man einmal gesehen hat, wie die Feuerwehr so ein Auto mit der Schere zerlegt, der weiß, dass die sowas nicht benötigen.

    Zumal beim Unfall ja, soweit ich weiß, auch noch andere Sachen zu berücksichtigen sind. Wenn z.B. ein Bauteil unter Spannung steht, dass durchs Schneiden plötzlich entlastet wird, kannst möglicherweise auf einen Verletzten knallen. Und dann können solche Karten echt hinderlich sein, weil sie das „selbst gucken“ prima ersetzen.

    Man muss nicht alles kennzeichnen. Im Rettungsdienst ist imho sowieso eine Sache viel wichtiger:

    Die Leute, die da maulaffen feilbieten mal dazu kriegen zu HELFEN statt für die Bildzeitung ein Foto zu schießen 🙁

    Echt zum kotzen manche Leute da….

  19. Im Flugzeugbau gibt es auf dem Lack Markierungen.
    Meist rote oder gelbe Rahmen.
    Dort kann problemlos die Wand eingeschlagen werden.

    Sollte man vielleicht bei Autos auch einführen.

  20. Kloa, aber es sieht schei**e aus. Das setz mal durch!
    Im ÖPNV und Fernverkehr ist den Leuten wurscht, wie das Fahrzeug ausschaut, man sehe sich nur mal das ganze technische Gelaber am unteren Rand eines Zugwaggons an. Aber Privatfahrzeuge müssen [i]schön[/i] sein!

  21. also ich fand den Vorschlag, der neulich mal gemacht wurde nicht schlecht, ging in etwa so …

    über das Kennzeichen in Flensburg anfragen, dort sollte doch alles gespeichert sein … und gleich auf dem Handy/Computer sehen, wo geschnitten oder besser nicht geschnitten wird … Handy oder ein entsprechender Computer (wie die Polizei hat) sollte in jedem Feuerwehrauto vorhanden sein. Bei der Anfrage erscheint dann der Autotyp und ein Bild mit Markierungen. Das Kennzeichen kann man ja schon bei der Unfallmeldung erfragen, dann hat man alles, wenn das Personal vor Ort ist.

    Sollte eigentlich in unserer technisch hochgerüsteten Zeit kein Problem sein und wirklich kompliziert erscheint mir das dann auch nicht.

    Wenn man dann noch die Autos in Kategorien einteile

    A = Schneiden nach Bedarf – kein Problem

    B = Achtung! Elektroauto …

    C = Fährt mit Gas …

    D = …

    E = Vorsicht, macht da bloß keinen Kratzer dran, ist das Auto vom Chef …

    😉

    Ich hoffe, daß nie jemand hier diesen Service braucht – allen – Gute Fahrt!

  22. @ Stefan.
    Manchmal erscheinen 2 Kommentare mehr oder weniger Parallel, die Vorschaufunktion wird auch meistens vergessen.
    Wenn man die Vorschau benutzt erscheinen auch ganz frische Kommentare.
    Und manches überliest man halt im Eifer des Gefechtes….
    B. A.

  23. [quote]über das Kennzeichen in Flensburg anfragen, dort sollte doch alles gespeichert sein … und gleich auf dem Handy/Computer sehen, wo geschnitten oder besser nicht geschnitten wird[/quote]

    Das gefällt mir auch sehr gut. Dürfte aber aus verschiedenen Gründe sehr schwierig in der Umsetzung sein.

    [quote] … Handy oder ein entsprechender Computer
    (wie die Polizei hat) [/quote]

    Die Polizei hat sowas nicht. Die müssen für jeden Mist über Funk nachfragen. Im Übrigen gibts weder bei Polizei noch Feuerwehr zur Zeit eine Funktechnik, die die Datenübertragung hinbekommt. Das müßte dann über GPRS/UMTS laufen.

    [quote]
    sollte in jedem Feuerwehrauto vorhanden sein. Bei der Anfrage erscheint dann der Autotyp und ein Bild mit Markierungen. Das Kennzeichen kann man ja schon bei der Unfallmeldung erfragen, dann hat man alles, wenn das Personal vor Ort ist.[/quote]

    Mir sind ein paar BF bekannt, die das über lokale Datenbanken lösen. D.h. es sind die Fahrzeugtypen auf einem PC im Fahrzeug gespeichert.

    [quote]
    Sollte eigentlich in unserer technisch hochgerüsteten Zeit kein Problem sein und wirklich kompliziert erscheint mir das dann auch nicht.[/quote]

    Gerade in Bezug auf das System der Feuerwehren in Deutschland (Land/Komune, der Bund hat nix zu melden) halte ich das für praktisch nicht durchführbar. Man kriegt ja nichtmal die modernisierung des Funk vernünftig hin.

    *Seufz*

  24. @ tantejay

    wenn Du mal gesehen hättest, wie die Schere z.B. einen Airbagdruckzylinder erwischt, würdest Du anders schreiben……

  25. @stefan (17)

    „Wir ich bereits schrieb, würde ich drei Ort dafür vorsehen, sofern man ein dezentrales System will. Sonnenblende, B-Holm, Kofferraum.“

    Dann kommt das jetzt dahin, von mir persönlich angenagelt, dezentral, und Ihr könnt damit machen, was Ihr wollt, wenn Ihr mich rausholen müssen solltet 😉

    Weil wenn man drauf wartet, bis es da eine einheitliche Regelung gibt, dauert das eh bis zu meinem überüberübernächsten Auto oder bis ich meinen Führerschein freiwillig abgegeben hab.

  26. Darf ich als Rettungsfachfremder einmal eine Frage stellen?
    Anhand der Schlüssel- und Rahmennummer des Wagens lässt sich, bei Bedarf, sogar nachrecherchieren welcher Werker den Kofferraumdeckel angeschraubt hat und wie seine Frau heißt.
    Ist es ernsthaft so dass die Rettungskräfte nicht einmal die 400 Euro zur Hand haben um einen Einsatzwagen mit einem Laptop auszustatten um in pdfs nachzulesen wo sie die Dose kaputtschneiden können?
    Das ist doch nicht wahr, oder?
    Wir leben im Jahr 2010!

  27. [quote]Darf ich als Rettungsfachfremder einmal eine Frage stellen?
    Anhand der Schlüssel- und Rahmennummer des Wagens lässt sich, bei Bedarf, sogar nachrecherchieren welcher Werker den Kofferraumdeckel angeschraubt hat und wie seine Frau heißt.[/quote]

    Ob das geht: Keine Ahnung. Die Frage ist, wie lange das dauert.

    [quote]
    Ist es ernsthaft so dass die Rettungskräfte nicht einmal die 400 Euro zur Hand haben um einen Einsatzwagen mit einem Laptop auszustatten um in pdfs nachzulesen wo sie die Dose kaputtschneiden können?
    Das ist doch nicht wahr, oder?[/quote]

    1. Musst Du diese Datenbank erstmal haben und die muss aktuell sein

    2. Zähl mal nach, wieviele Fahrzeuge das wäre, die Du damit ausstatten willst. Ich habe da nix gegen, aber das ist eine gewaltige Zahl.

    3. Sehe ich tatsächliche viiiiele andere Baustellen in diesem Bereich, die in meinen Augen priorität haben.

  28. Stefan, jeder Hersteller muss, um den Wagen überhaupt in Europa zulassen zu dürfen jede Menge Papiere einreichen, da dürfte eine Scheidanweisung dabei sein.
    Eine Datenbank muss nicht dem Anspruch haben jede noch so exotische Nuckelpinne zu erfassen, und selbst wenn, am Netz über Nacht kann man problemlos derartige Daten aktualisieren.
    Da wird mit problemlos mit Glühbirnen-, Heizpilz-, Rauch- und demnächst Rollerverboten die Welt gerettet aber Pfennigbeträge mit denen wirklich Menschenleben gerettet werden können sind nicht zur Hand?
    Ich bitte dich!

  29. Nachtrag:
    3. Sehe ich tatsächliche viiiiele andere Baustellen in diesem Bereich, die in meinen Augen priorität haben.

    Welche denn?
    Da tun sich ja für Ottonormalüberschlager schwarze Löcher auf 🙂

  30. [quote]Welche denn?
    Da tun sich ja für Ottonormalüberschlager schwarze Löcher auf[/quote]

    Das führt hier jetzt zu weit und das füllt bestimmt Bücher.

    Kurzfassung:
    Ich sehe das größte Problem in den Strukturen, die sich nach dem Krieg gebildet haben bzw. bewußt gebildet wurden. Unser Föderalismus, so nachvollziehbar die Idee dahinter sein mag, ist ein riesiges (vielleicht so gar DAS) Problem in der Gefahrenabwehr.
    Wir haben 16 Brandschutzgesetze, 16 Feuerwehrstrukturen, 16 Philosophien, wie man Feuerwehr betreiben kann, 16 Landesfeuerwehrverbände mit teils unterschiedlichen Ansichten und in jedem der 16 Länder eine Vielzahl von eigenständigen (weil komunale Aufgabe) Feuerwehren.

    Man schafft es nichtmal, einheitliche Standards bei Schutzkleidung, Fahrzeugen oder Funkrufnamen zu nutzen, weil einige BL immer wieder eine Extrawurst haben wollen. Die Strukturen der Feuerwehr (insbes. FF) in punkto Größe, Einsatzzahlen, Ausrüstung unterscheiden sich teils diametral. Da gibt es mancherorts FFen, die von der Ausstattung manche BF neidisch machen und wieder andererorts FFen, die den 30 Jahre alten Anhänger noch mit dem Trecker von Bauer Paul zum Einsatz ziehen müssen.

    In meiner Heimt NRW hat jede Gemeinde EINE Feuerwehr, die ggfs. mehrere Standorte hat. In Bayern beispielsweise dürften auf der gleichen Fläche das xfache an _eigenständigen_ Feuerwehren bestehen, die natürlich unantastbar sind.

    Dies nur mal, um die Dimensionen zu verdeutlichen. Darüber könnte man sicher Bücher füllen.

  31. Stefan, nur rein interessehalber, ich will jetzt nicht wieder eine Diskussion anstoßen, gibt es in D auch Feuerwehren die privatwirtschaftlich betrieben werden, und wenn ja wie läuft das bei denen? Wenn nicht in D – gibt es da Erfahrungswerte aus anderen Ländern?

  32. Es gibt privat betriebene Feuerwehren nur im Bereich der Werkfeuerwehren. Die sind dann in der Regel durch die Behörden angeordnet (hängt vom BL ab 😉 und weitgehend wie eine BF organisiert.

    In anderen Ländern gibts unterschiedliche Systeme. Eines wie in Deutschland ist mir in dieser Form und in diesem Umfang nicht bekannt.

  33. @ Tante Jay (18)
    Da ich hier ansonsten nicht mitreden kann: Deinem Kommentar möchte ich von Herzen zustimmen, so weit er die Gaffer betrifft. Wie oft habe ich in einem Stau gestanden und dann miterlebt, dass dieser wohl vor allem deshalb entstanden war, weil viele Leute an einer Unfallstelle nicht nur unnötig langsam vorbei gefahren waren, sondern sogar ANHIELTEN, um alles in Ruhe betrachten zu können. Krank.
    Dass solche Leute bei anderen Gelegenheiten Unfallstellen sogar aktiv aufsuchen und Rettern die Zugänge versperren, finde ich ungeheuerlich.

  34. Ich kenn mich da nicht aus, aber vielleicht hilft diese Karte ja. Wenn es nur ein Leben rettet, hat sie sich schon bewährt.

    Wo Tom mal wieder so was von recht hat, sind diese nervigen Werbeeinblendungen – ich habe schon welche gehabt, bei denen ich erst die Sidebar des Browsers zumachen musste, damit ich den Mist wegbekam. Aber ich glaube, das kann man abstellen, indem man Java abschaltet – da aber immer mehr Webseiten nicht mehr ohne Java können, ist das auch nicht so toll…

  35. Ähm…wo soll da jetzt eine Werbeeinblendung sein? Direkt auf dieser Seite vom ADAC? Mal Adblock Plus ausschalten…o ja das Teil. Nervt bestimmt wenn man beim Surfen immer wieder von sowas gestört wird.

    Ob so eine Karte wirklich nötig ist? Ich bin leider kein Feuerwehrmann oder sonst irgendwie in der Rettung tätig, und das sind eigentlich die einzigen Personen die so etwas beantworten können. Habe bei meinem Automodell nachgeschaut, besonders detailiert ist die Karte nicht gerade. Finde ich.

  36. Bin definitiv dafür, wenn außen, gut sichtbar irgendwo ein Aufkleber am Auto ist, der darauf hinweist, dass so etwas vorhanden ist.
    Wer schon mal mit Schere und Spreizer gearbeitet hat weiß, wie mühsam es sein kann. Wer schon mal jemanden aus einem Auto holen wollte und der Airbag ist aufgeknallt, weil die Karre eine zweite Batterie hatte, von der niemand etwas wusste, weiß wie gefährlich es sein kann. Und wer schon mal einen Autofahrer vom Baum gekrazt hat weiß, dass im schlimmsten Fall unter Umständen alle Aufkleber der Welt nichts nutzen…

  37. Okay, ein bisschen bin ich ja vom Fach, also:

    Bei einem modernen Auto drauflosschneiden ist entweder nicht möglich, hin und wieder gefährlich für Verunglückte UND Rettungskräfte, kostet aber mindestens unnötig Zeit. Isso. Punkt. So ein Plan kann quälende und eventuell lebensenscheidende Minuten bedeuten. Selbstverständlich ist das kein Allheilmittel. Wenn man auf der Autobahn ins Schleudern kommt und mit 170 Restgeschwindigkeit seitwärts unter einen LKW rauscht, schützt einem natürlich auch kein Blatt Papier.

    Zum Thema „Die Feuerwehr sucht doch im Erstfall das Ding nicht.“: Da hat wohl jemand den Link nicht gelesen. Das Blatt soll standardmäßig an die Sonnenblende. Da is nix mit Suchen.

    Zum Thema „Nach dem Aufprall fliegt das Ding irgendwo im Auto rum“ oder „Sonnenblende reißt doch ab.“: Auch laut ADAC-Tests unwahrscheinlich. Und hier auch von mir die Frage: Und wenn? Dann ist sie halt in dem einen Fall unnütz. Es ist ein Blatt Papier und keine 2000-Euro-Investition.

    Sonst stimme ich aber zu, dass mehr als ein Platz durchaus Sinn ergäbe. Und dass es noch sinnvoller ist, wenn die Feuerwehr einen ensprechenden Datenbankzugriff hätte.

  38. [quote]Mich kotzen Seiten an, bei denen sich irgendein Reklame-Layer über den Inhalt legt und mir die Sicht auf das eigentlich Interessante rauben.[/quote]
    Und der Werbeblock hier toppt ja alles. Klickste drauf, bekommste deine Extra-Werbung. Aber danach bleibt der Mist trotzdem über der Information, die ich wichtiger- und informativerweise zu mir nehmen wollte! Sowas sollte bestraft werden!

  39. Karte ausdrucken ist gut. Wird mir vermutlich aber in 70% der möglichen Fälle auch nicht helfen, weil ich nicht in Deutschland unterwegs bin. Umgekehrt würde Flensburg mir in Deutschland auch nicht helfen, weil mein Auto da nicht gelistet ist – ist schließlich in Frankreich zugelassen. UNd die alte grüne Feinstaubplakette? Das Kennzeichen stimmt seit mindestens 30 Monaten nicht mehr. (War auch nie meins, sondern das vom Vorbesitzer.)
    Da bleibt halt nur, erst mal zu tun, was man kann, und ansonsten seine aktive Fahrsicherheit zu verbessern – indem man auch da nur tut, was man kann, und vor allem mit der Blödheit von 100% der Autofahrer rechnet. Der eigenen mit dabei!

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