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Geheimnisvolle Blutung

Sandy hat es ja tatsächlich geschafft, den schnauzbärtigen Freddy Mercury-Verschnitt vom Paketdienst anzubaggern. Antonia hat das mit zusammengekniffenen Lippen zur Kenntnis genommen aber zunächst mal kein weiteres Wort darüber verloren, auch sie hatte ja ein oder zwei Augen auf den Mann in den kurzen braunen Hosen geworfen. Der habe so schöne Beine, ganz im Gegenteil zu Magnum, der habe enttäuschende Stelzen.

Aus Sandy und ihrem Freddy ist aber nichts geworden. Freddy interessiert sich nur für Fußball und seinen Job und hat meine schöne Amerikanerin einen ganzen Abend bei „Pizza Hut“ mit seinen neuesten Anekdoten über nicht zustellbare Pakete gelangweilt. Das schien ihm aber als Eintrittskarte für Herz und Bett völlig auszureichen und so lautete seine Ansage für die Abarbeitung des restlichen Teils der Nacht auch ziemlich eindeutig.

Nun hat Sandy ja keine Schwierigkeiten, solche Leute abzuwehren, normalerweise genügt da ein Satz oder -wenn es sich um einen schwächlichen Bewerber handelt- auch nur eine Bewegung des letzten Gliedes ihres kleinen Fingers. Aber der hier war von einer besonders hartnäckigen Sorte und wollte Sandy auf jeden Fall beglücken. Nun waren die beiden mit Sandys Auto unterwegs und sie wollte ihren Freddy auch nicht einfach in der benachbarten Stadt sitzen lassen, also hatte sie sich seufzend bereiterklärt, den Typ wenigstens noch bis zur Endhaltestelle mitzunehmen.

Das wiederum…

…verstand der Typ als neckisches Zaudern miß und dachte, daß sei alles nur ein gekünsteltes Zieren und wollte dann im Auto, während der Fahrt, zur Sache kommen.
Ich möchte gar nicht daran denken, wie wehrlos Antonia einem solchen Ersatzkassen-Casanova ausgeliefert gewesen wäre.

So begann er sich also während der Fahrt teilzuentkleiden und versuchte Sandy dazu zu bewegen, es ihm gleichzutun…

Es ist uns bis heute nicht gelungen, herauszufinden, welches Körperteil des Paketboten in dieser Nacht noch geblutet hat, jedenfalls mußte Sandy am anderen Morgen ihr Auto putzen.

So alles in allem finde ich es besser, wenn dem was blutet, als wenn unserer Antonia das Herz bluten würde.

Frau Büser, die ich sehr wohl auch ein bißchen habe hecheln sehen, als der Typ mal bei uns was lieferte, steht natürlich über dem Ganzen und schüttelt in etwas übertriebener Manier ihr weises Haupt. Antonia ist enttäuscht, aber nicht weil sie den Freddy nicht gekriegt hat, sondern weil Sandy nicht rausrücken will, wo der geblutet hat.

„Glaubt mir, das wollt ihr gar nicht wissen!“

Heute kam eine Lieferung, aber es war ein anderer Paketfahrer. Wo denn der Freddy sei, hat Antonia kauend gefragt und der Mann hob nur die Schultern: „Der ist krank, muß so Sitzbäder machen, keine Ahnung was der genau hat.“

Das macht die Sache nur noch geheimnisvoller, finde ich.

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Peter Wilhelm 28. Mai 2012


29 Kommentare von 141208.

  1. Da hätte sich der fesche Bote vielleicht doch besser von Antonia und ihren Teilchen beglücken lassen sollen. Jetzt scheint ihm eins zu fehlen.

  2. Mag es bei der Teilentkleidung im Bereich der die Laufgerätschaften umgebenden Textilhülle zu mechanischen Überforderungen gewisser Körperteile bzw. der Haut davon gekommen sein, in dem diese (ggf. erst beim Sandy-induzierten wiederankleiden) in dieses kontinuierlich schließende metallene Etwas gerieten, was das Beinkleid letzlich im Schrittbereich verschließt?

  3. @8:
    Die kamen dem bestimmt auch! :-)

    Blut, Sitzbad, hmmm … erinnert mich spontan an die Werbung aus den 70ern. Genau, die mit dem Apfel: „bl***-a-med! Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zubeißen können!“ ;-)

  4. Während meiner KFZ-Mechanikerlehre hat es jemand geschafft, sich während der Demontage eines Armaturenbrettes den Handbremshebel in eine ebenfalls für Bremsspuren zuständige Körperöffnung zu rammen.
    Das hat auch nicht schlecht geblutet. Deshalb fiel mir diese Episode in dem Zusammenhang gerade wieder ein. ;)

  5. Da sag ich doch Autsch. Wobei sich eigentlich aufgrund der gemachten Aussagen recht gut eingrenzen lässt was genau da geblutet vermutlich geblutet hat. Bleibt die Frage nach dem wieso *g*

  6. …wenn man einen Reisverschluß an einer Hose schnell hochzieht und es schaut noch etwas keck dabei hervor, kann man dieses kecke Ding sehr schmerzvoll einklemmen…Ratsch…arrrrgg

  7. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich weiss, wo er geblutet hat.

    Ich habe solche Bäder auch schon hinter mir.

    Und nein, das war leider nicht Sandy, sondern ein Basketball-Unfall, bei dem der Gegner mit angezogenen Knien auf mich zugeflogen kam.

    Und ja: *aua*

  8. @ 24: Du meinst, in die Wunde kann er sich jetzt ein Intimpiercing reinklöppeln? :-O

    Fragt sich nur, an welcher Stelle. Soweit ich weiss, gibt es bei Männern mehrere Stellen für Intimpiercings. :-)

  9. Könnte sein, dass ihre Fingernägel zufällig gerade frisch geschliffen waren, weshalb sie ihm kurzerhand mit die Tatsache klar machte, dass er keinen Termin beim Arzt mehr braucht, um seine Phimose in Ordnung zu bringen. Um ihm dann – kurzerhand und ohne Betäubung – kunstvoll mit einem einzigen Griff das Praeputium zurecht zu stutzen.

  10. Tom, ich mag Deinen Ideenreichtum für Wortschöpfungen. „Ersatzkassen-Cassanova“ ist einzigartig.
    Wie lieb Du von Antonia gesprochen hast, hat mich doch glatt ein wenig gerührt..

    @Mckaber: nette Vorstellung, diese unkonventionelle OP-Methode.. :-)

  11. Das erinnert mich an einen Dialog aus Navy CIS, sinngemäß:
    „Bei mir kommts öfter mal vor, dass die Frauen etwas lauter sind.“
    „Und was rufen die? ‚Nein heißt NEIN!!‘?“

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