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Im Bestatterweblog wird viel geklaut

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Immer wieder schreiben mir Leser, daß sie Texte aus dem Bestatterweblog irgendwo im Netz wiedergefunden haben.
Wenn es sich um Zitate in anderen Blogs oder auf anderen Seiten handelt, dann freue ich mich.
Wenn einfach so Sachen geklaut werden und sich jemand mit fremden Federn schmückt, schreiben wir ihm was Nettes.

In den allermeisten Fällen handelt es sich aber um ausländische Seiten, die ihre Inhalte mittel sogenannter Aggregatoren zusammenfischen.
Aggregatoren sind Softwaresysteme, die zu bestimmten Stichwörtern vollautomatisch Seiteninhalte und Feeds auslesen und daraus ebenfalls vollautomatisch Artikel machen.
Oft werden dabei Inhalte verschiedener Seiten zu einem Thema wirr vermischt.
Sinn und Zweck ist es, in den Suchmaschinen möglichst omnipräsent zu sein.

Ein Beispiel aus neuerer Zeit:

mann098
Veröffentlicht von peter wilhelm. hier erzählt der buchautor peter wilhelm geschichten aus dem bestatteralltag und informiert als Experte und sachverständiger. Wir sind nun schon seit mehreren jahren hier zu gast und fühlen uns jedes jahr wieder pudelwohl. landschaftlich schön und vor allem ruhig direkt hinterm deich. Seine Schillerlocken flutschten nur so rein. Das Fischangebot ist riesig. Im Fahrradbau hat er die Nase vorn. Ökologisch ist diese Art des Anbaus aber eher bedenklich.

Es gibt aber auch sogenannte Soupsysteme. Eine Soup ist, wie der Name schon sagt, ein Topf, in dem jemand alles Mögliche zusammenwürfelt.
Leute richten sich solche Seiten ein, legen einen Link auf den Feed verschiedener Seiten und laden sich alles Lesenswerte in diese Soup, um es dann später nochmals lesen zu können.

Vielen Seitenbetreibern sind beide Arten, Aggregatorseiten und Soupseiten, oft ein Dorn im Auge. Google könnte das als double-content betrachten. Der Suchmaschinengigant sieht es nämlich gar nicht gerne, wenn jemand ein und denselben Inhalt mehrfach ins Netz stellt.
Allerdings sehe ich das nicht so dramatisch. Auch Google weiß, daß beispielsweise Blogsysteme einen Inhalt mehrfach abbilden, z.B. einmal als eigentlicher Beitrag, dann noch als Eintrag in der jeweiligen Kategorie und unter dem Autorennamen.
Auch Wikipedia-Inhalte tauchen ja massenhaft immer wieder auf.

So gesehen, sind mir Aggregatoren und Soups eigentlich völlig egal.

Peter Wilhelm 3. Juli 2015


11 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Der Kollege oben, mit dem Scheuerlappen auf dem Kopf, ist bestimmt der Traum aller Bestatter. Einmal kann kann man die fette Nase beerdigen und dann den Inhaber selbiger. 😉
    Keine Ahnung ob man das dann Nasigoreng nennt? 😉

  2. Tom, dachte du rasierst dich wieder mehr. Und das du dein volles Kopfhaar so bedeckst, hast du uns auch nicht gesagt 😀

  3. Publizist ist der bessere Begriff. Autor ist doch arg hochgegriffen. Die Texte sind doch teilweise von arg einfacher Schreibe. Ich kanns nicht besser., das behaupte ich nicht.

    • @SteffKo:

      Solltest du vielleicht mal deine Etiketten sortieren?
      Autor ist JEDER, der irgendwas schreibselt und das Urheberrecht daran hält. (Also gar nix mit hochgegirffen 😉 )

      Schriftsteller ist ein Autor, der „erfolgreich“ oder künstlerisch tätig ist.

      Publizist ist ein Autor, der journalistisch arbeitet.

      Zitat aus Wikipedia:
      Abgrenzung

      Autor ist jeder, der einen Text, einen Comic oder eine Bildergeschichte gleich welcher Art in welchem Medium auch immer veröffentlicht und dafür Urheberrechte geltend machen kann. Mit der Bezeichnung Schriftsteller wird eine gewisse Differenzierung unter Autoren hergestellt, die sich zum Teil auf medial-distributive, zum Teil auf stilistisch-thematische Merkmale ihrer Produktionen stützt:

      von den Publizisten einerseits, deren Texte eine eher journalistische Behandlung aktueller Themen im Dienst der öffentlichen Meinungsbildung aufweisen,
      über die Schriftsteller, deren Schriften einen durchaus literarischen Anspruch erheben, ohne sich hierdurch in der Behandlung ihrer Themenbereiche besonderen Einschränkungen zu unterwerfen,
      bis hin zu den Dichtern und Poeten andererseits, deren Werke das gesamte Spektrum literarischer Gattungen umfassen (können), dabei aber in der Regel hohen poetologisch-ästhetischen, wenngleich zeitgebundenen Normen unterliegen.

      Diese Differenzierung ist approximativ und unscharf, wobei der Sprachgebrauch wohl einen Publizisten oder einen Dichter auch Schriftsteller zu nennen erlaubt.

        • @Stefan: Ich habe es immer so gehalten:
          Ich schreibe ja schon seit Ewigkeiten. Für namhafte Magazine, für Zeitungen, fürs Internet. Und somit sehe ich mich in dieser Weise als Journalisten.
          Wenn ich Texte verfasse, bin ich Autor dieser Texte. Das ist weder ein Prädikat, noch mit einer Wertung verbunden, das ist einfach Fakt.
          Seit meine Bücher erfolgreich erscheinen und ja auch ordentlich gekauft werden, nenne ich mich Schriftsteller.
          Um dieses alles unter einen Hut zu bekommen, paßt Publizist aber ganz gut.
          Die Ausführungen des Threadstarters sind, glaube ich, eher provokant gemeint.

    • @SteffKo: Einmal davon abgesehen, daß Du Deinen Kommentar unter den falschen Artikel geschrieben hast, ist es mir völlig egal für was Du mich hältst und die Du mein Können einschätzt. Ich bezeichne mich als Autor, weil eben genau das bin und damit seit Jahren mein Geld verdiene.
      Ich habe nie den Anspruch erhoben, ein literarischer Könner zu sein. Gott bewahre! Nein, ich sehe mich als ganz passablen Erzähler, der es versteht, den Leuten Freude zu machen.

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