Home Kontakt Impressum/Datenschutz Service-Portal Shop

Kann man eine Urne umbetten? Soll man ewig trauern?

Können Urnen umgebettet werden, weil alle Verwandten weggezogen sind und woanders wohnen?
Eigentlich ist das Umbetten einer Urne doch kein großes Ding: Spaten, Grab aufbuddeln, Urne rausholen, etwas von Erde säubern und im Karton an den neuen Friedhof schicken.
Beide Friedhöfe freuen sich, am alten Ort ist das Grab bereits bezahlt und am neuen Ort muß nochmals eins gekauft werden.

Aber leider geht das nicht so einfach.
Auch für Urnen gilt die Totenruhe, die nicht gestört werden darf.
Um einen Leichnam mit Sarg oder eine Urne mit Totenasche wieder auszugraben, müssen wichtige Gründe vorliegen.
Das kann für Behörden recht leicht der Wunsch nach einer näheren Überprüfung der Todesursache sein.
Für Privatpersonen ist es weitaus schwerer, den Wunsch umzusetzen.

Ganz viele Menschen schreiben mir lange Geschichten, in denen sie darlegen, aus welchen Gründen ein Verwandter am weit entfernten Ort A beigesetzt wurde und nun zum näher liegenden Ort B umgebettet werden soll.
Meist sind es gut nachvollziehbare familiäre Auseinandersetzungen, oft ist aber auch einfach der einzige, grabpflegende Verwandte am Ort A ebenfalls verstorben.

Wie dem auch sei: Nur, weil eine Familie nicht mehr in der Nähe wohnt und nun der Wunsch besteht, die Urne „umziehen“ zu lassen, wird keine Urne ausgegraben.
Hier reagieren alle Friedhofsverwaltungen empfindlich und entsprechenden Anträgen wird nur selten entsprochen.
Dennoch aber ist die jeweilige Friedhofsverwaltung, auf deren Friedhof die Urne derzeit bestattet ist, der Ansprechpartner für dieses Ansinnen.

Große Hoffnungen kann ich aber niemandem machen.

Dennoch: Meist wird als Grund angeführt: „Ich möchte eine Stelle zum Trauern in meiner Nähe haben.“

Und ich finde, diesen Wunsch kann man auch anders erfüllen, als durch die Umbettung einer Urne nach vielen Jahren.
Zum einen ist gar nicht klar, wieviel von einer Urne, die 8 oder mehr Jahre in der Erde war, überhaupt noch vorhanden ist. Da gibt es Beispiele, in denen Urnen auch nach 2 oder mehr Jahrzehnten noch wie neu in der Erde standen, und es gibt auch das Gegenbeispiel, daß eine durchaus stabile Urne schon nach 5 Jahren weggerostet war.
Niemand hat aber etwas dagegen, wenn die Angehörigen an das noch bestehende Grab fahren und dort eine gewisse Menge der Graberde entnehmen. Ein kleines Eimerchen, eine kleine Schüppe und schon kann man etwas Erde mitnehmen. Es ist die Erde, in der der Verstorbene liegt; mit der er sich -in welcher Form auch immer schon vermischt hat.
Diese Erde darf man problemlos an einen anderen Ort mitnehmen und dort wieder vergraben oder verstreuen.
Und warum auf einem neuen Friedhof wieder Geld für ein Grab bezahlen? Was, wenn das Leben einen dann doch wieder an noch einen anderen Ort treibt?
Dann ist die aufwendig und teuer umgebettete Urne wieder weit entfernt.

Besser wäre es, wenn man einen schönen Ort im eigenen Garten oder an einem schönen Baum in der Natur findet und dort die mitgenommene Graberde ausstreut.
Dann hat man einen leicht erreichbaren Platz, an dem man des Toten gedenken kann.
Zieht man dann wieder um, kann man sich ja erneut etwas von der ursprünglichen oder der mitgenommenen Erde holen.

Grundsätzlich aber soll Trauer immer hin zum Loslassen führen. Loslassen heißt nicht vergessen oder dem Toten den Rücken zu kehren. Nein, Loslassen heißt, daß man begreift, daß der Verstorbene als körperlicher Mensch jetzt weg ist.
Auch wenn wir ihn in ein Grab legen, so tun wir das, damit er dort vergeht.
Irgendwann ist er aber einfach weg. Der Mensch ist nicht mehr da.
Das muß man verstehen.

Was bleibt, das ist die Erinnerung, das können Abbilder in Form von Fotos oder Videos sein, das können Briefe oder sonstige Andenken an den Verstorbenen sein.
Aber der Körper eines Menschen vergeht nach dem Tode, so ist das von der Natur gewollt.

Menschen reichen das, was sie sind und was sie können in Form von Genen und durch die Weitergabe von Wissen weiter.
Sie selbst müssen aber eines Tages sterben und verschwinden.

Diesem Umstand ist es auch geschuldet, daß die meisten Menschen sich für Gräber entscheiden, die nach einiger Zeit ablaufen und dann ebenfalls weggemacht werden.
Eine gewisse Zeit lang begleitet man das Vergehen des Menschen, der da in diesem Grab liegt durch Trauer und Grabpflege. Aber irgendwann ist es genug.
So sehen das zumindest die meisten.

Wer möchte, der kann auch ein Grab erwerben, das immer wieder verlängert werden kann. So könnte es hunderte von Jahren überdauern.
Gewählt werden diese Gräber aber zumeist mit einem ganz anderen Hintergedanken. Es soll später noch eine weitere Person, bzw. noch mehr Familienangehörige in dieses Grab.
So entsteht eine Familiengrabstätte.

Aber es wird auch hier immer so sein, daß in einigen Generationen keiner der Lebenden noch einen persönlichen Bezug zu allen dort bestatteten Personen hat.

Es wird oft romantisch verklärt, von den ewigen Gräbern in US-Amerika und auf jüdischen Friedhöfen gesprochen.
Die Gräber bleiben dort für immer, oder doch zumindest für eine sehr lange Zeit, erhalten.
Jedoch gerät so ein Friedhof auch schnell zu einem Friedhof der Vergessenen.

Es lebt schlichtweg niemand mehr, der sich an die dort Begrabenen erinnert.

Falls überhaupt irgendetwas nach dem Tod von uns übrig bleibt, es liegt mit Sicherheit nicht in einer Urne oder einem Sarg.

Ich habe Verständnis für den Wunsch, Totenasche zu Hause aufbewahren zu wollen. Ich kann auch nachvollziehen, wie Mütter/Eltern um ein gestorbenes Kind trauern.
Aber wenn Mütter nach 45 Jahren immer noch Kinderspielzeug zu einem Kindergrab bringen und ihre mittlerweile erwachsenen lebenden Kinder jährlich einen Kindergeburtstag für das vor fast 50 Jahren gestorbene Kind feiern lassen…
…dann läuft da irgendwas falsch.

PDF erzeugen
Peter Wilhelm30. August 2017

26 Kommentare von 138905.

  1. Hallo Herr Wilhelm,
    das haben Sie sehr schön erklärt. :-)
    Auch die Menschen, die die Totenasche mit nach Hause nehmen, geben diese irgendwann in die Erde, ins Wasser oder in die Luft und verabschieden sich so auf ihre eigene Weise.
    Traurig finde ich nur, dass immer wieder von einer Totenruhe gesprochen wird, die die Friedhöfe einhalten müssen, auch wenn ein Angehöriger eben andere Vorstellungen hat und eine Umbettung wünscht.
    Mit diesen Zwängen kann ich nichts anfangen und ich erlebe, dass manche Menschen an diesen Zwängen fast zugrunde gehen.
    Wem soll das helfen?
    Wer eine Umbettung möchte und dafür zahlt, der sollte sie genehmigt bekommen.
    Vielleicht sollte man darüber nachdenken, wie man das bei Erdbestattungen realisiert. Da wird es ein bisschen heikel.
    Bei den alten Urnen – Stahlkapseln – die dann noch in einer Stahl- oder Keramiküberurne in der Erde stehen, da gab es bisher immer nur gute Ergebnisse bei einer Umbettung.
    Wie das im Zuge der Umstellung auf Biokapseln und Bioüberurnen aussehen wird, das muss wird man sehen.

    Klar ist, die Menschen sollten frühzeitig über die Möglichkeiten nachdenken und nicht erst wenn der Sensenmann zugeschlagen hat. Dann sind manche Menschen auch gar nicht in der Lage so zu agieren, wie sie es mit klarem Verstand machen würden.

    • @Ingrid Hoerner:

      Traurig finde ich nur, dass immer wieder von einer Totenruhe gesprochen wird, die die Friedhöfe einhalten müssen, auch wenn ein Angehöriger eben andere Vorstellungen hat und eine Umbettung wünscht.
      Mit diesen Zwängen kann ich nichts anfangen und ich erlebe, dass manche Menschen an diesen Zwängen fast zugrunde gehen.
      Wem soll das helfen?
      Wer eine Umbettung möchte und dafür zahlt, der sollte sie genehmigt bekommen.

      Momentan erhebt sich gerade mein imaginärer Hut. EIN Angehöriger hat also andere Vorstellungen, die anderen geht das nichts an?!?!?! Die Toten, in welcher Form auch immer, dort liegen zu lassen wo sie sind, kann schon eine Menge helfen. Zumindest den Toten.

      Meine Schwester (und damals auch meine Tante) wäre z. B. so eine Kandidatin. Die könnte im schlimmsten Falle durch ihre „Entscheidungsfreudigkeit und Entschlußkraft“ die sterblichen Überreste gleich welcher Art, zur sofortigen Verzweiflung und Auferstehung treiben. Denn die würde alle paar Wochen oder Monate eine Ausgrabung/Umbettung für dieselbe Urne beantragen. Neimals wäre ein Platz der richtige. Vielleicht würde sich dann auch der Begriff Wanderurne, ähnlich einem Wanderpokal durchsetzen.

      Heute hier und morgen da, irgendwo bleib‘ ich vielleicht ma‘.

      Ziehen die Angehörigen um, nehmen sie (alles ungeachtet möglicher Kosten) auch die Urne ihrer verstorbenen Angehörigen mit. Das macht man dann bei jedem Umzug?! Wie sinnvoll soll das denn bitteschön sein. Ich kannte Leute, die sind alle paar Monate umgezogen. Klar, als Urnenbewohner sieht man was von der Welt, aber wie oben schon gesagt, stehen vielleicht einige zwischenzeitlich wieder auf, weil’s einfach nervt.

      Für mich hat das alles mit nicht loslassen können zu tun. Wer mit diesem Problem gesegnet ist, sollte eventuell besser professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, als andauernd Urnen auszugraben. Ganz davon abgesehen, schwingt hier auch noch eine Menge Egoismus mit. Denn erstens gibt es ja oft noch andere Angehörige, die die „Anlauf- und vor allem Gedächtnisstelle“ Friedhof brauchen und zweitens ist ein geliebter Mensch erst dann wirklich tot, wenn man nicht mehr an ihn denkt bzw. über ihn spricht.

      Da hilft es auch nichts die Urne rumzuschleppen. Außerdem kann ein seltener Friedhofbesuch z. B. zu einer Art Ritual werden. Unzählige Möglichkeiten gibt es, an Verstorbene zu denken, aber die letzte sollte sein, diese andauernd auszugraben.

      Und nach allem o. g. bin ich froh, dass es noch diese Regeln gibt.

      Was kommt als Nächstes? Stopfen wir die Asche in ein Kopfkissen, dann ist der/die Verstorbene immer ganz nah bei mir. Nein, ich bleibe dabei. Wer nicht damit klarkommt, dass sein Angehöriger als Asche auf dem Friedhof liegt und somit eine Konfrontation und Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit durchleben kann/will, der hat ein Problem das weit tiefer liegt, als das hier immer wieder oberflächliche Gelaber um Urnenausgrabungen usw.

      • @Winnie: Sie scheinen nicht zu verstehen, dass es Menschen gibt, die es anders möchten.

        Glauben Sie, dass jemals einer einen Toten gefragt hat, ob er Totenruhe haben möchte?

        Menschen, die die Totenasche mitnehmen bzw. in ihrer Nähe haben möchten, haben sicher kein Problem mit dem Verlust klar zu kommen. Es gibt aber Menschen, die ein Problem damit haben, dass sie Dinge unter Zwang tun müssen.

        Und bzgl. des Kopfkissens kann ich nur sagen, dass es das auch gibt.

        Wie gut, dass die Menschen, die ich betreue nichts ständig ausbuddeln lassen müssen und trotzdem in der Lage sind, bei jedem Umzug ihre Lieben mitzunehmen.

        Wer von den jetzt auf einem öffentlichen Friedhof „liegenden“ stand denn früher wirklich in der Öffentlichkeit. Jeder konnte umziehen wann er wollte und er konnte auch jedem die Tür vor der Nase zumachen, wenn er diesen Besuch nicht wollte.
        Wieso wird eine Totenasche zu etwas, was auf einem öffentlichen Raum zu sein hat?

        Bzgl. des Wortes „Gelaber“ möchte ich mal sagen, dass ich rede bzw. schreibe und garantiert ist das nicht oberflächlich.

        • @Ingrid Hoerner:
          Alleine der Wunsch, daß jemand irgendetwas anders haben möchte, als es gesetzlich vorgeschrieben ist, rechtfertigt keinen Rechtsbruch.

          Ob Verstorbene Totenruhe haben möchten? Nun, diese Frage stellt sich gar nicht. Sie haben schlichtweg keine Alternative. Die Natur sieht vor, daß wir sterben und dann sind wir leb- und bewegungslos. Die Ruhe der Toten ist naturgegeben.

          Die These, daß Menschen, die Totenasche mitnehmen oder in ihrer Nähe haben möchten, sicher kein Problem haben, mit dem Verlust klarzukommen, ist nichts als eine Behauptung.

          Daß es Menschen gibt, die nicht mit Zwang und Regelungen umgehen können, sehen wir, sonst wären die Gefängnisse nicht so voll.

          Wie schlimm, daß Menschen nicht loslassen können, daß sie nicht begreifen können, daß der Verstorbene den Weg gegangen ist, den die Natur vorgibt. Er ist weg. Entweder in der Erde vergangen oder durch die Kremierung vergangen. Was übrig bleibt, sind nicht verbrennbare Stoffe. Und die nun in einem Eimerchen immer mit sich zu tragen und bei jedem Umzug mitzunehmen, beweist für mich nur, daß dieser Hinterbliebene mit den naturgegebenen Abläufen nicht klarkommt.

          Die Bedeutung des öffentlichen Raumes haben Sie in den Bereich des Blödsinns verkehrt. Es geht bei Friedhöfen nur im Sinne der Bereithaltung einer öffentlichen Grünanlage überhaupt um die Öffentlichkeit. Sinn und Zweck der Friedhöfe war immer in erster Linie Seuchenvorsorge und die Schaffung einer Gedenkmöglichkeit für die Angehörigen.
          Das Begraben von Leichnamen haben nicht die Friedhöfe oder Verwaltungen erfunden, sondern unsere Vorfahren, die sich vor Leichengeruch schützen und die Verstorbenen vor Tierfraß bewahren wollten.
          Böden und Wasserquellen, in denen ein Leichnam vergeht, sind für die menschliche Nahrungsaufnahme zunächst verdorben. Hier zentrale Stätten zu schaffen, war auch in der Urzeit schon sinnvoll.

          Es ist hanebüchener Blödsinn, den öffentlichen Charakter eines Friedhofs in thematischen Zusammenhang mit der Bedeutung einer Person und ihrer Öffentlichkeitswirkamkeit zu Lebzeiten in Beziehung zu setzen.

          • @Peter Wilhelm:
            Sie sagen es selbst: Es ging bei Friedhöfen um Geruch und Seuchenvorsorge sowie Böden und Wasserquellen zu schützen. Aber das war die Zeit, als es gar nicht um Totenasche sondern um Bestattung von Leichen ging. Bei Erdbestattungen sollte es auch so bleiben.

            Ich habe bisher noch niemanden gesprochen, der sagte: „Frau Hoerner, ich möchte den Leichnam meiner/s … im Garten beerdigen.“

            Was ist denn mit z. B. meinem Wunsch, wenn ich eben nicht auf dem Friedhof in die Erde möchte. Spielen meine Wünsche keine Rolle mehr?

            • @Ingrid Hoerner: Ja,habe auch diesen Eindruck. Ich spiele jetzt schon mit der Idee: eines Tages soll man meinen Sarg auf Tour mitnehmen, Tschechei oder so, dann dort einäschern lassen, wenn von meinen Lieben (Bekannte,Freunde, einziger Sohn,im Fall der interessiert ist) jemand da ist, dann bissel Asche in ein winziges Gefäß, so dass es eben nicht auffällt, Urne darf gern in fremder Erde ruhen, da ich hier e nicht merke, das irgendwann der Wunsch erfüllt wird: welchen Wunsch der Verstorbene auch immer hatte, er muß erfüllt werden.. Und wenn nach seinem Tode eben Erben gefunden werden müssen, die das zahlen, glaube, in Bayern läuft das so ab? Sozialgrab, das nehme ich jetzt schon an, kommt bei mir in Frage, da ich kein Geld zurücklegen kann, um Sarg usw. zu bezahlen. Die sogenannte Ewigkeit scheint nur auf sehr berühmten Hollywood Friedhöfen zu existieren, youtube zeigt einem das…

              • @mesie:
                Hoffentlich, wenn es in die Tschechei geht, aber nicht im Massentransport mit 30 Särgen ohne es vorher gesagt zu bekommen.
                Wenn man das im TV sieht, wie schön ein Bestatterfahrzeug mit einem oder 2 Verstorbenen nach Tschechien fährt, dann entbehrt das jeder Realität.
                Für die „Kaffeefahrt“ nach Tschechien gibt es eine wundervolle Inszenierung, damit entsprechend Vorsorgeverträge abgeschlossen werden.
                Außerdem geht das preisgünstiger. In Berlin kostet eine Feuerbestattung in der Form 590 € + 200 € Friedhof in den Niederlanden.
                Also die Summe von 888 €, die es beim Sargdiscount „Berolina“ kostet werden unterboten und niemand muss nach Tschechien gekarrt werden.

        • @Ingrid Hoerner:
          “Wieso wird Totenasche zu etwas, was auf einem öffentlichen Raum zu sein hat?“

          Nun, Ihre Vorstellung, dass die Reste eines Toten im Besitz EINER bestimmten Person besser aufgehoben wären, erscheint mir weitaus abstruser! Genausowenig, wie mir meine noch lebenden Kinder oder meine Frau “gehören“ und ich das Recht hätte, den Zugang zu ihnen zu kontrollieren, genausowenig habe ich das Recht nach deren Tod. Eine Grabstelle sollte allen zugänglich sein, die das Bedürfnis haben, dort hin zu gehen.

          • @Shivling:
            Wenn Sie das so wünschen, dann können Sie es doch so machen.
            Es gibt aber Menschen, die möchten es anders und die sollten doch das Recht haben, es so machen zu können, wie sie es brauchen und wollen.
            Warum muss den eine Grabstelle allen zugänglich sein?
            Wenn die Ruhezeit, die auf verschiedenen Friedhöfen auch sehr unterschiedlich ist, abgelaufen ist, dann können die Menschen auch nicht mehr an dieses Grab gehen.
            Bei manchen Friedhöfen sind das auch nur 10 Jahre und bei Grabeskirchen z. B. 15 Jahre.
            Danach fliegt die Urne in ein großes Loch, was ich ausgesprochen pietätvoll finde.

            • @Ingrid Hoerner:
              Es geht nicht darum, was ich in dieser Situation machen würde, Sie haben das Argument offensichtlich gar nicht verstanden.
              Sie reden engen Angehörigen ein Recht ein, das diesen nicht zukommt: Das Recht am Besitz oder Eigentum der sterblichen Resten eines Menschen. Sie entziehen damit automatisch allen anderen das Recht und die Möglichkeit, eine Grabstätte zu besuchen.
              Natürlich verfügen die engsten Angehörigen über das Recht, die Beisetzungsform zu wählen, wer auch sonst. Das sollte aber nicht so weit gehen, dass allen anderen die Möglichkeit genommen wird, ebenso das Grab besuchen zu können.

              Wie um alles in der Welt kommen Sie auf die Idee, die Reste Ihrer Mutter seien Ihr Eigentum? Merken Sie nicht, wie abstrus das ist?

              • @Shivling:
                Ein Angehöriger, der die Totenfürsorge hat, kann die Art der Beisetzung bestimmen. Denke, darüber sind wir uns einig.
                Wählt er eine Seebestattung kann niemand mehr zu dieser Stelle um dort zu trauern. Anonyme Seebestattungen passieren in Deutschland zu tausenden pro Jahr.
                Lässt er anonym beisetzen, dann können manchmal selbst die nächsten Angehörigen nicht an ein Grab, weil sie nicht wissen wo es ist.

                Bei mir z. B. gibt es nur noch mich als letztes Glied aus der „alten“ Kette. Alle weiteren sind Enkel und Urenkel meiner Mutti.
                Jeder hat sich ein Schmuckstück ausgesucht und hat somit die Möglichkeit die Omi bzw. Uromi bei sich zu haben.

                Und jeder der meine Mutti kannte, der weiß wo sie ist und kann mich besuchen und mit mir Kaffee trinken und wir plaudern dann über meine Mutti.
                So weiß ich, dass es noch einige Menschen gibt, die meine Mutti auch nicht vergessen haben.

                Die Totenasche ist nicht mein Eigentum aber meine Mutti fand die Idee sehr schön und es war schon vor vielen Jahren so besprochen worden.
                Ihre Marmorpyramide war schon 2005 gekauft worden und stand immer in ihrem Wohnzimmer. Sie hat meiner Mutter schon zu Lebzeiten sehr gut gefallen und meine, sie ist eine Nummer kleiner, steht auch schon so lange bei mir.

                Ich finde sie schön und ich weiß, dass ein Teil meiner Asche in eine Lebensuhr – sieht aus wie eine Eieruhr – kommt. So möchte es meine Tochter.

                Tja, Asche lässt sich vorzüglich aufteilen und jeder kann damit machen was er mag. Mir gefällt der Gedanke, weil ich niemandem etwas aufzwingen möchte.

                Wenn man mich im Garten zu meinem Bruder gibt – einen kleinen Teil – wo auch meine Mutti noch hin kommt, dann ist das alles für mich okay.

                Niemand muss, jeder kann!

        • @Ingrid Hoerner:
          Zitat:
          Sie scheinen nicht zu verstehen, dass es Menschen gibt, die es anders möchten.
          Ja, genau die, die sonst nicht mit sich und dem restlichen Leben klarkommen. Ebenso die, die unter der Mütze etwas labil sind und auf Sie hören.

          Glauben Sie, dass jemals einer einen Toten gefragt hat, ob er Totenruhe haben möchte?
          Richtig, genau da liegt nämlich das Problem. (Problem = eine zu lösende Aufgabe) Ein Problem kann hier ja gar nicht entstehen, wenn Lebende den Tod akzeptieren. Und zwar als endgültig und unwiderruflich. DAS VERSTEHEN, ist die zu lösende Aufgabe, sprich, das Problem. Und dieses kann und muss ausschließlich von den „Hinterbliebenen“ gelöst werden. Als Toter möchte ich zumindest endgültig meine „Ruhe“ haben und nicht immer hin und her geschleppt werden.

          Wie löse ich aber nun ein Problem, eine zu lösende Aufgabe??? Indem ich mich am besten intensiv mit der gesamten Komplexität des gesamten Vorfalls auseinander setze. Und nein, das ist meiner Meinung nach keinesfalls die Urne auszugraben. ICH MUSS mit dem VERLUST eines geliebten Menschen klarkommen. Schaffe ich das nicht (alleine), dann habe ICH ein Problem, eben eine zu lösende Aufgabe.

          Urnen durch die Gegend schleppen, ist schlicht und einfach lediglich eine Verzögerung des Unausweichlichen. Nämlich, den Verlust eines geliebten Menschen zu verarbeiten und akzeptieren. Genau so etwas kann einen im wahrsten Sinne des Wortes in den Wahnsinn treiben. Manche Menschen bringt es aber offensichtlich dazu, anderen ein Problem, nämlich das des „verlorenen Familienmitglieds“ oder was auch immer zu oktroyieren.

          Frei dem Motto, „wo kein Kläger, da kein Richter“, bringen Sie scheinbar haufenweise Leute dazu, etwas zu vermissen. Etwas zu vermissen, was deren angeborener Verstand bis dato gar nicht als Verlust empfand. Denn selbst wie aus dem Tierreich bekannt, können Tiere Trauer empfinden, aber NIEMALS käme eines von denen, egal welcher Art, jemals auf die völlig bescheuerte Idee, seinen „Kollegen“ wieder auszugraben, nur um ihn „bei sich zu haben“ bzw. in der Nähe zu haben.

          Genaugenommen sind Sie ein (abstoßendes) Marketing-Beispiel dafür, den Menschen etwas zu suggerieren, was sie gar nicht brauchen. Zu kompliziert? Nochmal, Sie reden den Leuten einen Verlust ein, den sie zwar haben, aber psychisch sowie physisch verarbeiten können. Durch Ihre „Arbeit“ wird nun aber eine imaginäre Lücke erzeugt. Diese, durch Sie künstlich erzeugte Lücke zu füllen, sind Sie auch noch stolz.(?!) Prinzipiell sollten Sie sich schämen und auf den wahren Ursprung dessen besinnen.

          Welchen? Sie schrieben irgendwo in diesem (super tollen Blog, mit unzähligen, unbezahlbaren Informationen, (herzlichen Dank dafür, Peter Wilhelm)) Bestatterweblog, dass Sie Ihre Mutter in einer „Pyramide“ (ja, Pyramidenähnlichen Form, bla, bla) auf dem Kamin, oder sonst wo stehen haben.

          Jetzt mal ehrlich. Weil SIE DAS gut finden, „nötigen“ Sie andere Leute so etwas auch gut zu finden. Meine o. g. Tante wohnte ihr Leben lang bei ihrer Mutter. Mit viel Glück und einmaliger Durchsetzungskraft meines Vaters nicht in unserem Haus, wo ich mit 3 älteren Geschwistern sowie Vater und Mutter aufwuchs. Ja, ich bin einiges > 50, zwei meiner Geschwister liegen seit Langem auf dem Rücken und starren bei künstlicher Ernährung und fehlendem Durchblick die Decke an.

          Soll ich mir bzw. Schwager/Schwägerin ernsthaft Gedanken machen, die irgendwann in möglichen Urnen auch noch nach Hause zu holen und aufzustellen. Nein, Tote und Hinterbliebene haben ein Recht auf RUHE bzw. bei Ersterem auf LEBEN. SIE haben Probleme mit dem Endgültigen. Werden Sie damit glücklich, aber behelligen Sie nicht ununterbrochen andere Menschen, die ihren (Verlust-) schmerzlichen Weg gehen müssen damit.

          Ja, Sie können mich hassen, das macht nichts. Weder mir, noch Ihnen. Ich hasse Sie selbstverständlich nicht. Denn, man kann vielleicht wirklich nur hassen, was man liebt. Sie gehören nicht dazu. Sicher, ich weiß nicht, ob dieses hier angezeigt bzw. veröffentlicht wird. Aber ich finde Sie wirklich penetrant und nervig.

          Meine persönliche Meinung wäre dazu, lassen Sie sich professionell behandeln. Geben Sie „Mutti“ endlich und ENDGÜLTIG in die Erde auf einen Friedhof, wo sie hingehört. Sie kämpfen meiner Ansicht nach nicht um Reformen des Bestattungswesens, sondern mit sich selbst, um einen Grund zu haben, Mutti auf dem Kaminsims stehen zu haben. Werden Sie wach. Sehen Sie es pragmatisch wie offensichtlich meine Mutter damals. Wie gesagt waren/sind wir 4 Kinder, eins hat die Katz gefressen. Sonst wären es 5. ;-)

          Ja, ich bin der Jüngste und schon einiges (steht schon oben) über 50. Niemals haben wir mehr darüber erfahren. DAS ist vielleicht auch nicht ganz richtig, aber genau genommen, wen interessiert es? Besser als wie in der Geschichte „Benni“ jahrzehntelang zu jammern, oder wie in Ihrem Falle, Mutti „bei sich zu haben“. Egal wie verrückt oder eher bescheuert Sie in meinen Augen sind, es ist niemals zu spät. Benutzen Sie doch einfach mal andere Regionen Ihres Hirns.

          Seien Sie nicht stolz darauf „Mutti im Haus“ zu haben, lassen Sie endlich los und geben die staubigen Reste in die Erde. Erfreuen Sie sich daran, gelegentlich „zu Mutti“ zu gehen. „Reden“ Sie mit ihr auf dem Friedhof und nehmen dieses „zu Mutti gehen“ als eine Art Ritual. Ähnlich, wie ich gehe zu Mutti. Die versteht mich. Aber lassen Sie los, von unnützen und die Verstorbenen eventuell sogar belastenden Dingen.

          Und ja, wir leben in einem christlichen Land und hier ist es (noch) nicht verboten zu beten. Auch das ist möglich. Am „Grab“ von Mutti und auch zu Hause, in Gedanken an Mutti. Denn Gott ist immer da, wenn man ihn denn nur sucht. Ein ehrlicher Glaube an Gott, in Verbindung mit den Gedanken an Mutti kann manchmal Wunder bewirken.

          So, das war das Wort zum Wochenende. Seien Sie versichert, dass ich alles so meine, wie ich es geschrieben habe. Prinzipiell sind Sie mir egal, aber ich möchte nicht, dass durch Ihre (unqualifizierten) Vorschläge Menschen in eine Art Zwiespalt mit sich selbst und ihrer Trauer gebracht werden. Sie sind keine Vorreiterin, Sie sind eine Nervensäge, die dummes und nicht wünschenswertes Zeug verbreitet. Werden Sie glücklich mit „Mutti“ in der Pyramide und suchen Sie sich ein nützliches Hobby.

          Sicher, Sie können mich schlagen, verklagen und was weiß ich nicht was (vorausgesetzt, das hier wird angezeigt). Aber seien Sie versichert, ich bin fast 190cm groß und wiege Richtung 150kg. Bis vor einigen Jahren konnte ich noch aus dem Stand unter einen 2m Türrahmen treten. ;-)

          Benutzen Sie bitte endlich Ihren Kopf. Seien Sie nicht stolz, Mutti im Zimmer stehen zu haben. Ja, das haben Sie prima gemacht. Das nützt aber im wahren Leben weder Ihnen, noch Ihrer Mutti. LASSEN SIE ENDLICH LOS, BITTE.

          Amen

          • @Winnie:
            Sie scheinen nicht zu verstehen, dass es Menschen gibt, die es anders möchten.

            Ja, genau die, die sonst nicht mit sich und dem restlichen Leben klarkommen. Ebenso die, die unter der Mütze etwas labil sind und auf Sie hören.

            Ich glaube kaum, dass die Menschen nicht mit dem Leben „klar kommen“ und ebenso wenig sind sie labil.
            Auf mich muss niemand hören!

            Als Toter möchte ich zumindest endgültig meine „Ruhe“ haben und nicht immer hin und her geschleppt werden.

            Dann sollten Ihre Angehörigen es so akzeptieren und dann ist es doch gut.

            Ich habe gelernt, dass für mich die Lebenden im Vordergrund meiner Beratung stehen und ich dem Verstorbenen nicht viel Gutes mehr tun kann. Klar, eine ordentliche Versorgung und einen Umgang, als würde er alles mitbekommen.
            Mein Hauptaugenmerk liegt auf den Lebenden, die lernen müssen mit dem Verlust zu leben.

            Frei dem Motto, „wo kein Kläger, da kein Richter“, bringen Sie scheinbar haufenweise Leute dazu, etwas zu vermissen. Etwas zu vermissen, was deren angeborener Verstand bis dato gar nicht als Verlust empfand. Denn selbst wie aus dem Tierreich bekannt, können Tiere Trauer empfinden, aber NIEMALS käme eines von denen, egal welcher Art, jemals auf die völlig bescheuerte Idee, seinen „Kollegen“ wieder auszugraben, nur um ihn „bei sich zu haben“ bzw. in der Nähe zu haben.

            1. Bringe ich niemanden dazu etwas zu vermissen.
            2. Die Wünsche scheinen bei Menschen schon da gewesen zu sein, da habe ich darüber noch gar nicht nachgedacht.
            3. Mit Tieren möchte ich Menschen nicht vergleichen.
            4. In manchen Fällen wird eine Umbettung „Ausgrabung“ vorgenommen, mit der ich gar nichts zu tun habe. Soll vorkommen.
            5. Andere Länder sehen auch die gesamte Situation anders.

            Den Rest spare ich mir zu kommentieren, denn auf diese Stufe stelle ich mich nicht.

            Auf weitere Kommentare von Ihnen werde ich auch nicht mehr eingehen, denn das ist nicht mein Niveau.

            • @Ingrid Hoerner:
              Ja sicher, mein Niveau ist eine Stufe höher. Selbige können Sie nicht erklimmen. Genaugenommen bin ich froh, dass Sie mich ab sofort ignorieren. Noch besser wäre es, wenn Sie sich ausschließlich mit sich selbst beschäftigen würden. Was auch immer bei Ihnen schief gelaufen ist, tragen Sie es bitte nicht weiter. Und trotz allem hoffe ich, dass Sie mal „wach werden“ und den Durchblick bekommen.

              • @Winnie: ichglaube, wir sollten hier aufhören, uns gegenseitig mangelnde Intelligenz vorzuwerfen! Jeder hat eine andere Meinung, wie es ab Tod weitergehen könnte! Anderer Standpunkt heißt doch wohl nicht:unterm Ponny einen Schaden zu haben! Grenzt schon an Beleidigung, finde ich! Ich hätte auch gern die Urnen, wo die Asche (hoffentlich nur die!) von Vati und Mutti drin ist, in näherer Umgebung. Geht nicht, also hatte ich mich damit abzufinden. Mein einziger Ausweg (im Falle ich eben nicht auf jenen Friedhof gehen kann!): auf jedem Friedhof ist ein anonymer Platz, da stelle ich nur für „all meine toten Ahnen!“ eine Vase mit Blümchen hin, also eher symbolisch, da ich weiß:weder vom Körper noch von der Urne ist real noch viel übrig, will auch gar nicht wissen, wieviel Rest noch da ist. Die Idee mit der Erde, wo die Urne eingegraben wurde, finde ich an sich i.O. Aber: über der Urne befindet sich leider nur Rasen, und da würde es sofort auffallen (negativ, nehme ich an?), wenn ich da Rasenstückchen mit nach Hause nehme..Ebenso könnte ich von irgendeiner Ecke dieses Friedhofes Erde mitnehmen, eine Stelle werde ich schon finden. Und bilde mir dann ein: da ist jetzt die Asche meiner Lieben mit dabei. Ist aber eher so ein Ding, was mir nicht zusagen möchte…

                • @mesie: Ich habe niemandem mangelnde Intelligenz vorgeworfen. Ich habe nur keine Lust mich gegen Beschimpfungen zur Wehr zu setzen. Habe ich nicht nötig.
                  Ich akzeptiere jede Meinung anderer Personen und genau deshalb hoffe ich, dass das Gesetz sich irgendwann ändert, damit die Menschen, die eben andere Vorstellungen haben, ohne schlechtes Gewissen diese Wege gehen können, die für sie wichtig sind.
                  Ich bin immer bereit, mich auf einem niveauvollen Level auszutauschen.
                  Wenn aber jemand, der sich hinter einem Pseudonym versteckt, beginnt mich zu beschimpfen und zu beleidigen, dann wird diese Person von mir ignoriert.

            • @Ingrid Hoerner:
              Noch etwas, Frau Hoerner. Leider MUSS ich mich noch einmal (widerwillig) melden. Ihnen ist sicherlich niemals die Vergänglichkeit und Begrenztheit des Lebens bewusst. Wie ich schon vor einiger Zeit in/unter irgendeinen Kommentar bzgl. Ihnen schrieb, wissen Sie schlicht und einfach nichts. Gar nichts. Weder vom Leben, noch, oder besser, schon gar nicht vom Tod.

              Leider bin ich in der unvorteilhaften Lage, genau darüber berichten zu können. Ja, prinzipiell bin ich nicht gut zu Fuß. Meine Gehstrecke ist begrenzt. Das hat mich niemals gestört. Denn wenn man in der Lage ist (Straßen-) Karten zu lesen, oder einfach „mal so“ in der Gegend rumzufahren, dann findet man auch sogar hier im „Ausland“ (BG) kurze Wege.

              Schmerzen und „Elend“ sind mir nicht fremd. Wie gesagt, liegen 2 meiner älteren Geschwister nur so vor sich hin und starren die Decke an. Die Gewissheit, ähnlich zu enden hat mich reichlich nachdenken lassen. Mehrmals bin ich Sensenpaul von bekannter, sprichwörtlicher Schüppe gesprungen. Zuletzt 2008, mit der Diagnose Meningitis. Das Grübeln der Ärzte ist noch fast zu spüren. Einen so „schweren“ Fall (nicht des Gewichts wegen) mit so super Chancen, gab es dort offensichtlich noch nicht. Auf das positive Ergebnis bezogen.

              Obiges nur mal als „Intro“. Was glauben sie wohl, wie oft ich und vermutlich meine Geschwister, sicher zumindest die noch „Aktive“ über das danach gegrübelt haben. Ja, egal wer, was oder wie, niemals kam auch nur im Entferntesten die bescheuerte Idee auf, in einer Urne hin- und her geschleppt zu werden.

              Ach ja, zu oberstem Abschnitt möchte ich noch sagen, das Sie in meinen Augen eine selbstsüchtige, egoistische Frau sind, die ihr eigenes Leben nicht in den Griff bekommt. Lassen Sie Mutti und die Leute endlich zufrieden. Selbstdarstellung im „Namen der Unwissenden“ ist genaugenommen auch ein Sünde. Aber so etwas kennen Sie ja nicht. Es gibt viele Süchte, Selbstsucht ist eine davon.

          • @Winnie: Sehen Sie, das mit der Mutti in der Pyramide oder sonstwo..Wenn jemand das so möchte, er oder sie soll zu Hause trauern. Hier sollte niemandem Vorschriften gemacht werden in der beleidigenden Art und Weise, wie Sie es drauf haben! Nur, weil die werte Frau sich ihren Ansichten verschließt, werten Sie sie ab? Greifen Sie an? DAS und nur das ist niveaulos, aber so was von! Träume und Wünsche darf jeder Lebende haben, was das danach betrifft, Frage nur:lässt der Gesetzgeber das DANN auch zu?! Schönen guten Tag! Es ist meine Familie und nicht Familie der Öffentlichkeit, wenigstens das sollte akzeptiert werden. Aber auch wegen Weiterbestehung der Friedhöfe und der anderen Möglichkeiten, die auch ins Geld gehen SOLLEN(!), es wird so schnell keine Abänderung geben, die besagt:“Ja, du darfst Omi oder Mutti mit nach Hause nehmen!“

            • @mesie:
              Ich denke, es sollte klar sein, dass ich niemandem eine Vorschrift mache. Das tut unser Staat zur Genüge. :-(
              Und dabei geht es nur um Geld und das ist der Grund für eine Beisetzungspflicht von Totenasche.
              Schade, dass ich der Prellbock bin, weil ich mich um Menschen kümmere, die sich das nicht gefallen lassen wollen und anders mit dem Verlust umgehen möchten.
              Solange es keine Gesetzesänderung gibt, werden die Menschen eben andere Wege gehen, auch wenn diese nicht legal sind.
              In Deutschland braucht man für Änderungen immer etwas länger aber ich denke, diese Änderung wird kommen!

              • @Ingrid Hoerner:
                Na ja, vielleicht hat „mesie“ recht, dass ich etwas zu weit gegangen bin. Beleidigen wollte ich eigentlich niemanden. Falls es so rüber kam, enschuldige ich mich hiermit in aller Form.

                • @Winnie:
                  Okay, ich nehme die Entschuldigung an. Bin ja nicht nachtragend.
                  Mir geht es im Grunde nur darum, dass doch jeder Mensch einmal darüber nachdenken sollte, warum es in anderen Ländern erlaubt ist und in Deutschland eben nicht. Meine die Totenasche mit nach Hause zu nehmen.
                  Es gibt viele Länder in denen man anders mit dem Verlust eines geliebten Menschen umgeht und wir sollten alle so tolerant sein, zu akzeptieren, was die Angehörigen für Wünsche haben.
                  Jeder trauert anders und solange damit nicht andere Personen verletzt werden, sollten die Menschen das respektieren.
                  Zwänge finde ich grundsätzlich nicht sinnvoll.
                  Wir haben Geschwindigkeitsbegrenzungssschilder, die natürlich auch in der Nacht sagen: „Du musst hier 30 fahren.“
                  Ist es sinnvoll? Nein, es wäre sinnvoll, wenn die Menschen selbst ihr Hirn einschalten würden und da wo Kinder spielen oder Schulen sind, die Geschwindigkeit senken würden.
                  Leider sind aber viele Menschen so egoistisch, dass es wahrscheinlich irgendwann noch eine Vorschrift gibt, wann ich auf die Toilette gehen darf.
                  Ich hoffe, das wird nicht falsch verstanden. Leider entstehen immer mehr Verbote, weil ein kleiner Teil der Menschen mit der „Freiheit“ die wir hatten, nicht umgehen kann.

  2. Soll man ewig trauern? Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Kommt drauf an, wie man zu Lebzeiten zum Verstorbenen stand: ich liebte meine Großeltern (Eltern meiner Mutter) mehr als die anderen Großeltern, liebte dann natürlich auch meine Eltern. Und ja:
    Ich bedauere, das man (und das eben nur wegen dieser einen Sache! ) nicht in USA lebt und dann dort nach Geldbeutel entscheiden darf:
    „Ich bin (meine,nur so als Beispiel) ja berühmt, habe in diesen und jenen Filmen mitgespielt und ich bestimme jetzt: meine Familie bekommt ein Mausoleum, was außer den Angehörigen und evtl.noch sehr engen Freunden (!) kein Mensch betreten darf..“
    Hat den sehr einleuchtenden Hintergrund: nur, weil ich amerikanische Grabstätten hin und wieder toll finde, so ist aufgefallen: Marilyn Monroes Platte, wo ihr Name drauf steht (sind da nette Wände, wo hinter Fächern eben Urnen oder Särge stehen, man war ja nicht bei bei der Bestattung): selbst die wird nicht in Ruhe gelassen, da wird abgeküsst ohne Ende, denke, das würde man in Deutschland so gern auch nicht haben: wenn Kußmündchen drauf zu sehen wären, also hat sich da was mit ewiger Totenruhe. Wäre M.Monroe als Geist da, sehr wsl. (wenn Geister das können!) der würde sehr lachen! Eine andere Berühmtheit hat es da besser gemacht: Mausoleum wird zugeschlossen, ist für die breite Öffentlichkeit nicht zugänglich. Mag sein, so etwas gibt es auch in Deutschland, aber wieder ist auch da der Geldbeutel entscheidend? Müsste also jeder FAMILIE überlassen werden:“ja, die Öffentlichkeit darf da näheren Kontakt zur Grabstätte haben, auf dem Grab herumtrampeln…“
    Viele Gräber sind sehr vernachlässigt und sehr unschön die Idee mit den Aufklebern. Als wäre ein Grabstein eine hässliche Pinwand! Grotesk! Gibt überall Gräber, die sehr gepflegt aussehen und andere, wo man sofort sieht:da haben Angehörige entweder keine Lust oder wohnen auswärts, da wurde nichts getan, was schön fürs Auge ist! Die Friedhofsmitarbeiter können nicht alles tun, und sie tun auch nicht alles, weil das Gelände so riesig ist..Also: wo wir hier noch unter uns Lebenden sind: wäre sehr nett, wenn man sich hier mit Achtung und Respekt begegnen könnte, die Toten können sich nicht mehr beschweren, weil ihr Grab mies aussieht,also müssen schon Lebende was dafür tun.Gesetzgeber sollte wenigstens da etwas flexibler sein, nur so meine MEINUNG, die ich niemandem aufdrängen möchte!

    • @mesie: Hallo Mesie,
      zu Deiner Frage, soll man ewig trauern, kann ich nur sagen, dass jeder Mensch sicherlich mit Trauer anders umgeht. Das liegt schon in unserer Natur. Der eine mag Sauerbraten, der andere nicht.
      Ich sehe es letztlich wie Sie, denn die Angehörigen müssen mit dem Verlust leben lernen und da sollte es im Sinne der Angehörigen sein, es so machen zu dürfen, wie sie es brauchen.
      Ich möchte es gar nicht am Geldbeutel festmachen. Ich habe Angehörige die wirklich sich evtl. ein großes Grab und auch die Pflege, wenn sie diese nicht selbst machen möchten, bezahlen können. Aber da stehen eben andere Wünsche im Vordergrund.
      Der Kult, zu Gräbern von prominenten Persönlichkeiten zu gehen und um diese zu trauern, verstehe ich überhaupt nicht aber ich akzeptiere, dass Menschen es tun. Wie in Köln – meine Geburtsstadt – gesagt wird: „Jeder Jeck is anders!“

      Die Mitarbeiter auf dem Friedhof machen auch nur die Gehwege und was die Anlage betrifft und sie sind nicht für die Grabpflege zuständig.

      Ich habe selbst in meiner aktiven Zeit ja auch auf dem Friedhof Abholungen gemacht und da wurden wir öfter angesprochen, warum ein niederl. Bestatter kommt. Dann habe ich erklärt, dass man dann die Totenasche auch zuhause haben kann. Und selbst die Menschen, die dort arbeiten und ihr Geld verdienen, sagten mir dann: „Ich möchte das auch so haben und nicht hier auf dem Friedhof beigesetzt werden.“
      Wobei diese Friedhöfe gar nicht ungepflegt aussahen und die meisten Gräber hübsch anzusehen waren.

      Meine Meinung dränge ich auch niemandem auf, denn die Menschen kommen zu mir bzw. rufen mich an um ihre Wünsche zu realisieren. Wahrscheinlich habe ich allerdings dazu beigetragen, dass es inzwischen zu einer riesigen Diskussion geworden ist und das ist gut so. Denn wenn man nichts tut, dann wird sich auch nie etwas verändern. Alle Veränderungen, die im laufe von vielen Jahren passiert sind, kamen nur, weil Menschen etwas gemacht haben.
      Davon ist nicht alles positiv aber wir haben doch das Recht der Entscheidung.

      Warum dürfen denn in anderen Ländern die Menschen anders mit der Totenasche umgehen?
      Weil man erkannt hat, dass die Menschen es anders brauchen!
      Es ist die Frage, wann unsere 16 Bundesminister das auch erkennen, bzw. wie lange sie noch wegschauen.

      Barbara Steffens – Ministerin in NRW – sagte in einem Interview mit Herrn Könnes: „Wenn alle es wollen, dann müsste man darüber nachdenken.“
      Haben Sie schon einmal erlebt, dass alle Menschen alle das gleiche wollen?
      Wir leben in einer Demokratie und da sollten auch die Minderheiten gehört werden!

      Die Totenasche zu Hause tut niemandem weh und wenn ich darüber nachdenke, dass ich auch schon Freunde und Klassenkameradinnen verloren habe, bei deren Gedenkfeier – ich sage ganz bewusst nicht „Trauerfeier“ – dabei war, dann war ich aber bisher nur 1 x nach 3 Jahren an einem Grab.
      Im Regelfall – Ausnahmen bestätigen die Regel – gehen Angehörige auch nur an die Gräber in denen ganz enge Angehörige sind. Eben Menschen die einem sehr viel bedeutet haben.

      Ein Bruder von mir ist in Frankreich beerdigt – Erdbestattung – an seinem Grab war ich noch nie. Ich kenne es von Bildern und in meinem Herzen ist er und in meinen Gedanken. Es war sein Wunsch und den haben seine Kinder, die sicherlich seit seinem Tod auch nie mehr dort waren, erfüllt.
      Ob das Sinn macht, die Wünsche der Verstorbenen, wie es in Deutschland ist, in den Vordergrund zu stellen, darüber sollten viele einmal nachdenken.

  3. Was mich erstaunt, ist die Äußerung, dass ein Bestatteter exhumiert werden kann, wenn die genaue Todesursache festgestellt werden muss. Bei einer Erdbestattung ist das plausibel – aber auch bei einer Feuerbestattung? Das erscheint mir doch eher unwahrscheinlich – denn da ist doch GAR NICHTS MEHR da – nicht einmal die DNA…?
    Und noch was: mein Bester Freund hatte irgendwann den Wunsch geäußert, dass seine Asche später bei Cap Finistere ins Meer gestreut werden sollte. Seine Familie hat aber heftigst interveniert und auf einer konventionellen Urnenbestattung bestanden. Gesetzt den Fall, ich würde ihm jetzt klammheimlich seinen Wunsch erfüllen… womit müsste ich im Extremfall rechnen, wenn die Sache auffliegt? (Allerdings ist die Erde in der Soester Börde ziemlich schwer und zäh -und für die Reise nach Nordspanien fehlen mir die Mittel… )

    • @Cleo:
      Wer so etwas macht, mal eben eine Urne ausbuddeln und mitnehmen, der macht sich strafbar.
      Das ein Friedhof selten etwas mal so einfach heraus gibt, das ist für mich auch nicht gut nachvollziehbar, aber es ist so.
      Allerdings mit einem Antrag auf „Urnenumbettung“ der meistens formlos gestellt werden kann, ist Vieles möglich.
      Die Kosten sind unterschiedlich und meistens zu finden in der Gebührensatzung des jeweiligen Friedhofs.
      Ich würde Dir raten, erst mal die Mittel für die Reise anzusparen und zu schauen, was das ganze kostet, wenn man den legalen Weg wählt.
      Viele Menschen machen es, weil sie die Urne zu Hause haben möchten über die Niederlande und im Regelfall klappt es auch. Aber Ausnahmen bestätigen die Regel. :-(

  4. Sie konnen mit einfacheren Spielen spielen, nicht mit Rollenspielen. Solche Spiele implizieren nicht die Ausfuhrung irgendwelcher fiktionaler Rollen. Du bleibst selbst, aber fuge deinem Sex ein ungewohnliches und sehr aufregendes Spiel hinzu.
    Sex Dating

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Nutzungsbedingungen | Trollhilfe | Kommentar nicht erschienen? | Smileys