Fundstücke

Körperwelten, Bodyworlds, Our Body

Wenn man hierzulande von Ausstellungen mit Leichen spricht, dann denkt man in erster Linie an den Anatom und Geschäftsmann Gunther von Hagens und seine „Körperwelten“.
Daß es aber schnell Nachahmer gab, die das große Geschäft witterten, ist vielen unbekannt.

Das „Linksnet“ nimmt sich aktuell diesem Thema an (Link zu Links).

„Kopulierende oder mit Elektromotoren animierte Leichen, öffentliche Sektionen – … Körperwelten von Gunther von Hagens… . Wenig bekannt ist bisher, dass von Hagens schon bald Konkurrenz von Eventmanagern aus der Freizeitindustrie bekam. … Körperausstellungen sind international eine Geldmaschine. Inzwischen ist ein ganzer Industriezweig entstanden, der sich mit der Beschaffung, Verarbeitung und Versendung von Leichen befasst – der Schwerpunkt liegt in China.

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Ende April diesen Jahres verbot die französische Justiz eine Leichenausstellung, die unter dem Namen Our body – à corps ouvert in Paris gezeigt wurde. Der Richter begründete die Schließung der Ausstellung damit, die Veranstalter hätten nicht nachweisen können, dass die Verstorbenen zu Lebzeiten ihrer Plastination für eine Ausstellung zugestimmt haben. Sehr auffällig war, dass alle Leichen von chinesischen Staatsangehörigen stammten und zudem sehr junge Menschen zeigten. Dies wirft Fragen über ihre Todesursache auf. Der chinesische Dissident Harry Wu ist davon überzeugt, dass einige der Körper, die in Ausstellungen wie der in Paris gezeigt werden, von in China zum Tode verurteilten Gefangenen stammen. Dieser Verdacht soll hier zum Anlass genommen werden, die ökonomischen Strukturen des weltweiten Leichenhandels nachzuzeichnen.

Zitat und Link

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(©si)