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Man sieht nur mit dem Herzen gut

Von

„On ne voit bien qu’avec le coeur. L’essentiel est invisible pour les yeux.“

Einfach mal zum Freuen. So eine schöne Urnengestaltung habe ich selten gesehen:

Vom Bestattungshaus selbst gestaltete Künstler-Urne

Und die gesamte Komposition mit den Blumen sieht so aus:

Gestaltet von Bestattungen Grote, Duisburg (Niederruhr)

Link zum Thema: „Der kleine Prinz“ nun rechtefrei FAZ

Peter Wilhelm 14. September 2020


12 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Es macht mich immer sehr traurig, wenn ich sehe, dass es um den Tod eines Kindes geht.

    Ich finde jedoch, dass der Bestatter etwas sehr schönes hat machen lassen.
    Zumindest, wenn es um die Gestaltung um die Urne geht.

    Wobei: Urne bleibt Urne und die sehen eigentlich irgendwie immer gleich aus.
    Da gibt es weitaus schönere Dinge, wenn man die Totenasche nach Hause holt.

    • Hmmm…, wer sagt denn, dass es die Bestattung eines Kindes war?
      Den kleinen Prinzen gibt es schon so lange, dass Menschen fast 70 Jahre alt sein können, um ihn schon so lange zu kennen.

      Und ja, Urne bleibt Urne. Weil es so zweckmäßig ist. Und nicht jeder verspürt den Drang, Totenasche seiner verstorbenen Ahnen zu Hause aufbewahren zu wollen. Ich wollte das beispielsweise nie.
      Mein Vater bekam eine klassische Sargbestattung, meine Mutter kam später in einer Urne ins selbe Grab. Das ist für mich auch ein Akt des Loslassens.
      Nach vielen Jahrzehnten ist das Grab vor ein paar Jahren weggemacht worden. Und das ist auch gut so. Auch wieder ein Akt des Loslösens.

      Verstorbene gehören in die Erinnerungen und in die Herzen. Nur wer nicht vergessen wird, ist niemals weg.

      Ein Bembel mit Totenasche verliert irgendwann an Bedeutung. Spätestens meine Kinder könnten mit dieser Oma und diesem Opa, die sie nie kennenlernten, gar nichts anfangen. Sie wüssten den verkohlten Mumienstaub gar nicht zu würdigen.

      Es mag jeder so machen, wie er es mag. Ich bin dafür, dass in kontrolliertem Maße Urnen auch daheim bleiben können. Aber ich bin nicht der Meinung, dass das etwas für jedermann ist.

      • Hallo lieber Peter,

        ja, es könnte auch eine erwachsene Person in dieser Urne sein, jedoch ist mir gleich der Gedanke an ein Kind gekommen.
        Ich scheine da nicht alleine zu stehen.

        Ich bin genau Deiner Meinung, jeder sollte frei entscheiden können, wo seine Angehörigen bleiben sollen. Aber das ist bei uns ja leider nicht der Fall und ich kenne viele, bei denen steht nicht irgendwann ein „Bembel“ und niemand weiß wer drin ist.

        Die Menschen, die diesen Weg „Urne zu Hause“ oder „Totenasche zur freien Verfügung“ gehen, die lassen letztlich leichter los als die, die über viele Jahre zum Friedhof müssen und dazu auch eigentlich sogar gezwungen werden.

        Grabpflege gehört zu diesen Pflichten und wenn man es nicht kann, dann muss man es machen lassen und dafür auch noch wieder in Tasche greifen.

        Wenn ich z. B. die Asche meiner Mutti und meinen Bruder in meinem Elternhaus im Garten habe, dann stört das niemanden und es stehen auch nirgendwo mehr Gefäße wo niemand mehr was mit dem Inhalt anfangen kann.

        Aber das ist genau das, was den Menschen näher gebracht werden muss und erklärt auch, warum ich mir ständig von diversen Bestattern immer und immer wieder diese Dinge anhören muss.

        Die meisten Bestatter, die Ihre Meinung mit „bei der Haushaltsauflösung stehen dann da 5 Urnen und langen auf dem Müll“ kennen nicht eine Person die die Totenasche zu Hause hat. Reden aber so, als würden sie alles wissen.

        Das wäre so, als würde ich über Kochen reden und weiß nicht mal wie eine Süßkartoffel aussieht geschweige denn, wie sie schmeckt.

        Glaube mir, nicht umsonst versuche ich genau diese Dinge den Menschen in einem Gespräch zu erläutern. Es wäre für mich weitaus einfacher, einfach nur „Totensche“ zu übergeben oder übergeben zu lassen.
        So machen es diverse, die sich damit eine goldene Nase verdienen.
        Dazu zähle ich aber nicht und ich ärgere mich wirklich darüber, wenn man das eine gutheißt und das andere abwertet.

        Ich möchte nichts kontrolliert haben, wenn es um Totenasche geht.
        Da sollte einfach jeder frei entscheiden dürfen, was er für sich für richtig erachtet.

        • Ingrid, wie du das schilderst, hört sich das gruselig an.
          Wenn ich mir überlege, daß sich auch nach meinem Tod die Hinterbliebenen an mich klammern und mich nicht gehen lassen, brrr. Da könnte ich glatt zum Wiedergänger werden.
          Ich habe einen Platz im Friedwald, den sich meine Eltern zusammen mit einem befreundeten Ehepaar gekauft haben und wäre glatt bereit, mit meinem Vater und der Tochter des Ehepaars Skat zu spielen, bis jemand anderes übernehmen kann. Und Bäume sind immer gut.

          Ich hatte bei der Urne übrigens zuerst an Freundschaft gedacht, nicht an ein Kind. Die Rose hatte ich völlig vergessen.

          • Liebe Sabine,
            ich denke, jeder sollte es einfach so machen, wie er es mag.
            Mich stört es auch nicht, wenn Du in den Friedwald möchtest.
            Wer das bezahlt, weil er an einem Baum, den die Natur hat wachsen lassen, mal eben 1.000 €urönchen oder mehr bezahlen will, der soll das doch tun.
            Mich gruselt dann, wenn ich Deine Worte aufnehme, irgendwann mit Menschen an einem Baum zu liegen, die ich nicht kenne.
            Oder auf einem Friedhof liegt später jemand auf mir, den ich nicht mochte.
            Das könnten wir jetzt bis ins Unendliche fortsetzen.
            Scheinbar sehen manche einfach nicht, dass mit diesen Dingen eine Menge Geld verdient wird.
            Ich könnte dann aber auch nur hoffen, dass jemand bei mir ist, der Skat spielen kann. 🙂

  2. Persönlich fände ich die Urne für einen Erwachsenen, der das auch schon eine Weile ist, eher merkwürdig. Deswegen habe ich hier auch eher ein „oh-Sch…“-Gefühl gehabt, mit dem Gedanken an eine Kinderbeerdigung.
    Kann natürlich falsch sein, mein Geschmack bei so etwas ist aus guten Gründen keine Referenz. Die Arbeit des Bestatterteams ist jedenfalls sehr schön, hoffentlich hat es das für die Hinterbliebenen ein kleines, kleines Bißchen einfacher gemacht.

  3. Alle halten sich an ihren Vorurteilen fest, was sich für Erwachsene oder Kinder schickt und niemand moniert, daß der Blumenschmuck nicht eine einzige Rose enthält?

    • Tja, die ist da, die Rose. Aber Du weißt ja, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

    • Lieber Arno,
      ich denke, der Blumenschmuck ist mit den Angehörigen abgesprochen und so wie wir einmal bei einer Gedenkfeier (Trauerfeier) das Lied „Spiel mir das Lied vom Tod“ gespielt haben, so sind es doch letztlich immer die Wünsche der Menschen, die es in Auftrag geben.
      Ich kann doch als Bestatter nicht machen was ich will, sondern ich muss doch das Wohl der Menschen im Auge haben, die Abschied nehmen.

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