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Mönche ohne Sarg im Wald verscharrt

Was ist eigentlich an der Geschichte dran, dass es Orden geben soll, die ihre Mönche einfach im Wald verscharren, ohne Sarg jetzt mal? und das sie im Sarg schlafen müssen z.B.?

Es ist nicht anzunehmen, daß es eine klösterliche Lebensweise gibt, die einerseits ihren Mitgliedern abverlangt, in einem Sarg zu schlafen und andererseits diese dann sarglos bestattet.
Vielmehr ist es der bewußt einfachen und auf Verzicht ausgerichteten Lebensweise zuzuschreiben, daß in manchen Orden (z.B. Karthäuser) die Verstorbenen auf klostereigenen Friedhöfen ohne Sarg bestattet werden. Oftmals werden die Gräber auch nicht namentlich gekennzeichnet und nur um gesetzlichen Anforderungen Genüge zu tun, gibt es überhaupt klosterinterne Aufzeichnungen über Namen und Grablagen.
Die Mönche werden in ihrer Ordenstracht, mit durch Kapuze verdeckten Gesicht auf einem einfachen Brett beigesetzt.

In anderen Orden ist es so, daß der Mönch auf eben dem Brett beigesetzt wird, das vorher sein Bett bildete.
Dem Menschen ständig vor Augen zu halten, daß er vergänglich ist, ist Bestandteil mancher Regelung. Hieraus ergeben sich dann auch die Parallelen zwischen Bettstatt und Grab.
Je nach Orden sind die Bestattungsrituale höchst unterschiedliche, sie alle gleichen sich jedoch in ihrer Einfachheit.

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Lesezeit ca.: 2 Minuten | Tippfehler melden | © Revision: 28. Mai 2012 | Peter Wilhelm 28. Mai 2012

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Buchstabenmann
15 Jahre zuvor

„Mönche ohne Sarg im Wald verscharrt“ klingt echt gut, eigentlich schon wie ein einschlägiger Filmtitel. Jetzt muss nur noch jemand gefunden werden, den das richtig anmacht…

Anonym
15 Jahre zuvor

Interessiert mich jetzt aber doch: Du schreibst doch immer in Deutschland gebe es eine Sargpflicht? Sonst würden sich einige Muslime glaub ich gerne ohne bestatten lassen… Wird hier mit zweierlei Maß gemessen oder gibts da auf Klosterboden eine Art Gewohnheitsrecht?

Mort
15 Jahre zuvor

Ich glaube mich zu erinnern gelesen zu haben das dies bei einigen Orden (Karthäuser) von altersher Tradition ist und ihnen auf eigenem Boden Sonderrechte zugestanden werden

„…. wird er in ein Tuch gehüllt ohne Sarg, nur auf einem Brett liegend im Klosterfriedhof bestattet. Das schlichte Holzkreuz über seinem Grab trägt keine Aufschrift. Denn sein Name steht eingeschrieben im Buch des Lebens“

Auszug aus / Georg Schwaiger – Mönchtum,Orden Klöster

Andreas Lechthaler
15 Jahre zuvor

Die Nutzung des Schlafbrettes als Bestattungshilfe ist auch nichts Besonderes wenn man bedenkt daß es zum Regal umbaubare Särge gibt (waren, wenn ich mich richtig erinnere hier im Blog erwähnt und/oder verlinkt).
🙂 Lechthaler

15 Jahre zuvor

Hm, mir wurde neulich zugetragen, dass es irgendwo ein Nonnenkloster gibt, wo die verstorbenen Schwestern im Kreuzgang (oder zumindest direkt am Weg zur Kapelle, wo mehrfach täglich Gottesdienst abgehalten wird) sitzend aufgereiht werden und erst dann bestattet werden, wenn sie „ausgetrocknet“ sind – mit oder ohne Sarg weiß ich jetzt allerdings nicht. Soll wohl auch an die Vergänglichkeit erinnern.

Das mit dem Bett-Brett finde ich allerdings nett – ist doch gleich ganz heimelig dann.

MacKaber
15 Jahre zuvor

Da ist es schon wieder – das böse Wort – „verscharrt“.
Tote, die sich eine teure Bestattung leisten können, und von der Kapelle auf einem Katafalk zum Grabe gebracht werden sind da auch nicht besser dran – sie werden „hingekarrt“. Die Angehörigen im Hotelrestaurant „abgespeist“.




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