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Schnell weg!

„Kommen Sie schnell, kommen Sie schnell, unser Vater ist gestorben.“

Wir fragen ob der Arzt schon da war, notieren die Adresse und sagen, daß es eine gute halbe Stunde dauert.

„Geht das nicht schneller?“

„Wir müssen ja quer durch die ganze Stadt.“

„Aber wir sind fürchterlich in Eile.“

Ich will die Frau gerade beruhigen, ihr erklären, daß von dem Verstorbenen keine unmittelbare Gefahr ausgeht, doch sie schneidet mir das Wort ab: „Das weiß ich alles. Es ist nur so, daß wir im Umzug sind und um 14 Uhr ist Schlüsselübergabe, da wäre es gut, wenn der Vater da schon weg wäre.“

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Peter Wilhelm28. Mai 2012

13 Kommentare von 138905.

  1. Weia. Das *ist* aber auch ne Sch…situation. Wie übergibt man denn eine Wohnung, in der die Leiche des eigenen Vaters liegt? Kein Wunder, daß sie den „in Sicherheit“ haben wollte.

    Salat

  2. …na, das ist ja auf mal ein Grund…

    ………..kann man auch niemanden zumuten, das noch ein Verstorbener die Wohnung okkupiert (!!)

    …oder wollte die Frau nur in den Blog? ;-)

  3. Mein Gott. Ich hoffe, wenn ich mal abnippel lieg ich meinen Verwandten nicht im Weg rum. Wär ja blöd wenn die nicht rechtzeitig den Schlüssel übergeben, zum Friseur gehen oder Abendessen können, nur weil ich mal eben ins Gras gebissen habe. *koppschüttel*

  4. @ Alex…Andereseits hat man zumindest bei dem antizipierenden Gedanken daran eine Gewisse Genugtuung…alle im Stress und Dir kann es so was von wurscht sein!:-)))
    LG anouk

  5. Hammersituation, musste dennoch grinsen. Tut mir leid.

    Mir stellt sich aber gerade die Frage dürfen Bestatterautos mit Sondersingalen fahren bzw. gibt es welche? Gibt bestimmt immer mal die eine oder andere Notsituation. Naja obwohl, derjenige für den der Wagen ist, hat es eigentlich nicht mehr eilig. mhhhh

  6. Da war die Zeitvorgabe, die Arbeit bis um 14:00 erledigt zu haben und die Schlüsselübergabe pünktlich einzuhalten wohl etwas knapp kalkuliert.
    Der verbreitete Streß hat sich auf das ganze Umfeld übertragen und Vater hat es sich zu sehr zu Herzen genommen.
    Könnte ja sein, dass die Nachmieter abspringen, und die Wohnung nicht mehr haben wollen, wenn sie den Toten noch sehen, weil das Unglück bringt, oder man ab jetzt jeden Tag dran denken muß dass hier mal ein Toter lag.

  7. „Und des hior ist des Woohnzimmor, den Babba da den nehmer natürlisch mit, der will nur noch sein Grimmi zu Ende gucken.“
    „Aber der Fernseher ist doch gar nicht angeschlossen! Und Ihre Leute tragen ihn gerade weg!“
    „Noch nix von Gopfgino jehört?“

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