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Toter hält an eigenem Sarg Wache

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Näheres hier.

gefunden von wenigstens drei Dutzend Lesern 🙂 Stellvertretend für alle: Dank an Manu

Peter Wilhelm 28. Mai 2012


19 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Es wird ja immer niveauloser hier. Jetzt erfindet der Undertaker auch noch Wachsfiguren als Leiche. Schäm Dich!

  2. Was ich mich ehrlichgesagt nie wirklich zu fragen getrau habe:
    Kann ich, kurz vor meinem Tod, noch lebend eingebettet werden?
    Das meine ich tatsächlich ernst, ich will so lange wie möglich was vom Leben haben und auch da dann ein Auge drauf haben.

  3. Also, ich weiss nicht so recht … laut dem Artikel ist die Leiche ja einbalsamiert und präpariert (was auch immer das bedeutet).

    Dabei hab ich mich gefragt: wie geht das, dass die Leiche drei Tage lang stehen kann? Der muss doch innerlich oder von hinten irgendwelche Stützen drin haben? Steht er deshalb in der Ecke, damit die Wände die Stützkonstruktion verbergen? So richtig kann ich mir das nicht vorstellen.

    Vielleicht kann Tom oder einer der mitlesenden Bestatter hierzu etwas aus Bestatter-Sicht sagen. Würdet ihr so einen Auftrag annehmen? Ok, pecunia non olet, aber ich weiss immer noch nicht so richtig, was ich davon halten soll.

    Übrigens – an Stelle der Angehörigen fände ich das irgendwie etwas gruselig, wenn der Verstorbene da noch drei Tage in der Wohnung rumstehen möchte …

    … ich weiss nicht, wie ich in der Situation tatsächlich reagieren würde, aber in der Theorie würde ich ein „Hinwegsetzen über DIESEN Willen des Verstorbenen“ zumindest andenken.

    BTW: man könnte den Knaben ja fast für eine Installation von Duane Hanson halten … 🙂

  4. Im liegen sähe er würdevoller aus. So lässt er die Schultern hängen, zusammen mit den geschlossenen Augen ergibt das für mich das nicht vorteilhafte Erscheinungsbild als ob er nicht nüchtern sei oder unter Drogen steht. Ne Junge, alles hat seine Grenzen.

  5. @Christina: Sowas verbietet sich hier in Deutschland allein schon wegen § 39 Abs. 3 Untp. 4b BesG, §§ 2-4 der Anl. B vom BAusschBest 1999/309 und der Genfer Konvention.

  6. Grundsätzlich sollte man ja jedem Menschen seinen Willen lassen. Aber die Vorstellung, in der Wohnung drei Tage lang neben einer in der Ecke stehenden Leiche vorbeimarschieren zu müssen, ist doch – sagen wir mal – ziemlich gewöhnungsbedürftig.

  7. Was mich am meisten wundert: Warum hat ein 24jähriger so genau festgelegt, was nach seinem Tod mit ihm geschehen soll?

    So wie ich das nach googeln aus anderen Berichten verstanden habe war er ja weder todkrank noch handelte es sich um Selbstmord (beides situationen, in denen ich es verständlich fände, wenn jemand entsprechende Vorgaben macht), sondern er wurde tot und halb (?) vergraben unter einer Brücke gefunden.

    Da die Todesumstände offensichtlich noch unklar sind, käme natürlich dennoch Selbstmord in Frage, aber da würde mich dann das „vergraben“ wundern…

  8. ich finde das etwas merkwürdig, dennoch auch i-wie schön.

    @5+8: es ist nichts gruseliges, noch ekeliges an einem verstorben! man sollte sie einfach mit respekt behandeln, und dann verschwinden vermeindlich vorhandene gefühle/erregungen solcher art!

  9. @11: Ich sage ja nicht das ein Verstorbener gruselig bzw eklig ist.
    Ich finde lediglich die im Artikel beschriebene Situation eklig bzw ungewohnt.

    Gut, ein letzter Wille ist und bleibt ein letzter Wille den es zu berücksichtigen gilt… aber auf diese Art und Weise? Man bekommt den Eindruck dort in der Ecke stände ein deplaziertes (und zudem auch schlecht restauriertes) Möbelstück/ein leerer Kartong. Naja im gewissen Sinne trifft letzteres ja irgendwie zu…

    Möglich wäre es das der Verstorbene mit den, in der Familie herrschenden, Ritualen brechen wollte – ein Zeichen setzen wollte.
    Aber schön finde ich das im Hinblick auf die Hinterbliebenen nicht.

  10. Bevor mir einer ein schlechtes Gewissen einpflanzt, weil er seinen Willen nicht bekommt, dann meinetwegen.
    Dann würden wir halt solange ausziehen, und erst zurückkommmen, wenn er weg, und der Raum gut gelüftet ist. Zum Anschauen kann uns niemand zwingen.

  11. Andere Länder, andere Sitten. Es soll auch Gegenden geben, da wird die Leiche noch mit an den Tisch gesetzt, ein Stück von ihr gekocht oder was weiß ich.

  12. Es gibt auch solche, die lassen längst Verstorbene wieder ausgraben, ziehen der Leiche bzw. was davon übriggeblieben ist, Kleider an, setzen sie in einen Gerichtssaal und veruteilen danach den Toten. Ein Witz? Ueberhaupt nicht! Verantwortlich für solche makabere Spielchen ist: [url=http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,352259,00.html]Die katholische Kirche.[/url]

  13. Jawoll, DIE KATHOLISCHE KIRCHE. Erstens was es Papst Stephan VI., zweitens war es im 9. Jahrhundert und drittens war es zu der Zeit durchaus üblich, Verstorbene, Kleinkinder und Haustiere vor Gericht anzuklagen. Aber Kirchenkritik kommt ja immer recht gut an, das kann man immer mal wieder zusammenhangslos einstreuen.

  14. Entschuldige mal… Es liegt mir fern, die Kirche als Gesamtinstitution bzw. deren Mitglieder anzugreifen. Aber Du wirst selber zugeben müssen, dass die Geschichte mit dem Leichenprozess doch ziemlich bizarr ist, ganz unabhängig davon, wann sie passiert ist…

    Und als vollkommen zusammenhanglos würde ich es auch nicht bezeichnen, schliesslich reden wir hier auch von einer Leiche, die 3 Tage mumifiziert und angezogen in der Zimmerecke gestanden hat um auf den eigenen Sarg „aufzupassen“.

  15. Ich sehe nun wirklich keinen Zusammenhang zwischen der Leichensynode im 9. Jahrhundert und einem jungen Mann von heute, der sich im Falle seines Ablebens eine etwas ungewöhnliche Form der Aufbahrung gewünscht hat. Letzteres ist in meinen Augen noch nichtmal besonders makaber, bestenfall exzentrisch.
    Ihr Schreibstil und Tonfall in dem Beitrag tun ein übriges dazu, daß ich von meiner geäußerten Meinung erstmal nicht abrücken will.

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