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Trauerflor

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Wir haben ja alles Mögliche, was es so an Pietätwaren gibt. Dazu gehört auch eine Rolle mit Trauerflor. Das ist so ein schwarzes, gardinenartiges Gewebe und wir schneiden von der Rolle etwa 30 cm lange Stücke ab, wenn die Kunden das wünschen. Die kann kann man dann an die Antennen der Autos binden, um seine Zugehörigkeit zu einer Trauergemeinde zu bekunden. Manchmal machen wir damit auch Schleifen um Urnen usw.

Heute kam aber ein Mann in unser Büro und wollte einen Trauerflor für den Anzug. Ich wußte sofort, was er meinte: So eine schwarze Armbinde, die man sich an den Arm macht, um seine Trauer zu zeigen. Solche Armbinden trug man vorwiegend in den 20er bis 40er Jahren und auch noch kurz nach dem Krieg. Sie haben den Zweck, ganz normaler Ausgehkleidung einen gewissen Trauer-Touch zu verleihen und viele Menschen trugen diese Armbinden auch noch Monate nach dem Todesfall, sie gingen eben „in Trauer“.

Seitdem ich aber in der Branche bin, und das sind jetzt auch schon deutlich mehr als 20 Jahre, habe ich solche Armbinden nicht mehr gesehen, sie sind wohl -zumindest hier- völlig aus der Mode gekommen.

Der Mann heute wollte aber gleich zehn Stück davon, für sich und für seine Kameraden. Leider konnten wir ihm das Gewünschte nicht verkaufen, da wir solche Armbinden nicht haben. Jemand bot ihm an, Streifen vom Trauerflor von der Rolle zu schneiden und siehe da: der Mann war begeistert! Wir schnitten ihm zehn passende Stücke ab und er ließ sich eins davon gleich mit einer pompösen Schleife an den Oberarm binden.
Ich finde ja, das sieht ziemlich schwul aus, aber bitte: Der Kunde ist König.

Für die Rollenware habe ich auch keine eine Bezahlung verlangt.

Peter Wilhelm 28. Mai 2012


57 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. hast du Ausdrucksweisen wie 'sieht schwul aus' wirlich nötig?

    Die meisten Schwulen die ich kenne legen mehr Wert auf ihr Äusseres als die meisten Heteros, insofern könnte das natürlich auch bedeutetn, dass es gut aussah, aber normalerweise wird das nicht so interpretiert 😉

  2. Naja, ich könnte mir vorstellen, dass dieser Trauerflor z.B. für Vereinsmitglieder eines Verstorbenen, z.B. Bergmannsverein, Posaunenchor, angefragt wurde. Vielleicht tragen sie eine "Uniform" und möchten damit nach aussen hin ihre Trauer zeigen (bei der Beerdigung).

    Übrigens – wie denn jezze? "keine" oder "eine" Bezahlung? :-)))))

  3. Ich habe einmal einen solchen Trauerflor getragen. Allerdings war da nichts mit Geschleife oder sonstiges Geschnörkel, sondern einfach ein schlichtes, schwarzes Band.

    Die Reaktionen darauf (die Leuter kannten es einfach schlichtweg nicht) fielen sehr unterschiedlich aus; was die Seltenheit solcher Dinge heute unterstreicht.

  4. Ich habe schon öfters Trauerflor getragen.

    Als aktiver Fußballer wird man vom Verein darum gebeten, z.B. wenn ein langjährig aktives Vereinsmitglied stirbt.

    Kann mir auch vorstellen, dass sowas eben für einen Verein ist und dass sie bei ihren Treffen dadurch dem Totengedenken wollen.

  5. @Roshok: Das hat nichts mit "sich angepisst fühlen" zu tun. Aussagen wie "…sieht schwul aus" sind schlichtweg niveaulos.

  6. Wenn ich so drüber nachdenke finde ich das mit der Schleife / Binde / Trauerflor gar nicht mal so schlecht.

    Und wenn man den meinte es sähe schwul aus, na mein Gott, es gibt schlimmeres heutzutage als für schwul gehalten zu werden.

  7. is doch schön, wenns schwul aussieht. sieht doch dann schön aus. oder habe ich da etwas richtig verstanden?

    .~.

  8. "für sich und für seine Kameraden"

    hm…! wie alt war der Mann denn?

    Hier noch eine krasse Frage:

    Wie sieht es denn mit Bestattungen von SS bzw. Waffen-SS – Leuten aus?

    Hattest du so was schon mal?

    So war vor einigen Jahren mal in Pirmasens vorgekommen. Habe das aber nur am Rande mitbekommen. Gab dann einen kleinen Skandal im Ort, wegen umstrittener Traueranzeige (Ehre, Vaterland, bla bla Blut und Boden eben) und wegen der Beerdigung (Hier hielt wohl einer der ehemaligen SS-Kameraden eine bizarre, wohl gerade noch legale Rede!)

    Viele Grüße,

    s.

  9. Könnte mir sogar vorstellen so etwas selbst zu tragen. ich finds nicht schlecht und kann Thomas nur zustimmen.

  10. Ich habe: "das sieht ziemlich schwul aus" eher auf die etwas pompöse Aufmachung der Schleife bezogen und das bedeutete für mich, dass das Extravagante, Auffällige etwas ist, was gerne mit Homosexuellen in einen Zusammenhang gebracht wird. Auf 50 % der Schwulen, die ich kenne trifft es zu und auf 20 % der Heteros auch. Nun kann sich jeder denken, was er will.

    Kann aber auch nur eine Nachlässigkeit im Ausdruck des undertaker gewesen sein. So what?

  11. sry war eben das falsche,

    Aus: BERTELSMANN Wörterbuch

    * vor|wie|gend [Adv. ] überwiegend, besonders, zum größeren Teil; unter den Zuschauern waren v. Jugendliche; solche Unfälle kommen v. bei Schneeglätte vor [vermischt

  12. Oh, da lass ich mich jetzt gar nicht drauf ein. Mir ist doch egal, welche sexuelle Orientierung jemand hat. Mit einem guten Freund, der sich selbst als schwul bezeichnet, war ich ein paar Mal schon auf dem "Christopher Street Day". Solange sich Schwule und Lesben da in schriller Kostümierung zeigen und ihr Schwulsein auf diese Weise feiern, kann ich meiner Meinung nach ein entsprechendes Outfit oder Anlehnungen daran als "schwul" bezeichnen, ohne jemandem zu nahe zu treten.

  13. @kek: Niveaulos ist es, sich wegen einer solchen Lapalie überhaupt zu Wort zu melden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, daß eine pompöse Schleife, egal welcher Farbe sie ist, schwul aussieht.

    Besserwisserische Oberlehrer, die den ganzen Tag nur darauf achten, dass auch ja jeder politisch korrekt ist.

    Mark Twain hatte Recht! "Jeder Deutsche ist ein kleiner Notar, stets drauf bedacht, dem Nächsten seine Fehler nachzuweisen!"

  14. Muss wohl regional unterschiedlich sein. Da wo ich herkomme, (konservativ schwule) Kleinstadt in AT, sind diese Armschleifen sehr wohl noch üblich. Also falls du jemals wen in erzkatholische Bergregionen liefern musst, Armschleifen nicht vergessen!

  15. @Bernhard2: Niveau ist keine Handcreme!

    @topic: In meinem Heimatdorf ist man weit davon ab, katholisch oder auch nur streng-gläubig zu sein, aber dennoch wird oft ein Trauerflor angelegt, selbst wenn es sich bei dem Verstorbenen nur um den Nachbarn von gegenüber handelt. Allerdings komme ich aus einer Gegend, wo die Dörfer selten über 500 Einwohner haben. 😉

  16. Als ich den vorletzen Satz laß war mir schon wieder total klar dass hier wieder die Moralapostel rumtrollen werden in den Kommentaren. Jeder den ich kenn benutzt das Wort. Das hat nix mehr mit Bisexualität zu tun sondern ist schon im normalen Sprachgebrauch für Sachen die halt tuffig aussehn.

  17. — im normalen Sprachgebrauch für Sachen die halt tuffig aussehn. —

    Hilf mir auf die Sprünge, wenn also mal jemand auf mich zukommt, dem man ansieht, dass er Ärger machen will und mich anmault "Bist du schwul, oder was?", dann kann ich also davon ausgehen, das er mich lediglich tuffig findet und ich mich geehrt fühlen sollte?

  18. Hatte "schwul" jeweils mit Bisexualität zu tun?

    Ansonsten hat mich das "Kameraden" auch verwundert, nich dass Der zu NPD-ähnlichen Organisationen gehörte…

  19. Mit einem guten Freund, der sich selbst als schwul bezeichnet, war ich ein paar Mal schon auf dem “Christopher Street Day”. Solange sich Schwule und Lesben da in schriller Kostümierung zeigen und ihr Schwulsein auf diese Weise feiern, kann ich meiner Meinung nach ein entsprechendes Outfit oder Anlehnungen daran als “schwul” bezeichnen, ohne jemandem zu nahe zu treten.

    Als gewöhnlicher Wald-und-Wiesen-Schwuler wird man vermutlich höchst ungern mit derart "hysterischen Tucken, die die Videokameras angereister Provinzler vollmachen" (O-Ton eines Freundes) in einen Topf geworfen…

  20. Ansonsten hat mich das “Kameraden” auch verwundert, nich dass Der zu NPD-ähnlichen Organisationen gehörte…

    Die Liste der verbotenen/verdächtigen Wörter schwillt aber langsam ganz schön an…

  21. Bin mir da nicht sicher, aber nennen sich die Leute in zB. Schützenvereinen nicht auch "Kameraden"? Also da hätte ich mir am wenigsten den Kopf drüber zerbrochen

  22. ja, und Feuerwehrmitglieder und so weiter. Kameraden ist ein Synonym für Leute, die das gleiche Hobby / den gleichen Umgang haben wie man selbst. Wer das Wort dann für seine eigenen braunen Zwecke missbraucht, ist wieder eine ganz andere Geschichte.

    ach und zur "schwul"-Diskussion: Seitdem ein schwarzer … äh … ein maximalpigmentierter … äh … ein Mitbürger mit zentralafrikanischem Migrationshintergrund *scnr* zu meiner Freundin sagte "Hör bloss auf, ey, ich bin ein NEGER, klar?" halte ich das ganze Political-Correctness-Geschwafel für Schwachsinn hoch drei.

  23. “Hör bloss auf, ey, ich bin ein NEGER, klar?”

    @Salty

    Richtig, bloß Weil ein Afro-Deutscher

    das sagt, gilt das doch nicht für alle!

    Hast wohl beim vielen Kurierfahren Gehirn-Masse abgebaut…

    Beispiel: Wenn ein Mitbürger, jüdischer Religion, sagen würde: ach, scheiß auf Political-Correctness-Geschwafel,

    ICH BIN EIN 'verfickter jude', klar!

    bzw. wenn er sagen würde "nenn mich verficktes judenschwein" …

    Würdest du dann auch gleich alle so anreden? ARRR! Wie dumm kann man denn sein?

  24. Ich persönlich bin ganz begeistert von dieser (offensichtlich alten) Idee mit den Armbinden. Hoffentlich kommt das mal wieder "in Mode" 🙂

    Und der Undertaker hat mein Mittleid bezüglich des kleinen Mienenfeldes auf dem er sich bei jedem Beitrag bewegt…

  25. Könnt ihr nicht einmal einen Beitrag lesen und NICHT nach Ausrucksweisen suchen, an denen ihr euch aufhängen könnt? Jeder andere Blogger schreibt doch auch so, wie ihm die Nase gewachsen ist und keine Sau sagt was. Das ist TOMS Blog und wenn etwas in seinen Augen geil oder schwul aussieht, dann ist das so. Persönliche Sichtweise eben. Das hatten wir doch vor kurzem erst alles…

    Um noch mal zum eigentlichen Thema zurückzukehren: Ich habe vom Trauerflor noch nie was gehört und finde es immer wieder interessant, neues zu lernen.

  26. Ich kann mich nicht erinnern, so eine Trauerarmbinde schon einmal gesehen zu haben, wundern täte ich mich aber nicht drüber. Schwarze Kleidung reicht aus Gründen der Mode heutzutage wohl nur noch bei älteren Herrschaften zur Trauerbekundung. Trauerarmbinden gibt es übrigens bei Karstadt in der Sportabteilung. Nennt sich dort Kapitänsbinde, ist aber der gleiche Hersteller. Nein, das ist kein Witz.

  27. Vor einigen Jahren sind in Gretzenbach (CH) sieben Feuerwehrleute bei einem Einsatz ums Leben gekommen. Zur Trauerfeier gingen wir natürlich in Uniform, weshalb auch wir zur Trauerschleife griffen, um unsere Anteilnahme ausdrücken zu können.

  28. @Stimm!

    1. Selbst wenn Deine Vermutung faktisch richtig wäre, würde ich keineswegs Hirnmasse abbauen, sondern lediglich die Anzahl meiner Synapsen würde geringer. Soll ich es für Dich einfacher formulieren?

    2. Ich habe niemanden als Neger angeredet. Ich habe niemanden als "verfickten" Neger/Juden/Behinderten/Schwulen (hab ich was vergessen?) bezeichnet. Das würde ich auch nie tun. Es ging hier auch nie um Beschimpfungen irgendwelcher Art. Mir ging es darum, dass in dem Bestreben, möglichst political correct zu sein, uns Ausdrücke "verboten" werden, die sich eigentlich so sehr in den Sprachgebrauch integriert hatten, dass selbst die Betroffenen darüber nur noch den Kopf schütteln (wie eben der von mir zitierte "Neger".) Und zu diesen Ausdrücken zählt heute nun mal – ohne eine persönliche Wertung dieses Begriffs abgeben zu wollen, den ich übrigens in diesem Zusammenhang selbst noch nie benutzt habe – auch das Wort "schwul".

    Ach ja, Du brauchst auf diesen Kommentar übrigens nicht zu antworten. Solltest Du es dennoch tun, sei Dir bitte im Klaren darüber, dass Deine Antwort darüber entscheidet, ob ich Dich weiterhin als Gesprächspartner akzeptiere oder Dich zukünftig gemäss des Leitsatzes "Don't feed the trolls" ignorieren werde.

  29. an die Überkorrekten:

    Würdet ihr wirklich zu jemanden hingehen und sagen: Hey (Mitbürger mit Zentralafrikanischem Migrationshintergrund), wie gehts? höhö Das kommt doch viel peinlicher, lächerlicher und wirkt auch viel herabwürdigender gegenüber diesem Menschen als wenn man ihn wohl einfach Schwarzer nennt. Ich halt von diesem ganzen Korrekt scheißen absolut nichts. Genauso wenn einer mal Niveau falsch schreibt, da kommt auch immer mindestens einer und muss seinen Mist dazugeben das damit nicht die Handcreme gemeint ist.

  30. Nachtrag zu meinem Kommentar bezüglich Stimm!

    3. Ich finde es bemerkenswert, dass ausgerechnet ein so auf PC bedachter Mensch wie Du hier mit dem Assoziationsklischee "Kurier- bzw. Fernfahrer = dumm" um Dich wirfst.

    Möchtest Du eine Kopie meiner Immatrikulationsurkunde der FH Lübeck haben?

  31. Dieses "Ich finde ja, das sieht ziemlich schwul aus" im Blogeintrag fand ich ja überhaupt nicht schlimm. Ich finde es zwar irgendwie schade, dass solche Dinge wie oben beschrieben von sehr vielen gleich mit schwul sein assoziiert werden, weil es einfach eine Art Vorurteil ist, aber schlimm finde ich es nicht, da gibt es wichtigere Dinge auf der Welt worüber man sich erstmal aufregen sollte 😉 Außerdem weiß jeder, wie es gemeint ist.

    Aber was ich irgendwie doof finde ist, dass du, also Tom, meinst, weil da einige mit schriller Kostümierung feiern, fühlt sich kein Schwuler auf den Schlips getreten, wenn man sagt, das etwas an einem schwul aussieht. Ich meine damit, man darf nicht davon ausgehen, dass auf dem CSD die Mehrheit der Schwulen vertreten ist und dass der CSD representativ für alle Schwulen steht. Ich könnte mir vorstellen, dass sich einige Schwule vielleicht gerade deswegen auf den Schlips getreten fühlen, weil sie mit den Leuten die da auf dem CSD rumlaufen verglichen werden. Die meisten Schwulen wirst du auf der Straße nicht erkennen, auch nicht wenn sie mit dir sprechen oder sonstwas. Wenn sie sich einem dann outen, sagt man ihnen ja auch nicht "echt? du siehst aber doch garnicht schwul aus!"

    Trotzdem bist du nach dem was ich gelesen habe ein sehr toleranter Mensch.

  32. Meine Güte, wenn man sagt, dass etwas "schwul" aussieht, dann meint, man damit, dass etwas dem Klischee entsprechend schwul wirkt,… nichts weiter. Und dass Klischees in den seltesten Fällen für alle gelten ist wohl weitgehend bekannt.

  33. [quote]an die Überkorrekten:

    Würdet ihr wirklich zu jemanden hingehen und sagen: Hey (Mitbürger mit Zentralafrikanischem Migrationshintergrund), wie gehts? höhö[/quote]

    Hmm, keine Ahnung,wie du deine Konversationen führst, aber ich spreche meinen Gegenüber weder mit "Hey Mitbürger mit Zentralafrikanischem Migrationshintergrund" noch mit "Hey Schwarzer" an. Entweder "Sieze" ich oder nenne ihn/sie beim Vornamen, sofern ich diesen kenne *gg* Aber spaßig, wie hier versucht wird, den "Überkorrekten" den Boden untger den Füßen wegzuziehen

  34. Wenn der Mann von "Kameraden" sprach, kann es schlicht und ergreifend auch ein Angehöriger der Bundeswehr gewesen sein. Zum Zeichen der Trauer kann eine schwarze Armbinde zur Uniform getragen werden. Ist die einzige Möglichkeit, in Uniform Trauer zu tragen. War aber schon zu meiner Zeit höchst selten.

  35. Bei uns vor Ort gilt die Regelung, zur Feuerwehruniform ein blaues Hemd zutragen. Nur bei Beerdigungen wird ein weisses Hemd getragen.

  36. -Moslem

    -Neger

    -schwul

    -geil

    -Kamerad

    to be completed 😉

    Noch was für die politisch Korrekten zu nachdenken:

    Ist es überhaupt tragbar, dass der Bauarbeiter auf Verkehrszeichen Nr. 123 schwarz ist, das Männchen auf den Notausgangsschildchen hingegen weiß? *eg*

  37. @ all:

    Kamerad: Lest mal genau!

    Ich habe nicht geschrieben: Uh uh, "KAMERAD",

    ah, ist wohl die NPD! Nein!

    Sondern: wollte eben nur genau wissen, wat.

    Also Feuerwehr, oder Bundeswehr?

    Oder: Wehrmacht.

    Und beim Kontext ist mir dann auch gleich eine Frage eingefallen, ob unser Undertaker schon mal eine SS-Bestattung hatte…!

    @ salty:

    die Beleidigung nehme ich natürlich zurück. nur hat es mich schon etwas geschockt…! Bloß weil einer sagt: nenne mich Neger..!? Aber ist ja gut..

  38. Ich frage mich gerade, wie man einen schwachsinnigen, verkrüppelten, schwulen, jüdischen Neger wohl nennen müsste. (So, jetzt schlagt mich für diese abfälligen Ausdrücke!)

    Vielleicht "intellektuell herausgeforderter und körperlich beeinträchtigter Mensch afrikanischer Abstammung jüdischen Glaubensbekenntnisses mit homosexuellen Neigungen".

    Letztendlich wird damit nur versucht, die alltäglichen Ungerechtigkeiten gegenüber Angehörigen anderer Gruppen zu kaschieren. Immerhin bezeichnen wir niemanden mehr als Neger oder als schwul, dann kann es doch gar keine Diskriminierung mehr geben, oder?

    Mir ist jeder Mensch der frei Schnauze redet weitaus lieber, als diese verkniffen daherschwafelnden Moralisten.

  39. Ich finde es schockierend wie viele Leute sich auf den Schlips getreten fühlen wenn man von ihnen erwartet keine abfälligen Bemerkungen über irgendwelche Bevölkerungsgruppen zu machen.

    Ja "politisch korrekte" Begriffe ändern sich dann und wann, und zwar vor allem weil so oft die aktuellen Begriffe von irgendwelchen Deppen aufgegriffen werden und in Beleidigungen verwandelt werden.

    "Neger" war vielleicht mal ein Wort das nicht böse gemeint war, aber könnt ihr nicht verstehen dass viele Schwarze nicht so genannt werden wollen wenn es gleichzeitig fast normal ist Dinge wie "Ich bin doch nich dein Neger!" zu sagen?

    Und übrigens nein, man sagt nicht "Hey (Mitbürger mit Zentralafrikanischem Migrationshintergrund), wie gehts?", man sagt "Hey, Martin, wie gehts?"

    Oder sagst du "Hey, Weißer wie gehts?"?

    Mal davon abgesehn dass nich alle Schwarzen aus Afrika kommen!

    Der Bestatter hat das Wort "schwul" hier sicher nicht böse gemeint, aber findet ihr es wirklich ok dieses Wort zu benutzen um etwas albernes, "tuckiges" zu bezeichnen? Nur weil auf dem CSD ein paar abgedrehtere Gestalten rumlaufen? (Und warum? um Aufmersamkeit zu bekommen damit sie endlich alle Menschenrechte bekommen! Um Toleranz auch für Aussergewöhnliches zu schaffen. Wer die Glitzertunte nicht beleidigt kann auch den schwulen Bernd von nebenan normal behandeln.) Nur weil in den Soaps alle Schwulen durch die Nase reden und enge T-Shirts tragen?

    Ich finds nicht gut solche Klischees zu füttern, ja, und deswegen bin ich kein Dauer-Politisch-Korrekter Depp oder sowas.

    Niemand hat was gegen das Wort "Schwul", es geht darum im welchem Zusammenhang es gebraucht wird.

    Es interessiert doch keinen wenn ein Schwarzer selber meint "Ich bin ein Neger", es geht eben um Ausdrücke wie "Ich bin nich dein Neger/Bimbo" oder um "das sieht voll schwul aus", weil man sie in diesem Moment negativ belegt, und damit eben auch alle Angehörigen der jeweiligen Gruppe negativ belegt.

    Ich versteh echt nicht wieso es so schwer zu sein scheint den Unterschied zwischen "bösen" Worten (Ni**er, Schwuchtel) und negativen Anwendungen, wofür ich ja schon Beispiele genannt habe, zu begreifen.

    Niemand muss sich immer komplett perfekt ausdrücken, aber manchmal tritt man in ein Fettnäpfchen und dann kann man doch die Größe haben zu sagen "Ich wollte niemanden verletzen!" statt diesem "Pah, das is mir viel zu anstrengend dieses Blah und *ich* weiß ja dass ich kein Rassist/Sexist/Whatever bin."

    Mag ja sein, aber trotzdem kann man sich manchmal – unwissentlich – rassistisch/sexistisch äußern, es ist ja niemand allwissend, und dass dann als voll okay darzustellen kann man dann nicht mehr unwissenheit entschuldigen wenn man bereits darauf hingewiesen wurde.

    Es geht nicht darum die Dinge nicht beim Namen zu nennen!

  40. @Sabrina: Bernd von nebenan ist schwul??? Das ist ja mal interessant… hätte ich nie gedacht 😉

  41. >bzw. wenn er sagen würde “nenn mich verficktes judenschwein” …

    Peng, die Antisemitismuskeule …

    Man mag sich erinnern, ursprünglich ging es darum, ob Trauerflor "schwulQ" aussieht, aber unter Singularität des Holocausts gehts wohl nie :/

  42. Danke, liebe Berufsbetroffene, für den amüsanten Morgen. Tom, ich liebe es, wenn du solche Sachen schreibst, das gerantiert mir mindestens eine Tasse Kaffee lang breitestes Grinsen 🙂

  43. Ach übrigens: ich bin bisexuell und ich fordere hiermit einen Beitrag, in dem Bisexuelle erwähnt und möglichst mit irgendeiner Bemerkung "diskriminiert" werden, damit ich mich auch ein bisschen aufregen kann 🙂

  44. Den Weißbroten gehts zu gut – so können Sie sich schön an Nichtigkeiten hochziehen.

    Wenn mit diesem Engagement endlich mal die ganzen politischen und Sozial- und Volkswirtschaftlichen Fehltritten und Fehlentscheidungen entgegengegangen würde, dann wüsste mensch: Dieses Land ist nicht verloren.

    So long

    m

  45. Und warum? um Aufmersamkeit zu bekommen damit sie endlich alle Menschenrechte bekommen!

    @Sabrina: Wenn Du nun auch noch das Geheimnis lüften würdest, welche Menschenrechte deutschen Schwulen und Lesben verwehrt werden….

  46. echt ein geiler geiler nazihaufen hier, da fühlt man sich so richtig wooohhl als richtiger deutscher ohne fehl und tadel. :):):)

  47. Wenn Du nun auch noch das Geheimnis lüften würdest, welche Menschenrechte deutschen Schwulen und Lesben verwehrt werden…

    Wahrscheinlich das fundamentale Menschenrecht, sich nicht von Leuten öffentlich vertreten lassen zu müssen, die regelmäßig halbnackt mit Trillerpfeifen und in schriller Kleidung durch die Fußgängerzonen tanzen und dabei geschlechtsverkehrbezogene Gesten zur Schau stellen.

  48. Nett finde ich, dass du dem Herren nichts (oder fast nichts?) berechnet hast. Als mein Chef sein und mein Auto einmal mit Trauerflor verzierte, wollte der Gärtner, der das verkaufte, für den Meter 4EUR (wenn ich mich recht erinnere). Geldschneiderei!

  49. Also diese schwarzen Armbinden werden zum Beispiel bei dem Video "Feint" von EPICA auch getragen und da geht es auch um Trauer! Also falls sich jemand anschauen will, wie das aussieht, YouTube! Viel Spaß

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