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Tütentheater

„Eben stand doch da noch eine Tüte mit Puddingkrapfen!“

„Ich will Deine doofen Puddingkrapfen gar nicht, ich bin Amerikanerin und mag sowieso lieber Donuts mit Puddingfüllung.“

„Aber irgendeiner muß sie doch gegessen haben.“

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„Ich war es jedenfalls nicht.“

„Ach komm, Du warst die Einzige, die außer mir noch da war.“

„Sag mal, spinnst Du? Ich mag eigentlich gar keine Puddingkrapfen.“

„Ach toll, und warum nimmst Du Dir dann jeden Tag einen, wenn ich sie Dir anbiete?“

„Weil sie umsonst sind und satt machen.“

„Na prima! Gut, daß ich das auch mal erfahre!“

„Ach menno, mal bringst Du was mit und mal bringe ich was mit, wir teilen doch immer…“

„Deine Brownies mag ich auch nicht…“

„Ach was? Und deshalb futterst Du immer die halbe Schüssel leer.“

„Das ist ja nur wegen der Verbrennung.“

„Was?“

„Ja, wenn ich so’n Zeug sehe, dann fängt es in meinem Magen an zu brodeln und dann steigt mir die Magensäure hoch und ich krieg‘ Sodbrennen. Ja und dann muß ich sofort was essen, um die Verbrennung in Gang zu halten.“

„Du bist ganz schön verfressen, weißt Du das?“

„Du aber auch, Du ißt doch viel mehr als ich, bloß sieht man es bei Dir nicht. Das find‘ ich voll gemein.“

„Auf jeden Fall habe ich Deine Puddingkrapfen nicht gegessen.“

„Hast Du noch was von den Brownies?“

„Ja klar, drüben in der Kaffeeküche.“

„Kann ich?“

„Logisch!“

„Danke.“

„Welcome.“

Der Chef betritt die Szene: „Hey, sacht mal, wer hat eigentlich dem Hund die leere Bäckertüte gegeben? Der zerfetzt die gerade in tausend kleine Stückchen.“

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(©si)