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Wenn der Tag für Silke mit einer kalten Dusche endet

Ein langer Tag im Bestattungshaus lag hinter mir. Etliche Verstorbene abgeholt, viele Touren gefahren. Jetzt noch die Wagenpflege. Ich hatte gerade die Motorhaube von unserem Bestattungswagen zugemacht, als mein Dienst-Handy bimmelte.
Der Chef war dran, und meinte kurz, dass ich doch mal reinkommen sollte. Ein schlechtes Zeichen, normal erklärte er immer länger, warum ich denn zu ihm kommen sollte.

Als er mir die Tür öffnete, strahlte er über das ganze Gesicht und schmauchte vergnügt an seiner Pfeife. Ich erfuhr nun, dass er ganz vergessen hat, mich in die Pläne bezüglich seines Kurzurlaubs einzuweihen.
Eine Woche würde er sich erstmal gönnen. Mir schwante nichts Gutes.

„Du müsstest schon größtenteils alleine fertig werden“, meinte er. „Und wenn es nötig ist, nimmst du die Telefonistin mit, die freut sich über ein bisschen Abwechslung.“

Dann schob er mir wie üblich, einen Umschlag mit Geld für die nötigsten Ausgaben über den Tisch. „Aber nicht das ganze Geld im Puff auf den Kopf hauen!“, meinte er noch.
Diesen Standardwitz brachte er jedes Mal, auch wenn er einem nur 20 Cent in die Hand drückte. Und jedes Mal schüttelte er sich vor Lachen, dass ihm fast die Pfeife aus dem Mund fiel.

Als ich wieder rüber in das Sarglager ging, dachte ich über die gesamte Situation nach. Der letzte noch verbliebene Kollege war schon vor ein paar Jahren entlassen worden. Seitdem schlugen wir uns mit diversen Aushilfen durch. Diese Leute waren aus unterschiedlichen Gründen oft nur sporadisch erreichbar, und in letzter Zeit musste eben der Chef zu Abholungen aus Trauerhäuser, Kliniken und Altenheimen oft selbst mitfahren. Sämtliche Beerdigungen auf den Friedhöfen machte ich sowieso schon länger grundsätzlich solo, woran ich mich aber schon gewöhnt hatte.

Als ich am nächsten Tag in die Firma kam, belud ich als erstes den Bestattungswagen. Mit einer Urne fing ich an. Denn wir hatten eine Urnenbeisetzung ohne Kapelle. Also würde ich mich mit den Angehörigen vor dieser treffen, um dann gemeinsam mit ihnen und dem Priester zum Grab zu gehen.
Dann lud ich noch einen Sarg ein, um eine am vorigen Tag verstorbene alte Dame, die immer noch auf der Leichentrage auf dem selben Friedhof lag, in den Sarg einzubetten.
Zum Schluss noch das Fahrgestell für die Trage, dann war der Wagen voll.

Priester und Angehörige fanden sich pünktlich zum Termin ein, das Grab war auch nicht weit weg. Auf dem Rückweg zur Kapelle, war noch Zeit für eine Zigarette. Ich lud das Benötigte aus dem Bestattungsauto und machte mich an die Arbeit. Erst die Trage auf das Fahrgestell ziehen, und dann den Sarg auf den Sargwagen des Friedhofs. Nun konnte ich in der engen Leichenzelle, seitlich neben dem Sarg stehend, die leichte ältere Dame auf die Arme nehmen, und sanft in ihr letztes Bett legen.
Nach der Versorgung desinfizierte ich die Trage, und lud sie in den Bestattungswagen. Alles nicht so einfach alleine, aber machbar.

Schon bimmelte das Handy wieder. Die Telefonistin teilte mir mit: „Da ist noch eine weitere ältere Dame aus dem Altenheim abzuholen. Die Angehörigen kommen am Nachmittag, um die Gestaltung der Beisetzung, sowie die Formalitäten zu besprechen.“

Die Nonne vom Altenheim guckte etwas irritiert. „Sind sie etwa alleine?“, fragte sie mich. Ich stammelte verlegen: „Der Kollege ist plötzlich krank geworden“, und schielte auf meine Fußspitzen. „So so“, sagte die Klosterfrau und ich merkte, dass sie mir nicht so recht glaubte.
Aber sie hatte Verständnis und schickte mir eine Pflegekraft zur Begleitung, damit ich in dem sehr großen Heim auch das richtige Zimmer finden würde.
Die Pflegerin war so nett, mir beim Herüberlegen auf die Trage zu helfen.

Danach wieder zum Friedhof. Dort stellte ich die Trage mit der Verstorbenen ab und fuhr wieder in die Firma zurück.
Die Telefonistin Silke empfing mich mit einem breiten Lächeln, sie mochte mich.
Silke war für eine Frau sehr groß, vollbusig und kräftig. Sie war nicht dick, aber richtig stark, was sich bei den Einsargungen als vorteilhaft erwies.

Ihr Zuständigkeitsbereich war nicht nur das Telefon, sondern auch die Führung des Haushalts der Cheffamilie. Sie klagte mir ihr Leid: „Die lieben Arbeitgeber sind einfach so von dem Frühstückstisch aufgestanden, ohne wenigstens das Grobe abzuräumen. Die gehen einfach weg, wie die Sau vom Trog. Da sah es vielleicht aus!“

Zudem musste sie die vernachlässigte Reinigungsarbeit im Haushalt der Chefin nachholen. Und das für fünf Euro die Stunde! Nun saßen wir bei einer Tasse Kaffee im Wohnzimmer des Chefs, und ließen es uns für ein paar Minuten gut gehen. Als ich mich zur Mittagspause verabschiedete, sagte sie: „Der schwarze Anzug steht Dir richtig gut. Siehst echt vornehm aus!“ Dabei strich sie mir über die Schultern, so als ob sie ein paar Fusseln entfernen wollte.

Als ich nach der Mittagspause im Büro saß, um meine Arbeit einzutragen, kamen auch schon die Angehörigen der alten Dame. Sie waren freundlich und das Gespräch ging zügig und unkompliziert über die Bühne. Nach der Verabschiedung ordnete ich die Unterlagen, fuhr auf dem Weg zum Friedhof noch beim Standesamt vorbei. Danach sargte ich die Verstorbene ein. Als alles fertig war und ich die Trage desinfiziert hatte, machte ich mich auf den Weg in die die Firma.

Silke erwartete mich schon: „Im Ausstellungsraum sind zwei ältere Damen, die für ihre Mutter eine Schmuckurne aussuchen möchten.“

Ich übernahm das und zeigte ihnen unsere Auswahl. Sie konnten sich nicht entscheiden. Mal fanden sie die eine Urne schön, mal eine andere, dann wieder die Erste, und am Ende gefielen ihnen mal alle und mal keine…
Auch der Katalog mit weiteren 120 Urnen half ihnen nicht weiter. Schließlich meinte die eine: „Wir haben das zu Hause noch so eine chinesische Blumenvase mit Deckeln. Können wir die nicht nehmen?“
Ich verwies auf die Friedhofsatzung unserer Stadt, und verneinte. So ging das fast anderthalb Stunden. Tja und dann? Dann verkündete die andere: „Guter Mann, so eine Entscheidung will gut bedacht sein. Wir müssen da erst mal drüber schlafen. Wir kommen morgen wieder.“

Ich sage es immer wieder: Es sind nicht die Toten, die uns Mühe machen…

Es war 17:30 Uhr und ich hatte Lust auf Feierabend. Von den Stunden her war auch Schluß für mich. Ich hatte die Schnauze voll. Aber ich bin Bestatter und als Bestatter hast du eben keine geregelten Arbeitszeiten mit pünktlichem Feierabend.
Ich schloss den Ausstellungsraum ab und ging wieder ins Büro. Dort wartete Silke schon auf mich: „Da kommen nochmal Angehörige von einer anderen Verstorbenen aus dem Heim.“
„Noch eine?“, stöhnte ich und Silke nickte mitleidsvoll. Also gut. Was bedeutet schon Freizeit? Was ist Feierabend schon wert?

Wenigsten waren diese Leute unkompliziert. Alles war in recht kurzer Zeit besprochen. Das Gespräch ging dem Ende zu und endlich war Feierabend in Sicht. Dann sagte die Tochter: „Bestattet werden soll meine Mutter hier. Aber sie liegt in einem Altenheim in der Nähe von Hannover. Das ist ja nicht so weit weg von hier!“

In diesem Gewerbe muss man eben flexibel sein, auch wenn man schon ein hohes Arbeitspensum hinter sich hat. Nachdem die Leute weg waren, stellte ich am Rechner fest, dass Hannover so um die 120 Kilometer entfernt liegt. Hin und zurück also 240 Kilometer, das bedeutete zweimal anderthalb Stunden Fahrt auf der berüchtigten Autobahn mit ihren vielen Staus. Und dann noch die Erledigung im Heim. Mit allem Drum und Dran rechnete ich mit gut vier Stunden. Ich hatte keine Lust, so lange alleine durch die Gegend zu fahren. Deshalb sagte ich zu Silke: „Besser ist, Du fährst mit. In einer fremden Gegend weiß man nie. Nachher wiegt die Verstorbene 300 Kilo und ich steh‘ dann ganz alleine da.“ Silke freute sich, so oft kam sie nicht raus. Das war mal eine willkommene Abwechslung. So dachte ich wenigstens.

Die Hinfahrt verlief ohne Schwierigkeiten, obwohl die Strecke für ihre ewigen Staus bekannt war. Es fing zwar tüchtig an zu schneien, aber wir hatten schon die Winterreifen drauf.
Ich hatte mich vorher beim Altenheim erkundigt, wir konnten gleich mit dem Sarg kommen. Die Leiterin wartete schon. Gott sei Dank war die verstorbene alte Dame nicht besonders schwer. Silke und ich schafften das völlig problemlos.

Als wir wieder eine Weile auf dem Rückweg waren, kam eine unerwartete Wendung. Silke wechselte das Thema und begann über ziemlich Privates, um nicht zu sagen Intimes, zu plaudern.
Ich war fix und fertig. Ein langer, anstrengender Tag, dann noch diese abendliche Fahrt durch das Schneetreiben und jetzt mußte ich auch noch den Sigmund Freud geben!

Silke hatte mir schon mal von ihrem Verhältnis mit einem verheirateten Kerl aus ihrem Dorf erzählt. Aber nun ging sie ins Detail. In allen Einzelheiten schilderte sie mir, welche manuellen Tätigkeiten sie zu seiner persönlichen Erleichterung durchführen mußte.
Mir wurde das Ganze ziemlich peinlich und ich wußte bald nicht mehr, was ich noch dazu sagen sollte. Also starrte ich stur in das Schneetreiben und gab vor, mich besonders stark konzentrieren zu müssen. Als verheirateter Mann wollte ich solche Sachen gar nicht hören.
Silke plapperte weiter und ich erfuhr delikate Details, die mir stärkstes Kopfkino verursachten.

Einerseits tat sie mir leid, weil ich den Eindruck hatte, dass sie leicht von Männern auszunutzen war. Andererseits beugte sie sich während des Erzählens immer mal wieder zu mir herüber, gestikulierte und ihre große Oberweite schwankte in Sichtweite herum.
Mir schwante Übles. Konnte es sein, dass sie mir diese pikanten Geschichten erzählte, um in mir bestimmte Wünsche zu wecken? Sie war ja durchaus nicht uninteressant, aber zu Hause warteten Frau und Kinder. Was auch immer sie vor hatte, daraus würde nichts werden – jedesfalls nicht mit mir.

Ich war froh, als wir endlich in unserem Heimatort auf den Friedhof abbogen. Gemeinsam stellten wir den Sarg in die Zelle. Dabei kam mir Silke gefährlich nahe und ich spürte ihre wogenden Brüste an meinem Rücken.
Endlich waren wir wieder draußen im Freien. 23 Uhr, Feierabend!
Nur noch den Bestattungswagen in die Firma bringen und dann mit dem PKW nach Hause fahren. Und dann? Unter die Dusche und ab ins Bett!

„Och menno, ist schon so spät, da fährt doch kein Bus mehr“, klagte Silke und setzte wohl auf meine Gutherzigkeit. „Also schön, komm spring rein, ich fahr dich eben nach Hause“, sagte ich.

Silke wohnte in einem 8 Kilometer entfernten Dorf und wir fuhren durch den Schnee dorthin.
Und dann?

Als wir dort ankamen, stieg sie aus, kam zur Fahrerseite herüber und lehnte sich durch heruntergekurbelte Fenster zu mir herein. Dann fragte sie mich tatsächlich: „Na, wie sieht’s denn aus? Du hast doch bestimmt Lust auf eine heiße Dusche…“
Sie leckte sich verführerisch über die Lippen.

Ich faselte verlegen irgendwas von einer kranken Ehefrau, den Kindern, die noch ins Bett gebracht werden müsen und dem Hund der noch gefüttert und ausgeführt werden muß. Ich gab Gas und rauschte davon.

Bestatter, Kundenversteher, Überführungsfahrer, Sigmund-Freud-Ersatz und dann noch Gigolo?
Nee, heim ins Bett!
Puh, ein wirklich anstrengender Tag!!

Eine Geschichte, erzählt von Bestatter Josef © Josef,

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Peter Wilhelm19. Dezember 2017

12 Kommentare von 140148.

  1. Tja, das sind dann wohl die feinen Unterschiede der Gleichberechtigung und „Emanzipation“. Hättest Du es umgekehrt so gemacht, wäre es sexuelle Belästigung gewesen. ;-)

    @Peter
    Gibt es einen echten Grund, weshalb hier manchmal, wie gerade eben, angezeigt wird:
    „Du schreibst die Kommentare zu schnell.“ zurück???

    Ich tippe doch immmer gaaanz langsam, weil ich weiß, dass nicht alle soooo schnell lesen können. ;-)

      • @Winnie: Tja, dass sind dann wohl die feinen Unterschiede in der Wahrnehmung von „sexueller Belästigung“. Für mich fällt das durchaus darunter. Er fühlte sich unwohl und konnte sich aufgrund des Arbeitsverhältnisses nicht einfach aus der Situation lösen.
        Aber das sieht man wohl nur, wenn man Emanzipation nicht in Anführungszeichen setzen muss…@DL2MCD:

        • @Julia:
          Zitat:
          Er fühlte sich unwohl und konnte sich aufgrund des Arbeitsverhältnisses nicht einfach aus der Situation lösen.
          Aber das sieht man wohl nur, wenn man Emanzipation nicht in Anführungszeichen setzen muss…

          Was ist denn das für ein Gesülze? Dem Mann (Entschuldigung Josef, ich will es für die Schreiberin verallgemeinern) war das angemacht werden sicherlich peinlich und ihm war unwohl, denn er ist glücklich verheiratet samt Kindern und ihm steht nicht der Sinn nach „Abenteuern“. Dieses wusste sicherlich das Mädel.

          • @Winnie:
            Und deswegen war es sexuelle Belästigung. Nichts anderes Hat Julia gesagt.

            PS: Das gesülzt kam definitiv nicht von Ihr.

        • @Julia: Naja, da er der Chef ist, konnte er schon, mußte nur befürchten, daß sie ihm das ev. übelnimmt und er sich dann eine neue Mitarbeiterin suchen muß.
          Blöd, aber so kaum vermeidbar, außer sie wußte schon, daß er Familie hat.
          Andersrum, also „wenn der Chef was mit dem Personal hat“ oder der Herr Weinstein seine Schauspielerinnen und Regisseurinnen angeht, ist ja oft die Situation, daß die Machtposition ausgenutzt wird, um den eigenen Willen durchzudrücken, „entwder Du machst mit oder Du bist gefeuert“. Das ist dann das Üble. Daß jemand sich „vertut“ und sich wo Hoffnungen macht, wo nix zu holen ist, wird zwar immer peinlich sein, aber ist wohl nicht ganz zu vermeiden. Und sollte dann auch keine weiteren Folgen haben. Schwierig natürlich, wenn dicke Gefühle dahinterstehen…denke aber, hier hat sich Josef so aus der Affäre gezogen, daß sie keinen Groll haben mußte…

  2. Eines Tages war es wieder soweit, es stand eine längere Überführung an. Mein Beifahrer war wieder Silke!!! Es lief hervorragend, das Wetter war gut, der Verkehr auf der Strasse war ruhig, auch im Krankenhaus und beim Standesamt war alles gut gelaufen.
    Plötzlich sagte Silke:“ Stell dir vor, er will die Pille nicht bezahlen, aber ohne Gummi, das er ablehnt, droht ja eine ungewollte Schwangerschaft! Er hat mir vorgeschlagen, doch eine andere Körperöffnung zu nutzen“ meinte sie. Mir beschlug die Brille, und ich hatte Mühe den Wagen auf der Strasse zu halten!!! Ich hätte wie üblich wahrscheinlich nicht viel gesagt, und mich irgenwie heraus gewunden. Doch jetzt legte sie nach, sie sagte:“ Grundsätzlich habe ich gegen diese Praktik nichts ein zu wenden, ich habe das schon einmal mit einem Werkzeug probiert, das war gar nicht so übel.
    Der Ding Dong darf natürlich nicht zu groß sein“ Da war der Moment gekommen, um ein offenes Wort zu sprechen. Ich sagte:“ Silke was du auch immer mit deinem Bekannten oder mit dir alleine anstellst, das geht mich nichts an!
    Ich bin glücklich und zufrieden und möchte keine Bett Geschichte, und wenn du meinst darüber reden zu müssen, erzähl es doch deiner besten Freundin, oder sonst irgend jemand!!!!“ Da waren die Verhältnisse geklärt, und ab dem Tag sind wir bis zum Ende der Firma völlig kollegial miteinander umgegangen.
    Ich habe hier jetzt etwas deutlicher berichtet, um zu zeigen, wie krass es damals zum Teil gewesen ist. Ich hoffe das mir jetzt keiner Schlüpfrigkeit vorwirft. Ja, ich fühlte mich der verbalen sexuellen Belästigung ausgesetzt, und habe lange nichts gesagt, aber irgendwann geht es dann doch nicht mehr. Ich hoffe, das Peter mir die deutlichen Schilderungen (Ich habe es noch mild formuliert!) nicht übel nimmt!
    Diese Geschichte zeigt aber auch, das sexuelle Belästigung auch anders herum möglich ist. Wobei ich glaube, das mehr Frauen von Männern belästigt werden, wie umgekehrt.
    Ich war damals sehr erstaunt, so eine krasse Erfahrung habe ich auch noch nicht gemacht.
    Ich glaube aber bis heute, das Silke das nie böse gemeint hat!

    • @Josef: Nee, das ist halt tatsächlich so. Frauen können sowas bringen – ein Mann hätte nach sowas einer Frau gegenüber Ärger ohne Ende.
      Als sexuelle Belästigung würde ich es trotzdem nicht bezeichnen, solange man nicht selbst etwas dazu erzählen soll. Das wäre eher, wnen sie das extra erzählt, nur um einen aus der Fassung zu bringen. Nur natürlich als etwas durchaus Lästiges. Wäre aber auch nicht anders, wenn ein Kumpel plötzlich mit solchen Stories („anno einundleipzisch habe ich in Buxtehude gleich drei…“) loslegen würde. Das kann auch nerven. Und sowas kenne ich im Übrigen eher von Frauen, die von mir nix wollten…solange ich auch nicht an ihnen interessiert war, noch tragbar, im anderen Fall aber auch ganz großer Mist…

      (Und eine habe ich dann mal glatt stehen lassen, als sie so angeberisch los legte, zumal auch noch Saufexzesse dazu gehörten. Deutlicher kann frau kaum vor sich selbst warnen… Sie war dann nächsten Tag stinksauer, wollte, daß ich mich jetzt sofort entschuldige oder sie gibt es öffentlich im Cafe vor allen Besuchern zum Besten. Ich schwieg, sie nicht, ging dann für sie sehr peinlich aus… – „Gratuliere, hätte ich auch gemacht!“). Danach war dann das Thema erledigt.

      Auf jeden Fall für Unbeteiligte (!) amüsant und für den, dem es noch nicht passiert ist, kaum zu glauben.

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