Interessanter Fall

Ich bin auch manchmal überfragt.

Da ist ein Mann tot in seiner Wohnung aufgefunden worden. Als Todeszeitpunkt gibt der Notarzt eine ganze Woche an. Dieser Zeitraum ergibt sich aus dem Zeitpunkt, an dem der Verstorbene zuletzt lebend gesehen wurde und dem Zeitpunkt, den der Arzt aufgrund des Zustands der Leiche für wahrscheinlich hält.
Beispiel: Der Mann wurde am 1. Oktober noch gesehen und am 20. Oktober stellt der Arzt fest, daß er mindestens schon eine Woche tot sein muß. Also ist der Mann zwischen dem 1. Oktober und dem 12. Oktober etwa verstorben.

Genaueres soll nun eine Obduktion ergeben.

Nur, wer ist in diesem Fall der Bestattungspflichtige?

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Bremen erlaubt Ausstreuen von Totenasche auf privaten Grundstücken

Beim Umgang mit der Asche von Verstorbenen geht Bremen einen neuen Weg: Das Land will mehr Individualität zulassen und den Menschen erlauben, über den Ort zu entscheiden, an dem nach dem Tod ihre Asche verstreut werden soll. Der Vorstoß hat aber auch Gegner.
Bremen will als erstes Bundesland das Verstreuen von Totenasche auch auf privaten Grundstücken erlauben. Die Bürgerschaft beschloss am Mittwoch mit großer Mehrheit eine entsprechende Änderung des Gesetzes über das Friedhofs- und Bestattungswesen in erster Lesung. Die CDU-Fraktion stimmte gegen die Gesetzesänderung.
Voraussetzung ist eine schriftliche Verfügung des Verstorbenen über einen Ort zum Verstreuen und eine Person für die Totenfürsorge. Der letzte Hauptwohnsitz des Verstorbenen muss im Land Bremen gewesen sein. Für das Verstreuen sollen auch öffentliche Flächen ausgewiesen werden. Dem Beschluss vorausgegangen war eine monatelange und breite öffentliche Debatte. Kritik kam vor allen aus der Kirche und der CDU. Weser Kurier

gefunden von Torsten

Damit ist Bremen das erste Bundesland, das eine auf europäischer Ebene schon längst diskutierte dringende Reform des Bestattungsrechts umsetzt.
Betrachtet man nämlich die Entwicklung im Bereich der Sterbekultur, dann könnte man meinen, die vielfältigen, von den Bestattern angebotenen und von Spezialfirmen erdachten, alternativen Bestattungsangebote wie Diamantbestattung, Weltraumbestattung oder Raketenbestattung würden die Wünsche der Angehörigen widerspiegeln.

Dabei sind die Angebote, mit denen Bestatter und bestatternahe Gewerbe versuchen Modernität zu schaffen, nur der Versuch den Angehörigen mutmaßlich gewünschte Alternativen zu bieten.

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Krematorium Kiel: Tag der offenen Tür – 1. November 2014 – Änderung

Wie bereits in den letzten Jahren veranstaltet das Krematorium Kiel auch in diesem Jahr wieder einen Tag der offenen Tür am 01. November von 10-16 Uhr.

http://www.feuerbestattungen-sh.de/Krematorium_Kiel/geschichte.php

Am 1. November öffnen traditionell viele Friedhofsbetriebe, Krematorien und Bestattungshäuser ihre Pforten für einen Blick hinter die Kulissen. Es lohnt sich, in der Tagespresse danach Ausschau zu halten!

Ursprünglich hieß es, auch in Kiel könne man einen Blick hinter die Kulissen werfen. Jedoch wird das Krematorium dort wohl umgebaut. Stattdessen haben die Häuser in Lübeck und Tornesch ihre Pforten geöffnet.
Da es dort auch eine kleine Stärkung gibt, bittet man um eine kurze Anmeldung, wenn möglich. Führungen finden zu festen Terminen statt.

c.leubeling@feuerbestattungen-sh.de

Facebook-Fangruppe

Mal kurz in eigener Sache:

Vor einigen Jahren hat ein weiblicher Fan eine Fan-Gruppe für Freunde meines Blogs und meiner Bücher bei Facebook eröffnet. Ich habe immer wohlwollend gelegentlich dort mitgelesen, mich aber selten beteiligt.
Facebook liegt mir nicht so, und wenn man sieht, daß viele junge Leute mittlerweile dort auch den Rückzug antreten, lag ich mit meiner Einschätzung, daß man nicht jeden Hype mitmachen muß, vielleicht ja ganz richtig.
Dennoch, um Facebook kommt man derzeit nicht ganz herum. Es gibt doch viele, die gar keine Blogs mehr direkt besuchen und nur auf interessante Überschriften bei Facebook klicken. Auch diese Leute möchte ich natürlich erreichen.

Was die Fangruppe anbetrifft, so ergab es sich, daß die Gruppengründerin aus welchen Gründen auch immer plötzlich das Handtuch geworfen hat und auf einmal jemand anders der Administrator war.
Der hatte aber offenbar gar keine Vorstellung davon, was eine Fan-Gruppe sein könnte, oder verfolgte ganz andere Ziele. Auf jeden Fall hieß es dort auf einmal, daß man nur noch in der Gruppe mitmachen darf, wenn man auch einen Bezug zum Bestattungswesen nachweisen kann. Das liegt natürlich nicht im Sinne des Erfinders und findet auch nicht meine Zustimmung.

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Beinahe

…hätte ich die Jugendfreiheit dieses Blogs doch eingebüßt, denn die Korrekturfunktion hatte aus diesem Satz hier:

die bleibe ich ganz bestimmt am Leben und wenn sie mich die ganze Zeit an einer Maschine künstlich beatmen müssen!

diesen Satz hier gemacht.

die bleibe ich ganz bestimmt am Leben und wenn sie mich die ganze Zeit an einer Maschine künstlich besamen müssen!

Nur mal so am Rande erwähnt.

Parasiten und Schmarotzer

Du unterschreibst da aber jetzt nichts, Mutter!”, schallte es auf einmal durch den Raum und Frau Twages und ich zuckten zusammen.
Ich hatte die 71-jährige Rentnerin an diesem Tag zum zweiten Mal besucht, weil sie bei uns eine Bestattungsvorsorge abschließen wollte.
Weil sie nicht mehr gut zu Fuß war, hatte sie mich schon einige Wochen zuvor zu sich nach Hause gebeten und mir eine erstaunlich detaillierte Liste mit ihren Wünschen zur Bestattung vorgelegt.
Seit Jahren hatte sie in eine Sterbegeldversicherung einbezahlt und auch eine recht hohe Summe dort versichert. “Deshalb muß ich jetzt an nichts sparen, ist doch auch mal gut, wenn man weiß, daß die Versicherung in so einem Fall keine Schwierigkeiten machen kann. Tot ist tot, da gibt es nichts dran zu rütteln und dann müssen die auch zahlen.”
Wo sie Recht hatte, da hatte sie Recht, denn das ist wirklich so.

Wie immer hatte ich Frau Twages gebeten, doch noch einmal alle Dokumente und auch die berühmte Schublade voller Papiere durchzuschauen, ob sich nicht doch noch irgendwo weitere Policen verstecken, die man längst vergessen hatte.
Ihr Mann war nämlich erst ein Jahr zuvor verstorben und wie das oft so ist, war er derjenige gewesen, der sich um den ganzen Papierkram gekümmert hatte.

“Nee, nee, seien Sie mal unbesorgt”, hatte Frau Twages gesagt, “wir hatten nie was übrig, um viel zu sparen.”

Aber ich kenne das und es war mir immer ein Anliegen, daß wir den Hinterbliebenen helfen konnten, alle Angelegenheiten zu regeln. “Bringen Sie mir die Papiereschublade und am besten auch noch die Kontoauszüge”, hatte ich immer gesagt und war immer fündig geworden. Wenn es auch keine großen, versteckten Gelder irgendwo gab, es ließen sich aber immer Mitgliedschaften in irgendwelchen Vereinen oder Parteien finden, die man abmelden konnte. Heute müßte man ja fast sagen: “Bringen Sie den PC vorbei, damit wir alle Accounts löschen können.”

Nach dem ersten Besuch hatte ich alles soweit vorbereitet und war dann also an einem dunklen und regnerischen Tag zu Frau Twages gefahren, die mir selbstgebackene Waffeln und heiße Himbeeren in Aussicht gestellt hatte. Woher nur jeder weiß, daß ich auf solche Sachen recht gut zu sprechen bin, ist mir bis heute verborgen geblieben; vielleicht habe ich so einen süß-lüsternen Blick, wer weiß?

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Muß ich für einen Verbrecher die Bestattungskosten bezahlen?

Mir erscheint die gesetzliche Regelung, daß Kinder für ihre Eltern immer die Bestattungskosten bezahlen müssen, nicht ganz fair.
Die Eltern meines Lebensgefährten wurden kurz nach der Geburt meines LG geschieden, da sich herausstellte dass der Vater meines LG ein Verbrecher war und sogar die Mutter meines LG mit in seine Verbrechen reinziehen wollte.
Er hat den größten Teil seines Lebens hinter Gittern verbracht und sich nie um meinen LG gekümmert, geschweige denn Unterhalt gezahlt.
Die wenige Zeit, die er in Freiheit verbrachte nutzte er um weitere Frauen zu heiraten, zu belügen und betrügen und unglücklich zu machen und weitere Kinder in die Welt zu setzen.
Mein LG und ich wollen bald heiraten. Deshalb ist es sehr wichtig für mich zu wissen ob es eine Möglichkeit gibt, in diesem extremen Fall, dass man nicht für die Bestattungskosten für diesen Abschaum aufkommen muß. Für eine kompetente Antwort bedanke ich mich im voraus.

Will ich mal hoffen, daß meine Antwort kompetent genug ist.

Dem Gesetzgeber ist es, aus durchaus verständlichen Gründen (wenn man mal die Sache aus dem Blickwinkel der anderen Familien betrachtet), zunächst einmal völlig egal, welche Dinge sich innerhalb der Familien abspielen.
Es ist also erst einmal Sache der Familien ihre Angelegenheiten und somit auch die Bestattungen untereinander zu regeln. Die Allgemeinheit hält sich aber nicht gänzlich aus diesen Angelegenheiten heraus, denn zumindest im Falle sozialer Not springen ja die Sozialbehörden für die Bestattungskosten ein.

Aus der Verpflichtung, die Bestattungskosten für eine bestimmte Person bezahlen zu müssen kommt man auch nicht ohne weiteres heraus.
Einfach anzuführen, man sehe das aus diesem oder jenem Grund nicht ein (auch wenn der noch so stichhaltig und verständlich ist), reicht im Allgemeinen nicht aus.
Hier müßte man es darauf ankommen lassen, bis der Todesfall eintritt, sich dann weigern die Kosten zu übernehmen und es auf eine Klage ankommen lassen. Vor Gericht könnte man dann seine besondere Situation darlegen und wird eventuell sogar Recht bekommen.
Vorbeugend etwas dagegen unternehmen, daß man die Bestattungskosten für den leiblichen Vater dereinst bezahlen muß, kann man meines Erachtens nicht.
Man kann sich leider auch in Extremfällen bei uns nicht von seinen Eltern scheiden lassen.

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