Die blödeste Frage der Welt

Sie ist schon oft gestellt worden, die blödeste Frage der Welt.
Jedes Mal dachte ich, es könne nicht blöder kommen und dann kommt einer und stellt eine neue blöde Frage.
Die skurrilsten habe ich ja in meinem Buch “Darf ich meine Oma selbst verbrennen?” zusammengestellt.

Es ist, davon bin ich fest überzeugt, eine Kunst, alle Fragesteller nicht über die Maßen zu blamieren. Das versuche ich immer zu vermeiden.
Im Laufe der Jahre und Jahrzehnte habe ich, auch davon bin ich überzeugt, ein recht gutes Gespür dafür entwickelt, wann mich jemand mit einer Frage auf die Rolle nehmen will.
Das gelingt sicherlich manchmal, aber darüber bin ich keinesfalls betrübt, denn lieber beantworte ich geduldig eine absichtlich doof formulierte Antwort, als daß ich einmal eine aus Trauer oder meinetwegen mangelnder Bildung etwas seltsam gestellte, ernste Frage unbeantwortet lasse.
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Was ist billiger Verbrennung oder Einäscherung?

Für Ihren Rat wäre ich dankbar. Meine Mutter ist gestorben und ich sitze vor einem großen Problem.
Sie wollte immer eingeäschert werden und nicht von den Würmern gefressen werden. Das war immer ihr Wunsch.
Nun habe ich im Internet alles über das Thema gelesen und war auch in diversen Foren.
Ich kann also sagen, daß ich mich auskenne.
Die Frage an Sie als Experten ist nun: Soll ich meine Mutter verbrennen oder Einäschern lassen? Was ist günstiger?
Ich weiß aus dem Netz, daß beim Einäschern die Asche in eine Urne kommt und und beim Verbrennen der Sarg ins Feuer geschoben wird.
Der Gedanke an das Feuer ist mir ein schrecklicher!!!
Wäre es möglich auch auf die Verbrennung zu verzichten und die Asche gleich so in die Urne zu füllen?
Wenn beim Verbrennen hinterher ein Urnengrab benötigt wird, wo kommt dann die Urne hin?
Dass ich eine Urne brauche, weiss ich! Aber wenn die Urne in der Erde steckt, wie kommt später die Asche da hinein.
Jetzt liegt meine Mutter noch beim Bestatter und. Am Montag ist Trauerfeier und am Dienstag schon soll sie ins Krematorium.
Wenn die dort mit ihr fertig sind, würden wir gerne noch einmal das letzte mal von ihr Abschied nehmen. Ich habe Angst davor, wie sie dann aussehen wird.
Es sind ja doch ein paar Tage und da könnte sie sich ja verändert haben.
Bitte, was ist jetzt billiger, Verbrennung oder Einäscherung?

Ja.

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Billigbestatter aus dem Internet – Abzocke – bitte Hilfe!

Wir wollen den Vater billig bestatten lassen. Im Internet gibt es Discountbestatter. Haben sie Erfahrungen mit denen? Können wir so einen beauftragen?
Brauche Dringen ihre Antwort weil wir Angst vor Abzocke haben. Bitte Hilfe! Es eilt, weil wir noch so viel zu besprechen haben, es sollen alle Wünsche der Geschwister berücksichtig werden.
Sterbeort ist in Unterfranken, Friedhof wird im Raum Hamburg sein, Trauerfeier mit Sarg in HH, dann Einäscherung und Beisetzung.
Sehen Sie Sparpotenzial? Eile geboten, weil alle Angehörigen ja dann nach HH müssen wegen Zimmer und Reservierungen, haben vor Ort niemanden.
Vater stammte mal aus HH und soll dort dann auch anonym hin, aber mit Grabstein und Blumen.

Man hat bei der Reparatur seines Autos die Wahl zwischen den Werkstätten der Automobilhersteller und solchen Reparaturketten, die viel Fernsehwerbung machen.
Die einen gelten als teuer aber gut und die anderen gelten als günstig, aber man hört immer wieder von Leuten, die dann hinterher viel mehr bezahlen mußten und sich abgezockt fühlten.
Dazwischen gibt es aber noch die vielen ganz normalen Autowerkstätten, die weder so teuer wie die Markenwerkstatt sind, noch so fragwürdig wie mancher Kettenbetrieb.

Ähnlich ist es bei den Bestattern.
Da gibt es die Nobelhäuser, die selbst für einfache Bestattungen gleich mal 8.000 Euro aufrufen; und es gibt die Discounter, die mit 799 Euro werben.
Dazwischen gibt es den Bestatter an der Ecke, der einen mittleren Preis aufrufen wird.
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Drei Liter Tod

Drei Liter, das ist in etwa das Fassungsvermögen einer durchschnittlichen Urne, und genau so heißt ein Buch, das mir letzte Tage auf den Schreibtisch kam.
So ist es nur folgerichtig, daß auf Juliane Uhls neuem Buch “Drei Liter Tod” auch eine Urne abgebildet ist.
Ganz von ungefähr haben Bild und Titel dort nicht Platz genommen, denn der Untertitel verrät: “Mein Leben im Krematorium”.

Drei Jahre lang arbeitet Juliane Uhl (35) schon im Krematorium. Das tun nun viele andere auch. Und von den vielen anderen gehen bestimmt auch einige mit ebenso wachen Augen und einem ebenso offenen Herzen an ihre Arbeit heran, wie Frau Uhl das tut. Aber nur die wenigsten können die Abläufe, die Schicksale, die Empfindungen und Beobachtungen so schön in Worte fassen, wie diese Autorin.

Sie ist nicht auf den Mund gefallen, schreibt freundlich, ehrlich und empathisch.

Manche Geschichten erinnern mich von der Erzählweise her an so manches hier im Bestatterweblog. Frau Uhl hat ebenfalls den richtigen Ton getroffen, um mit dem Thema Tod lesenswert umgehen zu können.

Das Buch “Drei Liter Tod” ist im Kösel-Verlag erschienen, hat 220 Seiten und kostet 17,99 € (D).

Mir hat das Lesen Spaß gemacht und ich konnte noch das eine oder andere Neue erfahren.
Lesenswert!

Moped

Tja, da steht sie, die Mühle.
Und sie steht jetzt schon 6 Jahre und ist nicht gefahren worden.

moped2

Eigentlich ist sie noch so gut wie neu, kaum gefahren und bis vor ein paar Jahren auch gut und pfleglich behandelt.

Nun soll sie wieder fit gemacht werden. Es wäre ja zu schade um das gute Stück.

Nur ist die Frage: Wer kann so etwas machen? Das Ding steht im Raum Mannheim/Heidelberg.
Ist vielleicht unter den Lesern jemand, der für sein Leben gern an Mopeds schraubt? Muß nicht umsonst gemacht werden.

Falls ja, wäre das eine tolle Sache, denn das Ding soll jemandem eine Freude bereiten.

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Wem gehört die Urne? Streit in der Familie

Mein Vater ist verstorben, auf dem Papier war er mit einer Frau verheiratet…..aber eben nur auf dem Papier..
Die letzten 41 Jahre war er mit meiner Mutter liiert ( nicht verheiratet) und hat mit ihr zwei Kinder ( mich Petra u Christina)
Aus seiner Ehe gibt es noch zwei Kinder( unsere Halbbrüder) welche uns von Anbeginn hassen…
Jetzt hat einer der Halbbrüder seine Mutter dazugebracht , die Urne aus der Gruft ( übrigens ein Massengrab mit anderen Särgen , ohne Initialien usw) herauszunehmen und die Urne irgendwo hinbringen zu lassen…sie wollen uns nicht sagen wohin, eventuell wird sie verstreut u wir haben keinen Ort an dem wir trauern können.,..
Wir hätten ihnen sogar angeboten auf unseren Pflichtteil zu verzichten , wenn sie damit einverstanden wären ein pietätvolles Erdgrab mit Tafel zu arrangiieren, welches ebenso wir bezahlt haben…
Darf das sein das wir, obwohl wir uneheliche Kinder sind , die Vaterschaft auch annerkannt wurde, das wir kein Anrecht haben bei der Mitsprache ?
Wer hätte das Recht auf die Urne im Fall das die Ehefrau verstirbt, hätte dann unsere Mutter das Recht auf die Wahl des Bestattungsortes…
Bis jetzt konnte /wollte uns kein Anwalt richtig helfen…
Ich wäre sehr dankbar auf rasche Antwort
Mit freundlichen Grüssen

Das Landesbestattungsgesetz sagt, wer die Bestattungspflichtigen und somit auch die Totenfürsorgeberechtigten sind.
In der Regel sind da in etwa die Personen, die auch erben würden.
Nun gibt es bei Verheirateten, die nur getrennt leben, einen gravierenden Nachteil. Oft haben diese Eheleute, obwohl ihre Ehe auf dem Papier noch fortbesteht, längst neue Partner und weitere Kinder.
Für die Kinder, das sei gleich vorweg gesagt, ergibt sich kein großer Unterschied. Im Gesetz wird nicht zwischen ehelichen und unehelichen Kindern unterschieden. Kinder sind Kinder.
Aber bei den Frauen sieht das anders aus.
Berechtigt und verpflichtet, die Bestattung zu planen und zu bezahlen, ist die Ehefrau, egal ob nur auf dem Papier. Die Lebensgefährtin ist keine Ehefrau und hat demnach, mal so formuliert, nichts zu melden.
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Tote können Urin und Kot verlieren

windel-pixabay

Hallo Herr Wilhelm,
vielen Dank für ihren unterhaltsamen & informativen Blog. Ich würde mich freuen, wenn Sie über das folgende Thema auch einmal etwas schreiben würden:

Ich habe einmal gelesen, dass sich mit dem Tod auch die Schließmuskeln entspannen. Nun habe ich zugegebenermaßen nicht alles von Ihnen gelesen, aber ich kann mich nicht erinnern, dass Sie in einer Ihrer Geschichten schon einmal darauf eingegangen sind, dass ein Verstorbener in seinen Exkrementen lag, wenn Sie ihn abtransportieren mussten. Aber wie oft kommt so etwas in der Realität dann doch vor? Und ist das vielleicht auch der Hauptgrund für das Waschen der Leiche, von dem Sie manchmal schreiben?

Kein appetitliches Thema, aber eben ein Thema.
Diesem haben wir uns schon in den folgend verlinkten beiden Artikeln angenommen (auch die Kommentare lesen):

http://bestatterweblog.de/unter-sich/
http://bestatterweblog.de/kann-eine-tote-noch-harn-verlieren/

Wie Du richtig schreibst, erschlaffen bei Verstorbenen die Muskeln. Und Muskeln sind es, die dafür sorgen, daß der lebende Mensch seine Exkremente bei sich behält.
Bei der weitaus überwiegenden Zahl der Verstorbenen bleiben die aber trotzdem da, wo sie sind. Es passiert rein gar nichts.

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