Mai
12
Die Fee der Nacht -14-
Klaus Petermann fuhr zu Connys Currybude und holte sich eine doppelte Portion der seiner Meinung nach besten Currywurst der Welt und eine Flasche Bier.
Er trank sonst nur selten Bier, aber an diesem Tag war ihm es ihm danach, die Kombination Currywurst mit Bier an einem von Connys Stehtischen einzunehmen.
Ein Pennbruder quatschte ihn wegen etwas Kleingeld für 'ne kleine Mahlzeit an und Petermann kramte einen Fünfeuroschein aus der Jackentasche. Dadurch fühlte der Wohnsitzlose sich dazu verpflichtet den Kriminalhauptkommissar zu bespaßen und stellte sich mit der Flasche Bier, die er sofort von dem Geld gekauft hatte, neben Petermann und stank dem Polizisten die Nase voll.
Doch Petermann ließ den alten Mann gewähren und hörte sich sein Geplapper über Lottogewinne, Fußballergebnisse und die neuesten Schlagzeilen aus der BILD-Zeitung geduldig an.
Er war kein Menschenfreund und hielt sich im Großen und Ganzen lieber von allen anderen fern. Aber manchmal suchte er ganz bewußt den Kontakt zu anderen Menschen, um sich selbst wieder auf den Boden herunter zu holen.
Mai
12
Kurt Felix verstorben
Mai
12
Die Fee der Nacht -13-
Auch ich hatte an diesem Tag mit den Brockhagens zu tun, allerdings eher mit dem toten Teil der Familie.
Wir hatten den Verstorbenen Roland Brockhagen inzwischen aus der Rechtsmedizin wieder abgeholt und Sandy hatte bei der Staatsanwaltschaft die Freigabe zur Bestattung geholt.
Durch die Obduktion war Roland Brockhagen nicht gerade schöner geworden, aber in diesem Fall spielte das überhaupt keine Rolle.
Mai
12
Die Fee der Nacht -12-
Aus dem Handschuhfach kramte der Kriminalhauptkommissar eine verdrückte Packung hervor und musste sie ganz aufreißen, alles darin war lange schon zu Krümeln zerdrückt worden. Einen dieser Krümel nahm er heraus und hob ihn hinter der Windschutzscheibe hoch: "Siehste Ignaz, ich habe Kekse! Also Prost, alter Knabe!"
Dann schob er sich das Gebäckfragment in den Mund, startete den Wagen und fuhr los.
Die alten Brockhagens wohnten 30 Kilometer entfernt und genau zu denen wollte er. Während der Fahrt mußte Petermann über die Szene in der Villa Brockmann nachdenken und schmunzelte. "Kekse?" sagte er zu sich selbst, lachte und schüttelte über den eigenen Blödsinn den Kopf.
Doch in all den Jahren hatte er die Erfahrung gemacht, daß sich die Tatbeteiligten meistens ganz genau ihre Geschichten zurecht gelegt haben und es immer eine gute Idee war, sie durch absoluten Nonsens aus der Bahn zu werfen. Sie hatten sich alle möglichen Fragen überlegt und zu jeder Frage eine für sie perfekte Antwort ausgedacht. Wenn man dann fragte, ob sie einen Ameisenbären haben oder nachts nackt auf Friedhöfen tanzen, gerieten viele so aus dem Konzept, daß man dann gut nachhaken konnte.
Mai
12
Weltberühmter Bariton: Fischer-Dieskau ist tot

Dietrisch Fischer-Dieskau ist gestorben.
TRAUER UM DIETRICH FISCHER-DIESKAU
Die Bayerische Staatsoper trauert um den Bariton Dietrich Fischer-Dieskau. Heute Morgen verstarb der Bayerische Kammersänger.
„Der Tod von Dietrich Fischer-Dieskau ist ein großer Verlust für die gesamte Musikwelt. Er hat durch seine Interpretationen im Liedgesang und in der Oper die Kunst des Singens entscheidend geprägt. Der heutige Liedgesang wäre ohne die Prägung durch Dietrich Fischer-Dieskau nicht denkbar. Die Bayerische Staatsoper trauert um einen ihrer wichtigsten Künstler überhaupt“, so Intendant Nikolaus Bachler.
Dietrich Fischer-Dieskau wurde in Berlin geboren. Seine Gesangsausbildung erhielt er bei Georg A. Walter und später bei Hermann Weißenborn an der Berliner Musikhochschule. Mit einem ersten Liederabend im Jahr 1947 und einem Engagement an der Städtischen Oper Berlin begann seine erfolgreiche internationale Karriere. Gastspielverträge führten ihn an renommierte Opernhäuser, u.a. an die Staatsopern von Wien, München und Hamburg sowie an die Londoner Covent Garden Opera, in die New Yorker Carnegie Hall und zu den Festspielen von Bayreuth und Edinburgh. Vor allem auch durch seine Interpretationen im Liedfach setzte er bis heute bleibende Maßstäbe, die New York Times kürte ihn sogar zum „besten Liedsänger der Welt“.
Über viele Jahre hinweg pflegte Fischer-Dieskau eine intensive und künstlerisch produktive Verbindung zur Bayerischen Staatsoper. Bereits 1952 sang er hier die Partie des Jochanaan (Salome), 1959 wurde er zum Bayerischen Kammersänger ernannt. In fünf Jahrzehnten sang er hier rund 20 Partien, darunter Mandryka (Arabella), Barak (Die Frau ohne Schatten), Almaviva (Le nozze di Figaro), Sprecher (Die Zauberflöte), Amfortas (Parsifal), Hans Sachs (Die Meistersinger von Nürnberg) und die Titelpartien von Gianni Schicchi und Falstaff. Unvergesslich bleiben seine Verdienste um das zeitgenössische Musiktheater, allem voran seine Darstellung des König Lear in der gleichnamigen, 1979 in München uraufgeführten Oper von Aribert Reimann. 1992 gab er seinen Abschiedsliederabend im Nationaltheater, am Silvesterabend desselben Jahres beendete er hier seine Gesangskarriere mit einem Galakonzert unter der Leitung von Wolfgang Sawallisch. Nach seinem Abschied als Sänger arbeitete er ist als Dirigent, Rezitator und Buchautor sowie als Dozent von Meisterklassen.
Foto:
Dietrich Fischer-Dieskau bei seinem letzten offiziellen Auftritt an der Bayerischen Staatsoper im Rahmen der Rennert-Matinee am 3. April 2011
Copyright: Wilfried Hösl
Quelle: Bayerische Staatsoper
http://de.wikipedia.org/wiki/Dietrich_Fischer-Dieskau
gemeldet von Ingo
Mai
12
Rügenwalder Wurstevolution -PR-
Wer sich berufen fühlt, als Teil der SoKo "Wurst" bei der Rügenwalder Mühle seinen Senf dazugeben zu wollen, kann sich unter http://bit.ly/RMKundenbeirat direkt bewerben.
Mai
12
Die Fee der Nacht -11-
Das Wetter an diesem Tag sollte schön werden und das ganze Radio-Pompadur-Land habe gute Laune...
Weiter kam der übertrieben fröhliche Sprecher nicht, da hatte Klaus Petermann das Radio in seinem Dienstwagen schon wieder abgeschaltet. Wenn er etwas haßte, dann waren es die Gute-Laune-Typen, die ihm erklärtermaßen seinen Morgen verschönern wollten.
Petermann war kein Morgenmuffel, im Gegenteil, er war eher ein Frühaufsteher, aber er startete eigentlich jeden Morgen etwas missmutig in den Tag, was sich erst legte, wenn er mindestens eine halbe Kanne Kaffee und so wenigstens vier Zigaretten konsumiert hatte.
Mai
12
Donna Summer verstorben
Mai
12
Chuck Brown ist tot
Hallo,
mal wieder hat es einen Musiker getroffen.
http://unterhaltung.-chuck-brown-ist-tot/id_56495482/index
gemeldet von Kall
Mai
12
Die Fee der Nacht -10-
Dieser Kommissar, das muß ich sagen, war mir sympathisch. Wir hatten an dem Abend noch eine Weile zusammengesessen, geraucht und Kaffee getrunken. Viel geredet haben wir nicht mehr, der Mann ging in seinen Gedanken offenbar den Fall noch einmal durch und auch mich ließ der Gedanke nicht mehr los, daß diese schöne Fee der Nacht eine Mörderin sein sollte.
Aber immerhin hatte sie mich fast schon angefleht, ich solle ihre Version von der Sache mit dem Gewehr bestätigen.
Petermann, das hatte ich im Gefühl, würde nicht am anderen Morgen mit gezückten Handschellen bei der Frau klingeln und dann den Fall anhand von Indizien abwickeln und zur Anklage bringen.
Natalie wohnte in einem der schönsten Häuser, das ich je gesehen hatte und es war ja ganz eindeutig, daß es ihr auch finanziell nicht schlecht ging. So etwas wirft man ja nicht einfach so weg, um es dann gegen eine Zelle in einem Gefängnis einzutauschen.
Und wenn es so war, wie der Kommissar gesagt hatte, eine ungeplante Tat im Affekt?
Wenn man einen Menschen nur lange genug reizt... Zu was ist man dann alles fähig?
Mai
12
Die Fee der Nacht -9-
Klaus Petermann starrte in die Kaffeetasse die ihm der Bestatter gebracht hatte und musterte den Mann.
Der Bestatter war etwas größer als er und deutlich schwerer. Er strahlte Gemütlichkeit aus und seine wachen Augen sprühten vor Neugier, Witz und Intelligenz. Das erkannte der altgediente Kriminalist mit nur einem Blick.
"Was halten Sie denn von der ganzen Sache?" fragte er den Bestatter und der legte die Stirn in Falten und zuckte langsam mit den Achseln und sagte: "Keine Ahnung."
"Wie? Keine Ahnung? Sie waren doch gerade bei Frau Brockhagen und haben eine Stunde mit ihr gesprochen. Um was ging es da?"
"Um die Bestattung. Die Eltern des Verstorbenen haben uns den Auftrag erteilt, ihren Sohn zu bestatten und ich war heute Nachmittag schon mal bei Natal... äh, bei Frau Brockhagen aber da ging es ihr nicht gut. Sie hat mich dann gegen 21 Uhr angerufen und zu einem Gespräch in die Villa gebeten. Dort haben wir dann wegen der Bestattung alles besprochen."
Mai
12
Die Fee der Nacht -8-
In meinem Kopf kreisten die Gedanken durcheinander. Ich kam zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht auf die Idee, ich könne verfolgt werden, zumindest nicht in Sachen Natalie. Soll ich sagen, an was ich dann gedacht hatte, als ich kapiert hatte, daß dieser graue Audi hinter mir her fuhr?
Ich dachte: "Na prima, da hast Du einmal ein Glas getrunken und schon kommt die Zivilstreife."
Die Ampel sprang auf Grün und ich gab Gas, der Audi beschleunigte und fuhr an mir vorbei, zog mit einer wassersprühenden Fontäne vor mir weg und war rasch aus meinem Blick verschwunden.
Ich versuchte, die ganze Geschichte noch einmal für mich aufzudröseln. Nacht, Anruf, Natalie, die Leiche, Natalies Ohnmacht, Polizei. Und dann bekommen wir auch noch den Auftrag, genau diese Leiche zu überführen und zu bestatten.
Mai
12
Bitte lächeln!
Bei einer offenen Aufbahrung geht man davon aus, dass ein Bestatter es vermag, dem Verstorbenen zum Abschied noch ein letztes Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Der Film von Maximilian Scholz und Florian Kannengiesser, der für den 99Fire-Film Award 2012 gedreht wurde, zeigt mit welchem “handwerklichem Geschick” es dem Bestatter zu guter Letzt gelingt.
Der Film schied leider in der Vorausscheidung des Awards aus, aber für adeo-online ist dieses humorige Zweiminüter empfehlenswert und mehr als passend.
Mai
12
Die Fee der Nacht -7-
So ein Martini Bianco, eigentlich noch lieber Cinzano, damit kann man mich locken. Ich sagte nichts, machte nur irgendein Geräusch und hob das Glas um der schönen Frau zuzuprosten. Sie achtete gar nicht darauf und trank einfach in schnellen und kurzen Schlucken, während sie auf ihre Füße starrte, die wieder dieses Umklammerungsspiel spielten.
Dabei rutschte das Hosenbein ihrer Jogginghose ein bißchen nach oben und ich konnte ihre Fesseln betrachten. Nein, ich bin kein Fußfetischist, aber bei uns Männern ist das so, daß wenn eine schöne Frau ein bißchen von ihrem Körper zeigt, wir automatisch hinschauen müssen.
Das ist archetypisches Steinzeitverhalten, das einfach in uns drinsteckt, da können wir nichts dafür.
Und da fiel mir etwas auf, was ich schon an einem ihrer Handgelenke gesehen hatte...
Mai
12
Die Fee der Nacht -6-
Sagte ich schon, daß mir durchgemachte Nächte tagelang in den Knochen hängen?
Ich trank zu Hause noch einen Espresso, steckte mir knurrig eine Zigarette zwischen die Zähne und setzte mich ans Steuer meines Wagens. Die Straßen spiegelten, es hatte kurz zuvor geregnet, ach, was sage ich, es hatte geschüttet.
Um diese Zeit war in unserer Stadt kein Verkehr mehr. Die Leute saßen zu Hause und schauten fern und ich fuhr zum wiederholten Mal durch die Nacht zur Villa der Brockhagens. Es war nicht die Lust auf das Geschäft, die mich antieb, es war die Neugierde, vielleicht endlich zu erfahren, was da eigentlich gespielt wird.
Ich war eigentlich gar nicht als Bestatter unterwegs, sondern wünschte mir, ich hätte mehr etwas von einem Detektiv.
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Kommentare
Kurt Felix war wirklich ein .
@ 14: Also das ist ja Quark..
@HAitöter: Nee, diese Fehle.
@ Shark: Es sind nur ganz we.
@ Mike: Es gibt zwei Seew.
[quote]Mögen sich einige he.
Hmmm.... Irgendwie habe ich .
Ein Teil meiner Kindheit wen.