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Dann war keiner schuldig

Familie Sommlath hat einen Trauerfall. Die Mutter ist verstorben.
Die Kinder gehen zu einem renommierten Bestatter im selben Ort und besprechen alles.
Der alte Vater ist mit allem einverstanden, äußert aber den Wunsch, man möge doch ein Doppelgrab für ihn und seine Frau bestellen. „Ich möcht‘ so gern später bei meinem Röschen sein.“

So wird auch alles in die Wege geleitet. Die Trauerfeier ist sehr schön. Ein Prediger findet die passenden Worte und bei der anschließenden Urnenbeisetzung läuft alles wie am Schnürchen.

Familie Sommlath ist zufrieden.
14 Tage später kommt die Rechnung des Bestatters.
Die ist hoch, aber das war beim ersten Haus am Platze auch zu erwarten, und außerdem ist der Preis für das Doppelgrab auch gleich mit dabei.

9 Monate später segnet auch Vater Sommlath das Zeitliche. Erwartbar, er war schon länger hinfällig und auch in einem Alter, in dem der Gedanke an das Ableben nicht mehr fremd sein kann.

Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, es ist gutes Beerdigungswetter.
Die Trauergäste sind angemessen traurig, aber da der alte Herr erwartbar verstarb, freut man sich auch über das familiäre Wiedersehen.
Als die Zeit gekommen ist, gehen alle in die Kapelle und der Trauerprediger beginnt wieder die richtigen Worte zu finden.

Nur Tochter Amalia ist noch nicht da. Der Prediger macht trotzdem erstmal weiter.
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Schwer erreichbar

Vor Wochen hat mir der Inhaber eines Bestattungsunternehmens in der Nähe von Regensburg eine Mail geschrieben und mich um die Hilfe bei der Lösung eines Problems gebeten. Ich könne ihm das Betreffende schreiben oder ihn aber auch anrufen.

Da ich immer noch schneller reden als schreiben kann, griff ich gleich am nächsten Morgen zum Telefon und rief dort an.

Tja, das täte ihr jetzt aber ganz fürchterlich leid, bedauerte mich eine Frauenstimme am Telefon, denn der Chef komme nie vor 10 Uhr ins Büro und wenn er dann komme, gehe er immer gleich in die Werkstatt.

Ja, ob sie denn so freundlich sei und ihm ausrichten könne, daß ich angerufen habe, frage ich und noch bevor ich sagen kann, wer ich genau bin und was ich genau will, sagt die Frau: „Ja sicher“ und legt auf.

Die haben bestimmt Rufnummernerkennung, sie hat sich meinen Namen notiert und der Bestatter wird mich dann gewiß im Laufe des Tages zurückrufen.

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Fast 100: Das Maschinengewehr Gottes, Billi Graham, ist tot

William Franklin „Billy“ Graham (* 7. November 1918 in Charlotte, North Carolina; † 21. Februar 2018 in Montreat, North Carolina) war ein US-amerikanischer Baptistenpastor und Erweckungsprediger, der dem Evangelikalismus zuzurechnen ist.

Er wird in den Vereinigten Staaten nicht nur von konservativen Theologen als einer der einflussreichsten Christen des 20. Jahrhunderts bezeichnet.
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Spam-Kommentatoren an den Pranger

Seit einigen Monaten wird das Bestatterweblog mit Spam-Kommentaren geflutet.
Das ist nichts Ungewöhnliches und die Anti-Spam-Maßnahmen greifen auch.

Das Besondere an einem Teil dieses immer wiederkehrenden Kommentar-Spams ist aber, dass er handgemacht ist.

Von Robotern für Versicherungs-, Fakeuhren- und Glücksspielseiten gesetzter Spam schlägt meist mit vollkommen sinnlosen Kommentaren in fremden Sprachen auf:

Sie lauten dann beispielsweise wie folgt:

o país e outros com extrema preocupação política, a ponto de colocar em risco grandes projetos, como a Refinaria Abreu e Lima. Mas é espantoso o ódio que a companhia demonstra agora com esses questionamentos, a ponto de

Bei den hier besprochenen Spam-Kommentaren ist das anders.
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Der Montags-Shitstorm

Da ruft mich jemand auf der Hotline-Nummer an.
Das darf jemand ja auch. Ich kann es niemandem verwehren, meine Nummer zu wählen und mich anzurufen.
Ein Telefon zu haben, beinhaltet ja auf gewisse Weise das Angebot an jedermann, mich auf diesem Telefon auch anzurufen.

Da ich das weiß, habe ich mehrere Nummern. Die eine Nummer, die kennen nur die besten Freunde und Verwandten. Eine der anderen Nummern ist mehr für das Geschäftliche und die nächste Nummer, die steht hier im Blog und sonstwo als Hotline-Nummer.
Dort kann jedermann anrufen, und sich Rat holen oder Fragen stellen – kostenlos.

Damit das aber nicht überhand nimmt, steht bei der Nummer deutlich dabei, dass man bitte während der Sprechstunde anrufen soll. Und die ist montags von 10-13 Uhr und 15-21 Uhr. Ruft man außerhalb dieser Zeiten an, läuft man deutlich Gefahr, dass ich nicht an den Apparat gehe(n kann).
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