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Sind die Bestattungskosten zu hoch?

Von

Sehr geehrter Herr Wilhelm,

Ihre Email-Adresse habe ich im Internet gefunden. Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich die beigefügte Bestatterrechnung für die Beerdigung meiner Mutter am 17.12.2020 anschauen würden.

Es gibt darin einige Positionen, die mir doch sehr hoch vorkommen:

– z.B. das knapp 80minütige Erstgespräch, für das 145€ berechnet wurden
– die Kosten für die Überführung meiner Mutter vom Sterbeort zum Bestattungsinstitut (12km). Hier sind 3 Positionen aufgeführt: 175€ für die Bereitstellung eines Fahrzeugs, 190€ für 2 Mitarbeiter und dann nochmal 165€ für die Überführung, insgesamt also 530€.

Zum Schluss noch eine Frage: die Rechnungen der Fremdleistungen wurden der Bestatterrechnung nicht alle beigelegt und auch auf zweimalige Nachfrage hin habe ich sie nicht bekommen. Habe ich nicht ein Recht darauf, diese Rechnungen zu sehen?

Im Voraus schon mal herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
J. B.

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Der alte Friedhof

Von

Der Friedhof. Er war da, wir waren Kinder und wir haben dort gespielt. Vor allem die große Trauerweide mit ihren langen, wippenden und herabhängenden Zweigen lud uns zum Schaukeln ein. Große Rhododendron-Büsche waren innen hohl und wir hatten dort drin unser Räuberhauptquartier, wenn wir wieder einmal die anwesenden Kinder in zwei Banden aufteilten, die sich natürlich auf das Heftigste bekämpfen mussten.

Hinter die Grabsteine gekauert verfolgte die Bande der „Buschmanns“ das Treiben der „Rothäute“ und musste ganz besonders auf der Hut sein. Während die Buschmanns nur Plastikrohre als Blasrohre und weichgekaute Knubbel aus Zeitungspapier zum Schießen hatten, waren die Roten schon mit Erbsenpistolen ausgerüstet.
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Wie wollen wir sterben? Ein paar persönliche Gedanken

Von

Wenn du es dir aussuchen könntest, wie würdest du dann gerne sterben? Sehr viele Menschen antworten bei dieser Frage, sie würden gerne einfach einschlafen und nicht mehr aufwachen. Oder irgendwo einfach umfallen. Oder – die etwas humorigere Variante der Antwort – bein Sex einen Herzinfarkt haben. Kurz und schmerzlos, ohne etwas davon mitzubekommen. Ich persönlich sehe das, ehrlich gesagt, ein bisschen anders und finde diese Art zu gehen nicht besonders erstrebenswert. Das hat gleich mehrere Gründe:

Gedanken an die Hinterbliebenden

Ein plötzlicher Tod mag verlockend erscheinen, für die*den Sterbenden selbst. Für die Zugehörigen ist es jedoch eine Katastrophe. Es ist furchtbar schwer zu begreifen, dass ein Mensch, der gerade noch gesund und munter war, plötzlich verschwunden ist. Dann wiegen die letzten Worte, Blicke, Handlungen plötzlich so schwer und bekommen eine Bedeutung, die ihnen nie zustand. Dann kommt zur Trauer und zum Schmerz des Abschieds auch noch der Schock hinzu. Ich bin überzeugt, dass es leichter ist, ein wenig Zeit zu haben, um sich zu verabschieden, Dinge ins Lot zu bringen und sich ein klein wenig an den Gedanken des kommenden Todes zu gewöhnen. Ich selbst habe von den Menschen, die ich beim Sterben begleitet habe, so viel gelernt. Wäre es nicht schön, ich könnte mit meinem eigenen Tod auch noch anderen etwas Wichtiges beibringen, wenn das Sterben schon sein muss? Weiterlesen

Gedenkstätte Buchenwald – Schlittenfahrer zwischen Massengräbern

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Besucher sollen die Totenwürde wahren und im ehemaligen KZ jeglichen Wintersport unterlassen: Die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora kritisiert Pietätlosigkeiten von Winterausflüglern.

Im Konzentrationslager Buchenwald und seinen Außenlagern wurden fast 280.000 Menschen inhaftiert. Mehr als 56.000 Menschen starben.
In der dortigen Tötungsanlage wurden über 8.000 sowjetische Kriegsgefangene erschossen.

In diesem Winter fahren Menschen Schlitten zwischen den Gräbern, wie die Gedenkstätte Buchenwald mitteilte.

Einige hätten zuletzt zwischen und sogar in den dortigen Massengräbern ihre Rodelschlitten benutzt, kritisierte die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora am Donnerstag in Weimar.

gemeldet von Melancholia

Wirbel um menschliche Wirbelsäulen in Blumentöpfen

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Geschmackloser Humor in der Landesarchäologie Koblenz.

Eigentlich ist die Landesarchäologie Koblenz kein Schauplatz großer Skandale, sondern steht eher für sensationelle Funde, wie zum Beispiel mittelalterliche Goldmünzen, Tonscherben oder keltische Schädel, die große Geschichte erzählen können. Eigentlich.

Denn Mitarbeiter berichten von seltsamen „Wirbelsäulen-Töpfen“ in den Diensträumen. Recherchen des SWR belegen: Ein Gebinde von je vier Wirbelsäulen steckt in mehreren Blumentöpfen. Die Wirbel sind menschliche Überreste.

Exklusive Bilder der „Pflanzentöpfe“

Dem SWR liegen exklusiv mehrere Bilder von den Installationen vor. Die Fotos wurden in zwei verschiedenen Büroräumen aufgenommen. In dem einen Büro hängt ein großes Holzkreuz an der Wand. Im Vordergrund ist ein Blumentopf mit einer Pflanze zu erkennen.

Tatsächlich besteht die vermeintliche Pflanze aus einzelnen Knochenwirbeln die auf einem Stock aufgesteckt sind. Sie sind zu einer Art Gebinde von vier „Wirbelsäulen-Pflanzen“ arrangiert – verziert mit grüner Pflanzendekoration. Auffällig: eine Wirbelsäulen-Pflanze ist im Verhältnis zu den anderen deutlich kleiner, könnte von einem Kind stammen. Das Ministerium bestätig: „Diese Knochen stammen von einem jungen Menschen.“

Mehr bei SWR.DE

gemeldet von Michael

94-jähriger Autofahrer kracht mit Vollgas in Friedhofshalle

Von

Mit rauchenden Reifen bis zum Rednerpult in der Aussegnungshalle

Ein 94 Jahre alter Autofahrer ist in Deißlingen (Kreis Rottweil) mit Vollgas in die Trauerhalle des dortigen Friedhofs gefahren.

Der Rentner erlitt dabei nur leichte Verletzungen. Der alte Herr hatte am Samstagnachmittag auf dem Vorplatz der Aussegnungshalle wenden wollen. Dabei fuhr er sich mit dem Heck seines Autos in einem aufgetürmten Schneehaufen fest.

Als der Mann seinen Wagen mit Vollgas aus dem Schneehaufen befreien wollte, drehten die Reifen durch und begannen zu rauchen. Als sie dann plötzlich wieder Halt fanden, schoss der Wagen über den vereisten Platz, durchschlug die gläserne Front der Trauerhalle, durchquerte das Innere und kam erst am Rednerpult zum Stehen. Die Polizei schätzt den Schaden am Gebäude auf ungefähr 10.000 Euro.

gemeldet von Wolf-Dieter

Übersterblichkeit – Corona

Von

Unter Übersterblichkeit versteht man die Zahl der Verstorbenen, die über der normalen Anzahl der üblicherweise sterbenden Menschen liegt.
Beispiel: Wenn in den vergangenen Jahren an einem bestimmten Tag beispielsweise 1.000 Menschen verstarben und es in 2020 am gleichen Tag 1.200 Tote waren, kann man von einer Übersterblichkeit von 200 Personen bzw. 20% sprechen.

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