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Schuld daran ist Superman

Wenn ich durch unseren Ort laufe, schauen mich die Leute neuerdings so merkwürdig an. Die Männer ziehen die Augenbrauen hoch und werfen mir verächtliche Blicke zu. Die Frauen zwinkern mir zu oder lecken sich lüstern über die Lippen. Mütter nehmen ihre Töchter schnell an die Hand und wechseln die Straßenseite.

Beim ersten Mal habe ich meine Beinkleidung kontrolliert, nicht dass da ungewollt Tür und Tor offen stehen. Aber nein, alles in Ordnung.

Was um alles in der Welt habe ich denn getan?

Okay, ich habe die Lösung inzwischen gefunden. Ich weiß jetzt, was los ist. Ich gelte als Protz, als Lümmelprotz, als König der Selbstberührer.

Und Schuld daran ist Supermann!

Dazu muss ich erklären, dass ich seit frühester Kindheit ein Fan des Superhelden aus Metropolis bin und einige Superman-Figuren gesammelt habe. Das sieht so aus:

Und was hat das mit meinem neuen Image zu tun?

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Ennio Morricone ist tot

Der italienische Star-Komponist, berühmt unter anderem für seine Arbeit an Western wie „Spiel mir das Lied vom Tod“, ist im Alter von 91 gestorben.

Ennio Morricone ist tot. Er starb am frühen Montagmorgen in Rom im Alter von 91 Jahren, wie ein Anwalt der Familie am Montag der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Berühmt ist der Filmkomponist vor allem für seine Werke für Klassiker des Italowestern wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Zwei glorreiche Halunken“, aber auch für US-Filme wie „Die Unbestechlichen“ oder „Bugsy“. Morricone erhielt zweimal den Oscar, 2007 für sein Lebenswerk sowie 2016 für die Musik zum Film „The Hateful Eight“.

https://www.sueddeutsche.de/kultur/ennio-morricone-gestorben-1.4958108

gefunden von Henning

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Die Dunkelkrankheit – offene Worte über Depression

Viele fragen sich, was mit mir los ist. Hier in den sozialen Medien und in meinem geliebten Bestatterweblog ist derzeit selten was von mir zu lesen. Ich schrieb vor Monaten bereits über meine Depressionserkrankung. Es ist halt immer noch ein Kreuz mit der Depression. Menno, ich bin ein großer starker Mann und habe immer das Kommando. Nicht, weil ich immer Chef sein will, sondern weil sich jeder in meiner Umgebung darauf verlässt, dass ich das schon regeln werde oder mich da auskenne…

Und dann sitzt Du auf der Bettkante oder dem Sofa und kriegst den Arsch nicht hoch.

Düstere Gedanken durchfluten das Gehirn, Sünden aus längst vergangener Zeit lasten wie Felsbrocken auf Deiner Seele und selbst kleinste Äußerungen anderer werden als böse, niederträchtig und intrigant empfunden.

Ich rege mich nicht auf.
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Name falsch und Sterbedatum ungewiss

Leserin T. wendet sich verzweifelt an das Bestatterweblog. Wegen ihrer Ängste und Nöte habe ich ihr aber schon vorab vom Handy aus geantwortet. Nun tue ich das nochmal etwas ausführlicher. Doch zunächst die Zuschrift:

Vorab mit einer *anonymisierten* Veröffentlichung bin ich einverstanden.

Hallo Herr Wilhelm,

hoffentlich können Sie mir helfen, das Geschehene zu verstehen.

Ich bin bestürzt und sprachlos zugleich über die Ausstellung der Sterbeurkunde meines Vaters und frage mich, ob das seine Richtigkeit hat.

Mein Vater ist in seiner Wohnung verstorben.
Er lebte zurückgezogen, Telefon und Hilfe bzw Unterstützung zur Änderung seiner Lebensumstände lehnte er ab. Ich hatte es irgendwann zu akzeptieren und somit pflegten wir über 350 km Entfernung unregelmäßigen Briefkontakt und einige Besuche im Jahr.

Irgendwann war es so, daß mich ein ungutes Gefühl beschlich, da ich nichts mehr hörte und wegen der Pandemie und eigenem KH-Aufenthalt nicht selbst nach ihm schauen konnte. Schließlich ging die Hausverwaltung mit der Polizei in seine Wohnung und sie fanden am 18.06. meinen Vater tot im Bett liegend vor. Keine Spuren auf gewaltsamen Tod. Allerdings schon länger liegend. Kein Nachbar will etwas bemerkt haben. Als Indiz nahm die Polizei das noch nicht abgerissene Kalenderblatt vom 15. Februar. Die Staatsanwaltschaft verzichtete auf eine Obduktion. Nun lautet die Sterbeurkunde auf „zwischen den 15.02. zu unbekannter Uhrzeit und 18.06.um 16.08 Uhr“ …

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Geschenke auf dem Grab – Was denkst Du?

Mittlerweile sieht man sie auch bei Erwachsenengräbern, aber am häufigsten findet man sie auf Kindergräbern: Geschenke, Spielzeug, Teddybären.
Mir gefällt das ganz gut, wenn es nicht überhand nimmt. Ein kleines Grab mit kindlichem Charme, das kann sehr schön sein. Eine „Toys ‚r Us-Wüste“ mit übertriebenem Spielzeugwildwuchs kann auch abstoßend wirken.

Ich erinnere mich an viele verschmutze Puppenköpfe ohne Augen, aufgerissene und halb vergammelte Plüschtiere und ganze Galerien schlappgeplatzter Luftballons.

Leserin Maria macht sich ihre eigenen Gedanken zu dem Thema und würde gerne Deine Meinung dazu lesen.
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