Buddy heißt eigentlich Jack und noch eigentlicher Max

Ich habe keine Ahnung, warum ein kerngesunder, rassereiner und absolut ausgebildeter bzw. gut erzogener Schmusehund, wie dieser Labrador, im Tierheim landen mußte.
Auf jeden Fall haben wir heute Jack-Max, der jetzt Buddy heißen soll, aus dem Tierheim abgeholt.

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Er läuft bei Fuß, kann Sitz und Platz, bleibt schön bei einem und ist ganz ruhig und ausgeglichen. Er fährt wunderbar gerne und entspannt Auto, verträgt sich super mit unserer Hündin Maja und stinkt nach altem Teich.

Wunderbar!

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Das Reich

Der Mann war klein, etwas füllig um die Hüften und trug eine grüne Lodenjacke, ein Hütchen mit einer Eichelhäherfeder und Knickerbocker. Seine Frau sei gestorben und er wolle nun die Beerdigung bei uns beauftragen, hatte er zu Frau Büser gesagt und die Gute hatte ihm das Warten auf einen freien Berater mit einer Tasse Tee und etwas Selbstgebackenem versüßt.

Ich selbst steckte zu diesem Zeitpunkt noch auf der Autobahn in einem Stau und Sandy war zu einem anderen Beratungsgespräch außer Haus.
So hatte Frau Büser wenigstens schon mal die persönlichen Daten des Auftraggebers und der Verstorbenen aufgenommen und war, weil es ihr gar zu lange gedauert hatte, mit dem Mann schon einmal in unseren Ausstellungsraum gegangen.

Genau in diesem Moment traf Sandy ein, etwas abgehetzt und wie immer etwas durch den Wind, wie man so sagt.

Und obwohl Frau Büser ihr signalisierte, sie könne sich noch ein paar Minuten der Ruhe gönnen, übernahm die quirlige Amerikanerin trotzdem gleich das Beratungsgespräch.
Die Sache mit dem Sarg und die Auswahl der übrigen Waren stellten auch kein Problem dar, der Mann war sozusagen pflegeleicht.
So glaubte Sandy auch schon fast, sie könne den für diesen Abend geplanten privaten Termin noch rechtzeitig wahrnehmen und freute sich überdies, daß der Mann nicht knauserig war, sondern für Sarg, Wäsche und Blumen ordentlich was ausgeben wollte.

Doch dann, die beiden saßen gerade im Kaminzimmer über den Unterlagen, kam es zu der Stelle im Beratungsgespräch, an der es um die Frage geht, welche Art von Grab der Mann sich für seine Frau wohl wünschte.
Ja und genau in diesem Moment traf ich ebenfalls, auch ein bißchen abgehetzt, im Bestattungshaus ein und hörte durch die spaltbreit geöffnete Tür noch wie der Mann sagte: “Ja, sind sie denn überhaupt befugt Grund und Boden des Reichs so parzellenweise einfach zu verkaufen?”

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Der Tod der Liebsten: Wie man mit Trauer umgeht

Millionen Menschen verlieren jedes Jahr ihre Geliebten. Einige sind in der Lage, durch eine solch traurige Situation stärker zu werden. Andere hingegen zerbrechen an diesem Erlebnis.

Insgesamt 869.582 Menschen verstarben im Jahr 2012, rund zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Wie in den Vorjahren ist die Herz-/Kreislauferkrankung mit einem Anteil von 40,2 Prozent die häufigste Todesursache. Jeder Vierte (25,5 Prozent) erlag einer Krebserkrankung. Nur 3,8 Prozent aller Todesfälle erfolgten auf eine nicht natürliche Weise. 30 Prozent davon waren ein Suizid (9.890 Personen). Der Anteil der Männer, die Selbstmord begangen haben, ist mit 74 Prozent dreimal höher als bei den Frauen. Bei der zuvor genannten Krebserkrankung sieht das Bild genau andersrum aus: Frauen waren 2012 häufiger von Krebs betroffen als Männer.

Jeder Mensch geht anders mit dem Verlust eines Menschen um

Die genannte Statistik gibt nur einen kleinen Einblick in die zahlreichen Todesfälle, die sich jährlich in Deutschland ereignen. Für die Hinterbliebenen spielt es in der Regel keine Rolle, auf welche Weise sie einen Menschen in ihrem Leben verloren haben. Für sie ist entscheidend, wie sie mit dem Verlust umgehen.

Die Praxis zeigt, wie unterschiedlich Menschen auf seelisches Leid reagieren. Einige geraten ins Wanken, halten sich aber tapfer auf den Beinen und gehen ihren Weg weiter. Andere hingegen fallen um und schaffen es ohne Hilfe nicht mehr auf die Beine.

Grundsätzlich ist der Tod für jede Familie ein belastender Moment: Ob Mutter, Vater, Geschwister oder der Partner – der Verlust eines geliebten Menschen ist immer schwer zu ertragen. Plötzlich fehlt ein Mensch, mit dem man einen (großen) Teil seines Lebens verbracht hat. Die entstandene Leere sorgt dafür, dass der Alltag aus den Fugen gerät. Auch der Glaube an eine Zukunft, beginnt zu schwinden. Viele Hinterbliebene werden von Emotionen wie Angst, Verzweiflung und Wut überwältigt. Einige von ihnen können diese Emotionen nicht alleine überwinden – und dennoch bleiben sie mit ihrem Leid alleine.

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Grabschmuck: Die Toten auf eine würdevolle Weise ehren

Gräber werden seit vielen Jahrtausenden aufwendig geschmückt. Jede Kultur hat eigene Traditionen entwickelt, ihre Menschen nach dem Tod zu ehren. Obwohl sich der Grabschmuck hierzulande im Laufe der Zeit geändert hat, bleibt die Tradition als solche weiterhin bestehen. Insbesondere an Gedenktagen werden Gräber festlich gestaltet und mit frischen Blumen verschönt. Die Möglichkeiten der Gestaltung sind praktisch endlos.

Die Geschichte des Grabschmucks

Der älteste Grabschmuck, den man bisher gefunden hat, befindet sich in Israel. Archäolegen fanden hier den ältesten Blütenschmuck der Welt, welcher vor etwa 12.700 Jahren ausgelegt wurde.

Bis heute gehört Blumenschmuck in praktisch alle Kulturen der Welt zu einem zeremoniellen Anlass. Bisher wusste man nur nicht, wie weit diese Tradition zurückgeht. Nun haben israelischen Archäologen herausgefunden, dass die Tradition mindestens 12.700 Jahre alt ist. Wie die Forscher in ihrer Studie, die im Wissenschaftsblatt Proceedings veröffentlicht wurde, schreiben, könnten solche Zeremonien das Gemeinschaftsgefühl einer Gruppe stärken.

Die Blumen wurden in der Levante gefunden. Vor etwa 15.000 Jahren befand sich hier die sogenannte Natufien-Kultur. In der Höhle Raqefet fanden Wissenschaftler der Universität Haifa 29 Skelette. Sie befanden sich größtenteils in Einzelgräbern, vier von ihnen aber in Doppelgräbern. Letztere waren für die Forscher von großem Interesse. Sie entdeckten Abdrücke von Blumen, mit denen die Gräber einst ausgelegt waren.

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130.000

Wir nähern uns der 130.000er Marke.
Ihr, liebe Leserinnen und Leser habt das Bestatterweblog immer in den Kommentaren mit viel Leben gefüllt.

Bald sind wir bei der magischen Zahl 130.000.

Für den Schreiber des 130.000sten Kommentars gibt es eine kleine Belohnung.

Wer solange nicht abwarten will, für den läuft derzeit in meinem Dreibeinblog.de nebenan ein Gewinnspiel, bei dem man das häßlichste und billigste Autoradio der Welt gewinnen kann.

Hoppla

Ich stelle hier mal ein Video ein, bei dem peinliche Pannen von Paradesoldaten gezeigt werden. Für uns hier im Bestatterweblog interessant ist es ab 1:55 min.
Der Rest ist zum Teil auch ganz lustig, aber eigentlich tun mir die Männer in erster Linie leid. Herausgeputzt, vor großem Publikum und monatelang geübt, und dann passiert so was:

Dicht an dicht

In der Nähe von Norden, wo ich Anfang des Jahres zu einer Buchlesung war und wo ich auch meinen kleinen Sommerurlaub verbracht habe, war ich auf einem Friedhof.

dichtandicht

Viele Gräber dort liegen dicht an dicht, direkt aneinander.
Warum das so ist, konnte mir keiner erklären.

Es handelt sich um einen Friedhof unmittelbar an einer Kirche. Vielleicht war der Platz in direkter Kirchennähe sehr begehrt und deshalb herrscht dort diese Enge.

Leere Särge eingeäschert

Sarg-Lagerhalle geht in Flammen auf
Eine Lagerhalle für Bestattungszubehör in einem Gewerbegebiet in Braak (Kreis Stormarn) hat heute morgen Feuer gefangen.
Die Ursache des Brandes nahe der Autobahn 1 war zunächst unklar, wie die Polizei in Lübeck mitteilte. Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, schlugen die Flammen bereits meterhoch aus der Lagerhalle. Der Besitzer konnte die Einsatzkräfte jedoch später aufklären. Rund 350 Särge und sämtliches Bestattungszubehör standen in Flammen.

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gefunden von “Kaspar”

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