Hallo Peter,

vor einem halben Jahr etwa half mir die langjährige Leserschaft bei dir sehr – und vor allem beeindruckte ich damit sogar meinen Anwalt… ;)

Wie? Nun. Beginne ich am Anfang.

Ich bekam einen Brief von einem Rechtsanwalt. Er habe mich als erste der Familie ausfindig gemacht habe, da mein Onkel (zu dem seit 20 Jahren wegen eines Familienstreits kein Kontakt mehr bestand) schon 2012 verstorben sei.
Er sei der Nachlasspfleger und ich solle ihm doch bitte Namen und Adressen der Hinterbliebenen und Erben mitteilen.

Da ich wusste, dass besagter Onkel einen eher laxen Umgang mit Geld pflegte, war ich mir nicht so sicher, ob das Erbe denn annehmenswert wäre – und ob es in diesem Fall auch so klug wäre, die ganzen Kontaktdaten der Familie so aus der Hand zu geben – wer weiß, welche Zeitbomben da noch schlummern könnten.

Ich zog es vor, erstmal einen Anwalt zu befragen. Dabei kam es sinngemäß zu folgendem Gespräch:
Ich: »Na ja, wenn da Schulden sein sollten – nicht dass da noch Beerdigung offen ist, und ich damit meine ganze Verwandtschaft in irgendwelche Kosten jage!«

Anwalt: »Na, Ihre Eltern und sonstige Erben können das Erbe ja ausschlagen, wenn da nur Schulden da sein sollten!«

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Sargbauer in Ghana – Mit dem Taxi ins Jenseits

Hallo Peter,

ich meine zwar, dass es schon einmal einen ähnlichen Beitrag im TV gab, aber diesen hier kannte ich so noch nicht.
Es gibt einen Beitrag des ZDF -Auslandsjournals am 04.02.2016 mit dem Titel

Außendienst als Sargbauer in Ghana – Mit dem Taxi ins Jenseits

Nach einigem Suchen habe ich folgenden Link dazu gefunden:

http://www.zdf.de/…auslandsjournal

Unter dem Video steht ganz rechts:
Außendienst bei den Sargschreinern der »Ga« in Ghana

Wenn man hier klickt, startet der richtige Beitrag.
Ich fand es sehr interessant, denn es geht nicht nur um den Sargbau, sondern auch darum, wie »fröhlich und locker«, wenn man das so sagen kann, dort mit dem Thema Tod umgegangen wird.

Ich habe auch keine Ahnung, ob und falls doch, wie lange dieser Link zur ZDF-Seite gültig ist.

Schönes Wochenende wünscht
Winnie

Heute wäre mein Vater 100 Jahre alt geworden.

Ich habe ihn immer noch vor Augen und in Erinnerung, wie er mit 70 aussah.
Wenn ich mir anschaue, wie viele Leute in diesen Tagen 100 über hundert Jahre alt sind, dann hätte er ja eigentlich auch noch ein paar Jahre leben können.
Aber er mußte schon 1986 gehen.
Krebs hat er gehabt, die Lunge. Ob es die staubbelastete Arbeit nach dem Krieg unter Tage war oder seine Zigaretten, man weiß es nicht.

Als junger Mann hat er mal eine Schneiderlehre gemacht, wurde wegen seiner Herkunft aus Ostpreußen (obwohl er in Gelsenkirchen geboren wurde) von den älteren Gesellen gequält und wie man heute so sagen würde gemobbt.
Sein Heil sah er, im wahrsten Sinne des Wortes, im Reichsarbeitsdienst, wo er rasch aufstieg und mit viel harter körperlicher Arbeit, ganz ohne Fitness-Studio ein breites Kreuz und mächtig starke Bizeps bekam.
Die trügerische Arbeit fürs Volk im Reichsarbeitsdienst mündete für alle, die dabei waren, im Fronteinsatz für einen Führer, den mein Vater immer nur verachtet hat.
Er hielt Hitler für einen wichtigtuerischen Schreihals, einen Emporkömmling, der nichts konnte und nichts wußte.
Aber so war das eben damals. Die vermeintlichen Segnungen die man dem Volk zuteil werden ließ, verwässerten einem ganzen Volk den Blick.

Am Ende landete er, wie viele Millionen, auf den Schlachtfeldern in Russland.

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Lieber Herr Wilhelm,
ich bin heute auf Ihre Bücher gestossen und habe mit Erstaunen und Freude bemerkt, dass eines davon denselben Titel trägt wie eines meiner Lieder, nämlich »Gestatten, Bestatter!« Dieses befindet sich auf meiner allerersten CD, die ich im Jahre 1999 aufgenommen habe, und die schon lange ausverkauft ist. Allerdings spiele ich es immer am Anfang meines humoristischen Liederprogrammes, wo es um Lieder und Geschichten aus dem Leben einer Bestatters geht. Habe im Sinn, es evt. auf der nächsten CD noch einmal aufzunehmen. Jedenfalls gibt es seit ein paar Monaten ein kleines Video von diesem Lied, das ich Ihnen gerne vorstellen möchte. Wurde im Herbst in Graz nach einem Konzert ganz ohne Schnickschnack aufgenommen. Ich hoffe, es wird Ihnen gefallen.
Aus dem Seniorenheim, wo ich arbeite und im Moment gerade im Nachtdienst bin, schicke ich Ihnen herzliche Grüße und wünsche Ihnen eine gute Zeit mit vielen kreativen Ideen für Ihre Arbeit.
Herzlich, Konrad Bönig

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