Wir haben mit der Mutter gemeinsam ein Auto gekauft, jetzt ist sie tot

Sehr geehrter Herr Wilhelm,

kürzlich ist meine Mutter plötzlich verstorben. Ein älterer Bruder hat den örtlichen Bestatter mit der Abholung beauftragt.
Dann ist der Bruder in Urlaub gefahren. Uns fehlt die Möglichkeit, von der Verstorbenen Abschied nehmen zu können.
Als einziger Wunsch ist bekannt, daß sie in ihrer Heimatstadt beigesetzt werden wollte.
Der Bestatter gab uns nun die Auskunft, daß das auch so erfolgen wird und zwar anonym.
Das konnten wir durch einen Anruf beim Friedhofsamt abwenden, man gibt uns nun die Möglichkeit, uns noch wenigstens von der Urne zu verabschieden.
Die Kosten für die Nutzung der Kapelle und was sonst noch so anfällt, wollen wir übernehmen.

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Es kommt aber nun noch ein profanes Problem dazu. Wir haben damals vom Lebensgefährten der Verstorbenen ein Auto bekommen. Diesen haben wir und die jetzt Verstorbene gemeinsam in Raten abbezahlt.
Der Fahrzeugbrief ist noch in der Wohnung der Verstorbenen.
Man muß das Auto ja nun auf uns umschreiben, denn er läuft ja auf eine Tote. Also sind wir mal zum „Schwiegervater“ gefahren, einmal um ihn zu besuchen, damit die Kinder den „Opa“ mal wiedersehen, und natürlich, um auch den KFZ-Brief mitzunehmen.
Aber er hat den Brief nicht rausgegeben. Der gehöre zur Erbmasse, da er ja auch auf die Verstorbene angemeldet sei.
Was können wir denn nun machen damit wir den Fahrzeugbrief bekommen und das Auto dann auch auf uns zulassen können?
Ist denn wirklich alles was von Ihr in dem Gemeinsamen Haus ist Erbmasse?

Das ist keine einfache Sache.
Das Problem mit der anonymen Bestattung und der Abschiednahme haben Sie ja lösen können.
Das Problem mit dem Auto ist etwas schwieriger.
Allein der Besitz des Teils I der Fahrzeugzulassung, früher Fahrzeugbrief genannt, beweist nicht, daß man Eigentümer eines Fahrzeugs ist, wenngleich man natürlich dann in besonderer Weise über das Fahrzeug verfügen kann, selbst wenn dieses selbst nicht in seinem Besitzt ist.
Andersherum beweist auch der Besitz eines Fahrzeuges nicht, daß man Eigentümer dieses Fahrzeuges ist.
Bei solchen gemeinsamen Ratengeschäften zur Anschaffung einer beweglichen Sache ist es immer ratsam, ein einfaches Schriftstück aufzusetzen, in dem drinsteht, wer warum was bezahlt und wem die so erworbene Sache dann gehört.
Dann gibt es hinterher kein Vertun.

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Woher kommen die Links in den Artikeln und warum sind manche durchgestrichen?

Diese beiden Fragen erreichten mich am Wochenende:

Hallo Herr Wilhelm,
in vielen Ihrer wirklich tollen Beiträge sind die Begriffe „Experte„, „Kaffee“ und „Gehalt“ bzw. „Lohn“ oder „Verdienst“ (u.a.) verlinkt. Auch in diesem Artikel „Blender“ ist „Gehalt“ verlinkt, obwohl es da tatsächlich nicht um Geld geht.
Ich verstehe den Sinn dieser Links und möchte eigentlich nur wissen, ob das Ihre Blogsoftware automatisch macht oder ob Sie dann immer manuell einen Hyperlink einfügen müssen.
Ich weiß, dass das eine neugierige Frage ist und ich hinterfrage auch wirklich nicht den Zweck, mich interessiert allein die technische Umsetzung. Verraten Sie es mir?
Ich danke Ihnen für Ihre Mühe und hoffe, dass Sie noch viele weitere Beiträge für Ihren Blog produzieren werden.
Mit freundlichen Grüßen
A.

Und diese hier:

Mir ist aufgefallen, daß in einigen älteren Artikeln Links durchgestrichen sind. Ich glaube, die funktionierten nicht mehr. Setzt Du Dich tatsächlich hin und überprüfst immer wieder alle alten Artikel, ob die Links noch gehen?

Uli

Das Bestatterweblog lebt von seinen Stammbesuchern. Die Wiederbesuchsrate durch Leute, die schon mal hier waren ist wesentlich höher als bei anderen Blogs dieser Art.
Damit aber jemand zum Stammleser werden kann, muß er das Weblog überhaupt erstmal kennenlernen. Mal abgesehen davon bin ich erstaunt, wie wenig junge Menschen überhaupt wissen, daß es außer Facebook, YouTube und anderen sozialen Diensten, noch weitere Seitenformen im Internet gibt. Sogar ganz junge Leute, die eigentlich schon in der Schule auf Medienkompetenz getrimmt werden, fragen mich: „Brauche ich für so’n Blog nicht ne besondere Software und muß man da nicht Mitglied werden.“
Aber das nur nebenbei.
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Im Bestatterweblog wird viel geklaut

Immer wieder schreiben mir Leser, daß sie Texte aus dem Bestatterweblog irgendwo im Netz wiedergefunden haben.
Wenn es sich um Zitate in anderen Blogs oder auf anderen Seiten handelt, dann freue ich mich.
Wenn einfach so Sachen geklaut werden und sich jemand mit fremden Federn schmückt, schreiben wir ihm was Nettes.

In den allermeisten Fällen handelt es sich aber um ausländische Seiten, die ihre Inhalte mittel sogenannter Aggregatoren zusammenfischen.
Aggregatoren sind Softwaresysteme, die zu bestimmten Stichwörtern vollautomatisch Seiteninhalte und Feeds auslesen und daraus ebenfalls vollautomatisch Artikel machen.
Oft werden dabei Inhalte verschiedener Seiten zu einem Thema wirr vermischt.
Sinn und Zweck ist es, in den Suchmaschinen möglichst omnipräsent zu sein.

Ein Beispiel aus neuerer Zeit:

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Veröffentlicht von peter wilhelm. hier erzählt der buchautor peter wilhelm geschichten aus dem bestatteralltag und informiert als Experte und sachverständiger. Wir sind nun schon seit mehreren jahren hier zu gast und fühlen uns jedes jahr wieder pudelwohl. landschaftlich schön und vor allem ruhig direkt hinterm deich. Seine Schillerlocken flutschten nur so rein. Das Fischangebot ist riesig. Im Fahrradbau hat er die Nase vorn. Ökologisch ist diese Art des Anbaus aber eher bedenklich.

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Bestatterrechnung nicht bezahlt, wegen Betrugs vor Gericht

Im Emscherblog las ich diese Meldung hier:

Bestatter betrogen: Gerichtsverhandlung geschwänzt

Eigentlich hätte sich der Bochumer auf der Angeklagebank wegen Betruges verantworten sollen, weil er im März vorigen Jahres für die Beerdigung seiner Mutter dem Holzwickeder Bestattungsunternehmen Gößmann einen Auftrag erteilt haben soll, obwohl er wusste, so der Anklagevorwurf, dass er diesen Auftrag im Wert von knapp 1.700 Euro gar nicht bezahlen konnte. Was gegen den Angeklagten spricht: Er ist bereits als Betrüger einschlägig vorbestraft.

(Zur Verhandlung erschien der Angeklagte nicht, deshalb will die Richterin) den 55-Jährigen sicherheitshalber polizeilich vorführen lassen.

Emscherblog

Solche Meldungen sieht man nur sehr selten. Die wenigsten Bestatter trauen sich, säumige Zahler gerichtlich verfolgen zu lassen.
Die geringste Stufe der gerichtlichen Verfolgung wären ja Mahnbescheid und anschließende Vollstreckung mit dem Risiko, daß der Schuldner Widerspruch einlegt und es zu einem Verfahren kommt.
Die nächste Stufe wäre gegeben, wenn man nachweisen kann, daß der Auftraggeber schon bei der Auftragsvergabe wußte, daß er die Rechnung nicht wird bezahlen können.

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Sind Beerdigungskosten bei der Steuer abzugsfähig?

In unserer Familie gab es einen Sterbefall und zur Abwicklung dieses Todesfalles mußten wir in den Süden Deutschlands an den Bodensee reisen.
Der Bestatter riet uns, die angefallenen Kosten beim Finanzamt geltend zu machen. Aber was können wir alles geltend machen?
Sind es die Reisekosten, die Unterbringung in der Pension, die Trauerkleidung oder nur die reinen Beerdigungskosten.

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Es ist richtig, daß man die Kosten eines Sterbefalls steuerlich geltend machen kann.
Einerseits kann hier die Erbschaftsteuererklärung betroffen sein, andererseits die Einkommenssteuererklärung.
Es kann auf jeden Fall nicht verkehrt sein, die Kosten generell geltend zu machen und es dem Finanzamt dann im Rahmen der Prüfung der Steuererklärung zu überlassen, welche Kosten im Einzelnen anerkannt werden.

Wer erbt, hat nach dem BGB auch die Bestattungskosten zu tragen.
Über das Erbe ist eine Erbschaftssteuererklärung abzugeben. Anhand dieser wird geprüft, inwieweit man zur Erbschaftssteuer herangezogen wird. Hierbei gilt, grob gesagt: Je näher man mit dem Verstorbenen verwandt war, umso größer sind die Freibeträge.
Wer nahe verwandt war, zahl am wenigsten Erbschaftssteuer, wer gar nicht verwandt war, zahlt die meiste.
Im Rahmen dieser Steuererklärung kann man die Beerdigungskosten als außergewöhnliche Belastung geltend machen, wenn die Aufwendungen den Wert des Nachlasses übersteigen.
Vereinfacht gesagt: Wenn die Erbmasse die Bestattungskosten übersteigt, hat man schlechte Karten, die Ausgaben erstattet zu bekommen.

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Junge Bestatterin

Hallo Tom,

ich habe gerade den Blog durchstöbert und gesehen, dass du über eine Azubine berichtet hast aus dem Bestattungsleben. Im November oder Dezember war ein Bestatter aus meinem Umkreis mit seiner auszubildenden ebenfalls in der Zeitung, da ich glaube, dass dies bei dir in der Nähe ist, möchte ich es dir nicht unterschlagen. Ich habe persönlich mit ihnen zu tun gehabt und kann sie nur empfehlen.

http://www.morgenweb.de/region/schwetzinger-zeitung-hockenheimer-tageszeitung/oftersheim/sie-mochte-den-letzten-weg-wurdevoll-gestalten-1.2011617

Liebe Grüße Andreas

Anrufen kostet nichts

Meine Frau sitzt nackt auf einem Kamel und reitet durch die ungarische Puszta. Ich fliege in etwa acht Metern Höhe über ihr und schwinge ein flammendes Schwert.
Am Wegesrand tauchen die häßlichen Fratzen meines früheren Mathematiklehrers und meines Sportlehrers auf, gefolgt von den geifernden Mäulern ehemaliger Vermieter und Nachbarn.
Hinter ihren Rücken tragen sie Keulen, Messer und brennende Fackeln. Ganz eindeutig wollen sie der reitenden Zigeunerprinzessin Ungemach antun.
Sie merkt es nicht! Warum merkt sie denn nichts?
Es ist an mir, meine Holde zu retten.
Plötzlich fliege ich nicht mehr allein und aus eigener Kraft sondern sitze auf einem fliegenden rosa Kaninchen, das sich mir als Elfriede vorstellt.

Was?

Was?

Warum singt Elfriede das Lied vom Tod?

Immer wieder klingt diese Mundharmonika-Melodie an mein Ohr und es dauert elendlich lang, bis ich begreife, daß die Allerliebste nicht nackt auf einem Kamel reitet, Elfriede verschwunden ist und ich aus einem Traum erwacht bin.

Wieder klingelt neben mir auf dem Nachttisch mein Handy mit dem Klingelton „Spiel mir das Lied vom Tod“.

Irgendjemand wagt es, mich mitten in der Nacht auf dem privatesten meiner Privathandys anzurufen. Und wenn es diese Melodie ist, dann weiß ich, daß es einer meiner Mitarbeiter ist und daß es um einen Sterbefall geht.

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Neue Einträge in der Bestattersuche

Seit heute Nacht haben wir etliche neue Einträge von Bestattern in der Bestattersuche des Bestatterweblogs.
Man soll sich halt nicht auf andere verlassen …
Also habe ich eine Nachtschicht eingelegt und die ganzen Anfragen, die seit Juni 2014 sich aufgetürmt hatten, nun selbst eingetragen.

Wie immer gilt:

Die Einträge in die Liste sind kostenlos.
Es ist kein Mitgliedsbeitrag erforderlich, es wird von den Bestattern keine Provision verlangt.
Jeder Bestatter kann die Aufnahme in die Liste selbst beantragen.
Man muß nicht Mitglied eines Verbandes sein.

Die Bestatter haben entweder eine Rechnung und eine Beschreibung ihrer Leistungen vorgelegt oder wurden anonym überprüft.
Die Aufnahme in die Liste bedeutet jedoch nicht unbedingt eine Empfehlung.
Bestatter, über die mir Negatives berichtet wird, fliegen u.U. aus der Liste wieder raus.

Man kann gegen einen kleinen Obolus einen Premium-Eintrag bekommen. Dieser ist besonders gekennzeichnet und man hat dann über den Normaleintrag hinaus, die Möglichkeit, sein Unternehmen vorzustellen und ein Logo oder eine Anfahrtskizze einzubinden.
Ich bitte die betreffenden Bestatter über einen Premium-Eintrag nachzudenken und ihre Angaben zu überprüfen.
Merke: Wer keine Auflistung der von ihm bearbeiteten Städte eingereicht hat, kann nur unzureichend gefunden werden.
Die Städte übermittelt man durch Postleitzahlen. Entweder als Block (z.B. 12345-23456) oder als einzelne Angaben (z.B. 43122, 43333, 43781).

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