Sargbauer in Ghana – Mit dem Taxi ins Jenseits

Hallo Peter,

ich meine zwar, dass es schon einmal einen ähnlichen Beitrag im TV gab, aber diesen hier kannte ich so noch nicht.
Es gibt einen Beitrag des ZDF -Auslandsjournals am 04.02.2016 mit dem Titel

Außendienst als Sargbauer in Ghana – Mit dem Taxi ins Jenseits

Nach einigem Suchen habe ich folgenden Link dazu gefunden:

http://www.zdf.de/…auslandsjournal

Unter dem Video steht ganz rechts:
Außendienst bei den Sargschreinern der »Ga« in Ghana

Wenn man hier klickt, startet der richtige Beitrag.
Ich fand es sehr interessant, denn es geht nicht nur um den Sargbau, sondern auch darum, wie »fröhlich und locker«, wenn man das so sagen kann, dort mit dem Thema Tod umgegangen wird.

Ich habe auch keine Ahnung, ob und falls doch, wie lange dieser Link zur ZDF-Seite gültig ist.

Schönes Wochenende wünscht
Winnie

Heute wäre mein Vater 100 Jahre alt geworden.

Ich habe ihn immer noch vor Augen und in Erinnerung, wie er mit 70 aussah.
Wenn ich mir anschaue, wie viele Leute in diesen Tagen 100 über hundert Jahre alt sind, dann hätte er ja eigentlich auch noch ein paar Jahre leben können.
Aber er mußte schon 1986 gehen.
Krebs hat er gehabt, die Lunge. Ob es die staubbelastete Arbeit nach dem Krieg unter Tage war oder seine Zigaretten, man weiß es nicht.

Als junger Mann hat er mal eine Schneiderlehre gemacht, wurde wegen seiner Herkunft aus Ostpreußen (obwohl er in Gelsenkirchen geboren wurde) von den älteren Gesellen gequält und wie man heute so sagen würde gemobbt.
Sein Heil sah er, im wahrsten Sinne des Wortes, im Reichsarbeitsdienst, wo er rasch aufstieg und mit viel harter körperlicher Arbeit, ganz ohne Fitness-Studio ein breites Kreuz und mächtig starke Bizeps bekam.
Die trügerische Arbeit fürs Volk im Reichsarbeitsdienst mündete für alle, die dabei waren, im Fronteinsatz für einen Führer, den mein Vater immer nur verachtet hat.
Er hielt Hitler für einen wichtigtuerischen Schreihals, einen Emporkömmling, der nichts konnte und nichts wußte.
Aber so war das eben damals. Die vermeintlichen Segnungen die man dem Volk zuteil werden ließ, verwässerten einem ganzen Volk den Blick.

Am Ende landete er, wie viele Millionen, auf den Schlachtfeldern in Russland.

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Lieber Herr Wilhelm,
ich bin heute auf Ihre Bücher gestossen und habe mit Erstaunen und Freude bemerkt, dass eines davon denselben Titel trägt wie eines meiner Lieder, nämlich »Gestatten, Bestatter!« Dieses befindet sich auf meiner allerersten CD, die ich im Jahre 1999 aufgenommen habe, und die schon lange ausverkauft ist. Allerdings spiele ich es immer am Anfang meines humoristischen Liederprogrammes, wo es um Lieder und Geschichten aus dem Leben einer Bestatters geht. Habe im Sinn, es evt. auf der nächsten CD noch einmal aufzunehmen. Jedenfalls gibt es seit ein paar Monaten ein kleines Video von diesem Lied, das ich Ihnen gerne vorstellen möchte. Wurde im Herbst in Graz nach einem Konzert ganz ohne Schnickschnack aufgenommen. Ich hoffe, es wird Ihnen gefallen.
Aus dem Seniorenheim, wo ich arbeite und im Moment gerade im Nachtdienst bin, schicke ich Ihnen herzliche Grüße und wünsche Ihnen eine gute Zeit mit vielen kreativen Ideen für Ihre Arbeit.
Herzlich, Konrad Bönig

Quer!-Disclaimer

Ja, und wenn Sie dann noch so freundlich sind, und mir so bald wie möglich die Unterlagen rüberzufaxen, dann geht das alles ruckzuck.«

Das sagte ich zu Herrn Plamatscheck. Der hatte für seine im Heim wohnende demente Tante eine Vorsorge abgeschlossen und war extra dafür vom Bodensee angereist. Einige Unterlagen hatte er nicht dabei gehabt, deshalb meine Bitte.
Er freute sich, daß alles so problemlos und schnell gegangen war, verabschiedete sich und ich widmete mich an diesem und den folgenden Tagen dem Bestatteralltag.

Nach einigen Tagen hatte ich Herrn Plamatscheck und seine Tante schon wieder vergessen, da kam Frau Büser mit diesen typisch vorwurfsvoll gespitzten Lippen in mein Büro: »Chef, so geht das nicht! Wenn ich die Vorsorge hier einbuchen soll, dann benötige ich die Unterlagen.«

Ich schaute mir Frau Büser an, wie sie da stand, so resolut und wie sie mit dem hinteren Ende eines perfekt gespitzten Bleistiftes auf dem Vorsorgehefter einen flotten Takt klopfte.
56 Jahre alt, deutlich ergraut, stand sie da und strömte einfach nur Kompetenz und Fleiß aus.
Was würde ich nur ohne sie machen? Nicht nur, daß sie mein personifizierter Terminkalender war, sondern sie nahm mir auch viel bei der Ausbildung unserer Lehrlinge ab. Und sowieso war sie für die Einhaltung der Vorschriften und der Pünktlichkeit zuständig, sodaß ich mir wenig Sorgen machen mußte, daß da etwas in die Hose ging.
Ja, sogar heute noch sind manche Betriebsabläufe für mich ein Buch mit sieben Siegeln, während Frau Büser mal eben ganz nebenbei mit Krankenkassen, Steuerberatern und Berufsgenossenschaften verhandelte.
Mit anderen Worten, sie war einfach unentbehrlich.

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Einhundertvierungdreißigtausendundelf Kommentare habt Ihr in den letzten knapp neun Jahren abgegeben.
Das sind 14.890 Kommentare pro Jahr.
Oder vierzig pro Tag.

Das ist für ein privat geführtes und nicht durch Werbung (und damit durch Überschriften anlockendes) Weblog eine ganze Menge.

Für Euer Interesse und Eure Meinungsäußerungen möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Insgesamt sind in den neun Jahren allerdings in Wirklichkeit weit über 250.000 Kommentare eingegangen, etliche sind leider beim Blogumzug von der Blogsoftware Serendipity auf WordPress in den Orkus geflogen.

Ja und tatsächlich sind es sogar gezählte 733.109 Kommentare gewesen, der oben nicht mitgezählte Rest sind Spam-Kommentare gewesen, die die Software Antispam Bee bzw. Akismet sorgsam und zuverlässig herausgefiltert haben.

Und: Großes kommt an den Tag, am 16. April feiern wir 9. Geburtstag.
Nächstes Jahr wird es dann bombastisch, da haben wir 10. Geburtstag.

»Der Sarg im eigenen Garten oder die Urne im Bücherschrank? Die meisten Bestatter in Neubrandenburg haben die Erfahrung gemacht, dass die Hinterbliebenen der Tradition, Verstorbene auf dem Friedhof ruhen zu lassen, sehr anhängen.«

Das berichtet der Nordkurier in einer online leider nur gegen Bezahlung zugänglichen Meldung.
Die darin gemeldete Beobachtung teilen aber viele Bestatter bundesweit. Was von Behördenseite als Gegenargument gegen die Freigabe der Totenasche betrachtet wird (mangelndes Interesse), ist aber in Wirklichkeit ein Argument genau für die Freigabe.

Denn es sind tatsächlich wenige, die sich wünschen, über die Totenasche, sprich Urne, frei verfügen zu können.
Oft haben diese Menschen den Wunsch, die Asche an einem anderen geeigneten Platz zu verstreuen oder die Urne im eigenen Garten beizusetzen.
Andere möchten die Urne mit ins Ausland nehmen und dort an einem malerischen Ort in Stille beisetzen.
Aus hygienischer Sicht spricht auch zunächst einmal nichts dagegen.

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