Der leise Tod der Sarghersteller

Die Kölnische Rundschau berichtet:

Erich Allescher ist der letzte seiner Zunft in Köln – er zimmert aus einzelnen Brettern Särge zusammen. Doch seine Arbeit ist bedroht. Zwei Drittel des Geschäftes fließen mittlerweile nach Osteuropa.

Quelle

Bei dieser Nachricht erinnere ich mich an die Chefin einer tschechischen Sargfabrik, die mir auf einer Messe feixend sagte, sie liefere im Jahr soundsoviel tausend Särge nach Deutschland und sei sicher, daß die weitaus überwiegende Zahl der Bestattungen in osteuropäischen Särgen stattfinde. “Die Bestatter sagen zwar, daß sei deutsche Wertarbeit, aber die Särge kommen fast alle von uns.”

Ein Wunder ist das nicht.
Ich erinnere mich gut daran,

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Sie sind zu alt für ein Grab

Ja, auch so etwas gibt es. Man kann als Angehöriger zu alt sein, um ein Familiengrab (nach)mieten zu können.
In all den vielen Jahren, in denen ich mich mit dem Thema Bestattung beschäftige, ist mir so etwas noch nicht zu Ohren gekommen.
Da gibt es tatsächlich Friedhofsträger (in diesem Fall einen kirchlichen), die in ihrer Friedhofssatzung für den Ankauf bzw. die Verlängerung eines Wahl- bzw. Familiengrabes (oft auch Gruft genannt), ein Höchstalter festsetzen.
Nachfolgend gebe ich dazu auszugsweise einen Zeitungsartikel aus Thüringen wieder.

Tatsächlich besagt die Friedhofssatzung eines evangelischen Friedhofs, daß Grabnutzer höchstens 60 Jahre alt sein dürfen. Sonst sei, so heißt es, nicht gewährleistet, daß der Grabnutzer über 20 Jahre hinweg die Standfestigkeit des Grabmals und der Grabplatte absichern könne.

Die Thüringer Allgemeine berichtet dazu:
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Ratings – Sternchen – Daumen hoch

Seit einigen Tagen kann man die Kommentare im Bestatterweblog mit einem Daumen hoch oder einem Daumen runter bewerten.
Das war von einigen Leserinnen und Lesern gewünscht worden.
Versuchsweise habe ich das jetzt mal eingeschaltet.

Weil die Software das kann, hatte ich diese Bewertung auch für meine Artikel angeboten, hier in Form von Sternchen.
Das hat aber die üblichen Idioten angezogen, die sich die Mühe gemacht haben, nächtelang online zu sein, um jedem meiner Artikel ein “schrecklich” als Bewertung zu geben (und das dann 24 Stunden später wiederholten).
Für so einen Kinderkram böswilliger Neider habe ich keine Zeit.

Natürlich kann ich mit Kritik umgehen. Ich bin aber der Meinung, daß jemand, dem meine Artikel nicht gefallen, unter einem oder zwei Artikeln eine schlechte Bewertung anklickt und dann normalerweise nicht weiterliest.
Die Geschmäcker sind ja verschieden und es gibt bestimmt viele, die meine Sachen nicht gut finden, so what?
Aber sich nun hinzusetzen und ein paar tausend Mal “schrecklich” anzuklicken, das hat mit Meinung und Kritik nix zu tun.

Frau wacht in Kühlkammer von Bestatter auf – Nachtrag

Vor geraumer Zeit hatte ich im Bestatterweblog über eine 92-jährige berichtet, die beim Bestatter wieder aufgewacht war, obwohl sie ein Arzt zuvor für tot erklärt hatte.
Hier der Originalbericht:

http://bestatterweblog.de/92-jaehrige-von-den-toten-wieder-auferstanden/

Jetzt hat die Sache ein Nachspiel, der Arzt, der damals den Totenschein ausgestellt hat, muß sich nun wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Und weil die Überschrift und das Thema gut ins Sommerloch passen, machen viele Zeitungen und Online-Portale die Nachberichterstattung zu diesem monatealten Vorfall so auf, als sei jetzt gerade wieder eine Frau fälschlicherweise für tot erklärt worden.

Eine alte Dame, die von einem Arzt für tot erklärt worden war, (hatte) mehrere Stunden im Kühlraum eines Bestattungsinstituts verbracht, bis der Bestatter feststellte, dass sie noch lebt, berichtet die „Berliner Morgenpost“ am Dienstag.
Weil er eine 92-Jährige fälschlicherweise für tot erklärt hatte, muss sich ein Arzt aus Gelsenkirchen nun wegen fahrlässiger Körperverletzung vor Gericht verantworten.

Eine Pflegerin hatte die 92-jährige schwerkranke Frau im März in einem Seniorenheim ohne Puls und ohne Atmung in ihrem Bett vorgefunden, so die Zeitung. Der Arzt bescheinigte den Tod der Frau. Nachdem die Angehörigen sich von ihr verabschiedet hatten, holte ein Bestattungsinstitut sie ab.

Einige Stunden später hörte der Bestatter Schreie aus dem Kühlraum und alarmierte den Notarzt. Die Frau kam in ein Krankenhaus, wo sie dann zwei Tage später tatsächlich starb. Angeblich gibt es keinen Zusammenhang zwischen dem Tod der Frau und ihrem mehrstündigen Aufenthalt in der Kühlkammer.

Weiterlesen: http://de.sputniknews.com/panorama/20150728/303505250.html#ixzz3hCRMcJHz

Aus der Waltroper Zeitung:

Beim Bestatter aufgewacht: Arzt angeklagt

Gelsenkirchen (dpa/lnw) Weil er eine 92-Jährige fälschlicherweise für tot erklärt hat, muss sich ein Arzt aus Gelsenkirchen wohl vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft Essen hat Anklage wegen fahrlässiger Körperverletzung erhoben, wie die Behörde am Dienstag mitteilte.

Vom Kamel

Was habe ich schon über die ach so tollen Kaffeevollautomaten abgehetzt, die man für Preise zwischen 300 und schlag-mich-tot Euro im Elektroladen kaufen kann. Mal sind die Bohnen alle, mal ist das Wasser alle, mal quillt der Prüttkasten über… Dann ist der Kaffee meistens nur lauwarm, es kommt nur so ein Schluck dabei heraus, oft ist er einfach bitter und viel zu stark und ganz schlimm ist es, wenn oben so eine beknackte Schicht aus Schaum drauf herumschwimmt. Dann ist der Kaffee zwar nicht lauwarm, sondern er wurde in der Hölle gekocht!
Ist immer so! Wenn da Schaum drauf ist, DANN isser heiß, kochend heiß und das Heiße geht auch gar nicht weg, weil dieser Schaum die Gewähr dafür bietet, daß die Prülle heiß bleibt und man sich garantiert irgendwas am Schnabelzeug verbrüht.
Irgendwas dazwischen gibt es nicht. Entweder lauwarm oder siedend…

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Darf ein Bestatter ohne Einwilligung eine Einäscherung vornehmen lassen?

Conny machte mich auf ein Netzfundstück aufmerksam.
In einem der Frage-Antwortportale, in denen Laien die Fragen von Laien beantworten und in denen meist die falscheste und schlechteste Antwort als besonders hilfreich bewertet wird, fragte jemand:

“Darf ein Bestatter jemanden einäschern ohne Erlaubnis der Angehörigen wenn die Verwesung zu stark fortgeschritten ist?”

Eine der Antworten darauf lautete:

Verwesen tut man als Leiche so oder so. Also ist das quatsch. Außerdem kostet einäschern extra und das wollen viele nicht, die z.B. kein Geld haben, aber schon nen überteuerten Sarg und das alles besorgen mussten. Zudem ist das Grab für Urnen viel kleiner auf dem Friedhof, als das für jemanden der nur im Sarg liegt. Zudem ist dann da die Frage: Wie Tauscht man dann das Grab, wenn das normale dann zu groß ist? Und es gibt ja noch sowas wie “der letzte Wille” im Testament und wenn da drin steht, wie man beerdigt werden soll, darf keiner was dagegen sagen… In nem Testament meines Opas der vor fast 5 Jahren gestorben ist, stand drin er wolle verbrannt und auf dem Friedhof verstreut werden. Und so haben wir das auch machen lassen, auch wenn eine Tante von mir ihn lieber unter die Erde verbuddeln ließ…

Nun möchte Leserin Conny wissen, wie das denn wirklich richtig ist. Kann ein Bestatter ohne Auftrag einfach eine Einäscherung vornehmen?
Nun, dazu wissen wir zu wenig. Wir wissen nichts über die Vorgeschichte, nichts über die Zeiträume und auch nichts über das entsprechende Bundesland.

Die Antwort des Laien gibt auch nichts her, sie ist vom Ansatz her wertlos.
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Hitze, Sturm und Starkregen

Am Wochenende waren zahlreiche Server in die Knie gegangen, darunter leider auch die Server, die meine Weblogs beliefern.
Zwar erreichten mich die Störungsmeldungen schon am Samstag, aber wir hatten zu Hause, insbesondere am Sonntag auch mit den Fluten zu kämpfen. Das Regenwasser hatte sich auf verschiedene Weisen Wege ins Haus gebahnt.
Erst nachdem wir das in den Griff bekommen hatten, konnten wir uns dem Serverproblem widmen und die Blogs wieder flott machen.

Griechenland-Krise: Bargeld-Knappheit bereitet Bestattern Probleme

“Die Bargeldknappheit in Griechenland macht auch nicht vor dem Tod halt. Mehr als täglich 60 Euro dürfen (die Griechen weiterhin nicht abheben). Bestattungsunternehmen (stellen aber) die für ihre Dienstleistungen selbst bei einem bescheidenen Begräbnis das 15-fache dieses Tageslimits in Rechnung.

Um überhaupt mit einer Bestattung anzufangen, braucht (der Bestatter) 800 bis 1000 Euro. „Aber die Leute geben uns 50, 70 oder sogar nur 20 Euro und sagen, das sei alles, was sie haben“.
Bestattungsunternehmen verlangen inzwischen ihr Geld im voraus.
Makabre Konsequenzen: Etliche Tote hätten länger als in dem heißen Land üblich im Leichenschauhaus liegen müssen, und etliche Hinterbliebene hätten Privatinsolvenz anmelden müssen, ums staatliche Unterstützung für die Beerdigung ihrer Verstorbenen bekommen zu können, berichten sie.”

Quelle: NWZ online

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