Moment mal?

Im weiteren Umfeld meines Bekanntenkreises gibt es einen Menschen, der früher mal Straßenbahnfahrer war.
Diese Tätigkeit hat ihm gut gefallen, sie war sein Lebensinhalt.
Nun trauert er ganz offensichtlich dieser Tätigkeit nach.

Wenn aber im Gespräch nun die Worte Straße, Verkehr, Auto, Eisenbahn oder auch Fruchtjoghurt auftauchen, springt der Straßenbahnfahrer sofort darauf an und lenkt das Gespräch auf sein Lieblingsthema: Straßenbahn.

Wir bemühen uns oft, die Reizworte zu vermeiden, aber mittlerweile reicht auch schon Luftballon, Erbsensuppe oder Krawutzke, um den schienengebundenen Sprechdurchfall auszulösen.

Eigentlich ganz lustig, im Grunde völlig harmlos, aber auf Dauer sowas von nervig.

Hier im Blog geschieht manchmal etwas Ähnliches. Da verirren sich Leute hierher, die im weitesten Sinne etwas mit dem Thema Bestattung am Hut haben.
Sie haben eine Message, ein Produkt oder eine Dienstleistung, die irgendetwas mit unserer Thematik zu tun hat.

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Schlager-Star Andrea Jürgens ist tot / Linkin Park: Chester Bennington begeht Suizid

Schlagerstar Andrea Jürgens ist verstorben:

http://www.express.de/news/promi-und-show/nierenversagen-schlager-star-andrea-juergens-ist-tot-28001236
http://www.spiegel.de/kultur/musik/andrea-juergens-ist-tot-nachruf-auf-schlager-star-knacks-im-kinderzimmer-a-1158922.html

Chester Bennington von Linkin Park gestorben:

https://www.rollingstone.de/linkin-park-chester-bennington-begeht-selbstmord-1283879/
http://www.focus.de/kultur/musik/saenger-von-linkin-park-chester-bennington-ist-tot_id_7381021.html

gemeldet von Henning

Urne aus Papier

Ich bin Designerin und Künstlerin. Ich habe ein problem mit teuer beim Bestatter gekauften Urnen.
Momentan beschäftige ich mich mit dem Tod. Erste Versuche künstlerisch wertvolle Urnen herzustellen scheiterten am Friedhof.
Die Urne „Hirschgeweih“ war den steifen und inflexiblen Wärtern zu groß. Sie waren nicht bereit, ein 85 cm breites Loch für die Urne auszuheben. Ich hatte prophylaktisch angefragt.
Hier prallen halt Kunstverstand und sture Beamtenmetalität aufeinander. Bei den teuer beim Bestatter gekauften Urnen ist das ja alles kein Problem.

Nun will ich Urnen aus Papier für Waldbestattungen machen. Ich habe alles darüber im Internet nachgelesen. Bin mittlerweile schon eine richtige Bestattungsexpertin. *fatgrin*
Jetzt sagt der Betreiber (Förster?) des Waldes, dass die Asche aus der teuer gekauften Urne, die die Angehörigen teuer beim Bestatter gekauft haben, ausgeschüttet wird.
Das finde ich nun sehr betrüblich. Die gießen also die Asche aus der teuer beim Bestatter gekauften Urne in eine biologisch abbaubare Urne um. Hier komme ich ins Spiel.
Diese biologisch abbaubaren Urnen möchte ich aus Papier fertigen.
Da es ein individuell gestaltetes künstlerisches Werk ist, kostet so eine Urne 1.750 Euro. Das ist das Mindeste, wenn man Preise in Galerien zugrunde legt.

Meine Erfahrungen sind aber, dass das den Kunden der Bestatter zu teuer ist. Wie kann ich Ihre Kollegen dazu bewegen, darauf zu verzichten, den Kunden teure beim Bestatter gekaufte Urnen zu verkaufen, die dann nachher auf dem Müll landen, weil ja sowieso in eine abbaubare Urne umgefüllt wird.
Würden Ihre Kollegen darauf verzichten diese teuer beim Bestatter gekaufte Urne den Leuten zu verkaufen, hätten die ja noch Geld für meine Kunsturne übrig.
Was meinen Sie?

Zunächst mal eine Frage: Haben Sie „teuer beim Bestatter gekaufte Urnen“ auf einer Funktionstaste liegen?

Also, es ist so:
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Der elende Pisser ist endlich tot

Wenn Du als Bestatter zu einer Adresse gerufen wirst, weißt Du gar nichts über die Menschen, zu denen Du gleich kommen wirst.
Du stellst dich darauf ein, daß es eine weinende Familie sein wird, die, bestürzt über den Tod eines lieben Menschen, trauert.
Meist ist eine oder einer von denen diejenige oder derjenige, der Stärke beweisen muß oder will. Er oder sie klärt dann alles mit Dir.
Dann kommen die Sargträger, holen den Verstorbenen ab, und Du stehst mit den Angehörigen vor der Tür und schaust zu, wie die Trage mit dem Verstorbenen eingeladen wird.
Normalerweise verhalten sich die Nachbarn zurückhaltend, man sieht höchstens, wie hier und da eine Gardine hastig vorgezogen wird, wenn man mal auf eines der umliegenden Fenster schaut.

Ja, es gibt immer auch den vorwitzigen Jupp, der atemlos aus dem Haus gerannt kommt, auf den Bestattungswagen zeigt und dann fragt: „Is wat passiert?“
Oder die Nachbarin, die ansonsten für die Verteilung von kurzlebigen verbalen Informationseinheiten zuständig ist, die wie ein kopfloses Huhn um die Träger herumflattert und immer wieder ruft: „Ach Gott, ach Gott, ach Gott!“

Aber an diesem nieseligen Freitagabend war das alles anders. Etwa zwei Dutzend Menschen hatten sich an den Fenstern, im Hausgang, vor dem Haus und auf der gegenüberliegenden Straßenseite versammelt.
Keine atemlose, der Trauer geschuldete Stille. Allgemeines Palaver, so als warte man auf den Durchzug der Christopher-Street-Day-Parade.
Als die Männer die Trage aus dem Haus bringen, brandet Applaus auf. Jubel, Gelächter, höhnische Rufe. „Endlich!“, „Wurde aber auch Zeit!“, „Meine Fresse, der hat et aber auch verdient…“
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Martin Landau im Alter von 89 Jahren verstorben

Martin James Landau (* 20. Juni 1928 in Brooklyn, New York City, † 15. Juli 2017 in Los Angeles) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Martin Landau wurde in Brooklyn geboren. Im Alter von 17 Jahren wurde er Illustrator bei der New York Daily News, für die er insgesamt fünf Jahre tätig war. Zu dieser Zeit assistierte er auch Gus Edson als Cartoonist beim Comicstrip The Gumps. Anschließend besuchte Landau das Actors Studio von Lee Strasberg, wo er sich mit dem Studienkollegen James Dean anfreundete. Ende der 1950er Jahre trat er erstmals in Nebenrollen in Hollywoodfilmen auf. Im Jahr 1955 lernte Martin Landau die Schauspielerin Barbara Bain kennen, die bei ihm Schauspielunterricht nahm. Nach anfänglichen Antipathien kamen sich die beiden näher und heirateten am 31. Januar 1957. Zwei Jahre später erhielt er seine erste Rolle in einem größeren Hollywoodfilm, in Hitchcocks „Der unsichtbare Dritte“ spielte er einen Handlanger mit homosexuellen Untertönen.

In Deutschland wurde Landau vor allem durch seine mehrjährige Mitarbeit in den Fernsehserien Mondbasis Alpha 1 und Kobra, übernehmen Sie bekannt. Dazu kamen zahlreiche Gastrollen in populären Serien wie Bonanza oder Rauchende Colts. Im Jahre 1969 kam allerdings das Ende für ihn bei Kobra, übernehmen Sie, da er wegen zu hoher Gagenforderung aus der Serie gestrichen wurde. Daraufhin stieg auch seine Frau Barbara Bain trotz gültigem Vertrag aus der Serie aus. Seine größten Erfolge feierte er in den letzten fünfzehn Jahren durch Auftritte in Filmen von Woody Allen und Tim Burton. In Burtons Ed Wood spielte er die Rolle des abgehalfterten Dracula-Schauspielers Bela Lugosi und erhielt dafür einen Oscar als bester Nebendarsteller. Weitere Nominierungen erfuhr er für seine Rollen in Tucker von Francis Ford Coppola und in Allens Verbrechen und andere Kleinigkeiten. Insgesamt dreimal gewann er den Golden Globe Award, fünfmal war er in der Endauswahl für den Emmy.

In der Bibelverfilmung Die Bibel – Josef stellte er Jakob dar, in Am Anfang, einer weiteren Bibelverfilmung, verkörperte er Abraham. Im Fernsehfilm Max und Helen porträtierte Landau Simon Wiesenthal. Neben seinen Kinorollen hatte er eine regelmäßige Gastrolle in der TV-Serie Without a Trace. Bis zuletzt war er als Schauspieler aktiv, sein Schaffen umfasst mehr als 150 Film- und Fernsehproduktionen.

Der Ehe mit Barbara Bain entstammen zwei Töchter, beide sind im Filmgeschäft: Während Susan Landau Finch als Produzentin tätig ist, wählte Juliet Landau den Beruf der Schauspielerin. Im Jahre 1993 wurde Landau geschieden.

Bild: Von Toglenn – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9750207

Der Vater der Zombies ist tot – George Romero ist gestorben

George Andrew Romero (* 4. Februar 1940 in New York; † 16. Juli 2017)[1] war ein US-amerikanischer Regisseur, Autor, Filmeditor und Schauspieler.

Romero gilt als Mitbegründer und einer der wichtigsten Vertreter des modernen Horrorfilms. Viele seiner Filme haben Kultstatus erreicht. Romero schrieb für die meisten seiner Filme das Drehbuch selbst, daher kann sein Werk weitestgehend dem Autorenfilm zugeordnet werden. Typisch für seine Filme ist, dass sie bewusst die in den USA herrschende gesellschaftliche Situation ihrer jeweiligen Entstehungszeit widerspiegeln und einen politischen Subtext aufweisen, der soziale und politische Missstände kritisiert. Zu seinen bekanntesten Filmen zählen Die Nacht der lebenden Toten (Night of the Living Dead) und Zombie (Dawn of the Dead).

Von George_Romero,66ème_Festival_de_Venise(Mostra).jpg: nicolas geninderivative work: Andibrunt (talk) – George_Romero,66ème_Festival_de_Venise(Mostra).jpg, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=9384890

Die Urne der Oma ist eine Belastung

Vor 3 Jahren ist meine Oma gestorben. Obwohl meine Mutter als deren Kind dagegen war, hat ihre Schwester -meine Tante- darauf bestanden, dass die Asche nach Holland überführt wird. Die Urne ist dann an meine Tante geschickt worden.
Die Tante hat uns alle nicht zur Oma gelassen. Uns fehlt ein Ort zum Trauern. Wie schön wäre es, wenn ich mit meinen Kindern zum Grab deren Uroma gehen könnte. So liegt der Uropa nun ganz allein in einem Doppelgrab.
Jetzt ist die Tante das mit der Urne leid. Sie hat einen neuen Lebenspartner und wollte die Oma loswerden. Seitdem steht sie bei uns im Kellerregal. Es ist für uns eine Belastung, diese Urne im Haus zu haben.
Meine Tante gibt heute zu, damals schlecht beraten worden zu sein. Die ursprünglich gewünschte Nähe zu ihrer Mutter hat sich nicht eingestellt. Das Interesse an der Urne war schnell erloschen.

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