Bestattungschaos in Venezuela – Leute bringen die Toten in Koffern zum Krematorium

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Die katastrophale wirtschaftliche Lage hat dazu geführt, daß im einstmals reichsten Land Lateinamerikas sogar das Klopapier in den Läden knapp wird.
Engpässe gibt es aber auch beim Material für Särge. Holz und Metallbeschläge sind kaum noch aufzutreiben. Stagnierende Importe und die weltweit höchste Inflation haben zu dieser Situation geführt.

Mittlerweile sind Bestattungen für die Venezolaner so teuer, daß sie sich diese nicht mehr leisten können.
Vor so manchen Friedhof spielen sich grauenvolle Szenen ab. Angehörige tragen ihre Verstorbenen in großen Reisekoffern zum Begräbnis oder ins Krematorium.
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Plötzlicher Todesfall: Welche Finanzierungsmöglichkeiten bestehen?

Ein Todesfall ist fast immer ein unerwarteter Schicksalsschlag – der zudem auch finanziell erhebliche Konsequenzen nach sich zieht. Denn eine Beerdigung kostet in Deutschland mindestens rund 7.000 Euro, die von den Hinterbliebenen getragen werden müssen. Wer kein Kapital vererbt, wird seine Nachkommen mit diesen Kosten belasten müssen. Welche Alternativen gibt es hierzu?



Beerdigungskosten setzen sich aus vielen Einzelpositionen zusammen



Eine Bestattung in Deutschland ist für die meisten Menschen unerwartet teuer: Die Leistungen des Bestatters allein schlagen mit etwa 1.500 bis 2.000 Euro zu Buche. Hier sollte auch immer verglichen werden, ob die Leistungen des Bestatters nicht überteuert sind. Darin enthalten sind neben den Verwaltungskosten der Sarg sowie die Überführungen und die Totenbekleidung. Weiterhin müssen für Fremdleistungen wie die obligatorische Kaffeetafel, den Trauerredner, den Totenschein und das Orgelspiel insgesamt weitere 2.000 Euro ausgegeben werden. Für Beisetzungsgebühren, Grabnutzung für 20 Jahre sowie die Verwendung der Trauerhalle werden rund 3.000 Euro fällig – was aufsummiert die bereits zu Beginn abgeschätzten 7.000 Euro ergibt.
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Sandy und die Fackel

Sandy und ich sind als Abordnung unseres Bestattungshauses zu einem Grillfest eingeladen.
Der Chef des örtlichen Blumengeschäfts, Friedhofsgärtnermeister Harald Niedlich, hat ein paar seiner Freunde und die Friedhofsbediensteten, sowie „die ganze Belegschaft vom Bestatter“ zu sich in den Garten eingeladen.
Meine Frau hat leider keine Zeit und so springt Sandy, die langbeinige, schwarzhaarige Amerikanerin als Tischdame für sie ein.
Die Adresse habe ich mir, so wie Herr Niedlich sie mir durchgegeben hat, auf einen Zettel geschrieben.

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„Vunn hinne nei, wo mein Betrieb ist, do an der Birke, wo’s net weitergeht, das sieht man schon, da geht’s halt nei.“

Ich finde die Stelle nicht auf Anhieb, was unter anderem daran liegt, daß es rund um das Gärtnereigelände so an die 80 ausgewachsene Birken gibt, nur ist keine davon auch nur in der Nähe irgendeines Eingangs.
So fahre ich also bereits zum dritten Mal um das ganze Betriebsgelände herum, ohne einen bebirkten Einlass zu finden. Da zeigt Sandy auf ein Schild am Wegesrand, es ist ein Pfeil mit der Aufschrift „Eichbaum“, einer hier bekannten Biermarke.
Warum auch nicht? Ich folge dem Schild und tatsächlich befindet sich am Ende der Straße das Eichbaum-Bier ausschenkende Gasthaus „Zur Birke“ und nicht weit davon finden wir dann auch endlich eine Zufahrt zu einem Gartengrundstück.
Und noch besser: Es ist sogar der Garten von Gärtnermeister Niedlich.
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Der Praktikant

Mann“, sprach die Allerliebste eines Tages zu mir und ich reagierte, wie es für einen eheerprobten Mann geziemt, ich stellte meine Ohren auf Durchzug. Dabei verfällt mein Gehirn in einen „Die-Frau-redet-Modus“ und ich kann dabei im Kopf ganze Romane entwerfen oder Schillers Glocke rückwärts aufsagen. Gleichzeitig sorgt mein vegetatives Ehesystem dafür, daß mein Kopf in etwa 20-sekündigen Abständen nickt, und mein Mund sagt „Ach was?“ oder „Was Du nicht sagst?“ und fragt „Und sonst?“. Und wenn der Redefluß verebbt, sagt mein Mund den abgespeicherten Satz:

„Oh Liebste, ich vernahm Deine wohlgesetzten Worte, finde Dich gar liebreizend, und was immer Du auch anziehen magst, es wird Dich kleiden, wie keine andere. Das was Du mich zu tun batest, werde ich gewissenhaft erledigen und Du wirst in allem keinen Grund zu Schimpf und Beischlafentzug finden. Gehabe Dich fürweil wohl, mein holdes und geliebtes Weib.“

Wiegesagt, ich kann dabei im Kopf den ganzen Conrad-Katalog herunterbeten, Primzahlen deklinieren und lateinische Verben multiplizieren.

So, nun gibt es aber so einen Schwachpunkt, der auch Ihnen, meine lieben Leserinnen und Leser, sehr bekannt ist. Ich habe eine Schwäche für alles, das piepst, blinkt und das mit Batterien gefüttert wird.
Kurzum, fließt Strom durch, ist es meins.

Zauber der Lyrik

So drangen durch die Deklination der Conrad-Bestellnummern die Worte Solar und Strom an mein Fischhirn und es vermeldete an die Großhirnrinde: Peter, das Weib spricht interessant!
Die Ohren gingen auf und eine Millisekunde später empfing mein Verstand die Botschaft der Allerliebsten.
Die bestand darin, daß das Stromwerk bei ihr angerufen hatte und uns eine Solaranlage aufs Dach prömpeln wollte.

Das veranlaßte mich dann dazu, selbst dort einmal anzurufen, denn unter anderem hatte die Botschaft des Weibes den Satz enthalten: „Wir müssen dafür alle unsere Speisen bei denen abgeben.“

Nein, so war es dann doch nicht. Herr Bolderheimer vom E-Werk erklärte mir, daß wir an einem Pilotprojekt teilnehmen könnten.
Man würde uns Solar-Panels aufs Dach zimmern und wir könnten davon so viel Strom selbst verbrauchen, wie wir möchten. Den Rest, also den ungenutzten Solarstrom, müßten wir allerdings ohne Gegenleistung ins Netz einspeisen. Dafür würde die Anlage nichts kosten und nach 12 Jahren in mein Eigentum übergehen.

Das klang doch interessant. Also vereinbarte ich einen Besuchstermin.

Zur verabredeten Zeit, zwei Tage später, kam dann ein junger Mann auf einem Fahrrad. Ja, er sei der Jonas Pitsch und komme in Vertretung des Herrn Bolderheimer.

„Is‘ ja klar, daß mein Chef bei dem Wetter das Auto genommen hat, das hat nämlich Klima. Und ich muß das Dienstfahrrad nehmen. Boah, ist das heiß!“

„Möchten Sie einen Schluck trinken?“

„Au, das wär‘ geil.“

Also holte ich ihm eine Karaffe frisch gefilterten Trinkwassers, schön gekühlt, mit zwei Scheiben unbehandelter Zitrone.

„Wie, Cola haben’se keine?“
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Versenkautomat für Urnen

Neulich sprachen wir ja hier im Bestatterweblog über den Versenker für Särge.
Ein Apparat, der Särge schön langsam im Grab versinken läßt. Eine Idee, die mir ganz gut gefällt.

Nun gibt es auch eine Alternative für Urnen:

Das ist ganz schön umgesetzt, allerdings erschließt sich mir persönlich der Nutzen nicht so ganz.
Als technikverliebtes Dreibein steht mein Sinn natürlich nach allem, das irgendwie mit Strom geht, Geräusche macht und eventuell noch verführerisch blinkt.
Und wahrscheinlich hätte ich so einen Apparat auch, wenn ich noch als Bestatter aktiv wäre und einen Bedarf hätte.

Aber ob man das Ding wirklich benötigt?
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Was passiert mit der Urne? Es kommt ein Sarg hinzu

Was passiert mit einer Urne, die sich in einem einstelligen Mehrpersonengrab befindet, wenn jetzt ein Sarg ins Grab kommt?

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Hallo, lieber Peter,

sag mal, wie ist das eigentlich:
Gestern ist der Opa meiner Freundin verstorben.
Dieser soll im 1-stelligen Wahlgrab beigesetzt werden.
Es ist wohl ausgelegt für einen Sarg und bis zu vier Urnen sagte man mir damals mal.

Die Oma liegt dort als Urne seit 2011.
Der Opa wünschte wohl eine Erdbestattung.

Was passiert mit der „aufgewühlten“ Urne?

Wird die hinterher auf den Sarg gestellt? Oder unter den Sarg „neu“ vergraben?

Kannst Du da was zu sagen?

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Bitte mehr Informationen

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Ich biete eine kostenlose Beratung bei Fragen zu den Themen Tod, Trauer und Bestattung an.
Die Menschen rufen hier in meiner Redaktionssprechstunde oder über die Hotline (kostenpflichtig) an und noch viel mehr schreiben mir.

Der telefonische Kontakt hat gewisse Vorteile, aber auch Nachteile.
Der größte Vorteil liegt darin, daß ich sofort zurückfragen kann und daß es ein persönlicher Kontakt ist.
Der Nachteil ist, daß ich ad hoc und völlig unvorbereitet und ohne die Möglichkeit, recherchieren zu können, eine Antwort geben soll.

Der schriftliche Kontakt hat den Nachteil, daß man sich nicht direkt hört und daß ich nicht sofort nachhaken kann.
Dafür gibt er mit Zeit, in meinen umfangreichen Unterlagen oder in meiner Bibliothek nachschlagen zu können.

Aber so bitte nicht:
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Todesfall in der Familie: Was organisiert werden muss, wenn ein Familienmitglied stirbt

Todesfall: Der Tod eines Familienangehörigen ist ein trauriges und für viele kompliziertes Thema.
Aber es ist unausweichlich. Statistisch gesehen kommt in jeder Familie alle 10 Jahre ein Sterbefall vor.
Doch so traurig der Anlaß auch ist, es ist besser, wenn man auf den Todesfall eines Angehörigen vorbereitet ist, dann trifft es einen nicht so überraschend und umso leichter hat es dann die Familie.

Das sind die ersten und wichtigsten Schritte nach dem Tod eines Angehörigen

Das tun Sie bitte zuerst: Arzt anrufen

Stirbt der Angehörige in einem Krankenhaus oder Heim, werden die ersten Schritte von dort aus veranlaßt.
Tritt der Tod jedoch zu Hause ein, muß man selbst tätig werden. Zuerst sollte man den Hausarzt anrufen, ist dieser nicht verfügbar kann auch ein anderer Arzt oder ärztliche Notdienst (nicht der Notarzt) angerufen werden.
Diese muß dann vorbeikommen und den Tod feststellen, sowie den Leichenschauschein und die Todesbescheinigung ausstellen.

Erst dann können Sie den Bestatter anrufen.
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