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Klamotten von Leichen auf dem Flohmarkt?

Was passiert eigentlich mit den Kleidungsstücken eines Verstorbenen?

Das möchte gerne ein Leser wissen:

meine frage lautet: Finde ich die garderobe von den verstorbenen
auf dem flohmarkt ? oder was geschieht damit?

Bei der Abwicklung einer Bestattung hat es der Bestatter mit dreierlei Kleidung zu tun:

1. Die Kleidung, die der Verstorbene zum Sterbezeitpunkt trägt
2. Die Kleidung, die Angehörige später bringen, damit der Verstorbene damit bekleidet wird
3. Totenkleidung aus dem Sortiment des Bestatters
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Jetzt endlich als Buch: Friedhofsgeflüster (Post Mortem)

Wissen Sie, was die Taube mit dem Tod zu tun hat oder was ein Leichenbitter ist?

Übt der Tod auch für Sie eine gewisse Faszination aus und wollten Sie ihn schon immer einmal aus einer anderen Perspektive heraus betrachten?
Oder kennen Sie gar das Friedhofsgeflüster?
Dann ist dieses Buch genau das Richtige für Sie. Tauchen Sie ein in eine Welt, die längst vergangen scheint und doch so nah ist.

Erfahren Sie mehr über unsere Ahnen, deren Todesvorstellungen, Bestattungskultur und Beziehung zur Endlichkeit, und werden Sie Teil eines Mysteriums, welches uns doch früher oder später alle einholt.

In diesem Buch wird altes und längst vergessenes Brauchtum neben uraltem Wissen verwahrt,.

Meine liebe Freundin, Frau Dr. Anja Kretschmer, ist bundesweit als „die Friedhofsflüsterin“ bekannt und unterwegs.
Ihre Friedhofsführungen sind Legende.
Doch leider kann nicht jeder zu so einer tollen Veranstaltung kommen. Oder viele möchten das auf einer Flüstertour Gehörte noch einmal nachlesen und vertiefen.

Für all diejenigen und alle Menschen, die das Morbide lieben, hat Anja nun das Buch „Friedhofsgeflüster (Post Mortem)“ geschrieben.

Es ist hier erhältlich, bitte bestellt das Buch fleißig!

-Reklame-

Spieglein, Spieglein

Es wird laut vorne an der kleinen Rezeption, an der Frau Büser die Gäste unseres Hauses begrüßt.
Sie ist neu, nicht Frau Büser, die bekanntlich ja schon im fortgeschrittenen Alter ist, sondern die Theke da vorne.
Wir haben sie angeschafft, weil Frau Büser dieses ständige Umarmen auf den Schuhzubinder ging. Nein, nicht diese Umarmungen aus Dankbarkeit oder solche, die in der Trauer aus Anlehnungsbedürfnis entstehen. Sondern diese Umarmungen mit dem Küsschen links Küsschen rechts, die sich diese Latte Macchiato-Generation als allgemeinübliche Begrüßungform auserkoren hat.
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Wie finde ich das Grab eines prominenten Autors?

Ich bin mir nicht sicher, ob Sie mir Auskunft zu dieser Frage überhaupt mitteilen dürften wenn Sie es wissen, aber ich versuche es dennoch.

Haben Sie die Möglichkeit herauszufinden, auf welchem Friedhof eine bestimmte Person begraben ist?
Es geht in dem Fall um das Grab des Autors XYZ. Er hat diverse Jugendbuchserien der 80er Jahre erfunden.
Im Internet finde ich leider keine genauen Angaben dazu wo er beerdigt ist, nur wann er verstorben ist und wo.

Ein Freund von mir ist großer Fan seit Kindertagen und wollte im Rahmen seiner Deutschlandurlaubstour im kommenden Jahr auch gern zum Grab des Autors fahren, jedoch gibt es keine Infos zu finden.
Liegt es daran, dass es ggf. ein anonymes Grab ist? Wo könnte man ggf. nachfragen, wenn es nicht unerwünscht ist?

Es tut mir leid, dass ich erst so spät antworte.
Leider verfüge ich nicht über die Möglichkeiten, ein bestimmtes Grab zu finden.
Da wir aber wissen, dass der Autor in XYZ verstorben ist, wäre es eine gute Idee, dort auf den Friedhöfen nachzufragen.

Rufen Sie dort an und sagen Sie, dass Sie einen Kranz niederlegen möchten. Lassen Sie sich dann, falls vorhanden, die Grablage geben, also quasi die Stelle auf dem Friedhof benennen.

Eventuell würde ich mal in den Telefonbuchverzeichnissen suchen, ob es dort in der Gegend Leute mit gleichem Nachnamen gibt. Da könnte man mal höflich anrufen und nachfragen.
So wird man schnell erfahren, ob ein Grabbesuch erwünscht, möglich oder eben nicht ist.

Ihr Anliegen ist ja durchaus ein ehrendes Anliegen und keine reine Neugierde etc.

Trauerredner – Kein Allerweltsjob

Ich habe da noch nicht oft drüber geschrieben, aber ich bin auch als Trauerredner tätig. In meiner Zeit als Bestatter habe ich das sogar recht häufig gemacht. Danach nur noch bei guten Freunden, Bekannten und auf besondere Anfrage.
Vor Jahren habe ich gemeinsam mit einem evangelischen Pfarrer auch Seminare für Trauerredner angeboten. Soviel ich weiß, ist aus allen auch was geworden.

Was ist denn die Aufgabe eines Trauerredners?
Nun, er soll eine schöne Trauerfeier gestalten und schöne Worte sprechen.
Ich habe bewußt 2 x das Wort schön verwendet. Denn auch innerhalb eines Trauerumfeldes müssen Dinge schön sein. Denn nur so können die Angehörigen hinterher sagen, dass es eine schöne Beerdigung war, an die man sich -trotz allem- gerne erinnert.
Die Aufgabe der Friedhofsbediensteten, Orgelspieler, Bestatter und Trauerredner besteht darin, dass eine Beerdigung nicht der schlimmste Tag des Lebens wird, an die sich alle nur mit Schrecken erinnern.
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Schmerzen sichtbar?

Sehr geehrter Herr Wilhelm,
ich finde es großartig das Sie sich die Zeit für die Fragen der Hinterbliebenen nehmen und vorallem mit wie viel Feingefühl und Kompetenz sie diese beantworten. Meinen tiefsten Respekt dafür vorab. ..

Ich hätte auch eine Frage, die seit über 8 Jahren mein Leben beschneidet und ich wäre Ihnen überaus dankbar, wenn Sie mir hierzu eine Antwort hätten.

Mein Mann ist an einem akuten Herzproblem jung verstorben. Bekannte mit ähnlichen Todesfällen erzählten alle von selig entschlafenen Gesichtszügen.
Nur hab ich dies bei der Identifizierung bei meinem Mann nicht gesehen. Ich sah Schmerzen.
Als der Bestatter anschließend zu mir kam, meinte er „es sei viel Arbeit damit mein Mann aufgebahrt werden könnte“.
2-3 Tage später, also nach der vielen Arbeit, sah mein Mann auch selig und friedlich aus. Das meinten auch alle die ihn angeschaut haben.
Das verstört mich bis heute. Ich habe eben einen anderen Eindruck vom Gehen meines Mannes gehabt, als selig und friedlich. Ich möchte verstehen, was da „viel Arbeit“ bedeutet, er war ja unverletzt.

Das ist so eine Sache.
Bestattungsfachkräften wird gelehrt, dass im Tod die Muskulatur erschlafft und das auch für die Gesichtsmuskeln zutrifft. Deshalb würde das Gesicht immer einen friedlichen bis schlafenden Eindruck hinterlassen.
Meine Erfahrung mit hunderten oder tausenden von Verstorbenen sagt etwas anderes.
Ja, in den allermeisten Fällen ist das Gesicht erschlafft. Es sieht so aus, als wenn jemand so richtig fest im Tiefschlaf liegt. Die Gesichtszüge rutschen nach hinten, das Gesichts sieht straff aus, die Augen sind geschlossen und der Mund steht etwas offen.
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Tolle Bestattungswagen

… hat Bestatterweblog-Leser Tobias gesehen und selbst fotografiert.
Er sendet uns diese Bilder und schreibt dazu:

Da viele Leser anscheinend ein Faible für Bestatterfahrzeuge haben und die meisten ja noch die W123/W124-Generation von Mercedes im geistigen Auge haben, zwei aktuelle Bilder.
Man sieht daran meiner Meinung nach, dass das alte „wir schweißen einen Kasten drauf“ Geschichte ist- da Konstruktionsanforderungen und einhergehend Preis mittlerweile so hoch sind, alles dokumentiert und dreifach abgenommen ist, wird auch durchaus mehr Wert auf Design gelegt, gut sichtbar am Runden, chromeingefassten Fenster hinter der Fahrertür zB.
Da steckt schon viel Entwicklung drin, incl. Zulieferermanagement.

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Danke

Für meinen Geschmack war ich mit noch nicht ganz vierzig inzwischen auf bedeutend zu vielen Beerdigungen. Deutlich, massiv mehr, als auf Hochzeiten. Bei jedem Todesfall geht mir auch das Bestatterweblog wieder im Kopf um . ALso als Abonnenten ja sowieso immer wieder, aber insbesondere daran. Das Blog hat mir den Schrecken genommen. Oder besser die unbehagliche Unwissenheit durch Hintergründe ersetzt. Bei allen Todesfällen, die es gab, seit ich es lese, hat es mir mehr geholfen als alles andere, mit der Situation umzugehen. Soweit ich weiß, bist Du gläubig. Ich nicht. Ich kann mich bei sowas nicht in die Religion zurückfallen lassen, aber mich stützen Deine Worte aus dem Blog. So geht es vielen. Du hast Gutes getan und Du tust Gutes. Bitte mach Dir das bewusst. Sprich diesen Satz zu Dir selbst. Tausendfachen Dank dafür!

Vielen Dank für diese lieben und aufbauenden Zeilen.
Ich bin Altruist durch und durch.
Gutes zu tun und das bis hin zur Selbstaufgabe und zu eigenen Schmerzen, das erfüllt mich -ohne masochistisches Denken- mit Freude.

Ich kann es nicht ertragen, wenn es anderen Menschen um mich herum schlecht geht. Und was „um mich herum“ bedeutet, geben auch die neuen Medien etwas vor. Das ist nicht mehr nur hier zu Hause.

Unermüdlich beantworte ich die Mails von Hilfesuchenden und telefoniere mit Dutzenden von Menschen. Irgendwie bin ich zu einem unbezahlten Allgemeinseelsorger geworden.

Unbezahlt ist einerseits ein Problem, andererseits bedeutet es aber auch, dass ich an kein Weisungen gebunden bin.

Dabei werde ich selbst nicht zum Asket. Ich lebe ganz gut und kann mir ab und zu was leisten.

Im Laufe der Jahre hat sich auch das Bestatterweblog geändert. Trieb mich anfangs die Idee um, mir alles von der Seele zu schreiben, wurde es im Laufe der Zeit immer mehr zu einem riesigen Nachschlagewerk für Trauernde, die dann oft auch bei mir persönlich Hilfe suchen.

Ich habe das nicht so geplant und war mir auch nie darüber bewußt, das andere es so sehen, daß ich Gutes damit tue. Aber retrospektiv ist es wohl insgesamt so.

Danke für Deine Worte.