Home Kontakt Impressum/Datenschutz Service-Portal Shop

Jacques Chirac verstorben

Der französische Staatsmann Jacques Chirac ist am 26. September 2019 verstorben.

Chirac war vom 27. Mai 1974 bis 26. August 1976 und vom 20. März 1986 bis 10. Mai 1988 Premierminister der Französischen Republik. Vom 25. März 1977 bis zum 16. Mai 1995 war Chirac Oberbürgermeister von Paris (Maire de Paris). Vom 17. Mai 1995 bis 16. Mai 2007 war er Staatspräsident Frankreichs.
Weiterlesen

Leichen auf dem Schrottplatz

Zwischen Schrottautos: Bestatter lagern Leichen in KfZ-Werkstatt

von Andreas Wendt auf MOZ.DE (gekürzt)

In Brandenburg sind Leichen in einer alten Kfz-Werkstatt entdeckt worden. Sie sollen dort von mehreren Bestattungsunternehmen gelagert worden sein. Die Behörden seien nach Hinweisen von Anwohnern eingeschritten und hätten die Nutzung der Werkstatt untersagt.
Vonseiten der Staatsanwaltschaft hieß es, dass in dem Fall kein Anfangsverdacht auf eine Straftat vorliege. Es komme eine Ordnungswidrigkeit in Betracht.

In der Werkstatt standen Särge und Kühlzellen (für acht Tote).
Es sei ein Unding, zwischen Dreck und Schrottautos Verstorbene zwischenzulagern, sagte ein Nachbar.

Einer der Fahrer soll gegenüber dem Gesundheitsamt gesagt haben: „Wenn Sie wüssten, in wie viel Garagen in Brandenburg Leichen lagern – Sie würden sich umgucken.“

Vor vier Jahren waren mehrere Särge mit Leichen (im Kühlraum eines) ehemaligen Supermarkts nördlich von Berlin entdeckt worden.

Ende 2012 waren bei Berlin drei Mercedes-Transporter einer Bestattungsfirma gestohlen worden. In einem der Fahrzeuge lagen zwölf Särge mit Leichen, die die Diebe später in einem Waldstück östlich von Posen entsorgten.

Hintergrund:

Leichen im Supermarkt
Laster mit Leichen gestohlen
Weiterlesen

Sollen Beerdigungskosten übernommen werden? Von wem?

In einem Kommentar schrieb ein Bestatter:

Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Natürlich bekommt der Kunde dann nicht nur ein Blatt mit als sogenannter Vertrag, sondern mehrere Seiten, in denen er das Besprochene im stillen Kämmerlein nachvollziehen kann.
Was die Mehrwertsteuer betrifft, so weisen wir diese gesondert schon in der Auftragsbesprechung aus (eine kürzlich Kontrolle des Finanzamts sprach nicht dagegen) mit dem Hinweis, dass früher der Staat Anteil an der Trauer genommen hat und Sterbegeld zahlte.

Heute müssen die Angehörigen für ihre Trauer bezahlen.

Es ist nichts dagegen einzuwenden, wenn Sie Rechnungen mit Nettopreisen erstellen und die Mehrwertsteuer gesondert ausweisen.

Das bedeutet aber nicht, dass Kaufleute im Umgang mit Endverbrauchern Nettopreise als Preis nennen dürfen. Der Kunde darf sich immer darauf verlassen, einen Preis genannt zu bekommen, auf den hinterher nichts mehr aufgeschlagen wird.
Weiterlesen

Wenn Du 2 Minuten zu lange trauerst, kostet das 175 Euro

175 Euro musste ein Velberter zusätzlich für die Nutzung der Kapelle auf dem Waldfriedhof zahlen. Die städtischen Betriebe wollen damit Bestatter sanktionieren.

Gerd Krümmel staunte nicht schlecht, als er vor einigen Tagen seine Post öffnete. Dort fand er den Friedhofs-Gebührenbescheid für die Beisetzung seiner Mutter auf dem Waldfriedhof, die vor kurzem gestorben war. Was ihn allerdings stutzig machte, war der Tarif für Paragraf 9,1B. Dieser beträgt 175 Euro für „jede weitere angefangene Viertelstunde der Kapellenbenutzung“.

Krümmel brauchte nicht lange zu überlegen, er wusste es sogar: die „normale“ halbe Stunde, die Trauernden in Velbert erst einmal grundsätzlich zur Verfügung steht – übrigens bereits für den Preis von 350 Euro – hatte er um exakt zwei Minuten überschritten.

Quelle: WAZ

Dieses Problem ist aus vielen deutschen Städten bekannt.
Ich erinnere an die beliebte Geschichte aus dem Bestatterweblog und einem meiner Bücher: Schneewittchen einst im Sarge lag.

In dieser Geschichte waren die Angehörigen nur unter Schwierigkeiten dazu zu bewegen, ihrer Trauer Einhalt zu gebieten und die Trauerhalle endlich zu räumen.

So etwas kommt immer mal wieder vor, wenn auch nicht so extrem, wie in dieser Schneewittchen-Geschichte.

Auf großen Friedhöfen mit vielen Bestattungen müssen die Zeiten für die Trauerfeiern eng getaktet sein. Jede Familie möchte natürlich, dass ihre Trauerfeier pünktlich anfängt. Das funktioniert am besten, wenn die Angehörigen der vorherigen Trauerfeier bereits weg sind, wenn die Familie des nächsten zu Befeiernden kommt.
Denn das ist ja auch noch so ein Aspekt: Wenn sich die Trauergäste mehrerer Feiern vor der Trauerhalle vermischen, ist es oft sehr unübersichtlich, wer da die lange nicht gesehene Tante Trude und wer ein ehemaliger Arbeitskollege von vor 20 Jahren ist. Da sind auch schon mal falsche Leute mit zum Kaffeetrinken gegangen.

Aber einmal davon abgesehen: Eine gewisse Übergangspause muß in der Terminplanung einkalkuliert sein. Es muss ich ja nur mal jemand bei der Trauerrede verhaspeln, oder ein gespieltes Lied dauert 3 Minuten länger… Gründe kann es viele geben, bis hin zum Enkel, der noch spontant ein Gedicht für seinen Opa aufsagen mag.

In der Trauer läuft nichts normal. Gerade der Beerdigungstag versetzt die Angehörigen noch einmal in einen ganz besonders schwierigen Zustand. Oft ist der Kopf wie in Watte gepackt. Die Augen sind vom Weinen dick und gerötet. Man bekommt von der Umwelt fast gar nichts mit.

Und der Bestatter kann auch nicht mehr tun, als auf Einhaltung des Zeittaktes zu drängen. Niemand kann die Leute auf den Sekundenschlag zwangsweise aus der Trauerhalle entfernen.

Es ist in meinen Augen ein Unding und sehr pietätlos, wenn für eine wenige Minuten betragende Überziehung eine Gebühr verlangt wird. Und wenn, dann darf diese 10 oder 20 Euro ausmachen, so als kleiner Denkzettel.

Bild: Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Immer wieder die Mehrwertsteuer – Wenn Bestatter betrügen und abzocken

Mir gehen ja die Worte Bestatter und Abzocker immer nur sehr schwer über die Lippen. In all den Jahren habe ich mich immer sehr bemüht, einen fairen und neutralen Standpunkt einzunehmen. Viele, die mir geschrieben haben, sind bestimmt enttäuscht gewesen, weil ich nicht -so wie sie- in allen möglichen Kleinigkeiten einen böswilligen Betrug gesehen habe.

Es ist nach wie vor so, dass Trauernde in einer Ausnahmesituation sind und sich während des Beratungs- und Verkaufsgesprächs nicht immer über die gesamten Kosten im Klaren sind. Deshalb stutzen sie oft bei der späteren Bestatterrechnung und möchten dann von mir wissen, ob da alles mit rechten Dingen zugegangen ist.
Weiterlesen

Sigmund Jähn verstorben

Der DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn ist im Alter von 82 Jahren verstorben.

Jähn flog am 26. August 1978 in der sowjetischen Raumkapsel Sojus 31 zusammen mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur sowjetischen Raumstation Saljut 6. Der Flug dauerte 7 Tage, 20 Stunden, 49 Minuten und 4 Sekunden. Während der 125 Erdumkreisungen führte Jähn zahlreiche Experimente durch. Dazu zählten wissenschaftlich-technische Experimente mit der Multispektralkamera MKF 6 zur Erdfernerkundung, materialwissenschaftliche Experimente, Experimente zur Kristallisation, Formzüchtung und Rekristallisation sowie Züchtung eines Monokristalls, medizinische Experimente, Untersuchung der Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf das Sprechvermögen, arbeitspsychologische Untersuchungen, Überprüfung der Hörempfindlichkeit der Stammbesatzung, biologische Experimente zum Zellwachstum in der Schwerelosigkeit und zur Verbindung von Mikroorganismen mit organischen Polymeren und anorganischen Stoffen.

Bild: Von Bundesarchiv, Bild 183-T0709-148 / Peter Koard / CC-BY-SA, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5818133
Text: Wikipedia, Sigmund Jähn

Leichentourismus oder Vernunftfrage?

Aktuell wird in Österreich das diskutiert, was in Deutschland schon lange Realität ist. Verstorbene, die eingeäschert werden sollen, werden nicht im nächstgelegenen Krematorium verbrannt, sondern in weit entfernten Anlagen, weil es billiger ist.

Diese Krematorien, die günstige Preise und auch Boni für Bestatter anbieten, sowie oft einen besseren Service, können an anderem Ort in Deutschland (bzw. Österreich) liegen oder auch jenseits der Grenzen in Tschechien oder den Niederlanden usw.

Oft regt man sich darüber auf, es handele sich dabei um einen gerne so genannten Leichentourismus und es wird auch gerne von Dumpingpreisen und unseriösem Verhalten gesprochen.

Um es ganz klar sofort zu sagen: Bestatter, die den Angehörigen eine teure Einäscherung vor Ort verkaufen und dann günstig anderswo einäschern lassen, handeln betrügerisch.

Aber wenn die Angehörigen darüber informiert sind, spricht zunächst nichts dagegen, wenn kommunale Krematorien außen vor bleiben.
Weiterlesen

Luigi Colani ist tot

Der Designer Luigi Colani ist heute verstorben.

Colani beeindruckte seit vielen Jahrzehnten mit seinen organisch wirkenden Entwürfen. Viele seiner Kreationen haben auch Eingang in unsere Alltagswelt gefunden.

Erst neulich sah ich einen Bericht über Luigi Colani und fragte mich, wie alt der wohl sein möge. Ich war erstaunt, wie alt Colani schon war. Es betrübt mich etwas, dass ich heute lesen musste, er sei nach schwerer Krankheit gestorben. Das wünscht man niemandem.
Weiterlesen