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Beamte: Bei Sterbegeldversicherung kein Sterbegeld vom Dienstherrn

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Der Verein Aeternitas weist in einem aktuellen Artikel auf ein Urteil des Verwaltungsgerichts Ansbach hin.

Es geht in diesem Urteil um die Übernahme der Bestattungskosten für einen verstorbenen Beamten durch seinen Dienstherrn. Beamte erhalten keine Arbeitsvergütung und auch keine Rente, sondern werden für ihre Tätigkeit und im Alter vom Dienstherrn versorgt. So könnte man es sehr vereinfacht sagen, um den Unterschied zum Lohn- oder Gehaltsempfänger zu erklären.
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Klara

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Frühmorgens bin ich nicht auf große Diskussionen aus. Es bedarf so etwa einer Dreiviertelstunde männlichen Schweigens, bis ich zur Aufnahme von Fremdvokabluar bereit bin. Diskussionen sind in diesem Zusammenhang alles, was die Länge eines ganzen deutschen Satzes erreicht. Deshalb gehe ich morgens auch gerne mit dem Hund durch Feld und Flur, also erst durch den Flur und dann raus ins Feld.
Der labert mich nicht voll, wie meine Bürodame Frau Büser. Die geschwätzige Alte bringt es fertig, mich morgens schon mit ganzen Wortschwallen wie „Moin, moin“ vollzutexten.

Hund und Mann ziehen also durch die Gefilde und ich meide die Wege, auf denen mir andere Hundehalter begegnen. Diese langwierigen Gespräche, die die mir aufnötigen, kann ich morgens nicht ertragen. Heute Morgen ist das ein kleines bisschen anders. Ich muß auf dem Weg Eier mitbringen, mein luxusverwöhntes Weib mag ein Frühstück nur dann als komplett empfinden, wenn gekochte Eier dabei sind.
„Du hast Dir gestern Abend noch Rühreier gemacht, also bring von Bauer Ridder frische Eier mit!“

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Aber sonst geht’s gut?

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Auf Twitter macht derzeit eine Fake-Zeitungsmeldung die Runde. In der geht es um einen angeblich seit Jahrzehnten laufenden Rechtsstreit um den „geschmolzenen Düsseldorfer“. Der Mann habe sich am Strand in den Schatten gelegt, aber sei nicht vom Reiseleiter darüber informiert worden, dass die Sonne wandert. So sei er dann in der Sonne sozusagen „verbrutzelt“.

Gut, das Ganze ist ein Hoax. Aber die angebliche Reaktion des Richters auf das Begehren der Witwe, nun Schadenersatz zu bekommen, finde ich dann doch klasse: „Aber sonst geht’s gut?“

Ich biete meinen Leserinnen und Lesern ja an, mich anzurufen oder mir zu schreiben, wenn sie Fragen zu Bestattungsthemen haben.
Das sind ganz oft Fragen zu Bestatterrechnungen. Solche Anfragen lassen sich recht leicht beantworten.
Hauptproblem vieler Anrufer ist, dass sie meinen, Bestatter seien so etwas wie karitative Stellen, die zur Mildtätigkeit und damit zu niedrigen Preisen verpflichtet seien.
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Uwe Seeler ist tot

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Uwe Seeler (* 5. November 1936 in Hamburg; † 21. Juli 2022 in Norderstedt) war ein deutscher Fußballspieler und späterer -funktionär. Er galt in seiner aktiven Zeit als einer der besten Mittelstürmer der Welt. Seeler spielte seine gesamte Karriere beim Hamburger SV und gilt als einer der wichtigsten Spieler des Vereins. In der Saison 1963/64 war er der erste Torschützenkönig der Bundesliga. Als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft wurde er 1966 Vizeweltmeister und erreichte bei der Weltmeisterschaft 1970 den dritten Platz.

Wegen seiner Verdienste um den deutschen Fußball ernannte ihn der DFB 1972 als zweiten Spieler überhaupt zum Ehrenspielführer der Nationalelf. Ab 2003 war Seeler Ehrenbürger seiner Heimatstadt.

 

Quelle. Seite „Uwe Seeler“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 21. Juli 2022, 16:51 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Uwe_Seeler&oldid=224686360 (Abgerufen: 21. Juli 2022, 16:58 UTC)

Bestatter: Lebenslauf und Bewerbung, aber wie?

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bewerbung bestatter

Kurze Antwort: Übersichtlich, prägnant und lesbar.

Im Grunde reicht für eine gute Bewerbung ein anständiges Anschreiben mit ordentlichem Foto und ein Lebenslauf. Viele Verantwortliche legen heute auch noch Wert auf Schulzeugnisse, hierbei ist das letzte Zeugnis entscheidend.
Damit die Sachen nicht geknickt werden, empfiehlt sich beim Postversand ein Umschlag, der fest mit den Unterlagen verbunden ist (Klemmhefter z. B.).

Die meisten Bestattungsunternehmen sind inhabergeführt und haben keine HR- oder Personalabteilung. Hier entscheidet die Chefin oder der Chef oder die Inhaberfamilie noch selbst.
Bestatter sind Pragmatiker und haben oft einen handwerklichen Hintergrund. Bewerbungen sollten also so aufgebaut sein, dass die Verantwortlichen sich zügig ein Bild von der jeweiligen Person machen können.
Ein Versand der Unterlagen als PDF per E-Mail ist heutzutage ebenfalls möglich.

Das geht gar nicht

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Nackt! Panik! Herzrasen!

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Ich habe immer noch ganz massive Panikattacken mit Herzrasen Alpträumen, Appetitlosigkeit+starkem Gewichtsverlust und Depressionen, [weil ich Angst davor habe, dass mich nach meinem Tod jemand nackt sieht] sodass meine Ärztin meinte, sie hat Angst, dass ich ernsthaft krank werden könnte. Hier ist ein Teil des Posts, zudem ich einige Fragen habe:

„Natürlich kannst du bei deinem Bestatter eine Bestattungsvorsorge abschließen und deine Wünsche ganz exakt zu Protokoll geben. Selbstverständlich darf man da auch verfügen, dass man auf jeden Fall bekleidet bleiben möchte. Es wird einigen Aufwand für den Bestatter bedeuten, aber das kann er ja dementsprechend berechnen. Dann kann er ggf. auch bei der evtl. notwendigen 2. Leichenschau dabei sein und mithelfen, den Anstand zu wahren. Da ist in Absprache mit dem untersuchenden Arzt ganz sicher was möglich. Mit deiner Ärztin und ihrem Vertreter kannst du das bequem absprechen. Sei offen und schildere deine Gedanken. Man wird dir zuhören.“

Ich habe mit meiner Hausärztin darüber gesprochen und sie meinte, dass sie ihre Leute bis jetzt immer alle ganz ausgezogen hat, aus Angst, sich strafbar zu machen und, dass sie noch nie gehört hat, dass jemand seine Leichenschau in Unterwäsche haben wollte und rein gar nichts dazu weiss. Darf ich wirklich bei meiner Leichenschau bekleidet bleiben, oder ist eine Leichenschau in Unterwäsche strafbar? Ist bei 1 Leichenschau 1 Bestatter immer mit dabei? Wenn ich meine Leichenschau in Unterwäsche verfüge, muss man sich dann zwingend daran halten, oder ist das von der Todesursache abhängig? Meine Hausärztin meinte auch, man weiß ja auch nicht, wann und wo man stirbt. Wenn ich das mit ihr absprechen kann, darf sie meine Leichenschau auch machen, wenn ich im Krankenhaus sterbe? Muss ich das verfügen? Wie schreibe ich das? Für eine schnelle persönliche Antwort von Ihnen, auch aufgrund meines Gesundheitszustandes wäre ich unendlich froh und wahnsinnig dankbar.

Wenn es wirklich möglich ist, bei meiner Leichenschau bekleidet zu bleiben, darf meine Unterwäsche auch aus einem langen Unterhemd und einem Slip bestehen? Ich bin nämlich durch meinen Autismus so verklemmt, dass ich total verstört und verängstigt reagiere, wenn meine Hausärztin nur meinen Bauch sehen will. Gibt es bei Autismus eigentlich auch ein Attest für eine Leichenschau in Unterwäsche, das mich zusätzlich zu einer Verfügung absichert? Ich habe eine unbändige Panik, dass eine Verfügung allein nicht ausreicht, um die Leichenschau in Unterwäsche zu machen, vor Allem durch die Aussage meiner Hausärztin.

Schau, ich habe Dir x-mal per Mail und auch schon hier im Blog geschrieben. Deinen Klarnamen hast Du ja bereits in Deinen Kommentaren offengelegt.
Ich habe Dir mit sehr viel Empathie geantwortet und nehme Dein Anliegen wirklich ernst.
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Frau Doktor

Von

Lieber Herr Wilhelm!

Ich glaube, ich verfolge Sie und Ihr Werk fast von Anbeginn und möchte mich heute herzlich bedanken, mit wie viel Lächeln Sie mir und meiner Familie schon bezaubert haben.

Heute bin ich halt mal ‚dran‘:
Gestern haben wir die unsere Oma beerdigt. Ihren Ehemann Dr. Boll hat sie lange überlebt. Sie war immer sehr ehrgeizig und liebte Titel, hat sich bis zuletzt mit „Dr. Boll“ am Telefon gemeldet.
Sie hat aber keinen akademischen Grad. Sie war Mutter zweier Kinder, meine Schwiegermutter, Oma zweier hinreißender Enkel.

Der Beerdigungstag war trotz allem ein wundervoller Tag. Wundervolle Familie, liebe Bekannte. Vor Ihr im Grab liegen mein kleiner Sohn (3 Monate) und ihr Mann, der eigentliche Doktor, aber ohne Titel begraben.
Sollen wir sie mit Mag. betiteln, weil es ihr zeitlebens so wichtig war?

Dürfen wir auch ihren Rufnamen „Doro“ auf den Stein schreiben, obwohl sie ja Dorothea hieß?

Und zuletzt:
Herr Wilhelm, was können wir von der (Wiener) Bestattung erwarten? Wir haben uns erlaubt, noch mal kurz im den Sarg zu schauen. Es hat soweit alles gepasst. Gefaltete Hände, dekadentes ausgesuchtes Kleid.
Aber das Gesicht war ein Alptraum. Mein Mann ist fast in Ohnmacht gefallen. Und ich bin auch nicht so gut drauf.
Kann mann nicht erwarten, dass auch das Gesicht zumindest einigermaßen für eine Beerdigung aufbereitet ist?!?

Ich danke für das Zulesen

Die Zuschrift kommt aus Österreich.

Selbstverständlich darf die Doro-Oma auch nach ihrem Tod „Frau Doktor“ bleiben.
Was soll denn dagegen sprechen? Sie war es während ihres Lebens ja auch, und niemand hat es ernsthaft beanstandet.
Es wird auch niemand kommen, und das beanstanden.
Und der Rufname geht völlig in Ordnung.
Österreich pflegt eh einen anderen Umgang mit den Titeln und Graden.
Auch bei uns war es bis in die 70er/80er Jahre hinein durchaus üblich, dass sich Doktorengattinen auch Frau Doktor nennen ließen.
Bei meinem ehemaligen Ohrenarzt war das noch 2001 so, dass sich seine Frau, die die Rezeption machte, mit Frau Doktor ansprechen ließ.

Bezüglich der hygienischen Versorgung: Selbstverständlich kann man erwarten, dass das Gesicht ordentlich zurecht gemacht wird.