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Wie wirksam ist ein Trauergottesdienst?

Meine Oma mütterlicherseits ist gestorben. Meine Mutter lebt schon seit 2011 nicht mehr und verblieben sind mein Onkel und meine Tante. Der Tod ihrer Mutter hat die beiden schwer mitgenommen.
Die Oma war schon fast 90, es war ein ruhiger Tod im Schlaf im Bürgerheim.
Trotzdem ist der Tod der Eltern ja fast immer einschneidend. Und für meinen Onkel und meine Tante war das ja deren Mutter.

Alles wurde ganz klein und bescheiden gemacht.
Obwohl meine Oma sehr christlich war, gab es keinen Trauergottesdienst in der Kirche.
Ich persönlich lege auch keinen Wert darauf. Stattdessen gab es einen Sterberosenkranz mit anschließendem Gottesdienst im Bürgerheim.
Zum einen, weil meine Tante nicht die Kraft hatte, sich um einen kirchlichen Gottesdienst zu kümmern, zum anderen weil so die Freundinnen meiner Oma aus dem Bürgerheim dran teilnehmen konnten, was in der Kirche für die alten Leute schwierig geworden wäre.

Der Pfarrer nahm das zum Anlass, meiner Tante im Nachgang Vorwürfe zu machen, wie sie denn auf einen kirchlichen Gottesdienst verzichten konnte. Das ging relativ lang. Muss ein guter Christ sein, der Trauernden auch noch ein schlechtes Gewissen einredet :( Vielleicht kannst Du etwas dazu sagen, was Du für Erfahrungen gemacht hast. Oder andere Leser.

Das ist immer so eine Sache mit den kirchlichen Bräuchen. Je weiter man nach Süden kommt, umso strenger wird auf den kirchlich geprägten Ablauf geschaut. Im Norden ist man da kühler und im Osten sogar manchmal strikt ablehnend.
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Ist jemand von Euch bei Wikipedia?

Leute, ich hab da ein bißchen Kummer mit Wikipedia.
Ich weiß gar nicht, ob ich würdig bin, in dieser Enzyklopädie überhaupt vorzukommen.
Irgendwann habe ich mal eine Mail von einem netten Herrn bekommen, der mich darüber informierte, dass er einen Eintrag über mich angelegt habe.

Boah! Über mich! Wer bin ich schon? Aber gut, ich habe mehrere Bücher, Theaterstücke und tausende von Zeitschriften- und Blogbeiträge geschrieben, also bin ich wohl für Wikipedia das, was man relevant nennt.

Ist ja auch nicht das Schlechteste, wenn die Leute sich dort über mich schlau machen können, das erspart mir immer viel Erklärarbeit.
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Sind Bestatterrechnungen überzogen?

Sind Bestatterrechnungen überzogen? Zocken Bestatter trauernde Angehörige ab? Ja, das tun sie! Hier erzähle ich die ganze schreckliche Wahrheit.

Natürlich zocken Bestatter trauernde Angehörige ab. Selbstverständlich nutzen Bestatter die Hilflosigkeit älterer und trauernder Menschen schamlos aus.
Sie nennen nur vage Preise, reden die zu erwartende Rechnung anfangs klein, schwatzen den Trauernden unnötige Dienstleistungen und überteuerte Särge auf.
Bestatter schlagen gesetzeswidrig hinterher auf die genannten Preise noch unerwartet die Mehrwertsteuer drauf. Allein dafür, dass sie den Verstorbenen von A nach B und dann nach C bringen, schreiben sie bis zu 2.000 Euro auf.

Ja, das tun sie!
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Experte Peter Wilhelm überprüft Bestatterrechnungen

Seit 1979 habe ich mit Unterbrechungen immer mal wieder in der Bestattungsbranche gearbeitet. Als kaufmännischer Angestellter, als Bestatter und viele Jahre lang mit einem eigenen Bestattungsinstitut mit mehreren Filialen. Danach konzentrierte ich mich auf meine publizistische Tätigkeit und schrieb mein über Jahrzehnte erworbenes Fachwissen hier im Blog und in etlichen Büchern auf. In unterhaltender Art und Weise führte ich die Menschen an die für die meisten recht dunklen und etwas abstoßend wirkenden Themen Tod, Trauer und Bestattung heran.

Aus dieser Tätigkeit, sich mit der Thematik aufklärend, wohlwollend und unterhaltend auseinanderzusetzen, erwuchs auch die Tätigkeit als Sprecher und Experte für Fragen rund um Tod und Bestattung. In vielen Radio- und Fernsehsendungen durfte ich schon zu Gast sein. Ich bilde mir nichts darauf ein und sehe das eher alles mit Demut. Ich komme herum, ich darf dann in schönen Hotels wohnen und werde etwas gebauchpinselt. Das ist doch ganz schön, und ich habe es dem Bestatterweblog und Euch, liebe Freundinnen und Freunde, zu verdanken.
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Bereitschaftsdienst beim Bestatter – Das muss finanziell drin sein

Überall in Deutschland stehen nach Feierabend, an Wochenenden und an Feiertagen Menschen bereit, um Verstorbene abzuholen.
Diese Arbeit ist ein klassischer Notdienst, denn er erfolgt an 365 Tagen im Jahr rundum die Uhr.
Oft genug ist es mit einer bloßen Abholung von Verstorbenen nicht getan. Mitunter müssen Leichname aus schwierigen Situationen geborgen werden.
Die Umstände kann sich jeder selbst ausmalen, wenn man bedenkt, dass sich Menschen auch vor Züge werfen.

Doch was wird diesen Leuten eigentlich bezahlt?

Heute fragt mich ein Bestattungsmitarbeiter, wie er mit seinem Chef verhandeln soll. Dieser möchte, wie die allermeisten Bestatter, nur pro geleistetem Einsatz bezahlen.
Das ist eine sehr einfache Art der Abrechnung und wird deshalb gerne angewendet. Aber es bleibt dabei einiges unberücksichtigt.

So habe ich dem Fragesteller geantwortet:
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Die Dunkelkrank- und Offenheit

Tja, da habe ich also vor ein paar Tagen geschrieben, dass ich krank bin.
Es ist eine Depressionserkrankung. Ich schilderte auch ansatzweise die Auswirkungen.

Dafür habe ich viel Zuspruch erhalten, von Betroffenen und Nichtbetroffenen.
Es gab auch eine Welle der -man muss es schon fast so nennen- Anteilnahme.

So viele liebe und aufmunternde Mails habe ich schon lange nicht mehr bekommen.
Besonders beeindruckt hat mich der Brief von Florian. Da setzt sich jemand hin und schreibt mir einen richtigen Brief per Post.
Ist auch schon lange her, dass ich einen Brief bekommen habe, der nicht in einem grauen Fensterumschlag steckte oder von Conrad-Elektronik kommt.

Florian und natürlich auch viele andere haben mir konkrete Hilfe angeboten, manche hatten gute Ratschläge und Vorschläge zur Therapie.

Vielen, vielen Dank dafür! Ich bin beeindruckt und beschämt.

Doch eins muß ich konkretisieren und genauer darstellen.

Fast alle schreiben, wie sehr sie meinen Mut bewundern, mit dieser Krankheit an die Öffentlichkeit zu gehen.

Das sehe ich vollkommen anders und will gar nicht die Vorbildfunktion einnehmen, die mir einige da zusprechen.
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Zahlen Sie im VORRAUS in Comic Sans

Da schickt mir eine Dame eine Bestatterrechnung zur Prüfung, so wie es 20-30 Menschen jeden Monat tun.
In den meisten Fällen kann ich den Menschen erklären, dass die Rechnung in Ordnung ist. Fragen und Beanstandungen ergeben sich fast immer aus Missverständnissen oder Unwissen bezüglich der Bestatterarbeit.

Oft schmunzele ich auch über die Bestatterkollegen und bin fasziniert von der phantasievollen Gestaltung der Rechnung.
Manchmal ist es auch fremdschämend lustig, wie einige sich ausdrücken oder verrechnen oder einfach sinnlosen Quatsch auf die Rechnung schreiben.

Spaßig fand ich die 10% Mehrwertsteuer, auf einer Rechnung von Ende 2017. Der Bestatter meinte am Telefon: „Läßt sich doch viel einfacher rechnen als 19%.“

Auch diese Formulierungen sind köstlich:
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Bestatter möchte uns das Bild nicht zeigen

Mein Vater ist nach langer qualvoller Krankheit gestorben.
Wir haben ihn die ganze Zeit begleitet.
Der Bestatter hat uns den Vorschlag gemacht: „Wenn Sie ihn nicht mehr sehen wollen, wir machen ihn fertig, machen ein Foto (machen die sowieso immer) und werden Ihnen das Foto dann zeigen.“ Daraufhin haben wir zugestimmt.

Jedenfalls habe ich dann nach einen paar Tagen einen Anruf vom Bestatterinstitut bekommen, dass sie mir das Foto nicht zeigen. Ich frage, weshalb nicht? Es war doch ausgemacht. Da bekam ich die Antwort: „Glauben Sie mir, dass wollen sie nicht sehen, überall kam Flüßigkeit raus, Ihr Vater war auch sehr angeschwollen.“ Dann habe ich gefragt: „Und was haben Sie dann gemacht?“ Und er meinte: „Wir haben ihn sauber gemacht, so gut es geht und gekleidet.“

Und das bedrückt mich. Ich habe so ein Gefühl: Mein Vater war immer für mich da, ist jeden Weg mit mit gegangen, und ich habe es für ihn nicht gemacht.

Du hast Erfahrung, meinst du wirklich dass er so auf dem Bild ausgesehen hat? Oder soll ich noch hinfahren und mir das Bild zeigen lassen.

Ich meine ich habe ein Wort von dem Bestattungsinstitut bekommen, sollte man sein Wort nicht halten? Das hat so einen Beigeschmack, vielleicht waren sie auch in ihrer anderen Arbeit nicht so zuverlässig… ich weiß es nicht, aber das macht mir sehr zu schaffen :(

Vielen Dank für Deine ausführliche Mail.

Aus meiner Sicht ist seitens des Bestatters nichts Schlimmes passiert. Er war vielleicht nicht so einfühlsam, wie man sich das wünschen würde, aber ansonsten hat er seine Arbeit doch gemacht.
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