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Das dicke Ende

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Sinnlos farbwechselnde Ampeln flackern bunte Lichter in den nassen Asphalt. Außer mir sind nur wenige Menschen unterwegs. An der Filiale eines Billigbäckers klappert ein Mann scheppernde Rollwagen über den Gehweg zu seinem Lieferwagen. Ein paar Straßen weiter zieht eine dicke Frau mit Lockenwicklern und Bademantel eine pissende Töle an der Hauswand entlang.

In der Rheinstraße steht eine rauchende Nutte neben ihrem pink beleuchteten Wohnwagen. Mehr als Stehen kann sie wohl auch in diesen hochhackigen Stiefeln nicht. Laufen ausgeschlossen, zumindest über längere Strecken.
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Ausbildung Bestattungsfachkraft – Das darf ja wohl nicht wahr sein

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Leserinnenzuschrift:
Das darf ja wohl nicht wahr sein, daß für eine Ausbildung zum Bestatter junger Menschen mittlere Reife verlangt wird.
Die können ja schon froh sein wenn überhaupt jemand in diesem Ambiente
Dann auch noch Leichen anfasst, die entweder sehr alt, verwundet, excrementveschmiert säubert. Ich fasse es nicht. Denn neben dem Kaufmännischen wird leider auch das verlangt. Für das Kaufmännische ist eh nur meist einer im Büro zuständig, der schon lange dort ist. Den Rest dürfen andere machen, mit mittlerer Reife…….. Oh mann

Es ist schön, dass Du Dich für diesen hochinteressanten Beruf interessierst.
Die empfohlene Schulvoraussetzung ist in der Tat die Realschule. Aber das ist nur eine Regelempfehlung. Bei entsprechend guten Zeugnissen und einer einwandfreien Bewerbung, sowie Erfolg im Bewerbungsgespräch haben auch Hauptschüler die Möglichkeit, eine Lehre als Bestattungsfachkraft zu machen.

Deine Mutmaßung, Bestatter könnte ja froh sein, wenn überhaupt jemand in diesem Ambiente arbeiten möchte, ist falsch. Tatsächlich bewerben sich bis zu vier mal mehr junge Leute, als überhaupt Ausbildungsstellen vorhanden sind. Ganz überwiegend sind das übrigens junge Frauen.
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Die meinen das wirklich ernst: E-Mails werden vom Pastor gesegnet

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Viele haben ja ellenlange und vollkommen unwirksame, überflüssige Disclaimer unter ihren E-Mails stehen. Da steht dann drin, was ich alles nicht machen darf oder machen soll, wenn ich diese E-Mail versehentlich zugesandt bekomme. Einmal abgesehen davon, dass das ja nur die Vorankündigung der eigenen Idiotie darstellt, weil man es ja offensichtlich beim Versand von Mails an der notwendigen Sorgfalt mangeln lässt und brisante Mails auch mal an völlig Unbeteiligte versendet, nerven diese langen Anhängsel. Manchmal sind sie länger als der Inhalt der Mail selbst…

Aber ich benötige so etwas sowieso nicht. Ich mache es so, wie die Herren im obigen Video. Ich segne meine Mails jetzt.

Radiobeitrag: Gestatten, Bestatter

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Mikrokosmos – Gestatten, Bestatter

Leichenwäsche. Blumenschmuck. Trauerrede. So vielseitig wie die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen sind auch die Anforderungen an die Mitarbeiter. Wer sind die Menschen, die sich täglich mit Tod und Trauer beschäftigen?

Von Philipp Schnee www.deutschlandfunk.de, Mikrokosmos – Die Kulturreportage Hören bis: 19.01.2038 04:14

Direkter Link zur Audiodatei

https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2018/06/15/gestatten_bestatter_vom_berufsalltag_mit_tod_und_trauer_dlf_20180615_1915_32ca316b.mp3

Heisst es eigentlich der Blog oder das Blog?

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Die frohe Botschaft: Man kann beides sagen, so wie man der Virus oder das Virus sagen kann. In der Pandemie hat sich die Lesart das Virus deutlich durchgesetzt. Beim Blog hat sich wohl eher der männliche Artikel durchgesetzt. Trotzdem bleibe ich aus Gewohnheit beim sächlichen das. Für mich heißt es das Blog, das Weblog und das Bestatterweblog.

Ich mache das ja jetzt schon so lange und blogge schon länger als es beispielsweise WordPress gibt, dass ich meine Bloganfänge fast in die Anfangszeiten des Internets verorten kann. Und damals sagte man „das“.

Im Amerikanischen ist das einfacher, da ist es einfach „the blog“. Im Deutschen klingt für viele „der Blog“ besser, weil das so ähnlich klingt, wie der Block. Daran sind wir sprachlich einfach besser gewöhnt.
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Letzte Ruhe Blumenbeet – Lass Dich doch kompostieren

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Man hat es ja scherzhaft immer den GRÜNEN zugeordnet: Wenn die mal sterben, lassen sie sich kompostieren. Und wenn es so kommt, wie es kommen könnte… Nun, gerade rechtzeitig hat ein US-amerikanisches Unternehmen ein nicht ganz neues aber neu durchdachtes Bestattungskonzept auf die Beine gestellt. Innerhalb eines überschaubaren Zeitraums von rund 30 Tagen wird der Verstorbene in Komposterde verwandelt:

Letzte Ruhe Blumenbeet

Leichen werden in einen Behälter gelegt …, 2,40 Meter lang, einen Meter hoch und breit. Dazu 300 Kilo Stroh, Holzhackschnitzel, Sprossen. Ein Lüftungssystem schickt die Mikroben im Zusammenspiel mit Wasser und Wärme hinein. Nach nur 30 Tagen ist der Körper kompostiert. … Künstliche Hüftgelenke, Schrauben oder Silikon werden maschinell aussortiert, die Zähne und Knochen gemahlen und zum Kompost gegeben, der noch einmal 30 Tage lang in einem Behälter ruht. Etwa 200 Kilogramm Erde werden dann an die Angehörigen ausgeliefert. Die kann als Dünger dienen. …

Den ganzen Artikel hat die Süddeutsche und zwar genau hier

gefunden von Melancholia

Auf das Bauchgefühl kommt es an – Auswahl des richtigen Bestatters

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Ich bekomme sehr viele Anfragen, in denen es sich um Bestatterkosten dreht. Erst neulich konnte ich einem Stammleser des Bestatterweblogs helfen, einen guten Bestatter zu finden, der die gewünschte Bestattung einer Verwandten um starke 1.000 Euro günstiger anbieten konnte. Aber: Hier kannte ich die Beteiligten und konnte die Empfehlung guten Gewissens aussprechen. Diesen Service kann ich nicht immer anbieten, da auch ich die meisten Bestatter gar nicht kenne.

Preisanfragen per Telefon sind meist sinnlos

Wer auf der Suche nach einem Bestatter ist, läßt sich oft dazu verleiten, einzig und allein nach dem Preis zu schauen. Bestatter kennen solche Anrufe: „Was kostet bei Ihnen eine Feuerbestattung?“ Einmal abgesehen davon, dass eine solche Frage kaum eine vernünftige Antwort hervorrufen wird (sie ist etwa so sinnvoll, als wenn man fragt: „Was kostet ein Auto?“), rufen die Anfrager, egal welchen Preis man nennt, sowieso nie wieder an.
Es ist also vollkommen sinnlos, bei Bestattern so pauschal am Telefon nach Preisen zu fragen.
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