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Knietzsche und der Tod – Buchtipp für Kinder und Erwachsene

Von

(unbezahlte Werbung, einfach weil ich die Bücher großartig finde)

„Manche Leute sagen: Das Leben geht weiter. Das sagen die, weil es irgendwie immer weitergeht, sogar wenn das Leben erlischt.“ So beginnt das Minibuch „Knietzsche und die Trauer“. Knietzsche, der kleinste Philosoph der Welt, ist eine Zeichentrickfigur von Anja von Kampen. Und natürlich beschäftigen sich Philosoph*innen nicht nur mit dem Leben, sondern auch mit dem Tod. Ganz besonders mit dem Tod. Anja von Kampen findet dabei (Sprach-)Bilder, die nicht nur Kindern einleuchten, sondern auch mir als Erwachsene nahegehen. Zum Beispiel die Sache mit dem Trauertier, das bei Menschen einzieht, wenn sie trauern, und das ganz unterschiedlich aussehen kann. Man kann in der Trauer blind für die Außenwelt werden wie ein Maulwurf oder langsam und träge wie eine Schnecke oder aggressiv und wütend wie eine Dschungelkatze. Oder sogar alles zusammen. Aber irgendwann, verspricht Knietzsche, zieht das Trauertier wieder aus. Und er gibt auch Tipps, wie man den Weg dorthin gestalten kann.

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In Indien brennen die Leichen

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In Indien brennen die Leichen der Verstorbenen fast rund um die Uhr. Die unter freiem Himmel in Flussnähe gelegenen Einäscherungsstätten kommen mit der Verbrennung der täglich rund 4.000 Verstorbenen kaum noch nach.

Was sonst eine, für unsere Begriffe recht makabre, aber für hinduistische Vorstellungen feierliche Zeremonie im Beisein von Priestern und der Familie ist, das ist in Corona-Zeiten ein hastig abgehaltenes Ritual geworden. Vielen Familien fehlt es an Geld, um die benötigte Menge Brennholz bezahlen zu können. In manchen Gegenden ist rund um die Krematorien viele Kilometer weit kein Krümel Brennholz mehr aufzutreiben. Die Kremierungsstätten müssen derzeit die 4-fache Zahl an Leichnamen bewältigen.
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Bestattung in Kostümen möglich?

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Hallo Peter,

als Liebhaberin historischer Kostüme und Gewänder würde ich mich nun später gerne auch
in einem solchen bestatten lassen.

es geht mir bei meiner Frage weniger um die Vorschriftsmäßigkeit der Materialien von Kleid und Beiwerk. Hier werden sicher Kompromisse nötig sein.

Doch sind historische Kleider teilweise recht steif gefertigt und der Rockteil natürlich sehr weit.

Wäre es trotzdem möglich, der Verstorbenen das gewünschte Kleid ordentlich und vollständig anzuziehen einschl. dem ausladenden Kragen/Halskrause welcher damals dazu gehörte und danach, auch zur Aufbahrung, in einen normalen Sarg zu betten.
Oder müssten auch hier Abstriche gemacht werden
danke 🙂

und herzliche Grüße
H.

Einmal abgesehen von LARP-Fans, Cosplay-Freunden und Fans der Karnevalskultur gibt und gab es schon immer Leute, die in einer berufstypischen Tracht oder einer Uniform beigesetzt werden und wurden. Das ist also zunächst einmal überhaupt kein ungewöhnlicher Wunsch oder Gedanke.
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Was brauchen Angehörige von Sterbenden?

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„Sie liegt da drüben. Klingeln Sie einfach, wenn Sie gehen.“ Das sind die ersten Worte, die ich von Lina Eckert höre. Und auch die einzigen. Ich komme heute zum ersten Mal zu ihr nach Hause. Ihre Schwester Elsbeth liegt im Sterben. Lina und Elsbeth sind ledig, „alte Jungfern“ hätte man früher gesagt. Und sie leben seit Jahrzehnten in zwei kleinen Doppelhaushälften nebeneinander. Die Treppe führt zu zwei identischen Türen, hinter denen die beiden Schwestern wohnen. Ich klingle bei Elsbeth, so wurde es mir am Telefon gesagt. Lina öffnet mir, weist mir das Wohnzimmer, in dem Elsbeth im Pflegebett liegt, und verschwindet durch eine Tür, die die beiden Wohnungen miteinander verbindet. Da stehe ich nun und bin ein bisschen verwirrt. Weiterlesen

Phantasievolle Rechnungen der Bestatter

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Im Moment landen jede Woche rund 20 bis 30 Bestatterrechnungen auf meinem Schreibtisch. Die Hinterbliebenen, die sie einsenden, sind mit diesen Rechnungen überfordert oder fühlen sich übervorteilt.

Was mir auffällt: So viele Reklamationen wie momentan gab es noch nie; und die meisten Reklamationen sind nachvollziehbar.
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Apollo-11-Astronaut Michael Collins gestorben

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Der dritte Mann neben Neil Armstrong und Buzz Aldrin

Der an der ersten Mondlandemission Apollo 11 beteiligte US-Astronaut Michael Collins ist tot. Collins starb im Alter von 90 Jahren an den Folgen einer Krebserkrankung, wie seine Familie bekannt gab. US-Präsident Biden würdigte die Verdienste des Astronauten, der Raumfahrtgeschichte geschrieben habe.
Während seine Kollegen Neil Armstrong und Buzz Aldrin 1969 die Oberfläche des Erdtrabanten besuchten, umkreiste Michael Collins im Mutterschiff den Mond. Er wurde deshalb auch oft „der vergessene Astronaut“ genannt.

Was sollen denn die Nachbarn denken?

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„Mit was für einem Auto kommen Sie denn?“ Annalena Karlbacher ist skeptisch. Sie hat sich an den Hospizverein gewandt, weil ihre alte Mutter vermutlich bald sterben wird und sie zwischendurch mal eine Pause von der Pflege braucht. Allerdings: Die Nachbarn sollen das nicht wissen. Als sie hört, dass die Hospizbegleiter*innen mit ihren Privatautos kommen, also ohne Aufschrift, ist sie beruhigt. „Sonst hätten Sie mindestens drei Straßen weiter parken müssen, wissen Sie! Sonst spricht sich das hier sofort rum!“

Dieses Rumsprechen und Tratschen ist leider hier auf dem fränkischen Dorf durchaus ein Problem, jedenfalls für manche. Je ländlicher es wird, umso mehr Menschen sind noch der Meinung, dass Alte und Kranke gefälligst von der Tochter oder Schwiegertochter gepflegt werden sollten. Wenn das nicht gemacht wird oder man sich Hilfe dazuholt, kann das schon mal als Faulheit oder Unfähigkeit ausgelegt werden. Eine furchtbare und hoffentlich bald aussterbende Einstellung, die viele Erleichterungen für Pflegende und Pflegebedürftige verhindert. Trotzdem, momentan ist es noch so und leider musste ich vor Kurzem an mir selbst bemerken, wie schnell man auf die falsche Fährte kommen kann. Weiterlesen

Willi Herren gestorben

Von

Schauspieler und Schlagersänger Willi Herren ist tot

Bekannt wurde Herren in der Rolle des Oliver Klatt in der
„Lindenstraße“, später war er in Reality-Formaten zu sehen. Im Alter von
45 Jahren ist er gestorben.

Der Schauspieler und Schlagersänger Willi Herren ist tot. Das
bestätigten sein Management und die Kölner Polizei. Der 45-Jährige sei
tot in seiner Wohnung im Kölner Stadtteil Mülheim gefunden worden, sagte
eine Polizeisprecherin. Es liefen Ermittlungen zu den Todesumständen.
Zuvor hatte die Bild-Zeitung berichtet. Herren hinterlässt seine
Ehefrau, die Schlagersängerin Jasmin Herren, sowie zwei Kinder.


Henning