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Radiobeitrag: Gestatten, Bestatter

Von

Mikrokosmos – Gestatten, Bestatter

Leichenwäsche. Blumenschmuck. Trauerrede. So vielseitig wie die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen sind auch die Anforderungen an die Mitarbeiter. Wer sind die Menschen, die sich täglich mit Tod und Trauer beschäftigen?

Von Philipp Schnee www.deutschlandfunk.de, Mikrokosmos – Die Kulturreportage Hören bis: 19.01.2038 04:14

Direkter Link zur Audiodatei

https://podcast-mp3.dradio.de/podcast/2018/06/15/gestatten_bestatter_vom_berufsalltag_mit_tod_und_trauer_dlf_20180615_1915_32ca316b.mp3

Heisst es eigentlich der Blog oder das Blog?

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Die frohe Botschaft: Man kann beides sagen, so wie man der Virus oder das Virus sagen kann. In der Pandemie hat sich die Lesart das Virus deutlich durchgesetzt. Beim Blog hat sich wohl eher der männliche Artikel durchgesetzt. Trotzdem bleibe ich aus Gewohnheit beim sächlichen das. Für mich heißt es das Blog, das Weblog und das Bestatterweblog.

Ich mache das ja jetzt schon so lange und blogge schon länger als es beispielsweise WordPress gibt, dass ich meine Bloganfänge fast in die Anfangszeiten des Internets verorten kann. Und damals sagte man „das“.

Im Amerikanischen ist das einfacher, da ist es einfach „the blog“. Im Deutschen klingt für viele „der Blog“ besser, weil das so ähnlich klingt, wie der Block. Daran sind wir sprachlich einfach besser gewöhnt.
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Letzte Ruhe Blumenbeet – Lass Dich doch kompostieren

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Man hat es ja scherzhaft immer den GRÜNEN zugeordnet: Wenn die mal sterben, lassen sie sich kompostieren. Und wenn es so kommt, wie es kommen könnte… Nun, gerade rechtzeitig hat ein US-amerikanisches Unternehmen ein nicht ganz neues aber neu durchdachtes Bestattungskonzept auf die Beine gestellt. Innerhalb eines überschaubaren Zeitraums von rund 30 Tagen wird der Verstorbene in Komposterde verwandelt:

Letzte Ruhe Blumenbeet

Leichen werden in einen Behälter gelegt …, 2,40 Meter lang, einen Meter hoch und breit. Dazu 300 Kilo Stroh, Holzhackschnitzel, Sprossen. Ein Lüftungssystem schickt die Mikroben im Zusammenspiel mit Wasser und Wärme hinein. Nach nur 30 Tagen ist der Körper kompostiert. … Künstliche Hüftgelenke, Schrauben oder Silikon werden maschinell aussortiert, die Zähne und Knochen gemahlen und zum Kompost gegeben, der noch einmal 30 Tage lang in einem Behälter ruht. Etwa 200 Kilogramm Erde werden dann an die Angehörigen ausgeliefert. Die kann als Dünger dienen. …

Den ganzen Artikel hat die Süddeutsche und zwar genau hier

gefunden von Melancholia

Auf das Bauchgefühl kommt es an – Auswahl des richtigen Bestatters

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Ich bekomme sehr viele Anfragen, in denen es sich um Bestatterkosten dreht. Erst neulich konnte ich einem Stammleser des Bestatterweblogs helfen, einen guten Bestatter zu finden, der die gewünschte Bestattung einer Verwandten um starke 1.000 Euro günstiger anbieten konnte. Aber: Hier kannte ich die Beteiligten und konnte die Empfehlung guten Gewissens aussprechen. Diesen Service kann ich nicht immer anbieten, da auch ich die meisten Bestatter gar nicht kenne.

Preisanfragen per Telefon sind meist sinnlos

Wer auf der Suche nach einem Bestatter ist, läßt sich oft dazu verleiten, einzig und allein nach dem Preis zu schauen. Bestatter kennen solche Anrufe: „Was kostet bei Ihnen eine Feuerbestattung?“ Einmal abgesehen davon, dass eine solche Frage kaum eine vernünftige Antwort hervorrufen wird (sie ist etwa so sinnvoll, als wenn man fragt: „Was kostet ein Auto?“), rufen die Anfrager, egal welchen Preis man nennt, sowieso nie wieder an.
Es ist also vollkommen sinnlos, bei Bestattern so pauschal am Telefon nach Preisen zu fragen.
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Knietzsche und der Tod – Buchtipp für Kinder und Erwachsene

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(unbezahlte Werbung, einfach weil ich die Bücher großartig finde)

„Manche Leute sagen: Das Leben geht weiter. Das sagen die, weil es irgendwie immer weitergeht, sogar wenn das Leben erlischt.“ So beginnt das Minibuch „Knietzsche und die Trauer“. Knietzsche, der kleinste Philosoph der Welt, ist eine Zeichentrickfigur von Anja von Kampen. Und natürlich beschäftigen sich Philosoph*innen nicht nur mit dem Leben, sondern auch mit dem Tod. Ganz besonders mit dem Tod. Anja von Kampen findet dabei (Sprach-)Bilder, die nicht nur Kindern einleuchten, sondern auch mir als Erwachsene nahegehen. Zum Beispiel die Sache mit dem Trauertier, das bei Menschen einzieht, wenn sie trauern, und das ganz unterschiedlich aussehen kann. Man kann in der Trauer blind für die Außenwelt werden wie ein Maulwurf oder langsam und träge wie eine Schnecke oder aggressiv und wütend wie eine Dschungelkatze. Oder sogar alles zusammen. Aber irgendwann, verspricht Knietzsche, zieht das Trauertier wieder aus. Und er gibt auch Tipps, wie man den Weg dorthin gestalten kann.

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In Indien brennen die Leichen

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In Indien brennen die Leichen der Verstorbenen fast rund um die Uhr. Die unter freiem Himmel in Flussnähe gelegenen Einäscherungsstätten kommen mit der Verbrennung der täglich rund 4.000 Verstorbenen kaum noch nach.

Was sonst eine, für unsere Begriffe recht makabre, aber für hinduistische Vorstellungen feierliche Zeremonie im Beisein von Priestern und der Familie ist, das ist in Corona-Zeiten ein hastig abgehaltenes Ritual geworden. Vielen Familien fehlt es an Geld, um die benötigte Menge Brennholz bezahlen zu können. In manchen Gegenden ist rund um die Krematorien viele Kilometer weit kein Krümel Brennholz mehr aufzutreiben. Die Kremierungsstätten müssen derzeit die 4-fache Zahl an Leichnamen bewältigen.
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Bestattung in Kostümen möglich?

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Hallo Peter,

als Liebhaberin historischer Kostüme und Gewänder würde ich mich nun später gerne auch
in einem solchen bestatten lassen.

es geht mir bei meiner Frage weniger um die Vorschriftsmäßigkeit der Materialien von Kleid und Beiwerk. Hier werden sicher Kompromisse nötig sein.

Doch sind historische Kleider teilweise recht steif gefertigt und der Rockteil natürlich sehr weit.

Wäre es trotzdem möglich, der Verstorbenen das gewünschte Kleid ordentlich und vollständig anzuziehen einschl. dem ausladenden Kragen/Halskrause welcher damals dazu gehörte und danach, auch zur Aufbahrung, in einen normalen Sarg zu betten.
Oder müssten auch hier Abstriche gemacht werden
danke 🙂

und herzliche Grüße
H.

Einmal abgesehen von LARP-Fans, Cosplay-Freunden und Fans der Karnevalskultur gibt und gab es schon immer Leute, die in einer berufstypischen Tracht oder einer Uniform beigesetzt werden und wurden. Das ist also zunächst einmal überhaupt kein ungewöhnlicher Wunsch oder Gedanke.
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