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735,60 Euro Abmahngebür verlangt Herr Krenzke bzw. sein Anwalt

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Wegen dieser blöden Geschichte soll ich nun 735,60 Euro zahlen. Streitwert 8.000 Euro. 180 Euro möchte der Urheberrechtsverletzte als Schadensersatz und 555,60 Euro wollen seine Anwälte noch obendrauf.
Und ganz sofort, schnell und bald wollen sie das Geld, sonst könne man sich das ja mit der Höhe des Streitwertes noch überlegen und flugs auch noch den doppelten Schadenersatz verlangen.

Wo nehme ich bitteschön jetzt auf die Huschen fast 800 Ocken her.

Scheißkackabmahnerei!


Veröffentlicht von

Hier veröffentlicht der Publizist Peter Wilhelm Informationen und Geschichten rund um den Bestatterberuf.
Mehr über den an Allerheiligen geborenen Autor finden Sie u.a. hier und hier.
Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Texte rein zur Unterhaltung. Keine Rechts-, Steuer- oder Medizinberatung!


    



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Peter Wilhelm 7. Januar 2015

49 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Zuallererst den eigenen Anwalt bzw. einen auf Abmahnungen spezialisierten Anwalt zu Rate ziehen. Das hättest du von Anfang an machen sollen. Wenn „man“ gleich mit der dicken Keule ranklotzt, hilft nichts anderes. Auf keinen Fall eine eventuell beigelegte Unterlassungserklärung unterschreiben und zurückschicken, es empfiehlt sich immer, eine modifizierte durch einen Anwalt zurückschicken lassen. Auf keinen Fall den gegnerischen Anwalt kontaktieren oder gar deren Klient.

    gruß, Frank

  2. Als Forenbetreiberin bin ich schon 5x abgemahnt worden… wegen angeblich verleumderischen Beiträge meiner User…

    Was Frank schreibt ist vollkommen richtig. Nichts unterschreiben und nehm dir einen Anwalt.

    Meine Anwältin hat sich jedesmal mit der gegnerischen Partei außergerichtlich einigen können… Bisherige Kosten ür mich: 290 Euro. Hätte ich alles bezahlt, was die gegnerischen Anwälte verlangt hatten, käme ich auf über 2000 Euro.

    Viel Glück!

  3. Verzeiht wenn ich das mal so direkt nun sage…

    Herr Krenzke, für mich sind Sie EIN BRABALUNDIWATSCH (sich gepflegt ausdrückt heute mal).

    (vom Undertaker redigiert.)

  4. Wie bemisst sich denn bitte die Höhe dieses Streitwertes, dass man den eben mal so einfache erhöhen könnte? Bestimmt der Autor selbst frei Schnauze wieviel sein Text wert ist oder wie?

  5. Für alle, die meinen, ich hätte das jetzt alles einfach so irgendwie gemacht.

    1. Fachanwalt eingeschaltet.
    2. modifizierte Unterlassungserklärung abgegeben.
    3. Kostennote kassiert.

    Mein Anwalt ist nicht das Problem. Und natürlich kennt er sich aus und weiß Bescheid, was zu tun ist. Aber in diesem Fall kann der auch keine Wunder wirken. Die Sachlage ist eindeutig.
    Dieser Herr Krenzke ist auch Autor, schreibt Kolumnen und Bücher und hin und wieder scheinen einzelne seiner Texte in Form von Spaßmails auf die Reise durch das Web zu gehen.
    Der Absender ist entweder irgendein Arbeitskollege oder ein guter Freund und an den natürlich zu Dutzenden in den weitergeleiteten Mails vorhandenen Weiterleitungsadressen und Verteilern kann man erkennen, daß diese Mail schon durch tausend Hände und Rechner gegangen ist.
    Man hält diese Geschichte z.B. für einen gut erzählten langen Witz.

    Oder es ist so wie bei mir, daß sich jemand meldet und so tut als sei diese Geschichte von ihm und „doch ganz gut fürs Blog geeignet“. Ja und in beiden Fällen mag man sich nichts Böses denken und gibt die Geschichte zur Unterhaltung seiner Leser wieder.
    Damit ist das Kind dann in den Brunnen gefallen.

    Mittlerweile habe ich auch Kontakt zu anderen Betroffenen. Der Autor läßt sich da auf nichts ein, man erwartet Zahlung binnen… blabla.

    Also, da ist ein Anwalt eingeschaltet und wenn sich die Gegenseite auf nichts einlässt, könnte ich mich auf eine Klage einrichten.

    Leute, ich bin seit den Zeiten des Fido-Netzes in den Netzen unterwegs und habe schon in den späten 70ern an den BTX-Feldversuchen teilgenommen. Ich weiß, wie man sich da verhält.
    Trotzdem natürlich danke, dass Ihr Euch solche Gedanken macht.

    Ist doch aber ärgerlich, oder?
    Was mich am meisten ärgert, ist die Tatsache, daß ich mich so habe an der Nase herumführen lassen. Ich versuche sonst alles zweimal oder dreimal zu checken.

    Grrrrrrrrrrrr…….

  6. Lieber Tom,

    ich würde einfach die Emails von solchen Einsendungen in Zukunft gründlich archivieren, damit dud ann die Kostennote entsprechend weiterreichen kannst… Ist ja wirklich n Frechheit von dem User….

  7. Das sind die Autoren, die mit Abmahnungen mehr verdienen als mit ihrem Büchern…

    Aber… „Frank geht ran“ ist auch abgemahnt worden, schwacher Trost, wenn überhaupt. Also ein Typ, der eine Nummer eingerichtet hat, die man angeben kann, wenn man von Anrufen nicht belästigt werden will oder die Frauen auch gerne weitergeben können, wenn irgendwelche Kerle viel zu hartnäckig unbeding die Nummer haben wollen. Mit einer freundlichen Ansage wird darauf hingewiesen, das keine telefonische Belästigung erwünscht ist.

    Nun hat irgendwer bei Ebay Autos mit der Nummer verkaufen wollen – und obwohl es dicke Telefonbücher voller Namen und Nummern gibt, ist er abgemahnt worden und darf in etwa das Gleiche blechen.

  8. Gute Geschäftsidee, wenn es als Autor vielleicht mal nicht mehr so wirklich toll läuft.

    Die Geschichten ein bischen „unabsichtlich“ streuen, und schaun, wo sie wieder „geklaut“ auftauchen.

    Und ein mehr oder weniger befreundeter Anwalt, mit dem …
    … findet sich auch allenthalben.

  9. Mensch, ich ärger mich richtig mit dir, Tom! Blöd, dass man nicht mal mehr glauben kann, wenn jemand sagt „das ist von mir“. Noch blöder, wenn mans nicht nachweisen kann. Und richtig blöd, wenn das dann auch noch so ne Stange Geld kosten soll!!

    Augen zu und zahlen, sonst wird der Ärger nur noch größer….

  10. Jetzt ‚mal von irgendwelchen Verdächtigungen abgesehen, auf welchen verschlungenen Pfaden und auf wessen Betreiben dieser Text letztendlich bei Dir gelandet ist, würde ich das ganze ja auch unter „dumm gelaufen“ abhaken.
    Aber was mich unglaublich ärgert (und als direkt Betroffener noch viel mehr ärgern würde), ist dieses krasse Missverhältnis zwischen dem geforderten Schadenersatz und den Anwaltsgebühren.

  11. Grummel
    Der Autor sollte sich jetzt bloß nicht einbilden, seine paar Zeilen wären mehrere hundert Euro wert…nuja notfalls gerichtlich einigen auf nen kleinen Betrag, aber trotzdem suuuper ärgerlich, da denkt man ein mal es ist schon alles ok…..

  12. 180 Euro? Da muss ein freier Autor normalerweise so 8000 Zeichen = rund 2 Din-A-4-Seiten für schreiben, wenn es um eine niedrige bis mittlere fünfstellige Zahl an Offline-Lesern geht. Wenn der Artikel dann online erscheint, gibt es auch nichts extra. Und dann möchte er 180 für einen Beitrag in einem Blog? Wow.

  13. Was ist eigendlich mit dem Ar…mleuchter der dir das Eingebrockt hat? Das steht in keiner Relation. Und wenn der selber Blogs schreibt der Autor mein i sollte er das kennen. Das klingt schon nach geplant um Geld raus zu schinden. Wenn man bedenkt wie lieb du warst mit der Tafel Schokolade. So kann man es schließlich auch machen. Ich tätgern noch sooo viel schreiben aber dann wirds auch wieder teuer … für uns beide.

  14. Tja, ich kann da leider nur einen altbekannten Witz mal modifizieren:

    „Was ist ein probeliegender Anwalt, wenn Manni mit dem frisch geladenen Accuschrauber daneben steht?“

    Rüchtüschhh – Ein guter Anfang 😉

    Mitgefühl,
    Draalo

  15. Ich schaue seit Jahren nahezu täglich auf Toms Seite vorbei, auch wenn ich mich selten und unter verschiedenen Pseudonymen zu Wort melde. Wahrscheinlich habe ich keinen einzigen Artikel verpasst. Wenige davon sind belanglos, manche nützlich oder interessant, viele unterhaltsam und voller Wortwitz.

    Zumindest mit einer Kleinigkeit will ich mich heute revanchieren: Toms Kaffeekasse ist um 5€ voller, dank Paypal ohne großen Aufwand. Der Link steht in der rechten Spalte.

    Wenn sich mir noch 146 weitere stille oder nicht-so-stille Mitleser anschließen, dann hat Tom die Kosten für die Abmahnung wieder drin. Kommt Leute, einmalig 5€ sind zu verschmerzen. Und 146 zufriedene Leser sollten wir doch zusammenbekommen, oder?

  16. Da hat der gute Herr Krenzke richtig tief in die Sc…braune Masse gegriffen. Hätte er es wie Tom dabei belassen, einmal freundlich um Entfernung des Artikels und eine Tafel Schokolade zu bitten, wäre dies eine positive Publicity, vielleicht hätte es sogar Leser motiviert, eins seiner Bücher zu kaufen. So aber bleibt ein etwas bitterer Beigeschmack als abmahnwütiger Schreiberling, dessen Werke man in der Buchhandlung lieber im Regal liegen lässt.

    Was wäre die Welt ohne Anwälte? Ein besserer, friedlicherer Ort, da bin ich mir ganz sicher.

  17. Öhm, hab ma gegoogelt, es geht so weit ich das gesehen habe nur um Magdeburg und wen interessiert das wenn man nicht aus Magdeburg kommt? Ich kenn die Stadt und es interessiert mich null. Gut vielleicht hätte sich sonst mal jemand für interessiert … Aber er schaut scho so verbissen und Professorenmäßig aus. Hätte er was Anständiges gelernt und könnte davon leben könnte er auf das Geld verzichten, so muss er wohl andere verklagen. Ich finde es auch interessant das seine Anwälte mehr als das Doppelte obendrauf wohlen wie der Autor selbst. Wir schimpfen alle über den Autor der zwar alles eingerührt hat als mal über seinen Schatten zu springen, aber letztendlich sind die Anwälte noch viel schlimmer. Und was ich auch traurig finde, obwohl ich den „Stein des Anstoßes“ (o misst schon wieder ein Zitat von wem stammt es bloß?) gelesen habe. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern worum es ging. Auch traurig für den Autoren das man sich so an ihn erinnert. *lach* Wenn man ihn googelt kommt zuerst das Bestatterweblog. … Da fällt mir ein du änderst doch immer alles Namen und so… in diesem Fall auch? Dann sollten wir nämlich ganz schnell Abbitte leisten.

  18. ups *rot wer* habs doch nicht gelesen, hab grad no ma im Archiv geschaut wie das angefangen hat. mmm Dann kann ich mich natürlich auch nicht daran erinnern.

  19. 10 EUR in die Paypal-Kaffeetasse. Als Dauerleser und Wenig-Kommentierer finde ich es unerträglich, wie sich mit meist wertlosem Geistes- und Gedankengut via Abmahnung das Säckel gefüllt wird.

  20. Wie heißt es immer so schön (oder in diesem Fall schlecht), füher oder später bekommen wir jeden.
    Ich vermute mal, dass sich an diesem Beschiss unfähiger Anwälte solange nichts ändert, wie auch der Staat indirekt über Steuern dran verdient.
    Die wären ja schön blöd wenn sie das ändern würden.
    Und Gespräche über Änderungen gab es auch schon in anderen Bereichen.
    Oft war das Ergebnis eventuell ein geändertes Gesetz, welches aber nicht wirklich angewendet wurde/wird. 🙁
    Seht es mal positiv.
    Wovon sollen denn die nutzlosen, unfähigen Anwälte sonst leben?
    So fühlen sie sich wenigstens auch mal groß und reich werden sie dadurch auch noch.
    Das ganze I-Net ist leider voll von denen. 🙁

  21. Naja, ist jetzt nur die Frage was sich eher lohnt… Einfach zahlen, oder hoffen das vorm Gericht der Streitwert niedriger angesetzt wird. Find das Honorar auch unverschämt… für nen paar Briefe die die Anwaltsgehilfin getippt hat.

    Aber wie heisst es so schön:
    Auf hoher See und vor Gericht bist du in Gottes Hand.

    Würde einfach dem rat meines Anwaltes vertrauen… bzw. abklären ob die Rechtschutz einem bei sowas beisteht… sollte diese einem den Rücken stärken, würde ich es auf einen Versuch ankommen lassen die kosten zu drücken…

  22. Schade, schade, schade, dass Du die Email vom ihm nicht mehr hast, als er Dir seine Geschichte anbot zum Veröffentlichen! So eine Saubande, dreckate!

  23. Gab’s da nicht mal was mit „Deckelung von Abmahnkosten in einfach gelagerten Fällen“?
    Das dürfte doch wohl als solcher durchgehen. Oder ist das schon wieder gekippt?

  24. Das ist eine ganz schwierige Geschichte, aber einfach so gegen Abmahner motzen ist auch ein bischen kurz gedacht. Egal ob man etwas kostenlos ins Internet stellt oder davon lebt, man muss sich immer damit auseinandersetzen, dass es geklaut wird, verändert wird, unter anderen Namen veröffentlicht wird, der Erfolg (sei es finanziell oder einfach der Bekanntheitsgrad) gemindert wird. Die Kostenlos-Mitnahme-Mentalität im Internet ist schon ziemlich krass. Schreibt man als Rechteinhaber dann jemanden höflich an, weil man davon ausgeht er weiß es einfach nicht wird man zu 90% dumm angemacht, ins lächerliche gezogen oder sogar beschimpft. Man bekommt eher zurück, man sei ein dummer Korinthenkacker und habe mal gar nix zu piepen als dass eine Zeile zurückkommt: sorry, wusste ich nicht, ich verlinke die Quelle und danke, dass du dich per Mail meldest und nicht gleich einen Anwalt einschaltest.

    Kennt jemand noch die Geschichte von Marions Kochbuch? Die Frau hat es auch irgendwann aufgegeben die Leute selber anzuschreiben und lässt ohne Vorwarnung Anwaltspost verschicken.

    Nun ist das bei Tom ganz ganz blöde gelaufen und eigentlich eher eine Art unvermeidbarer Unfall als ein Abmahngrund. Den Streitwert würde ich auf jeden Fall genau unter die Lupe nehmen lassen, der Trick den über 5.000 Euro zu hieven ist beliebt. Erstens berechnen sich die Anwaltskosten auf der Grundlage und zweitens ist dann das Landgericht als Instanz zuständig und nicht mehr das Amtsgericht.

    Ärger Dich nicht so doll Tom, das ist echt einfach dumm gelaufen.

  25. Tinchen hat Recht.
    So ähnlich sehe ich das auch. Was mir von anderen schon alles an Entschuldigungen zugemutet wurde, weil sie meinen, sie könnten sich einfach an meinen Texten bedienen.
    Daß jemand irgendwas von mir gut findet und es einfach auch mal in seinem Blog veröffentlicht, damit kann ich leben, selbst wenn auch das schon eine Urheberrechtsverletzung ist.
    Wenn aber jemand hingeht und noch kackfrech (wie schon mal bei RP-Online) seinen eigenen Namen drunterschreibt, um sich mit meinen Federn zu schmücken, das sehe ich schon kritischer.

    Aber ich will mich ja gar nicht mit Andreas Krenzkes Federn schmücken. Ich will gar keinen seiner Texte veröffentlichen und ich will auch weiter mit ihm nichts zu tun haben.
    Diese Geschichte, die mir zugespielt worden ist, hielt ich für einen gut und lang erzählten Witz, den der Einsender damals selbst formuliert hat und mir zur Verfügung stellte.

    Daß Leute in ihren Zuschriften an mich drunterschreiben, daß ich bitte ihren Namen nicht veröffentlichen soll, das ist nichts Ungewöhnliches. Ich berichte hier einseits aus meiner Zeit als Bestatter und bin der Meinung, daß tiefe persönliche Trauer nicht der Anlass sein sollte, um hier namentlich bloßgestellt zu werden.
    Daher steht dann oft bloß S. oder nur der Vorname unter den Zuschriften.
    Auch spaßige Geschichten kommen oft mit der Bitte um anonyme Veröffentlichung, ebenso wie Links, Filmchen, Bilder usw.
    Hier lesen Beamte, Staatsanwälte, Richter, kurzum jede Menge Leute mit, die das offenbar während der Dienstzeit tun und natürlich nicht möchten, daß unter einem spaßigen Foto druntersteht: „Eingesandt von Jens Watzbumski, Beamter des Sozialamtes Hagenblock“.
    (Um es mal überspitzt darzustellen.)

    Ich habe den Text als Spaßmail mit einem jener vielen lustigen Texte, die durchs Netz und die Mails geistern, gesehen und mir überhaupt nichts dabei gedacht als ich ihn veröffentlichte.

    Ja, mein Fehler, alles klar, da stehe ich ja auch zu.
    Und daß Herr Krenzke versucht, sein Werk zu schützen, das ist nicht nur sein gutes Recht, sondern das tue ich auch.

    Nur, nachdem ich ihm habe mitteilen lassen, wie die Umstände waren und das meinerseits auch keine Bereicherung erfolgt ist und die ganze Sache auf einem Irrtum, Missverständnis oder wie auch immer beruht, da hätte es gereicht, wenn man gesagt hätte, okay, zahle diese mögliche niedrige Anwaltsgebühr von 100 Euro und schicke mir ne Kiste Sekt, oder so.

    Aber es erfolgt überhaupt keine Reaktion im Sinne von fairem Umgang miteinander, sondern nur die doch recht vorgefertigten Automatenabmahnschreiben (so sieht es für mich wenigstens aus).

    Das nährt in mir den Eindruck, als ob es hier nicht in erster Linie um die Wahrung von Autorenrechten geht, sondern um das schnelle Mobilmachen von Geld.

  26. Lieber Tom,

    als ich Dir vor einem Jahr wegen unseres Sebastian geschrieben habe und Du mir die Spende einer Deiner weiblichen Fans in Höhe von 100 Euro weitergeleitet hast, ohne ein weiteres Wort, da habe ich so ein schlechtes Gewissen gehabt und Dir dann nicht mal mehr geantwortet.
    Aber jetzt würde ich mich gerne erkenntlich zeigen. Du weisst noch die Geschichte von damals? Mit meiner Betreuung?
    Ich kann keine 100 Euro aufbringen aber ein 10 Euro-Schein im Umschlag wird es auch tun.

    Nochmals danke und steh das hier durch!

    J.

  27. Es ist so schade, dass solche Aktionen einen Schatten auf das Vertrauen zwischen Blogger und Lesern wirft.
    Was da für die Zukunft helfen könnte, wäre etwas, das auch die Prüfer von Dimplom- oder Doktorarbeiten (zumindest theoretisch 😉 ) durchführen: einfach mal willkürlich ein paar Zeilen des Textes in die Suchmaschine seines Vertrauens eingeben und gucken, was die dazu so ausspuckt..

  28. Herr Magdeburg Krenzke, es tut mir Leid das ich sie in Verdacht hatte. Anscheinend sind sie viel Erfolgreicher und Besser als der andere „Herr“ da sie in Google viel weiter oben stehn.

  29. Jetzt mal so ganz generell, dass man als Betreiber gewisse Pflichten hat und ggf. Zusendungen prüfen muss ist klar. Wie sieht das rechtlich aber aus, wenn Du einen Text zugeschickt bekommst, die Urheberschaft prüfst indem Du google bemühst und feststellst, dass der „Witz“ oder die „Geschichte“ tausendfach und womöglich in verschiedensten Abwandlungen und Varianten in Blogkommentaren, Foren, Facebookseiten unterwegs ist. Spätestens wenn Google mit Treffern dicht ist lässt sich der eigentliche Urheber nicht mehr feststellen.

    Die Frage ist: inwieweit wäre eine Prüfung der Urheberschaft in einem Fall wie diesem überhaupt zumutbar? Ist man als Blogbetreiber überhaupt verpflichtet bei Zusendungen vorsichtshalber immer einen Urheberrechtsverstoß anzunehmen und nach dem wahren Urheber zu suchen? Wie umfangreich muss die Recherche ausfallen? Liegt in diesem Fall überhaupt eine Urheberrechtsverletzung vor, wenn ohne Vorsatz lediglich nicht der korrekte Urheber angegeben wird, Du als Betreiber hast Dir den Text ja nicht zueigen gemacht.

    Ich fände ja für viele Betreiber spannend, was ein Fachanwalt dazu sagt und wie ggf. ein Gericht entscheiden würde. Wenn ich darüber nachdenke steht das vielleicht gar nicht auf so ganz klaren Füßen wo die Reise im Falle einer Verhandlung da hingehen würde? Den Streitwert würde ein Gericht einkassieren, also senken schätze ich.

  30. Die Geschichte habe ich mir jetzt mal komplett durch gelesen und ohne jemand irgendwas unterstellen zu wollen, hat das Methode. Ähnliches ist mir vor Jahren auch schon passiert. Eine Mail kam an mit einem Link zu einer Foto Homepage. Inhalt: Ich könne alles was mir gefällt kopieren auf meiner Seite veröffentlichen. Wie bitte??? Hab ich nicht getan, da ich 1. immer generell misstrauisch bin bei solchen (dubiosen) Angeboten und 2. selber so viel fotografiere, dass ich nicht auf fremde Bilder angewiesen bin. Vielleicht hat sich dann ja jemand fürchterlich geärgert, dass ich ihm nicht auf den Leim ging und ich ihm nicht seinen Lebensunterhalt finanziert habe.

  31. Also mir sagt die Logik, wenn der Mann 180 Euro Schadensersatz haben will, dann liegt der Streitwert bei 180 Euro.
    Kann ich ja auch sagen, du hast mir’n Kratzer in die Autotür gemacht, kostet 300 Euro Lackierer, und der Streitwert liegt bei 45000 Euro, weil das der Neupreis des Autos ist… nur so funktioniert das in der Regel nicht.

    Bloß bei 180 Euro Streitwert wird die Sache für den Anwalt auch uninteressant.

  32. @wolfram
    Das sagt die Logik, aber leider nicht die Gerichte. Der hier angesetzte Streitwert erscheint zwar willkürlich würde aber vermutlich vor Gericht Bestand haben. Allenfalls könnte man fragen ob, die Abmahnung evtl. rechtmissbräuchlich sein könnte. Aber dies nicht wg. der Höhe des Streitwertes, sondern wenn man aus der Gesamtschau (Anzhal der Abgemahnten, immer nach festem Schema, Verdacht, dass der Text evtl. für diesen Zweck in Umlauf gebracht wurde ect.) davon ausgehen könnte, dass die Aktion nur oder überwiegend den Zweck der Einnahmeerzielung hatte. Der Beweis dürfte schwierig zu führen sein, selbst wenn sich der Verdacht aufdrängen sollte.

    Und Streitwert und Höhe der Schadensersatzforderung haben auch nicht unbedingt etwas miteinander zu tun.

  33. Ich hätte auch gerne die Bankverbindung für die Abmahn-Kasse. Als täglicher Besucher, wenn auch Wenig-Kommentierer ärgere ich mich natürlich mit und möchte auch was beisteuern.

    VG Levia

  34. Blöde Geschichte, aber so geht’s manchmal halt.
    Der Autor steht auf meiner persönlichen Liste für den Streisand-Effekt (auch wenn er im Recht ist – deinem Blog sieht man an, dass Du nicht gewohnheitsmäßig Beiträge klaust, und so oft wird er ja wohl keinen Abmahngrund haben, als dass er sich das nicht vorher hätte ansehen können).
    Für dich ist eine Spende raus. Leider nur ein Fitzelchen (das ist mein derzeitiges Einkommen leider auch… ^^).

    Los, liebe Mitleser! Wir haben so viel Spaß an Toms Blog, zeigen wir ihm das mal auch!

  35. Wie kam er eigendlich da hinter das du (achtung ironie) böse, egoistisch, mit finanziellem hintergrund und so fantasielos das du bei anderen klauenmußt wie man deutlich an deinem Blog sieht (ironie ende) seine Geistigen Ergüße in deinem Blog stehen hast. Er muß es ja dann gelesen haben und das würde vorraussetzen das er deinen anderen und vielleicht auch diesen Blog liest und sich immer noch nicht schämt und die Klage zurück zieht??? Nee spaß bei seite. Woher wußte er das? Oder ist er so narzistisch das er regelmäßig nach seinen Werken googelt… *weiterdenk* und schon sind wir wieder bei „Es war Absicht“

  36. Ich schätze da gibts viele Möglichkeiten, es gibt sicher Autoren oder Fotografen, die ab und zu selbst nach oft geklauten Werken googlen. Und es gibt sicher auch einige mit eifrigen Anwälten, die mal ein paar Fälle vertreten haben und sich dann so selbst neue Fälle an Land ziehen. Kostet ja nur einen Anruf: „Herr Blubb, wir haben einen Fund, sollen wir tätig werden? Sie müssten nur noch die Vertretungsvollmacht unterzeichnen“. Und dann gibts ganz bestimmt auch noch ein paar ganz Wichtige, die eine Kanzlei blind beauftragen ihre Rechte zu vertreten, da läuft dann alles recht automatisch und der Klient weiß unter Umständen gar nicht genau im Detail für was er Vollmachten unterschreibt.

    Und zu guter Letzt hat man im Netz immer ein paar Feinde, die eine Seite nach anpissbaren Verstößen abscannen. Die freuen sich wenn sie etwas finden und melden das dem Rechteinhaber in der Hoffnung, dass der Ärger macht. Klassisches Denunziantentum.

    Das mit Zurückziehen wäre nur dann möglich, wenn der Rechteinhaber UND sein Anwalt auf die Forderung verzichten oder der Rechteinhaber seine Anwaltskosten selbst übernimmt. Das halte ich dann doch für eher unwahrscheinlich.

  37. Hallo Tom,
    ich habe die gleiche Abmahnung bekommen und bin auf den selben Trick reingefallen.
    Werde jetzt einen Anwalt aufsuchen um dieses Problem zu klären.
    Ich bin jetzt nach meiner Recherge der Meinung das diese Sache mit Herrn Krenzke System haben muss.
    Vielleicht sollten wir noch mehr „Verarschte“ suchen und gemeinsam einen Prozeß anstreben?

    Lass was von Dir hören

  38. Ich würde dir Vorschlagen Zahle den Betrag und setzte ihn von der Steuer ab ( Ausergewöhnliche belastung über dein geschäft):-Dfg
    Dürfte meiner meinung auf jeden falle gehen!
    Evtuell haste ja berufshaftpflicht dan setzte das bei dennen ab!
    Aber wie auf eine Schadensumme von 8000€ kommen frage ich mich echt den nur weil der Text hier steht ist kein schaden endstandten es seiden du hättest endsprechende einnahmen gehabt. Haste ja aber nicht. Somit ist es überhaupt sehr fraglich mit der schaden summe

  39. Die Schadenssumme ist arg willkürlich, aber deine Argumentation ist falsch. Denn der Schaden (der im Zweifelsfall allerdings bewiesen werden müßte) ist nicht der etwaige Gewinn des Tom, sondern der Verdienstausfall, Gewinnminderung oder ähnliches seitens des Autors dieses Textes.

    Übrigens, @ kall (40): weder die wikipedia-Seite „Streitwert“ noch http://www.justiz.nrw.de/BS/rechta_z/S/Streitwert/index.php stützen deine Ausführungen – http://www.justiz.nrw.de/BS/Hilfen/Kostenrechner.php gibt sogar an (ich hoffe, daß das kein abmahnfähiges Zitat ist…):
    [quote]Die Vorschriften zur Ermittlung des Streitwertes finden sich im Gerichtskostengesetz; üblicherweise bildet der Betrag der Forderung, die eine Partei gegen die andere erhebt den Streitwert.

    [b]Wenn K also von V 5000 EUR fordert und diese Summe einklagt, bildet diese Summe den Streitwert und wird der Berechnung der Anwalts- und Gerichtsgebühren zugrunde gelegt.[/b][/quote]
    (Hervorhebungen im Original)
    Da hier ja eindeutig eine Schadensersatzsumme gefordert wird, stellt diese auch den Streitwert dar; alles andere ist Einschüchterungstaktik. Virtuelle Streitwerte kommen nur bei nichtmonetären Klagen (auf Unterlassung beispielsweise) in Frage; dann legt das Gericht – nicht der Kläger – den Streitwert fest. legendum ibidem.

    Nun bin ich kein Anwalt, nur ein seit 36 Jahren des Lesens fähiger Bürger…
    Tom, ich würde dir empfehlen, einen fachlich versierten Anwalt einzuschalten; mir fallen da konkret die Autoren ein des lawblogs und des kLAWtext-Blogs (letzterer sitzt in Heidelberg, ersterer in Düsseldorf). Die wissen ein wenig mehr über dieses Thema als ein normaler „Familienanwalt“ oder der Rechtsberater der Firma.

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