Grabkauf für verschollene Person

Kann man für eine lange verschollene Person ein Grab kaufen, damit sie endlich ihren Frieden findet? Ein Onkel von mir ist vor 17 Jahren einfach abgehauen. Vermutlich tod!

Allein aus der Tatsache, daß sich jemand aus seinem gewohnten Umfeld entfernt, kann man nicht schließen, daß er verstorben ist. Vielleicht hat derjenige gerade dadurch „seinen Frieden gefunden“, wer weiß?

Sicherlich kann man Personen, die sehr lange verschollen sind, irgendwann auch für tot erklären lassen und dann besteht unter bestimmten Voraussetzungen in manchen Kommunen auch die Möglichkeit, für denjenigen ein Grab des Gedenkens anlegen zu lassen.
Das gilt aber sicher nicht für einen Onkel der abgehauen ist und nur vermutlich „tod“ (MENSCH, DAS HEISST TOT MIT T, GEHT DAS NICHT IN DEINEN SCHÄDEL! VERDAMMT, DAS SCHREIBT MAN MIT T!!!!!) ist.

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  • Veröffentlicht am: 2. September 2008
  • 22 Kommentare
  • Veröffentlicht in: Allgemein

Veröffentlicht von

Der Schriftsteller Peter Wilhelm erzählt hier Geschichten und informiert als Sachverständiger über Bestattungen. Er ist Chefredakteur von "Bestatter heute".
Der Satiriker veröffentlicht seine Satiren hier und eine Kolumne hier.
Produkttests gibt es hier. Peter Wilhelm ist auch bei Facebook.
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Peter Wilhelm peter wilhelm autorenlesung

22 Kommentare » Schreibe auch Du einen Kommentar

  1. Oh, da habe ich dann aber auch mal eine doofe Frage zu, aber ich weiß es wirklich nicht: Braucht man zum Grabkauf denn immer einen aktuellen Toten? War bisher immer intuitiv davon ausgegangen, dass man sich beizeiten schon mal ein Grab für sich oder die Familie sichern/kaufen kann und es dann erst später benutzt wird?! *etwasrumwirr*

  2. dieses reservieren haben meine großeltern schon vor 15 jahren gemacht. ich fand das als enkel ein bischen unheimlich, als meine omi mir ihr grab gezeigt hatte

  3. Bei manchen Leuten schreibt auch TOT IN GROSSBUCHSTABEN. bzw. meist in kleinbuchstaben und ohne satzzeichen

    Lily

  4. Danke für den Rechtschreibrüffel. Ich leide seit JAHREN still vor mich hin, kann aber nichts dagegen unternehmen, weil man seine Leser ja nicht mit Klugscheißerei vor den Kopf stoßen will. Aber es tut weh, es tut so weh…

  5. Tanke Dom! :D
    Dieser tot/Tod Fehler ist genauso nervig wie „Standart“ und seit/seid… Aber es ist halt nicht für alle so einfach (Offensichtlicherweise).

  6. Das hängt auch von der jeweiligen Friedhofssatzung ab.
    In manchen Städten kann man, wenn man schon betagt ist, sich ein Grab aussuchen und „reservieren“ lassen.
    In den meisten Fällen ist die Vergabe von Gräbern aber an einen aktuellen Sterbefall gebunden.

    Das Reservieren von Gräbern ist ein besonderer Service, den nicht alle Friedhöfe bieten.
    Manchmal ist es sogar so, daß man zwar ein Grab aussuchen kann, es dann aber auch bezahlen muß. Bei bis zu mehreren tausend Euro für 20 oder 30 Jahre ein teurer Spaß bei einem leeren Grab, das ja dann auch noch gepflegt aussehen muß.

  7. Ich sage auch immer: Ich kaufe in meinem Leben nur noch ein Grundstück, und das hat 2 Quadratmeter.

  8. Seit doch nicht so hard. Nichd über das d todärgern. :P

    Ansonsten sehr witzig. Ne Grabstätte zu mieten für jemanden, der seit (oder seid??) siebzehn Jahren weg ist…nunja, wer das Geld hat? ;)

  9. Bei ploetzlich eintretendem Tod ist das Attribut „tot“ standardmaessig durch eine Standarte zu kennzeichen.

    Ich hoffe, ich konnte jetzt alle zufriedenstellen :)

  10. Ach was, über diese Rechtschreibprobleme kommt man mit der Zeit (fast) hinweg. Ich zucke meistens nur noch ein bißchen. Die großen Schmerzen sind vorbei. Das macht die Gewöhnung. :-(

  11. Die PISA-Chaoten haben doch eh schon gewonnen.. und das europaweit! Viele Niederländer können ebenfalls kein „d“ von einem „t“ unterscheiden. Da heißt es dann „ik vindt“ statt „ik vind“! Auch hat man so seine Probleme mit „hen“ (sie) und „hun“ (ihre) ;-( Und mir als Ausländer stehen dabei die Haare zu Berge!
    Sorry übrigens für die Interpunktionszeichenschwemme, aber das musste mal gesagt werden *ggg*

  12. Also, bei uns im Ort hat sich auch ein Ehepaar schon vor vielen Jahren eine Grabstelle gekauft. Die haben sie, wenn ich mich an den Dorftratsch richtig erinnere, sogar schon einmal verlängern müssen. Was ich aber dabei so richtig dämlich finde ist, dass die da schon eine Platte drauf haben, wo die Namen schon draufstehen. Inklusive der Geburtsdaten…Die Leute müssen alle zuviel Geld haben.

    Gruss
    S.

  13. @16: dann bilde mal ganz schnell einfach die Mehrzahl, dann hörst du aber schon den Unterschied zwischen „Hunde“ und „Elefanten“. Und ja, das geht auch mit „tausend TodE sterben“ und dem „toten Onkel“.

    Salat,
    könnte auch bei sowas @][¼²¼²¼ðæđðßđ³¼]²¼²…

  14. Vielleicht mal einen Hinweis aus der Linguistik zu dem Problem. Es gibt im Deutschen phonetisch keinen Unterschied zwischen t und d am Ende eines Wortes. Es hat also höchstens einen Wert in der Schriftsprache, genauso wie ss oder ß statt s.

    btw. Wer über Rechtschreibung und Fremdwörter schimpft, sollte sich mal alte Wörterbücher vornehmen.

  15. @12, das heißd
    „No retreat, baby, no surrender!“
    (Um mal Bruce Springstten zu zitieren.)

  16. @ 15: Und was genau soll man daraus lernen? Dass früher eine andere Rechtschreibung herrschte, ist in etwa so viel Freibrief für Ad-libitum-Schreiberei wie das Argument, dass es vor Erfindung der Verkehrsregeln auch keine Geschwindigkeitsbeschränkungen gegeben habe.

    Ich persönlich bin sicher auch weit davon entfernt, fehlerfrei zu schreiben. Ich bin auch gegen übertriebene Hysterie bei jedem Tippfehler, aber wenn wir jetzt schon Substantive und Adjektive verwechseln, dann gruselt’s mich.

  17. @1 Armin: genauso wie bei „Katheder/Katheter“, was auch die wenigsten auf die Kette kriegen.

  18. Man kann doch auf ein bestehendes Grab einfach eine Steintafel mit Namen stellen, und so tun als ob der da drinnen liegt.
    Es geht auch die Überschrift: zum Gedenken an ….. …….

  19. Linguistiker rangieren bei mir nur knapp vor Dipl.Soz. PädInnen.

    Ehrlich gesagt, ist es mir schnurzpiepegal, was ein Linguistiker zu solchen Sprachvergewaltigungen sagt, Fakt ist, dass die meisten Texte die die Leute heute rausrotzen, ein lieblos hingekleisterter Matsch von Buchstaben ist, der ungefähr so gut lesbar ist wie Tolstoi auf polynesisch rückwärts im Handstand.

    Da wird irgendwas in die Tastatur gehämmert und noch nicht mal mehr vor dem Abschicken durchgelesen, ob es auch nur halbwegs verständlich ist.
    Und ganz üble Subjekte sind die Vollpfosten, die unter ihren bescheuerten Senf noch schreiben „Wer Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten“

    *gnarf*
    Mir doch egal, wie man es SPRICHT. Wenn ich es lesen soll, soll es lesbar sein. Und der Verzicht auf Satzzeichen und Rechtschreibkontrolle (die meisten schreiben doch eh mit Outlook, wo ist das Problem, mal eben „ABC“ anzuklicken und die Rechtschreibkontrolle drüberlaufen zu lassen, wenn man selbst schon nicht genug auf dem Kasten hat?) macht einen Text NICHT lesbar.

    Feierabend. Da kannst dich als Linguistiker auf den Kopf stellen und den Puller in ne Flasche hängen.

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