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Gut, dann bin ich eben ein Nazi!

Von
nazi satire

"Schatz, Dein Toast ist Dir aber ziemlich braun geraten!"

So, jetzt haben Sie es übertrieben, werter Herr Wilhelm! Nicht nur dass aus ihren Zeilen in ihrem verabscheuungswürdigen dreibeinblog Fremdenhass und Ausländerfeindlichkeit nur so tropft. Jetzt zitieren sie auch noch den buckligen Juden als Stellenhalter für Habgier und Abzocke. Damit ist für mich das Mass voll. Sie sind ein Antisemit!

nazi satire

„Schatz, Dein Toast ist Dir aber ziemlich braun geraten!“

Ich habe in ihrem Bestatterweblog eine Grafik gefunden, die ich melden werde. Wundern sie sich nicht wenn demnächst die Staatsanwaltschaft bei ihnen klingelt.
Diese Stürmer-Grafik ist Judenhetze.
Auch die Verwendung verfassungswidriger Symbole habe ich angezteigt.
Beweis hier:
http://dreibeinblog.de/wp-content/uploads/nazi_tonne_pixabay.gif

http://dreibeinblog.de/wp-content/uploads/nazibrot.jpg

http://dreibeinblog.de/der-nazi-toast/

In ekelhafter Weise verherrlichen sie dadurch das Nazi-Regime das viel Elend über die Völker gebracht hat. Mit Abscheu wende ich mich von ihnen ab und werde ihre Bücher verbrennen!

Lieber Mitmensch,

was Sie so erzürnt, ist dieses Bild hier:

original-hammer-pixabay

Sie sehen darin eine schmähende Darstellung eines jüdischen Menschen.
Diese Assoziation ist mir bei der Auswahl des Bildes aus einer Bilddatenbank gar nicht gekommen.
Das Bild habe ich unter diesem Link aus der freien Bilddatenbank Pixabay.com entnommen:

https://pixabay.com/de/scrooge-geizig-gier-mittelwert-28854/

Dort hatte ich nach „Gier“ gesucht, um ein Bild zu finden, das ich an verschiedenen Stellen als Symbolbild für Abzocker-Bestatter verwenden kann.
Das schweineähnliche, kurzhalsige Männlein mit seinem vor Neid gelben Gesicht und dem hämischen Grinsen erschien mir in Verbindung mit dem bestattertypischen Zylinder für mein Vorhaben geradezu perfekt.
Karrikaturen, die in schmähender und herabwürdigender Weise Juden darstellen sollen, kenne ich natürlich, habe sie aber immer mit den damals herausgestellten Attributen der krummen Nase, eines Buckels und anderer verhäßlichender Merkmale in Verbindung gebracht.
Bei der Verwendung dieses Bildes habe ich mir überhaupt nichts in dieser Richtung gedacht.

Auch per Definition desjenigen, der das Bild zur Verfügung stellt, soll es keinen Bezug zu diesem Gedankengut haben.
Die Stichworte, unter denen es abgelegt ist, lauten: scrooge, geizig, gier, mittelwert, egoistisch, bankier, reich, mann, alte, geld, gierig, schatzbildner, knausern, geizhals, millionär, geiz

Wenn Sie diese Begriffe mit Juden in Verbindung bringen, dann haben Sie ein Problem, nicht ich.
Es soll sich bei dem Bild um einen Ausschnitt aus einem sowjetischen Propagandaplakat handeln. Vermutlich zeigt es generell einen westlichen Kapitalisten.

Hier ist mehr darüber nachzulesen.

Außerdem bin ich kein Antisemit. Was soll das überhaupt sein? Per Definition sind die Semiten die Angehörigen der semitischen Sprachgruppe, soviel ich mal gelernt habe. Das sind Araber, Hebräer, Aramäer und Malteser.
Es wäre mir wirklich zuviel, gegen all diese Völker zu sein. Nein, ich bin sogar überhaupt nicht gegen irgendein Volk, irgendeine Rasse oder irgendwelche Herkunfts- oder Glaubensgruppen eingestellt.
Ich mag grundsätzlich keine lästigen und doofen Menschen, die mir die Zeit stehlen, aber die gehören in nahezu allen Fällen meiner eigenen Herkunfts- oder Glaubensgruppe an.

Die weiteren von Ihnen zitierten angeblichen Belege für meine rechte Gesinnung, sind sehr an den Haaren herbeigezogen. Mein dreibeinblog existiert seit 13 Jahren und gehört mit zu den anerkanntesten, bekanntesten und ältesten Blogs überhaupt. So wie es sicher meiner persönlichen Meinungsäußerung dient, ist es auch ein Sprachrohr für Satire. Der im weiteren Verlauf Ihrer Mail zitierte Artikel, der Ihrer Meinung nach meine Asylantenfeindlichkeit belegen soll, (http://dreibeinblog.de/so-ueberfluten-die-fluechtlinge-deutschland-du-wirst-staunen/) ist eine vielbeachtete und vieldiskutierte Satire.

Dort, wo Bücher brennen, ist die Intelligenz schon lange verbrannt.

Offenbar haben Sie den Sinn der Texte, denen Sie die von Ihnen beanstandeten Bilder entnommen haben, überhaupt nicht verstanden.
Damit liegt es mir fast nahe, ohne es wirklich zu tun, Sie in die Gruppe der Lästigen und Doofen einzureihen, was natürlich nur mein innerer, persönlicher Gedanke ist.

Bei der Verbrennung meiner Werke wünsche ich Ihnen viel Vergnügen. Leider ist der Heizwert nur gering.

Nach wie vor kann ich an der grob gezeichneten Karikatur nichts Antijüdisches entdecken. Aber zur Beruhigung der Gemüter habe ich das Bild, soweit es in meinem Einflussbereich liegt, durch dieses Bild ersetzt:

hammer-pixabay


Veröffentlicht von

Hier veröffentlicht der Publizist Peter Wilhelm Informationen und Geschichten rund um den Bestatterberuf.
Mehr über den an Allerheiligen geborenen Autor finden Sie u.a. hier und hier.
Der Autor lebt mit seiner Familie bei Heidelberg.
Alle Texte rein zur Unterhaltung. Keine Rechts-, Steuer- oder Medizinberatung!


    



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Peter Wilhelm 26. Januar 2016

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