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Warum man eine Rechnung noch nicht bezahlt hat

Die Hitparade der beliebtesten Ausreden:

1. Der Scheck ist in der Post
2. Habe ich gestern überwiesen
3. Geben Sie mir nochmals ihre Bankverbindung, da muss ein Zahlendreher sein.
4. Was? Das ist noch offen?
5. Das wollte meine Schwester / mein Bruder / der Onkel bezahlen. Ich frag mal nach.
6. Das ist schon lange bezahlt. Da muss ich bei der Bank nachfragen.
7. Ich muss warten, bis die Lebensversicherung bezahlt.
8. Ich habe noch gar keine Rechnung bekommen.
9. Das macht alles der Steuerberater / meine Frau / unser Gärtner…
10. Ich dachte man hat 3 Monate Zeit, das ist doch Gesetz.

Summ summ

Eigentlich muss ich weg, aber den will ich Euch noch eben erzählen:

Die Tochter einer Kundin sitzt mir schräg gegenüber, als in ihrer Tasche das Handy losgeht. Es ist wohl auf „stumm“ geschaltet, denn es vibriert nur summend. Aber wir wissen ja, daß das bei manchen Handys (und je nachdem an was es sich reiben kann) ziemlich laut ist.

Entschuldigend sagt die junge Frau zu mir: „Tut mir leid, ich geh mal ran, das ist der Vibrator von T-Mobile, der da summt.“

Ich wusste gar nicht, daß T-Mobile sowas auch verkauft.

So kann man es auch sagen

Am Telefon: „Ich wollte mich mal erkundigen, ob Sie auch Wasserbeerdigungen machen.“

Ich nehme an, die Kundin möchte etwas über Seebestattungen wissen.

Skonto

Geschlagene zwei Monate habe ich auf die Bezahlung einer Bestattungsrechnung gewartet und jetzt hat die Kundin auch noch 2% Skonto abgezogen. Unverschämtheit!

Soll ich wegen sowas jetzt Theater anfangen? Ich glaube, ich lass es.

Bäume auf Gräbern

Wenn mich Leute fragen, was für Blumenschmuck sie für die Beerdigung bestellen sollen, rate ich immer auch dazu, hier etwas bescheidener zu sein, weil diese Blumen ja meistens doch recht schnell verwelken und dann nur auf dem Kompost landen. Überdies sind frische Blumen hier in der Gegend sehr teuer, vor allem wenn sie zu Trauerzwecken benötigt werden.

Manche kommen dann auf die Idee, auch Schalen mit Dauerpflanzen zu bestellen. Keine schlechte Idee, hat man doch von diesen Pflanzen oft über Jahre hinaus etwas.

Daß das aber auch in die Hose gehen kann, zeigt dieses Beispiel:

baumgross.jpg

Die Leichenschuhe

Wusstet Ihr, daß es Leichenschuhe gibt?
In meinem letzten Artikel beschrieb ich ja schon, warum man bei uns normalerweise den Verstorbenen keine Hüte, Schuhe oder Brillen anzieht. In anderen Ländern haben die Menschen aber andere Vorstellungen und so ist es beispielsweise in einigen Gegenden Italiens üblich, dem Verstorbenen stets einen neuen Anzug und nagelneue Schuhe anzuziehen.

Die Bestattungsautos der italienischen Kollegen sind, nebenbei bemerkt, auch besonders üppig ausgestaltet. Große Panoramafenster, viel Chrom, Laternen- und Fahnenhalter und alles was man braucht, um einen Sarg mit viel Blumenschmuck offen sichtbar zu fahren. Beerdigungen werden dort ohnehin viel aufwändiger zelebriert als bei uns.
Als ich 1989 an einem Krankenhaus einen italienischen Kollegen mit seinem, für meine Begriffe schönen, Bestattungswagen sah, sprach ich ihn an. Glücklicherweise konnte er mehr Deutsch als ich Italienisch. Er war froh, daß ich mich freundlich zeigte, denn er hatte ein Problem. Der Italiener war gekommen, um einen Verstorbenen aus dem Krankenhaus abzuholen und wollte wissen, wie lange er den noch da lassen könne, denn er habe den Wagen noch voll.

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Hut ab! -2-

Das mit dem Hut stellte uns vor Probleme. Aber um es vorweg zu nehmen, es hat dann doch noch geklappt.
Wer nicht versteht, warum das ein Problem ist, der soll doch einfach mal versuchen, sich mit einem recht breitkrempigen Hut ins Bett zu legen, ohne daß der Hut verträumt, romantisch nach vorne ins Gesicht rutscht.

Vor Jahren wollte einmal der Präsident eines Karnevalsvereins mit seiner Kappe beerdigt werden. Selbst wenn wir die halbiert hätten, hätte das einfach albern ausgesehen. Hier haben wir die Kappe unter seine Hände gelegt, die Kappen lassen sich ja ganz flach zusammendrücken.

Ein anderer Fall betraf einen Herrn, der in einer katholischen Ehrengarde Dienst getan hatte. Diese Ehrengardisten tragen einen Zweispitz mit einem Gesteck aus Hühnerfedern oben in der Mitte.
Ihm seine Uniform anzuziehen, war kein Problem, seinen Ehrensäbel haben wir neben dem Sarg auf einem Ständer platziert und auch seine weißen Stoffhandschuhe zogen wir ihm an. Die Mütze aber machte wirklich Probleme.
Zuerst probierten wir es mit einer Stütze im Nacken, aber dieses Hühnergeflatter auf dem Kopf sah aus, als säße dem Toten irgendein Vogel auf der Birne. Auch auf dem Bauch konnten wir diesen helmartigen Hut nicht platzieren, weil der Mann sowieso einen dicken „Ranzen“ hatte und das jetzt aussah, wie ein Vulkankegel, aus dem Hühnerfedern brodeln.
Wir waren froh, als die Witwe zustimmte, daß wir auch den Hut auf dem Ständer mit dem Säbel anbringen konnten.

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Hut ab!

Und dann sagt sie zu mir: „Ich hätte noch eine Bitte. Wenn Sie nachher meinen Mann in den Sarg legen und anziehen, können Sie ihm dann bitte diesen Hut aufsetzen?“

Spricht’s, beugt sich hinunter und holt einen dunkelgrauen Herrenhut aus einer Plastiktüte.

Ich will ihr sagen, daß man toten Menschen für gewöhnlich keine Hüte aufsetzt, aber sie schaut mich so an, wischt sich ein Tränchen aus den Augen und hält mir den Hut hin: „Bitte!“

So, und jetzt haben wir den Salat! Wie soll man das denn machen?

Mann, Mann, Mann….