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Urne 20 Jahre daheim – jetzt beigesetzt

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Vor Jahren erzählte ich hier im Bestatterweblog die Geschichte einer Frau, die die Urne ihres verstorbenen Mannes gerne zu Hause aufbewahren wollte. Wir haben ihr diesen Wunsch damals erfüllt. Ich beschrieb, wie das auf Umwegen über die Niederlande ermöglicht wurde.

Die Dame hatte die Urne im Wohnzimmerschrank hinter der Glasscheibe aufgestellt. An der Stelle, an der man normalerweise schöne Weingläser oder ein Service präsentiert. Daneben ein kleines Foto ihres Mannes.

Vor zwei, drei Jahren habe ich die Tochter der Frau getroffen. Das heißt, sie traf mich. Ich hätte sie nach nunmehr 20 Jahren nicht mehr wiedererkannt. Zwar habe ich mich auch verändert, aber so große, dicke Männer sind ja irgendwie unverkennbar. Die Tochter erzählte mir, dass sie die Urne im Wohnzimmerschrank immer ziemlich gruselig findet und nicht verstehen kann, dass es keinen allgemein zugänglichen Ort zur Trauer gibt.
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Werden jetzt die Särge knapp? – Lieferengpass und Horror-Preise

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Nicht allein die weltweite Pandemie ist wieder einmal schuld daran. Auch der Material- und Rohstoff-Hunger der Volksrepublik China sorgt weltweit für Knappheit an Metallen und jetzt auch beim Holz. Zimmerleute beklagen sich seit Monaten, dass sie bereits abgegebene Angebot nicht einhalten können, weil die Materialkosten um 50 % bis 100 % gestiegen sind. Wenn überhaupt etwas zu bekommen ist…

Auch Heimwerker und Häuslebauer bemerken es schon eine ganze Weile, selbst in den Baumärkten herrscht Mangel an vielerlei Dingen, angefangen bei Ziegelsteinen über Zement bis hin eben zum Holz. In der Möbelindustrie steigen die Lieferzeiten.

Woran kaum jemand denkt: Auch die Sargindustrie hat mit dem oben beschriebenen Problem zu kämpfen.

Einer der bekanntesten Bestatter am Niederrhein berichtet:

Die Sargpreise gehen gerade total in die Höhe. Wir haben nun in einem halben Jahr die zweite Preiserhöhung bekommen. Jeweils eine Erhöhung um ca. 25 % je nach Holzart. Wir zahlen also nun um die 50 % mehr als im letzten Jahr.
Bislang haben wir das noch so verrechnet, aber jetzt ist der Punkt gekommen, an dem ich die Preiserhöhung an die Kunden weitergeben muss.

Scheinbar kaufen andere Nationen (z.B. China) alles Holz, das zu bekommen ist. Bisher kauften sie, so unser Sarglieferant, nur fertig bearbeitetes Holz, mittlerweile kaufen sie die frisch gefällten Bäume, laden Container voll und bearbeiten dann selber weiter.

Der überwiegende Teil der Särge stammt aus Polen und der Tschechei. Aber auch dort besteht der Engpass. Unser Lieferant sagt, dass es den Polen egal ist, ob man 10, 100 oder 1000 Särge ordert, einen Mengenrabatt gibt es nicht.

Bestatter scheuen sich im Allgemeinen, ihre Preise anzuheben. Stehen sie doch im Ruf, ohnehin zu viel zu berechnen. Außerdem müssen bei dauerhaften gravierenden Preiserhöhungen auch die Preise für bereits abgeschlossene Vorsorgeverträge neu kalkuliert werden. Übersteigt das ein gewisses Niveau, müssen eventuell sogar Nachzahlungen auf die Vorsorgen geleistet werden.

Einige Bestatter sprechen von „Horror-Preisen“ und einer „fast schon ausweglosen Situation“. Noch sind Särge in ausreichender Zahl verfügbar, wenn auch zu erhöhten Preisen. Mit einem tatsächlichen Mangel an Erdmöbeln ist derzeit nicht zu rechnen, der Verbraucher wird aber tiefer in die Tasche greifen müssen.

Fernsehen wie von gestern

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Neulich habe ich Euch eine Seite vorgestellt, auf der Ihr weltweit interessante Radiostationen finden könnt. Das hat ein großes Echo gefunden und ich habe viele Mails deswegen bekommen. Den entsprechenden Beitrag findet Ihr hier nochmal zum Nachlesen.

Jetzt habe ich durch einen Newsletter am Wochenende eine Seite kennengelernt, die uns Fernsehen wie früher präsentiert. Wer die Seite „MY60STV“ besucht, bekommt einen virtuellen Fernseher im Stil der 60er angezeigt. Nach dem Klick auf den Einschalteknopf begrüßt einen das damals übliche Rauschen und dann werden in zufälliger Reihenfolge Sendungsausschnitte von damals abgespielt.
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Tipp für Hinterbliebene: Bei der Kfz-Versicherung sparen

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Ein Sterbefall in der Familie ist immer ein einschneidendes und trauriges Erlebnis. Auch nach der eigentlichen Beisetzung gibt es immer noch viel zu regeln. Hier zwei Tipps, die Angehörigen klare Vorteile bringen können. In diesem Fall betreffen die Ratschläge die Hinterbliebenen, die ein Auto fahren.

Tipp Nummer 1: ADAC – neu anmelden, umschreiben lohnt nicht

War der Verstorbene Mitglied im ADAC oder bestand eine etwas teurere Familienmitgliedschaft, sollte der Hinterbliebene diese Mitgliedschaften unter Vorlage einer Kopie der Sterbeurkunde kündigen.
Es bringt keine Vorteile, auch eine langjährige Mitgliedschaft, auf eine Person umschreiben zu lassen o.ä.
Sinnvoller ist es, sich von jemandem anwerben zu lassen und lieber die Willkommensprämie einzustreichen.
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Kroll – Körperteile abgehackt und gekocht – Aufbahrung möglich?

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Ich habe eine Frage welche als tabu gilt; mich jedoch sehr interessiert
Ich las vor kurzem einen Bericht über einen Serienmörder aus Duisburg .
Dieser hatte u. a im Jahr 1976 ein 4-jähriges Mädchen ermordet und dessen Arme und Beine mit einem Beil abgehauen und gekocht und ihren abgetrennten Kopf in einen Kühlschrank
Kann ein Bestatter in so einem traurigen Fall die Leiche des Kindes so herrichten das die Angehörigen sie nochmal anschauen dürfen?

Hier gibt es kaum Tabuthemen. Dafür ist dieses Blog ja da.
Es handelt sich bei der Frage um ein Opfer des Serienmörders Joachim Kroll.
Hier findet man weitere Infos zu diesem schrecklichen Menschen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Kroll

In diesem speziellen Fall würde ich sagen, dass es kaum möglich sein dürfte, die Verstorbene noch einmal würdig offen aufzubahren. Zu den Verstümmelungen, die der Täter zugefügt hat, kommen ja noch die Veränderungen, die sich durch die Obduktion ergeben hinzu. Außerdem kommt die Aufbewahrungszeit der Körperteile hinzu, die auch zu Veränderungen geführt haben müsste.

Normalerweise ist viel möglich, hier aber eher nicht.

Anmerkung:

Schaut man Serien-TV, dann möchte man glauben, die Welt sei voller Serienkiller. Aber ist das wirklich alles nur Phantasie?

Schau mal hier:

Liste der Serienmörder (engl.)

Dankeschön Birgit

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Birgit Oppermann hat etwa ein Jahr lang als Co-Autorin das Bestatterweblog bereichert. Ihre wunderbaren Texte haben in sehr angenehmer Weise die andere Seite von Gevatter Tod beschrieben. Bestatter können (fast immer) sagen, dass sie die Verstorbenen nicht kannten und deshalb kaum eine emotionale Beziehung in Hinblick auf Trauer und Betrübtsein aufbauen können. Ich sage in diesem Zusammenhang immer, dass das gut so ist, denn einer muss in dem ganzen Ablauf einen kühlen und nicht von Gefühlen bestimmten Überblick behalten.

Birgit schilderte nun ihre Eindrücke aus der Hospizarbeit. Weiterlesen

Nekrolog: Bill Ramsey, Dusty Hill, Herbert Köfer

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Bill Ramsey, Musiker, † 2. Juli 2021

William „Bill“ McCreery Ramsey (* 17. April 1931 in Cincinnati, Ohio; † 2. Juli 2021 in Hamburg) war ein amerikanisch-deutscher Jazz- und Schlagersänger, Journalist, Hörfunkmoderator und Schauspieler. Er wurde in den 1960er Jahren durch deutschsprachige Schlager wie Souvenirs, Zuckerpuppe (aus der Bauchtanz-Truppe), Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett oder Pigalle (Die große Mausefalle) zwar populär, aber seine eigentlichen Genres waren seit jeher Jazz, Swing und Blues.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bill_Ramsey


Herbert Köfer – Schauspieler, † 24. Juli 2021

Herbert Köfer (* 17. Februar 1921 in Berlin; † 24. Juli 2021 ebenda war ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher und Moderator. In seiner über 80 Jahre währenden Karriere spielte er in mehr als 300 Film- und Fernsehproduktionen und wirkte in etlichen Theaterinszenierungen mit. Darüber hinaus war er mit seiner Moderation der Erstausgabe der Aktuellen Kamera vom 21. Dezember 1952 der erste Nachrichtensprecher im deutschen Fernsehen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Herbert_K%C3%B6fer


Dusty Hill, Musiker, † 28. Juli 2021

Dusty Hill der Bassist der bärtigen Rockband ZZ Top, ist im Alter von 72 Jahren am 28. Juli 2021 in Houston, Texas verstorben.

ZZ Top hatten mit ihrer Mischung aus Texas Blues, Bluesrock, Boogie, Southern Rock, Hard Rock vor allem in den 1980er-Jahren großen Erfolg und füllten auf ausgedehnten Tourneen Konzerthallen und Stadien. Die
Mitglieder der Band waren seit 1969 Billy Gibbons, Frank Beard und bis zu dessen Tod im Jahr 2021 Dusty Hill. Seit Ende der 1970er-Jahre trugen Gibbons und Hill, die zum Markenzeichen der Gruppe gewordenen langen Vollbärte, traten in langen Trenchcoats auf und trugen stark getönte Sonnenbrillen und Stetsons.

https://de.wikipedia.org/wiki/Dusty_Hill