Hund begraben – Wie begrabe ich einen Hund? Wohin mit dem toten Haustier?

hund begraben

Wenn ein Haustier stirbt oder in ein gewisses Alter kommt, stehen die Tierhalter oft vor der Frage, was denn mit einem toten Hund oder einer toten Katze passieren soll. Soll man den Hund begraben?
Was ist der richtige Weg?

Im Folgenden beziehe ich mich auf Hunde, das Gesagte gilt aber in entsprechender Abwandlung auch für Katzen.

Folgende Alternativen gibt es:

Beisetzungsformen für Tiere

  • Tierarzt/Tierkörperbeseitigungsanstalt
  • Tierfriedhof mit Grab
  • Tierbestatter, Urne mitnehmen
  • Beisetzung auf eigenem Grundstück, Hund begraben

Hund begraben – Zunächst einmal die rechtliche Seite1:

hund begraben huristisches

Jeder Hundehalter ist gesetzlich verpflichtet, beim Tod seines Haustieres für die ordnungsgemäße Entsorgung zu sorgen.
Rein rechtlich handelt es sich bei toten Haustieren um „nicht für den menschlichen Verzehr bestimmte tierische Nebenprodukte“, zu denen nach Ansicht der Juristen auch Schlachtabfälle, verdorbene tierische Lebensmittel und eben auch verendete Tiere bzw. tote Haustiere gehören.

Es ist klar, daß eine ordnungsgemäße Beseitigung von Tierkadavern gewährleistet sein muß, könnte doch von ihnen eine seuchenhygienische Beeinträchtigung von Umwelt und Menschen ausgehen.

In aller Regel landen Tiere in einer Tierkörperbeseitigungsanstalt. Das ist z.B. meist dann der Fall, wenn man das Tier nach dem Einschläfern durch den Tierarzt zur Entsorgung in der Praxis läßt oder der Tierarzt das Tier mitnimmt.
Man ist allerdings nicht verpflichtet, sein Haustier in eine solche Anstalt zu geben, sondern man hat Alternativen.

Die EU-Mitgliedsstaaten können gemäß der VO 1774/2002 nach Art. 24 das Vergraben der Haustiere erlauben. Je nach Bundesland ist das in Deutschland anders geregelt.
Wo keine Regelung erfolgt ist, gilt das TierNebG (§ 27 II und III), welches bundeseinheitlich regelt, dass das Verbrennen und Vergraben eines toten Heimtieres erlaubt ist.
Die Verbrennung ist jedoch nur in einer dafür vorgesehenen Verbrennungsanlage erlaubt.

Wichtig: Vorausgesetzt wird, dass der Tierkörper bis zur Einäscherung in einer tierärztlichen Praxis oder einem Zwischenbehandlungsbetrieb gelagert wurde.

Das Begraben des Haustieres ist nur auf zugelassenen Tierfriedhöfen erlaubt.
Allerdings dürfen verstorbene Hunde nach § 27 des TierNebG auch auf dem eigenen Grundstück vergraben werden, sofern in der Nähe kein Wasserschutzgebiet liegt.
Und an öffentlichen Wegen und Plätzen ist das Vergraben von Hunden untersagt.
Hinzu kommt die Vorschrift, dass das Tier mindestens 50 cm unter dem Erdboden begraben werden muss.
Das Begraben im Wald oder freien Gelände wird bestraft, da dieses strengstens untersagt ist. Die Zuwiderhandlungen können mit Geldbußen bis zu 20.000 Euro geahndet werden kann.

Tierkörperbeseitigungsanstalt

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Der Begriff Tierkörperbeseitigungsanstalt wird nach mehreren Gesetzesänderungen kaum noch verwendet, beschreibt aber den Sinn und Zweck dieser Einrichtungen ziemlich genau.
Bei allen Bedenken, die Tierhalter gegen diese Einrichtungen haben, erfüllen sie eine wichtige Aufgabe hinsichtlich Gesundheit, Hygiene und Seuchenschutz.

Die toten Tiere werden dort in aller Regel in einem Verfahren, das ich hier nicht näher beschreibe, zu Fetten und Tiermehl verarbeitet. Das ist nicht schön und nicht würdevoll, aber eben zweckmäßig.
Früher immer, heute nur noch in geringerem Ausmaß wurde das Tiermehl zu Tierfutter verarbeitet, mittlerweile werden diese Produkte (Stichwort BSE-Skandal) aber vielfach als Brennstoff verwendet.
Die Fette finden Eingang in die chemische Industrie und werden u.a. zu Kosmetika und zu Tensiden für die Waschmittelindustrie verarbeitet.

Die Überlassung eines Hundes oder einer Katze für die Tierkörperbeseitigungsanstalt ist eine einfache und kostengünstige Variante, ein totes Tier loszuwerden.
Es ist allerdings auch verständlich, daß nicht jeder Tierhalter das möchte, gleich was tatsächlich aus den toten Tieren gewonnen wird.

Tierfriedhof / Tierbestatter

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Inzwischen haben sich in allen größeren Städten Tierbestatter etabliert und es wurden auch Tierfriedhöfe geschaffen.
Wie überall im Bestattungswesen gilt hier, daß die eigentliche Bestatterleistung meist recht günstig zu haben ist, die Angehörigen in ihrer Trauer aber oft weitere, manchmal unnötige Leistungen hinzukaufen oder zu deren Kauf animiert werden.

In einem solchen Fall holt der Tierbestatter das Tier am Sterbeort oder in der Tierarztpraxis ab und die Tiere werden in einem Tiersarg beerdigt oder zu einer Einäscherungsanlage für Tiere gebracht.
Man hat manchmal die Wahl zwischen einer günstigen Gemeinschaftseinäscherung, bei der mehrere Tiere auf einmal verbrannt werden und man die Asche seines Lieblings nicht bekommen kann, und einer teureren Einzeleinäscherung, mit der Möglichkeit die Asche seines Tieres separat zu bekommen oder bestatten zu lassen.

Die problemloseste und kostengünstigste Variante ist die Einäscherung gemeinsam mit anderen Tieren und der Verbleib der Asche dort.
Ich persönlich denke, daß Hunde Rudeltiere sind, warum also nicht gemeinsam einäschern. Mit der Asche möchte ich persönlich keinen Kult betreiben, also benötige ich sie auch nicht.
Das sieht nicht jeder so, und deshalb kann man die Einzelasche oder den Körper des Tieres im Sarg auch in einem Grab auf einem Tierfriedhof beisetzen lassen.

Die Kosten sind nicht so hoch wie bei menschlichen Bestattungen, können sich aber dennoch summieren.

Alles in allem ist der Dienst der Tierbestatter sehr wichtig und ehrenhaft. Ich habe sehr gute Erfahrungen damit gemacht. Es wurde mit unserem toten Hund sehr würdevoll umgegangen und gekostet hat es gerade einmal komplett rd. 150 €.

Hund begraben – Beisetzung auf eigenem Grundstück

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Noch einmal die Regeln um seinen Hund zu begraben2:

  1. Tierbestattung ist nur mit Einwilligung des Grundstückseigentümers/Nutzungsberechtigten auf einem räumlich eingegrenzten Grundstück zulässig.
  2. Grabmonumente dürfen nur mit schriftlicher Einwilligung des Grundstückseigentümers/Nutzungsberechtigten errichtet werden.
  3. Tierkörper/-aschen dürfen nicht auf öffentlichem Grund, an öffentlichen Wegen / Plätzen, land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen und in der Nähe von Wasserschutzgebieten ver-/begraben oder verstreut werden.
  4. Tierkörper müssen bei Erdbestattung von mindestens 0,5 Meter Erdreich überdeckt sein.
  5. Särge, Urnen und sonstige Behältnisse müssen umweltverträglich sein und im Boden verwesen/sich auflösen können.

Doch wie legt man ein Grab auf dem eigenen Grundstück richtig an und wie bettet man seinen Liebling ordentlich darin ein?

Man wählt zunächst einen geeigneten Platz aus. Es liegt auf der Hand, daß man eine Stelle auswählt, die nicht im Bereich flachwurzelnder Bäume liegt und die auch nicht in der nächsten Zeit für einen Teich oder die Anlage eines Beetes aufgegraben werden soll.
Hat man den richtigen Platz gefunden, gräbt man ein entsprechendes Loch. Dieses muß idealerweise anderthalb mal so lang sein wie das Tier, auf jeden Fall aber länger als das Tier.
Bei der Breite verfährt man entsprechend.
Die Tiefe sollte mindestens 1 Meter betragen. Das ist aus verschiedenen Gründen wichtig.
Zum einen sollte das Tier so tief liegen, daß man später auch denken kann, hier liegt tief begraben unser Hund, und man nicht das Gefühl hat, man stehe direkt auf dem Tier.
Man schafft im wahrsten Sinne des Wortes Abstand.
Des weiteren soll durch die Tiefe verhindert werden, daß Tiere angelockt werden, die nach dem Kadaver graben. Hierzu streuen manche Leute auch Kalk über das tote Tier.
Bei entsprechender Tiefe muß das aber nicht sein, kann aber mitunter eine eventuelle Geruchsentwicklung hemmen.

Das Tier bettet man am besten so wie es ist in das Grab. Wem es zu hart ist, die Erde direkt auf das Tier zu schaufeln, der kann etwas Zeitungspapier oder eine Pappe darüberlegen.
Wenn es denn sein muß, kann man seinen Liebling auch in eine Decke hüllen oder mit einer solchen bedecken. Hierfür verwendet man ausschließlich Decken aus Naturfasern und keinesfalls aus Synthetik.
Völlig ungeeignet sind Plastikbeutel, lackierte Holzplatten, Kunststoffbehälter, Teichfolien, Eternitplatten und was weiß ich. Alles das habe ich schon gehört und gesehen.
Je mehr Kontakt der leblose Körper zum Erdreich hat, umso schneller und besser vergeht er auch.

Ist das Tier auf den Grund der Grube gebettet, schaufelt man das Grab zu. Es wird ein Grabhügel entstehen, weil der Körper unter der Erde Raum einnimmt und weil die Erde oben drauf jetzt gelockert ist.
Das legt sich und ebnet sich von alleine wieder ein, einfach abwarten.

Zum weiteren Ablauf habe ich vor einiger Zeit einer Leserin eine lange Mail geschrieben. Die Frau sorgte sich um ihren in einem Sarg begrabenen Hund. Ich zitiere mal daraus:

Ich habe schon seit über 30 Jahren Hunde. Insgesamt hatte ich 6 Hunde, die letzten beiden leben noch und sind auch noch recht jung.
Alle anderen habe ich gehen lassen müssen, denn Hunde haben eben eine kürzere Lebensspanne als wir Menschen.
Ich habe den Hunden immer versprochen, daß sie es bei mir gut haben werden und daß ich ihnen Schmerzen ersparen werde.

Dieses Versprechen habe ich immer eingehalten.

Alle Ihre Überlegungen kann ich gut nachvollziehen, da ich alle Varianten schon durch habe. Einer der Hunde wurde mit Decke und Kiste begraben, einer nur mit Decke, einer ganz ohne alles und einer wurde eingeäschert.

Am günstigsten ist es, um das gleich mal vorweg zu sagen, wenn man alles den Profis überläßt und das Tier einäschern läßt.
Mit der Asche kann man wesentlich vielfältiger und einfacher verfahren als mit einem Körper.

Wählt man aber das Begräbnis, so ist es am besten, wenn man den Hund ohne alles mindestens 80 cm bis 1 m tief vergräbt.
Man sagt, daß ab einer Tiefe von 100 cm keine Wildtiere mehr zum Buddeln angeregt werden.
Auch graben die meisten Würmer, Nager und Insekten nicht tiefer als 100 cm.
Tiere die ihre Bauten tiefer in die Erde graben, tun dies nicht in der Nähe von anderen toten Tieren.

Unter dieses Umständen dürfte der Leichnam des Hundes nach 3-5 Jahren weitestgehend vergangen sein. Natürlich spielen hier Bodenverhältnisse, Feuchtigkeit usw. eine Rolle. Mal geht es schneller, mal langsamer.

Wickelt man das Tier in Decken ein, verlängert das den Prozeß um einen ungewissen Zeitraum.
Bei Naturfasern dauert es etwa ein Jahr mehr, bei Kunstfasern ist das Ergebnis nicht klar vorhersehbar. Möglicherweise kommt eine Zersetzung gar nicht richtig in Gang.

Das hängt damit zusammen, daß Sauerstoff, Feuchtigkeit und Bodenbakterien bei der Zersetzung eine Rolle spielen.
Schottet man einen Leichnam gegen den umgebenden Boden ab, muß immer erst die Umhüllung vergehen oder zumindest Lücken oder Spalten aufweisen, damit die Mikroorganismen ihr Werk tun können.

So gilt das auch für den Sarg. Der enthält eine gewisse Menge Sauerstoff und schottet den Leichnam ab.
Zunächst werden also die Bakterien, die den Hund von innen und außen natürlicherweise besiedeln, alleine ans Werk gehen.
Erst wenn Witterung und Bodenorganismen den Sarg angegriffen haben, werden sie zum Vergehen des Hundes beitragen.

Eine Liegezeit von 5-7 Jahren ist hier anzunehmen, bis man sagen kann, daß der Hund weitestgehend vergangen ist.
Allerdings spielen auch hier Bodenbeschaffenheit und Witterung eine entscheidende Rolle. Es gibt Fälle, wo Särge 10 Jahre und mehr völlig unbeschadet überstanden haben.

Im Grunde spricht also alles gegen einen Sarg. Und dennoch verwendet man sie ja standardmäßig beim Menschen. Es muß also gute Gründe dafür geben.

Vorausgesetzt der Ruheplatz ist wirklich ein ruhiger Platz, an dem in absehbarer Zeit nicht gegraben wird, so hat Ihr Hund es dort richtig gut.
Der Sarg und die Erdschicht geben dem Tier ausreichend Schutz.

In dem angeschlossenen Raum des Sarges werden die inneren Bakterien Fett und Feuchtigkeit zersetzen. Der Leichnam fällt dann etwas zusammen. Später wird Gewebe zersetzt und schließlich auch das Fell.
Übrig bleiben die Knochen, die am längsten benötigen, um sich zu zersetzen. Knochen werden auch in 10-20 Jahren noch vorhanden sein, zumindest die größeren.

Ich schreibe Ihnen das alles so offen, damit Sie erkennen, daß der Hund seine Zeit und Ruhe benötigt, um zu vergehen.
Das geht eben nicht von heute auf morgen.

Sie fragen noch nach der Geruchsentwicklung. Im Allgemeinen haben wir es nicht mit Fäulnis zu tun. Die damit einhergehende Geruchsentwicklung bleibt also aus.
Vielmehr ist es eher ein Vermodern, ein Zergehen unter beinahe völligem Fehlen von Sauerstoff.
Eine kurze Zeit lang können Gase aus den Erdreich entweichen, das sind aber nur Tage und Wochen. Das über dem Sarg befindliche Erdreich sollte das aber genügend filtern können. Danach ist oberirdisch kein Geruch mehr wahrnehmbar.
Tiere, die eine feinere Nase haben, graben für gewöhnlich nicht so tief und scheitern im Falle eines Falles auch am Sargholz.

Hier noch ein Video von einem Tierbestatter/Tierkrematorium:. Ich kenne das Unternehmen nicht, aber in dem kurzen Film wird einiges erklärt:

1

§ Hinweis:

Diese Einschätzung beruht auf meinen persönlichen Erfahrungen und gibt ausschließlich meine Meinung wieder. Zu Rechts-, Steuer- und medizinischen Themen sollten Sie immer einen ausgewiesenen Fachmann fragen. Das ist oft günstiger als man denkt. Verlassen Sie sich nie auf Erkenntnisse, die Sie sich nur im Internet zusammengefischt haben!

2
Quellen:
Seite „Tierfriedhof“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. November 2015, 05:31 UTC. URL: https://de.wikipedia.org…Tierfriedhof (Abgerufen: 24. November 2015, 14:51 UTC)
Der Tod des geliebten Tieres, Anwaltskanzlei Rössler: http://www.hunderecht.eu/hundegesetz/deutsches-hunderecht/14-der-tod-des-geliebten-tieres

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Peter Wilhelm8. Dezember 2015

16 Kommentare von 138750.

  1. Ein interessanter Artikel.

    Ich selber habe mongolische Wüstenrennmäuse. Aber auch ein Abschied von einem sehr kleinen Tier kann schmerzen. Daher habe ich meine kleinen Renner meist in eine kleine Pappschachtel gebettet und dafür immer noch etwas Stroh und Heu aus dem Käfig als Unterlage genommen. Vergraben hatte ich sie „nur 20 -30 cm“ tief, aber immer einen größeren Stein darauf gelegt (die liegen bei uns eh als kleine Findlinge rum). So hatte ich gerade am Anfang immer noch die Möglichkeit „ans Nest“ zu gehen.

    Trotzdem ist und bleibt der Abschied von einem geliebten Tier schmerzhaft. Da finde ich es gut, dass es mittlerweile diese unterschiedlichen Möglichkeiten gibt. Danke Peter, für diese neuen Einsichten!

  2. …ja, der Liedermacher/Komiker Fredl Fesel meinte mal: „Bei den Säuen nennt man das Verrecken VERENTEN – möchte wissen, ob es bei den Enten versaut heißt…“

  3. Ich habe als Katzenhalter/-verlierer deinen Artikel mit großem Interesse gelesen. Danke, Peter.
    Das Video, so interessant es auch wäre, kann ich mir jedoch nicht antun.

    Trotzdem wieder viel dazu gelernt …

  4. Grauslich, wenn ich schon Tierkörperverwertungsanstalt höre. So teuer ist das kremieren von Tieren auch nicht. Mein Wuffi und meine beiden Katzen sind hier http://www.tierkrematorium-kirchberg.ch/default.asp?m=9 in einem Gemeinschaftsgrab. Das heisst nicht, dass ich jede Woche hinrenne. Aber soviel kann einem der Hund/die Katze, die jahrelang Freude bereitet haben, schon wert sein.

    • @Rita-Eva Neeser:

      Ich stimme dir vollkommen zu. Leider war ich beim letzten Abschied von einem Haustier (vor 12 Jahren schon…) derart fix und fertig, dass ich es nicht ertragen hätte, das Katerchen nochmals mit nach Hause zu nehmen und im Garten zu begraben.
      Für die Zukunft werde ich mich rechtzeitig informieren, das hilft immer.

  5. Seit wann gibt es eigentlich Tierkrematorien? Hätte es vor 12 oder 13 Jahren in Österreich schon die Möglichkeit gegeben, eine Katze zu kremieren?

  6. Herzlichen Dank für diesen informativen Artikel. Wir mussten unsere geliebte Hündin vor 5 Monaten im stolzen und dankbaren Alter von 17 Jahren einschläfern lassen und haben sie dann ins Krematorium gebracht. Da wir den Termin planen „durften“ und konnten, konnte ich auch die Einäscherung vorher gut organisieren. Ich muß sagen, ich war sprachlos über so viel Anteilnahme, Einfühlsamkeit und ruhiges Geschehen dieses für mich schlimmen Ganges. Nach dieser Erfahrung und dem guten Gefühl, meine geliebte Dame nun wieder hier im Hause bei mir zu haben, sie den ganzen Weg begleiten zu dürfen und genau zu sehen, was mit ihr passiert würde ich mir wünschen, dass dies bei uns Menschen auch möglich wäre. Sicherlich bedarf es viel Kraft, aber wenn ich an den Tod meiner Mutter denke, und an das Procedere danach ….. hätte ich gerne vieles anders gemacht. Vor allem hätte ich sie gerne viel mehr begleitet, bei dem Weg nach dem Tod. Ich weiß nicht, ob das geht, aber im Nachhinein hätte ich es mir gewünscht. Der damalige Bestatter hat uns leider nur wenig über die Möglichkeiten aufgeklärt. Ich kann nur jeden Tierbesitzer raten, wenn ihr die Möglichkeit habt, und euer geliebtes Tier nicht in der kalten Erde im Dunkeln wissen mögt – wählt diesen Weg. Wir haben auch keine „klassische Urne“ gewählt – die wurde uns auch nicht aufgedrängt – die Asche meiner geliebten Maus ist in einem hübschen kleinen Häusschen mit rosa Blumen, zusammen mit ihrem Halsband: Wir bekamen das Tütchen mit der Asche – gut verschlossen in einem feuchtigkeitsresistentem Beutel. Die Asche sieht auch nicht schlimm aus – nicht wie Asche, eher wie zermahlene Knochen. Daneben steht ihr Foto, eine Kerze und ein Engelchen. Und ich habe sie nah bei mir und sie ist nicht im Dunkeln. Sollte ich die finanzielle Möglichkeit haben, werde ich es mit meinen anderen Tieren auch so machen – für mich war dieser Weg der Richtige.

  7. Hallo,
    ich hätte eine Anmerkung zum Bestatten von Haustieren. Meines Wissens ist es zwingend erforderlich, dass es sich um ein EIGENES Grundstück handelt. Ihr Hinweis, dass das Einverständnis des Grundstückseigentümers vorliegen muss, impliziert, dass demnach auch z.B. Mieter auf einem gemieteten Grundstück beerdigen dürften. Das ist mir so neu, und widerspricht meiner Rechtskenntnis!

    Allerdings bin ich Tierarzt und kein Jurist :-)

    Ansonsten ist der Post spitze!!! Ich habe ihn als pdf ausgedruckt und würde ihn gerne als Info für meine Tierbesitzer in der Praxis auslegen. Wäre Ihnen das Recht?

    Viele tierische Grüße
    Astrid Möller-Seeling

    • @Astrid Möller-Seeling: Hallo, herzlichen Dank für den lobenden Kommentar.

      Nun, ich bin auch kein Jurist. Aber was ist ein eigenes Grundstück? Ist damit ausdrücklich ein Grundstück gemeint, das auf den eigenen Namen im Grundbuch eingetragen ist?
      Oder genügt es, wenn man die dauernde Handhabe über dieses Grundstück hat?
      Ich weiß es nicht.
      Meiner Meinung nach, ist Besitz ja sowieso etwas Zeitliches.
      Ich besitze ein Haus mit Grundstück und bestatte dort einige Hunde. Dann bin ich eines Tages nicht mehr da und meine Kinder erben das Grundstück mit diesen „Altlasten“.

      Oder: Ich bin Mieter eines Hauses (z.B. Bauernhof) mit Garten und großem Grundstück. Dort bestatte ich meinen Hund und nach 15 oder 20 Jahren ziehe ich von dort weg.

      Wo wäre da der Unterschied?

      Was sicher nicht geht, ist das Bestatten im gemeinsam genutzten Garten eines Mehrfamilienhauses.

      Wenn ich aber Mieter eines Einfamilienhauses mit Garten bin und die Genehmigung des Vermieters habe, sehe ich kein Problem.
      Es wäre ja dem Fall gleichgestellt, daß der Vermieter sagt, er bestattet dort meinen Hund.
      Und er wäre ja der Eigentümer.
      Und nirgendwo steht, daß man nur das eigene Tier auf eigenem Grund bestatten darf.

      Dem Gesetzgeber geht es nicht darum, so unterstelle ich, daß der von uns hier besprochene Fall geregelt wird, sondern darum, daß man nicht im Freiland, auf fremden Äckern, im Wald oder in einem Gemeinschaftsgarten solche Bestattungen vornimmt.

      Meine Quelle für diese Angabe war der Artikel „Tierfriedhof“ in der deutschen Wikipedia.

      Natürlich dürfen Sie die als PDF ausgedruckten Dokumente mit Quellenhinweis in Ihrer Praxis auslegen. Am besten erzeugen sie solche Dokumente mit einem Klick auf den Link „PDF erzeugen“ unter dem betr. Artikel. Dann stehen alle benötigten Zitathinweise schon dabei.
      Es ist gut und richtig, daß Sie fragen, deshalb erlaube ich das auch gerne.
      Ohne schriftliche Zustimmung wäre das nämlich nicht erlaubt.

      Der letzte Hinweis ist weniger für Sie gedacht, sondern für alle, die diesen Kommentar lesen und vielleicht denken, wenn sie hier PDFs ausdrucken dürfe man damit machen, was man will.

      Herzliche Grüße aus Heidelberg
      Peter Wilhelm

  8. Ein schöner informativer Artikel.
    Ich bin selbst Tierbestatter, bin mit Leib und Seele dabei.
    Einem Freund von mir gehört ein Tierfriedhof und ich führe die Bestattungen durch. Habe eine Räumlichkeit mit verschiedenen Särgen und Urnen. Auch bei Tieren möchte ich immer Pietätvoll und professionell vorgehen. Das ist auch nötig wenn man einen Labrador im Fichtesarg an die Erdgruft trägt uns ein kinderloses Paar welches nie Kinder haben konnte trauert, als hätten sie ihr Kind verloren. Einige meiner Freunde sagen: Du bist 20 Jahre alt, da möchte ich noch kein Bestatter sein! Aber ich mache es gerne und von vielen dankbaren leuten bekommt man Anerkennung.

  9. Pingback: Hund Im Garten Begraben | Skpt.co

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